Die Arbeit widmet sich didaktischen Überlegungen zur Gestaltung von anwendungsorientiertem, fächerübergreifenden Mathematikunterrichts.
Den Kernpunkt hierfür bildet aus mathematischer Sicht die Einführung in die Thematik zweidimensionaler Funktionen im Analysisunterricht der Jahrgangsstufe 11.
Ausgehend von Überlegungen zu Veranschaulichungsmöglichkeiten dieser für Schülerinnnen und Schüler anspruchsvollen Thematik werden in der vorliegenden Arbeit unterschiedliche Kontexte vereint. Dabei wird der anschaulich-kreative Umgang mit geographischen Reliefkarten besonderer Gestaltungsform genutzt, um einen Ansatzpunkt für einen experimentell entdeckenden Einstieg in die Thematik mehrdimensionaler Funktionen aufzuzeigen.
Eine erste Erprobung des in der Arbeit vorgestellten und diskutierten Projektes erfolgte in einer mehrwöchigen Mathematikarbeitsgemeinschaft der Klassenstufe 11.
Inhaltsverzeichnis
Vorwort
Einleitung
I Methodisch-didaktische Schwerpunkte des Projektes
1 Die Projektwoche
1.1 Definition
1.2 Projektwochen – Wozu?
1.3 Benotung von Projektwochen – pro und contra
2 Kooperatives Lernen
2.1 Lernformen
2.2 Was heißt Kooperatives Lernen – Cooperative Learning?
2.3 Zur Begründung kooperativer Lernformen
2.4 Die drei Säulen des Kooperativen Lernen
2.4.1 Sichere Lernatmosphäre
2.4.2 Prozesssteuerung
2.4.3 Unterrichtliche Aktivitäten
2.4.3.1 Die Rolle der LehrerIn
2.4.3.2 Gruppenbildung
2.5 Lernkompetenzen
II Reliefkarten im fächerübergreifenden Geometrie- und Analysisunterricht
1 Reliefkarten im fächerübergreifenden Geometrie- und Analysisunterricht im Rahmen einer Projektwoche (Klasse 11)
2 Lernvoraussetzungen der Schüler
3 Lernziele
3.1 Fachübergreifende Ziele
3.2 Allgemeine fachbezogene Ziele
3.3 Lernzielbereiche
3.3.1 Kognitiver und affektiver Bereich
3.3.2 Sozialer Bereich
3.3.3 Psychomotorischer Bereich
4 Konzeption des Projektes
4.1 Unterrichten nach dem Wesen des Kooperativen Lernen
4.2 Lerninhalte
4.2.1 Übersicht zum inhaltlichen Ablauf der Projektwoche
4.2.2 Grobplanung der Projektwoche
4.2.2.1 Erster Tag
4.2.2.2 Zweiter Tag
4.2.2.3 Dritter Tag
4.2.2.4 Vierter Tag
4.2.2.5 Fünfter Tag
4.3 Arbeitsmaterialien
4.4 Wie kann eine transparente Benotung gewährleistet werden?
5 Erprobung im Rahmen einer Arbeitsgemeinschaft (Klasse 11)
5.1 Rahmenbedingungen
5.2 Arbeitsformen
5.3 Konzeption, Durchführung und Auswertung der Arbeitsgemeinschaft
5.3.1 Erste Sitzung
5.3.1.1 Planung und Vorbereitung
5.3.1.2 Durchführung und Auswertung
5.3.2 Zweite Sitzung
5.3.2.1 Planung und Vorbereitung
5.3.2.2 Durchführung und Auswertung
5.3.3 Dritte Sitzung
5.3.3.1 Planung und Vorbereitung
5.3.3.2 Durchführung und Auswertung
5.3.4 Vierte Sitzung
5.3.4.1 Planung und Vorbereitung
5.3.4.2 Durchführung und Auswertung
Schlusswort
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, ein didaktisches Konzept für eine Projektwoche in der 11. Jahrgangsstufe zu entwickeln, welches die Erstellung von Reliefkarten als mathematische Abbildungen der Natur in den Geometrie- und Analysisunterricht integriert, wobei das Kooperative Lernen als methodisch-didaktischer Schwerpunkt dient, um soziale und methodische Kompetenzen der SchülerInnen zu fördern.
