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Tourismuspolitik im Vergleich: die Europäische Union, die UNWTO (World Tourism Organisation) und die OECD

Titre: Tourismuspolitik im Vergleich: die Europäische Union, die UNWTO (World Tourism Organisation) und die OECD

Mémoire (de fin d'études) , 2006 , 131 Pages

Autor:in: Manfred Daberto (Auteur)

Gestion d'entreprise - Politique économique
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Die Tourismuspolitik soll dort wirksam werden, wo ein Marktversagen oder ein Staatsversagen auftritt. Marktversagen bedeutet, dass es eine Situation gibt, in der es sich einem selbst überlassenen Markt nicht gelingt, die Ressourcen effizient zu verteilen. Als Staatsversagen meint man in den Wirtschaftswissenschaften suboptimale Ergebnisse, die durch Eingriffe in den freien Markt passieren. Dies können ebenfalls mangelhafte Güterallokation oder Ineffizienz der Produktion sein.
Da der Tourismus durch Austausch von Personen und Gütern über die Landesgrenzen hinweg stattfindet, braucht es eine Politik, die Markt- und Staatsversagen beim internationalen Tourismus regelt.

Die Bedeutung der europäischen Ebene zeigt sich in der Wichtigkeit für die Aspekte der Tourismuspolitik, die mit Umweltschutz, Wettbewerbspolitik und Verbraucherschutz zu tun haben. Mit dem Zusammenwachsen der Länder wird die europäische Ebene an Bedeutung gewinnen. Durch dieses Zusammenfinden wird eine gemeinsame Tourismuspolitik wichtig, auch wenn einzelne Bereiche durch Anwendung des Subsidiaritätsprinzips auf nationaler Ebene bleiben könnten.

Wichtige internationale Institutionen, die Politik zur Regelung des internationalen Tourismus betreiben sind neben der Europäischen Union, die Welttourismusorganisation und die OECD.
Diese Institutionen werden in der Arbeit verglichen, weil sie verschiedene Rollen einnehmen. Die Beschlüsse der Europäischen Union sind im Gegensatz zu den beiden anderen Institutionen wichtiger, weil diese beiden Fachorganisationen sind. Das Hauptaugenmerk liegt auf der EU, weil der Grad der Verbindlichkeit von Beschlüssen hoch und der anderen beiden Institutionen niedrig ist. Es muss jedoch auch gesagt werden, dass die Beschlüsse der UNWTO und der OECD aus wirtschaftspolitischer Sicht Einfluss auf die EU und nationale Staaten haben und dementsprechend berücksichtigt werden.

In dieser Arbeit werden die direkte und indirekte Tourismuspolitik oben genannter Institutionen verglichen. Zuerst werden die direkte Tourismuspolitik in den Bereichen der Statistik, des nachhaltigen Tourismus, des Marketings und der neuen Technologien behandelt. Weiters folgen dann die Bereiche der Ausbildung und Arbeit, des Verbraucherschutzes und Sicherheit sowie des Transports. Diese Bereiche direkter Tourismuspolitik wurden deshalb gewählt, weil sie eine vorrangige Wichtigkeit besitzen. [...]

