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Deutung des Traumes der Albertine in der "Traumnovelle" von Arthur Schnitzler

Title: Deutung des Traumes der Albertine in der "Traumnovelle" von Arthur Schnitzler

Term Paper (Advanced seminar) , 2005 , 25 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Ute Völker (Author)

German Studies - Modern German Literature
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Nachdem wir uns in Gruppenarbeit während des Open-Space-Seminars „Träume in der Literatur“ bereits ausführlich mit der Traumdeutung Albertines Traum in Arthur Schnitzlers „Traumnovelle“ befasst haben, möchte ich an diese Erkenntnisse anknüpfen und in meiner Hausarbeit diesen Traum interpretieren.
Interessant und wichtig erschienen mir hierfür Einblicke in die Historie der Traumdeutung und die Verknüpfung mit der Traumdeutungsliteratur. Da sich aufgrund dieser Kenntnisse der literarische Traum in Schnitzlers Werk auch aus dem historischem Blickwinkel einordnen lässt, habe ich diesen Ausführungen ein eigenes Kapitel gewidmet.
Im Folgenden werde ich die wichtigsten Methoden der Traumdeutung aufzeigen.
Wie sich im Verlauf der Arbeit zeigte, nimmt der Psychoanalytiker Sigmund Freud eine bedeutende Stellung in der wissenschaftlichen Traumdeutung und in Schnitzlers Traumnovelle ein.
Deshalb habe ich die Traumauslöser und die Traumarbeit nach Freud kurz aufgeführt.
Wichtig erschienen mir auch die biografischen Daten des Autors, im Hinblick auf die literarische Epoche, sowie eine Darstellung seiner Beziehung zu Freud.
Eine kurze Zusammenfassung der Traumnovelle soll dem Leser auch die Stellung des Traumes im Gesamtwerk deutlich machen.
Im Hauptteil folgt eine ausführliche Deutung Albertines Traumes.
Im Anschluss erläutere ich meine Ergebnisse und ziehe in der Schlussbetrachtung ein Resümee über den Autor, sein Werk und dessen Bedeutung.

Meine Hypothesen sind:

Albertines Traum hat einen zentralen Stellenwert in der „Traumnovelle.“
Es ist dem Leser nur möglich die psychologische Kompetenz des Autors, den Tiefgang der Novelle zu erkennen, sowie die wirkliche Gefühlswelt der Protagonistin nachzuvollziehen, wenn er eine komplexe Deutung des Traums vornimmt.

Arthur Schnitzler verfasste die Novelle aufgrund der intensiven Auseinandersetzung mit eigenen Träumen, aber vornehmlich mit den wissenschaftlichen Erkenntnissen der Traumdeutung von Sigmund Freud.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Die Traumdeutung

2.1 Literatur und Traum in der Kulturgeschichte der Neuzeit

2.2 Methoden der Traumdeutung

2.3 Traumauslöser nach Freud

2.4 Die Traumarbeit

2.4.1 Die Verdichtungsarbeit

2.5 Die Verschiebungsarbeit

3 Kurzer Lebenslauf von Arthur Schnitzler

4 Die Beziehung zwischen Schnitzler und Freud

5 Inhalt und Thema der Novelle

6 Die Deutung Albertines Traums

6.1 Methodik

6.2 Der Auslöser des Traums

6.3 Albertines Traum und seine Deutung

7 Ergebnisse:

8 Schlussbetrachtung:

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, den zentralen Stellenwert des Traums der Albertine in Arthur Schnitzlers „Traumnovelle“ durch eine tiefenpsychologische Interpretation zu belegen und so die psychologische Kompetenz des Autors sowie die zugrunde liegende Gefühlswelt der Protagonistin aufzuzeigen.

  • Historische Entwicklung der Traumdeutung und deren Einfluss auf die Literatur.
  • Die wissenschaftlichen Methoden der Traumdeutung nach Sigmund Freud (Traumauslöser, Traumarbeit, Symbolik).
  • Biografischer Kontext und die intellektuelle Beziehung zwischen Arthur Schnitzler und Sigmund Freud.
  • Detaillierte Analyse des Traumes von Albertine unter Berücksichtigung von Wunscherfüllung und Triebunterdrückung.
  • Verknüpfung der Rahmenhandlung mit den Trauminhalten als Spiegelbild gesellschaftlicher und zwischenmenschlicher Konflikte.

Auszug aus dem Buch

6.3 Albertines Traum und seine Deutung

„Erinnerst du dich noch des Zimmers in der kleinen Villa am Wörthersee, wo ich mit den Eltern im Sommer unserer Verlobung gewohnt habe?“

Die Probleme, über die man „noch nicht geschlafen hat“, also in der Hauptsache Eindrücke und Gedanken des Vortages, wirken in unserem Unbewußten weiter und werden in die Träume übernommen.

Albertine sprach mit Fridolin am Abend über den Vorabend ihrer Verlobung am Wörthersee.

„So fing der Traum nämlich an, dass ich in dieses Zimmer trat, ich weiß nicht woher- wie eine Schauspielerin auf die Szene.“

Träume beginnen meist mitten in einer Szene.

„Ich wusste nur, dass die Eltern sich auf Reisen befanden und mich alleine gelassen hatten. Das wunderte mich, denn morgen sollte unsere Hochzeit sein.“

Albertine heiratet offenbar gegen den Willen ihrer Eltern. Sie war erst 16 Jahre alt und hatte noch keine Erfahrung mit anderen Männern.