- Konzeption einer Projektwoche zur Erstellung von Reliefkarten
- Integration von Kooperativem Lernen im Mathematikunterricht
- Förderung von fachübergreifenden Lernzielen
- Didaktische Umsetzung und Erprobung in einer Arbeitsgemeinschaft
- Reflexion über Benotungsansätze in Projektformen
Auszug aus dem Buch
1.2 Projektwoche – Wozu?
Motivationsprobleme – Wer kennt sie nicht? Unkonzentriertheit, Faulheit, motorische Unruhe und mangelndes Interesse der SchülerInnen gehören in jedem Schultyp zum Schulalltag. Die Forderungen der SchülerInnen an den Unterricht sind hoch: mehr Unterrichtsgänge, schülernahe Themen, mehr Versuche, Spiele und Diskussionen, mehr Spaß und Witz. Die Funktion des Unterrichts geht jedoch über die Befriedigung der Schülerwünsche hinaus und muss dementsprechend gestaltet werden. Dennoch kann und muss etwas getan werden, um die SchülerInnen dort anzusprechen und abzuholen, wo sie ansprechbar sind. Nicht nur Bestrafung bzw. Belohnung kann Motivation für Schülerleistungen sein, sondern auch Interesse, Selbstständigkeit und soziale Kontakte sind eine Möglichkeit die Motivation zu verbessern. Im Rahmen von Projektwochen bietet sich eine Chance besser auf die Bedürfnisse von SchülerInnen einzugehen. Dazu gehören eine lebensnahe Auseinandersetzung mit existentiell bedeutsamen Themen, das aktive, selbstständige, erfahrungsbetonte Lernen, das Spaß macht und Erfolgserlebnisse vermittelt, das Bedürfnis nach Kommunikation und sonstigen sozialen Kontakten sowie nach vertrauenserweckenden, überschaubaren Lernbereichen und Lerngruppen, die eine sichere Atmosphäre bieten.
Zusammenfassung der Kapitel
Die Projektwoche: Das Kapitel definiert den Begriff der Projektwoche und erörtert deren Bedeutung für die Steigerung der Schülermotivation durch lebensnahes und aktives Lernen.
Kooperatives Lernen: Hier werden die verschiedenen Lernformen und das Konzept des Kooperativen Lernens (Cooperative Learning) vorgestellt, wobei die drei zentralen Säulen sowie die notwendigen sozialen Fertigkeiten beleuchtet werden.
Reliefkarten im fächerübergreifenden Geometrie- und Analysisunterricht im Rahmen einer Projektwoche (Klasse 11): Der Abschnitt skizziert den zeitlichen Ablauf und die inhaltlichen Schwerpunkte der geplanten Projektwoche, die sich mit mathematischen Funktionsgraphen und deren Übertragung in reale Reliefmodelle befasst.
Lernvoraussetzungen der Schüler: Die Autorin analysiert, welche mathematischen und geographischen Grundkompetenzen aus den vorangegangenen Klassenstufen für die erfolgreiche Durchführung des Projekts in Klasse 11 vorauszusetzen sind.
Lernziele: Dieses Kapitel differenziert zwischen fachübergreifenden und allgemeinen fachbezogenen Lernzielen und ordnet diese verschiedenen Lernzielbereichen zu.
Konzeption des Projektes: Das Kernstück der Arbeit liefert eine detaillierte Übersicht und Grobplanung der fünf Projekttage sowie Empfehlungen zur transparenten Leistungsbewertung im Kooperativen Lernen.
Erprobung im Rahmen einer Arbeitsgemeinschaft (Klasse 11): Hier wird die praktische Umsetzung des Projekts in einer freiwilligen Arbeitsgemeinschaft am Europagymnasium Walther-Rathenau beschrieben, inklusive der Feinplanung und Auswertung der vier durchgeführten Sitzungen.
Schlüsselwörter
Projektwoche, Kooperatives Lernen, Reliefkarten, Geometrie, Analysis, Mathematikunterricht, Teamarbeit, Lernziele, Sozialkompetenz, Methodenkompetenz, SchülerInnen, Selbstständigkeit, Modellbildung, didaktisches Konzept, Schülermotivation
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit entwirft ein didaktisches Konzept für eine einwöchige Projektarbeit in der gymnasialen Oberstufe (Klasse 11), in der SchülerInnen Reliefkarten als mathematische Abbildungen der Natur erstellen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Die Schwerpunkte liegen auf der methodisch-didaktischen Gestaltung von Projektwochen, der Einführung von Formen des Kooperativen Lernens im Mathematikunterricht sowie der praktischen Anwendung von Funktionen zweier Variablen zur Modellbildung.
Welches primäre Ziel verfolgt das Projekt?
Ziel ist es, den Schülern Mathematik durch eine haptische und lebensnahe Anwendung in einem kooperativen Umfeld näherzubringen, um gleichzeitig Fachwissen, Selbst-, Methoden- und Sozialkompetenzen zu fördern.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Fundierung zu Kooperativem Lernen und Projektarbeit, kombiniert mit einem praktischen Entwurf für ein Unterrichtsvorhaben sowie dessen Erprobung und Reflexion in einer Arbeitsgemeinschaft.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung in die Projektwoche und das Kooperative Lernen, die Erarbeitung der Lernvoraussetzungen, die Definition von Lernzielen sowie die konkrete Konzeption und Durchführung des Projekts.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Projekt?
Die zentralen Schlagworte sind Kooperatives Lernen, fächerübergreifender Mathematikunterricht, Reliefkarten, Modellbildung und Kompetenzentwicklung.
Wie wurde die praktische Erprobung in der Arbeitsgemeinschaft strukturiert?
Aufgrund von Zeitbeschränkungen wurde das ursprüngliche fünftägige Konzept in vier Sitzungen á 90 Minuten kondensiert, die von der Einführung in Funktionen zweier Variablen bis hin zur Fertigstellung des Gesamtmodells reichten.
Welche Schlussfolgerungen zieht die Autorin bezüglich der Benotung in solchen Projekten?
Die Autorin plädiert für eine transparente, projektabhängige Leistungsbewertung, die neben den fachlichen Ergebnissen vor allem auch die gezeigten methodischen und sozialen Kompetenzen sowie den individuellen Lernprozess einbezieht.
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- Antje Huschenbeth (Author), 2007, Reliefkarten im fächerübergreifenden Geometrie- und Analysis-Unterricht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/84661