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1. Problemstellung

1.2. Zielsetzung

1.3. Aufbau und Methodik der Diplomarbeit

2. Tourismuspolitik

2.1. Definition

2.1.1. Direkte und indirekte Tourismuspolitik

2.1.2. Ordnungs- und Prozesspolitik

2.2. Notwendigkeit einer Tourismuspolitik

2.2.1. Marktversagen

2.2.2. Staatsversagen

3. Internationale Institutionen

3.1. Legitimität internationaler Institutionen

3.2. Aufgaben internationaler Institutionen

3.3. Politische Organisation der EU, UNWTO, OECD

3.3.1. Die Europäische Union

3.3.1.1. Beschreibung

3.3.1.2. Aufbau und Organisation

3.3.1.3. Tätigkeitsfeld

3.3.1.3.1. Lokale vs. europäische Zuständigkeit

3.3.1.3.2. Subsidiaritätsprinzip

3.3.1.3.3. Verhältnismäßigkeit und Föderalismus

3.3.1.4. Bedeutung der Tourismuspolitik und Ziele

3.3.2. Die World Tourism Organisation

3.3.2.1. Beschreibung

3.3.2.2. Aufbau und Organisation

3.3.2.3. Tätigkeitsfeld, Bedeutung der Tourismuspolitik und Ziele

3.3.3. Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung

3.3.3.1. Beschreibung

3.3.3.2. Aufbau und Organisation

3.3.3.3. Tätigkeitsfeld

3.3.3.4. Bedeutung der Tourismuspolitik und Ziele

3.3.4. Andere wichtige Organisationen

4. Vergleich der direkten und indirekten Tourismuspolitik der 3 Institutionen

4.1. Direkte Tourismuspolitik

4.1.1. Erstellen von Statistiken (Marktversagen: öffentliches Gut)

EU

UNWTO

OECD

Schlussfolgerungen

4.1.2. Harmonisierung der Steuern

EU

UNWTO

OECD

Schlussfolgerungen

4.1.3. Nachhaltiger Tourismus

EU

UNWTO

a) Nachhaltiger Tourismus

b) Spezialprogramm der UNWTO: ST-EP (Sustainable Tourism – Eliminating Poverty)

OECD

Schlussfolgerungen

4.1.4. Marketing und Schaffung internationaler Tourismusportale

EU

UNWTO

OECD

Schlussfolgerungen

4.1.5. Innovations-, Informations-, Kommunikations- und Forschungspolitik Einfluss neuer Technologien im Tourismus bzw. in der Reiseindustrie

EU

UNWTO

OECD

Schlussfolgerungen

4.1.6. Ausbildung und Arbeit

EU

UNWTO

OECD

Schlussfolgerungen

4.1.7. Verbraucherschutz und Sicherheit

EU

UNWTO

OECD

Schlussfolgerungen

4.1.8. Transport

EU

UNWTO

OECD

Schlussfolgerungen

4.2. Indirekte Tourismuspolitik

4.2.1. Schengener Abkommen

4.2.2. Internationale Währung

5. Zusammenfassung und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Diplomarbeit besteht in einem vergleichenden Analysieren der Tourismuspolitik der Europäischen Union (EU), der Welttourismusorganisation (UNWTO) und der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD). Die Arbeit untersucht die Unterschiede und Gemeinsamkeiten dieser Institutionen im Hinblick auf direkte und indirekte Tourismuspolitik, ihre Arbeitsweisen sowie potenzielle Synergien oder Überschneidungen in ihren Tätigkeitsfeldern.

  • Vergleich der tourismuspolitischen Strukturen und Ziele von EU, UNWTO und OECD
  • Analyse direkter tourismuspolitischer Maßnahmen (Statistik, Nachhaltigkeit, Marketing, neue Technologien)
  • Untersuchung indirekter Einflüsse auf den Tourismus (Schengener Abkommen, Währungsunion)
  • Bewertung der Rolle des Staates und internationaler Organisationen bei Markt- und Staatsversagen
  • Diskussion über Kooperationsmöglichkeiten und die Zukunft der Tourismuspolitik

Auszug aus dem Buch

3.3.1.3. Tätigkeitsfeld

Seit 1968 gilt innerhalb der Mitgliedsländer eine Zollunion, aufgrund derer die Mitgliedsstaaten im zwischenstaatlichen Handel auf Zölle verzichten. Ebenfalls sind Ein- und Ausfuhrbeschränkungen verboten. Tatsächlich gab es noch diese Einschränkungen, diese wurden jedoch vom EuGH beseitigt (z.B. Cassis de Dijon). Für den Handel mit Staaten außerhalb der Gemeinschaft gilt ein gemeinsamer Zolltarif.

Seit 1993 gibt es darüber hinaus den europäischen Binnenmarkt. Dieser garantiert freien Austausch von Dienstleistungen, Waren, Güter und Personen zwischen den Mitgliedsstaaten. Dieser Binnenmarkt ist für den Tourismus besonders wichtig, weil er erhebliche Erleichterungen gebracht hat. Dies rührt daher, weil der Tourismus meistens über die nationalen Grenzen hinweg stattfindet. Eine weitere Erleichterung für den Tourismus stellt das Schengener Abkommen dar, in dem festgelegt ist, dass auf Personenkontrollen zwischen den Mitgliedsstaaten verzichtet wird.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Problemstellung des Tourismus als bedeutenden Wirtschaftssektor ein, definiert das Ziel der Arbeit und erläutert den methodischen Aufbau.

