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Braut, Prinzessin, Königin - Warum der Schabbat für den jüdischen Glauben so wichtig ist

Title: Braut, Prinzessin, Königin - Warum der Schabbat für den jüdischen Glauben so wichtig ist

Term Paper , 2007 , 18 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Jessica Brückner (Author)

Theology - Practical Theology
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„Am siebenten Tag aber ruhte er. Darum hat der Herr den Sabbattag gesegnet und ihn für heilig erklärt.“ (Ex 20,11)
So heißt es in der Tora bzw. im Alten Testament in dem wichtigen Abschnitt über die 10 Gebote. Allein dies zeigt schon die Bedeutsamkeit, welche der Schabbat einnimmt, denn kein anderer jüdischer Festtag findet seine Erwähnung in den 10 Geboten.
Deshalb soll im vorliegenden Text der Schabbat genauer betrachtet werden und exemplarisch einen Einblick geben in jüdisches Leben und jüdischen Glauben.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretische Grundlagen

2.1. Schabbat – Versuch einer Definition

2.2. Die verbotenen Hauptarbeiten

3. Ablauf, Riten und Traditionen

3.1. Beginn und Ende des Schabbat

3.2. Vorbereitungen

3.3. Ablauf

3.4. Die Gebete in der Synagoge

3.4.1. Der Gottesdienst am Freitagabend

3.4.2. Der Gottesdienst am Samstagmorgen

3.4.3. Der Gottesdienst am Samstagnachmittag

3.5. Braut, Prinzessin, Königin Schabbat

4. Anwendung/ Vermittlung im LER-Unterricht

5. Schlusswort

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die zentrale Bedeutung des Schabbat im Judentum, beleuchtet dessen theoretische Grundlagen sowie die damit verbundenen Riten und Traditionen, um schließlich konkrete didaktische Ansätze für die Vermittlung dieses Themas im LER-Unterricht aufzuzeigen.

  • Bedeutung und Definition des Schabbat als Ruhetag und Geschenk Gottes
  • Struktur der "40 minus 1" Hauptarbeiten und deren abgeleitete Tätigkeiten
  • Praktische Abläufe, Gebete und häusliche Traditionen des Schabbat
  • Personifizierung des Schabbat als Braut, Prinzessin und Königin
  • Methoden für den Religionsunterricht (Lernen mit allen Sinnen, spielerische Wissensvermittlung)

Auszug aus dem Buch

2.2. Die verbotenen Hauptarbeiten

„Sechs Tage kannst du deine Arbeit verrichten, am siebten Tag aber sollst du ruhen, damit dein Rind und dein Esel ausruhen und der Sohn deiner Sklavin und der Fremde zu Atem kommen.“ (Ex 23,12)

Gott hat verfügt, dass am Schabbat nicht gearbeitet werden darf. Wie aus dem 2. Buch Mose hervorgeht, macht Gott keine Unterschiede zwischen den Menschen, vielmehr werden neben Sklaven auch Tiere in das Arbeitsverbot miteinbezogen. Es ist ein Gebot von absoluter Gleichheit, niemand wird ausgeschlossen, die Ruhe und Erholung des Schabbats steht allen Geschöpfen Gottes gleichermaßen zu. Was aber ist denn nun unter „Arbeit“ zu verstehen?

Da die Tora darüber nur unzureichend Auskunft gibt, haben sich die Rabbinen mit diesem Problem beschäftigt und schließlich „40 minus 1 Hauptarbeiten“ festgelegt. Diese leiteten sie aus den Arbeiten ab, die zum Bau der Stiftshütte nötig waren, denn sie stellten fest, dass „unmittelbar vor dem ausführlichen Bericht über den Bau der Stiftshütte (Ex 35,4–40,38) noch einmal die Schabbatruhe eingeschärft wurde (Ex 35,1-3).“ (Galley, 2003, S. 40)

Die ersten elf Arbeiten waren für die Zubereitung des Schaubrotes notwendig: säen, pflügen, ernten, Garben binden, dreschen, worfeln, Früchte auslesen, mahlen, sieben, kneten, backen. Die Arbeiten 12 bis 24 dienten der Herstellung, Reinigung und Ausbesserung von Stoffen, die für die Stiftshütte benötigt wurden (z.B. Vorhänge oder Priestergewänder): Wolle scheren, waschen, klopfen, färben, spinnen, (zwei) Schleifen oder Schlingen machen, (zwei) Fäden spannen, (zwei) Fäden weben, sie trennen, einen Knoten machen, einen Knoten auflösen, (mit zwei Stichen) festnähen, zerreißen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung begründet die hohe Bedeutung des Schabbat durch dessen Erwähnung in den 10 Geboten und skizziert das Ziel der Arbeit, den Feiertag theoretisch und praktisch zu beleuchten sowie didaktisch für den LER-Unterricht aufzuarbeiten.

2. Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel definiert den Schabbat als Ruhetag in Erinnerung an die Schöpfung und erläutert anhand der rabbinischen Definition der „40 minus 1 Hauptarbeiten“ die religiöse Interpretation des Arbeitsverbots.

3. Ablauf, Riten und Traditionen: Hier werden die rituellen Vorbereitungen, der zeitliche Ablauf von Freitagabend bis Samstagabend sowie die spezifischen Gebete in der Synagoge und die symbolische Bedeutung des Schabbat als Braut und Königin detailliert beschrieben.

4. Anwendung/ Vermittlung im LER-Unterricht: Dieses Kapitel gibt praktische Anregungen, wie Lehrkräfte den Schabbat durch multisensorische Methoden, spielerische Zugänge und die Vermittlung von Werten im Unterricht für Schüler verständlich machen können.

5. Schlusswort: Das Fazit unterstreicht die Relevanz des Schabbat als bedeutsamen Feiertag, dessen „Freude und Wonne“ auch in der modernen, hektischen Welt eine bereichernde Perspektive für alle Menschen darstellen kann.

Schlüsselwörter

Schabbat, Judentum, Ruhetag, Tora, Hauptarbeiten, Synagoge, Kiddusch, Havdala, LER-Unterricht, Religionswissenschaft, Schöpfung, Gebet, Tradition, Riten, Stiftshütte

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Schabbat als zentralem Feiertag des jüdischen Glaubens, seiner Bedeutung, den religiösen Regeln und wie diese Tradition in der Bildung vermittelt werden kann.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zentrale Themen sind die biblische Fundierung des Schabbat, die Definition der verbotenen Arbeiten, der liturgische Ablauf der Gebete sowie die didaktische Aufbereitung für den Schulunterricht.

Welches Ziel verfolgt die Autorin mit dieser Arbeit?

Das Ziel ist es, ein tiefgreifendes Verständnis für den Schabbat zu schaffen und aufzuzeigen, wie Lehrerinnen und Lehrer dieses Thema Schülern mit Herz und Verstand näherbringen können.

Welche wissenschaftliche Methode wurde für die Arbeit gewählt?

Es handelt sich um eine religionswissenschaftliche Ausarbeitung, die auf der Analyse von Tora-Texten, rabbinischen Kommentaren und theologischer Fachliteratur basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, eine detaillierte Aufzählung von Riten und Traditionen, eine Beschreibung des synagogalen Gottesdienstes sowie konkrete Praxisbeispiele für den LER-Unterricht.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Ruhe, Schöpfungserinnerung, Freiheit, jüdische Liturgie und handlungsorientierte Didaktik geprägt.

Was ist das Besondere an der rabbinischen Definition der Arbeit am Schabbat?

Die Rabbinen haben basierend auf dem Bau der Stiftshütte 39 „Hauptarbeiten“ definiert, von denen sich viele weitere verbotene Handlungen ableiten lassen, die den Alltag am Schabbat strukturieren.

Wie wird der Schabbat im jüdischen Kontext personifiziert?

Der Schabbat wird traditionell als Braut, Prinzessin und Königin verehrt, was seine besondere Rolle als würdiger und freudiger Gast verdeutlicht, den man jede Woche empfängt.

Welche Methode empfiehlt die Autorin für den LER-Unterricht?

Die Autorin empfiehlt das Lernen „mit allen Sinnen“, beispielsweise durch das praktische Decken eines Schabbat-Tisches oder den Einsatz von spielerischen Elementen wie Memory-Spielen.

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Details

Title
Braut, Prinzessin, Königin - Warum der Schabbat für den jüdischen Glauben so wichtig ist
College
University of Potsdam  (Institut für Religionswissenschaft)
Course
Judentum
Grade
1,3
Author
Jessica Brückner (Author)
Publication Year
2007
Pages
18
Catalog Number
V84693
ISBN (eBook)
9783638009775
ISBN (Book)
9783638928656
Language
German
Tags
Braut Prinzessin Königin Schabbat Glauben Judentum Sabbat Feiertag heilig jüdisch
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jessica Brückner (Author), 2007, Braut, Prinzessin, Königin - Warum der Schabbat für den jüdischen Glauben so wichtig ist, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/84693
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