„Aber das Brautkleid war noch nicht da. Oder irrte ich mich vielleicht? Ich öffnete den Schrank, um nachzusehen, da hingen statt des Brautkleides eine ganze Menge von anderen Kleidern, Kostüme eigentlich, opernhaft, prächtig, orientalisch. Welches soll ich denn nur zur Hochzeit anziehen?“

Albertine bereut ihre frühe Hochzeit (fehlendes Brautkleid). Sie langweilt sich in ihrem Hausfrauendasein und wird von Fridolin oft allein gelassen. Sie wünscht sich stattdessen ein anderes aufregenderes Leben, etwas Spektakuläres, Exotisches (orientalische Kostüme).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema der Traumdeutung in Schnitzlers Werk ein und definiert die Hypothesen der Untersuchung.

2 Die Traumdeutung: Das Kapitel bietet einen historischen Abriss der Traumdeutung und erläutert detailliert die psychoanalytischen Theorien von Sigmund Freud.

3 Kurzer Lebenslauf von Arthur Schnitzler: Eine biografische Skizze des Autors mit Fokus auf seinen Werdegang als Arzt und Schriftsteller sowie seine Verbindung zur Wiener Moderne.

4 Die Beziehung zwischen Schnitzler und Freud: Dieses Kapitel beleuchtet die ambivalente intellektuelle Nähe und professionelle Distanz zwischen den beiden Doppelgängern.

5 Inhalt und Thema der Novelle: Zusammenfassung der zentralen Handlung der „Traumnovelle“ und Einführung in die psychologischen Konflikte des Ehepaares Fridolin und Albertine.

6 Die Deutung Albertines Traums: Der Kernteil der Arbeit, in dem die methodische Interpretation von Albertines Traum und dessen Auslösern ausführlich vollzogen wird.

7 Ergebnisse: Zusammenfassung der Erkenntnisse, die bestätigen, dass der Traum eine zentrale psychologische Schlüsselrolle für das Verständnis der Novelle einnimmt.

8 Schlussbetrachtung: Ein abschließendes Resümee, das den Mut Schnitzlers zur Thematisierung gesellschaftlicher Tabus würdigt und den persönlichen Erkenntnisgewinn reflektiert.

Schlüsselwörter

Traumnovelle, Arthur Schnitzler, Sigmund Freud, Traumdeutung, Psychoanalyse, Albertine, Triebunterdrückung, Wunscherfüllung, Ehekrise, Traumsymbolik, Unbewusstes, Wiener Moderne, Erotik, Schuld, Literaturwissenschaft

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der tiefenpsychologischen Deutung des Traumes von Albertine in Arthur Schnitzlers „Traumnovelle“ auf Basis der psychoanalytischen Theorien Sigmund Freuds.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Schwerpunkte liegen auf der historischen Entwicklung der Traumforschung, der Beziehung zwischen Literatur und Psychoanalyse sowie der Analyse von Ehekonflikten und unterdrückten sexuellen Wünschen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es zu belegen, dass der Traum Albertines den entscheidenden Schlüssel zum Verständnis der psychologischen Tiefe der Novelle und der Entwicklung des Ehepaares liefert.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Autorin nutzt eine subjektive, hermeneutische Textanalyse, die auf den Erkenntnissen der Psychoanalyse Freuds basiert, insbesondere der Deutung von Traumsymbolen und der Mechanismen der Traumarbeit.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der detaillierten Analyse von Albertines Traum, dessen Auslösern in der Rahmenhandlung sowie der Interpretation der einzelnen Traumszenen als Ausdruck ihrer unbewussten Wünsche und Aggressionen.

Welche Schlüsselbegriffe prägen die Untersuchung?

Zentrale Begriffe sind die psychoanalytische Traumarbeit (Verdichtung, Verschiebung), Triebverzicht, Nacktheit als Symbol sowie die künstlerische Verarbeitung gesellschaftlicher Tabus.

Welche Rolle spielt die gelbe Handtasche in Albertines Traum?

Die gelbe Handtasche wird als Freud’sches Symbol für das weibliche Geschlechtsorgan gedeutet; das Hineinlegen unpassender Gegenstände durch Fridolin verdeutlicht das Unverständnis des Ehemannes für die erotischen Bedürfnisse seiner Frau.

Warum wird im Traum die Hinrichtung Fridolins dargestellt?

Die Hinrichtung fungiert als Ausdruck von Albertines Rachegefühlen gegenüber ihrem Ehemann für die erlittenen Demütigungen und den erzwungenen Triebverzicht in der Ehe.

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Details

Title
Deutung des Traumes der Albertine in der "Traumnovelle" von Arthur Schnitzler
College
University of Koblenz-Landau  (Germanistik)
Grade
1,7
Author
Ute Völker (Author)
Publication Year
2005
Pages
25
Catalog Number
V84780
ISBN (eBook)
9783638012485
ISBN (Book)
9783638920629
Language
German
Tags
Deutung Traumes Albertine Traumnovelle Arthur Schnitzler
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Ute Völker (Author), 2005, Deutung des Traumes der Albertine in der "Traumnovelle" von Arthur Schnitzler, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/84780
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