2. Tourismuspolitik: Hier werden theoretische Grundlagen des Tourismus als Querschnittsbereich dargelegt und die Notwendigkeit staatlicher Eingriffe aufgrund von Markt- oder Staatsversagen diskutiert.

3. Internationale Institutionen: Dieses Kapitel behandelt die Legitimität und Aufgaben internationaler Akteure und stellt die politische Organisation von EU, UNWTO und OECD detailliert vor.

4. Vergleich der direkten und indirekten Tourismuspolitik der 3 Institutionen: Der Hauptteil vergleicht systematisch die direkten Maßnahmen (Statistik, Steuern, Nachhaltigkeit, Marketing, etc.) sowie indirekte politische Rahmenbedingungen der drei untersuchten Institutionen.

5. Zusammenfassung und Ausblick: Das abschließende Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung der Tourismuspolitik.

Schlüsselwörter

Tourismuspolitik, Europäische Union, UNWTO, OECD, Marktversagen, Staatsversagen, Nachhaltiger Tourismus, Binnenmarkt, Statistik, Marketing, Tourismus-Satellitenkonten, Beschäftigung, Verkehrspolitik, Verbraucherschutz, Internationale Kooperation

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Diplomarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert und vergleicht die tourismuspolitischen Ansätze der drei bedeutenden Institutionen EU, UNWTO und OECD, um deren Unterschiede und Gemeinsamkeiten im internationalen Kontext aufzuzeigen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zu den zentralen Themen gehören die Definition und Notwendigkeit von Tourismuspolitik, die politische Organisation der genannten Institutionen sowie ein Vergleich ihrer Maßnahmen in den Bereichen Statistik, Steuern, Nachhaltigkeit, Marketing, Technologie, Ausbildung, Verbraucherschutz und Verkehr.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Hauptziel liegt in der Gegenüberstellung der verschiedenen Arbeitsweisen der EU, UNWTO und OECD, um herauszufinden, in welchen Bereichen sie kooperieren oder wo Überschneidungen und unterschiedliche Ansätze bestehen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einem theoretischen Vergleich der tourismuspolitischen Arbeitsweisen und einer detaillierten Analyse der Programme und Maßnahmen der drei Institutionen auf Basis vorhandener Literatur und offizieller Dokumente.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Definition von Tourismuspolitik und Marktversagen sowie einen umfassenden Vergleich der direkten (z.B. Marketing, Statistik) und indirekten (z.B. Währungsfragen) tourismuspolitischen Aktivitäten der Institutionen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Tourismuspolitik, Europäische Union, UNWTO, OECD, Marktversagen, Nachhaltigkeit, Binnenmarkt, Statistik, Marketing, Beschäftigung, Verbraucherschutz.

Wie bewertet die Arbeit die Rolle der EU im Vergleich zur OECD und UNWTO?

Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass die EU aufgrund ihres hohen Verbindlichkeitsgrades als politische Organisation die aktivste Rolle einnimmt, während die OECD und UNWTO primär durch Empfehlungen, Berichte und Koordinationsforen wirken.

Was ist die Schlussfolgerung der Arbeit zur Tourismuspolitik?

Die Arbeit resümiert, dass zwar eine Zusammenarbeit zwischen den drei Institutionen besteht, diese jedoch ausbaufähig ist, da eine zunehmende Globalisierung des Tourismus eine stärkere, besser koordinierte und legitimierte tourismuspolitische Gestaltung erfordert.

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Résumé des informations

Titre
Tourismuspolitik im Vergleich: die Europäische Union, die UNWTO (World Tourism Organisation) und die OECD
Université
University of Innsbruck
Auteur
Manfred Daberto (Auteur)
Année de publication
2006
Pages
131
N° de catalogue
V84634
ISBN (ebook)
9783640151097
Langue
allemand
mots-clé
Tourismuspolitik Vergleich Europäische Union UNWTO Tourism Organisation) OECD
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Manfred Daberto (Auteur), 2006, Tourismuspolitik im Vergleich: die Europäische Union, die UNWTO (World Tourism Organisation) und die OECD, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/84634
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