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"Der werdende Vater" - Der Übergang zur Vaterschaft aus psychoanalytischer Sicht

Title: "Der werdende Vater" - Der Übergang zur Vaterschaft aus psychoanalytischer Sicht

Seminar Paper , 2007 , 16 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Anonym (Author)

Psychology - Personality Psychology
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Summary Excerpt Details

Bis Mitte der siebziger Jahre galt die Mutter als wichtigste emotionale Bezugsperson eines Kindes, weshalb die Väterforschung lange vernachlässigt wurde. Dem Mann fiel die Rolle des Erzeugers und Versorgers zu, nicht aber die des Erziehers. Der Mangel an Studien über werdende Väter in der psychoanalytischen Literatur wurde in den vergangenen Jahrzehnten des Öfteren diskutiert. Die Untersuchung der psychischen Vorgänge des werdenden Vaters ist ein neueres Phänomen. Erst durch Studien zur Vaterabwesenheit fing man langsam an, die Vater-Kind-Beziehung zu erforschen. Bei Kindern, die ohne Vater aufwuchsen, hatte man vermehrt Probleme bei der Geschlechterrollenentwicklung, weniger moralisches Urteilsfähigkeit oder fehlendes Verantwortungsbewusstsein festgestellt.
Hauptziel dieser Arbeit ist jedoch nicht, den Einfluss von Männern auf ihre Kinder zu analysieren, sondern die Erwartungen und Empfindungen der werdenden Väter vor und während der Schwangerschaft aufzuzeigen. Meine Arbeit gliedert sich in drei Teile. Zu Beginn werde ich mich mit Michael D. Diamonds1 Werk von 1991 „Der werdende Vater: Psychoanalytische Ansichten über den vergessenen Elternteil“ befassen. In seiner Abhandlung charakterisiert Diamond den männlichen Kinderwunsch aus psychoanalytischer Sicht sowie die verschiedenen Phasen der Vaterschaft. Nachdem ich diesen Prozess des Vaterwerdens dargestellt habe, werde ich die von Diamond beschriebenen Stadien an einem Fallbeispiel des Psychoanalytikers Alan R. Gurwitt2 verdeutlichen. Anschließend will ich auf eine Studie von Harald Werneck3 eingehen, die 1998 in Österreich durchgeführt wurde, da sie meiner Meinung nach die Veränderung der Vaterrolle unserer Zeit gut widerspiegelt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Vorwort

2. „Der werdende Vater“

2.1. Motivation zur Vaterschaft

2.2. Phasen der Vaterschaft

3. Fallstudie eines werdenden Vaters

3.1. Fallbeschreibung

3.2. Diskussion der Analyse

4. Väterforschung im Wandel der Zeit

4.1. Voraussetzungen für eine erfolgreiche Vaterschaft

4.2. Studie zum Thema Vaterschaft

5. Schlussbemerkung

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, die Erwartungen, psychischen Vorgänge und Empfindungen werdender Väter vor und während der Schwangerschaft aus einer psychoanalytischen Perspektive aufzuzeigen. Dabei wird der Fokus auf den Wandel der Vaterrolle sowie die psychodynamische Auseinandersetzung mit dem Kinderwunsch gelegt.

  • Psychoanalytische Charakterisierung des männlichen Kinderwunsches
  • Die verschiedenen Phasen der Vaterschaft nach Michael D. Diamond
  • Analyse der Dynamik eines werdenden Vaters anhand einer Fallstudie
  • Empirische Erkenntnisse zum Väterbild und zur Väterforschung
  • Einflussfaktoren auf den Übergang zur Vaterschaft und die Paardynamik

Auszug aus dem Buch

2. „Der werdende Vater“

Die Beziehung des Vaters zu seinem Kind entwickelt sich bereits vor der Zeugung. Elternschaft wird als wichtiger Schritt in der Entwicklung des Mannes angesehen und bedeutet zugleich eine große Veränderung der Paarbeziehung der werdenden Eltern. Ein Mann erlebt die Schwangerschaft, ja selbst die Geburt, aus zweiter Hand. Er hat keinen körperlichen Bezug zum Fötus, erlebt keine hormonellen Veränderungen. Nichtsdestotrotz stellt der Übergang zur Elternschaft auch für ihn eine sehr große Veränderung dar.

Die Erforschung der prospektiven Vaterschaft ist noch immer nicht so ausgereift ist wie die der Mutterschaft. Diamond (1991, S. 39) versucht durch seine Abhandlung ein „integratives psychoanalytisches Rahmenkonzept zur Person des werdenden Vaters zu entwickeln“. Um die Motivation des Mannes zur Vaterschaft und die verschiedenen Phasen der „männlichen Schwangerschaft“ zu beschreiben, bezieht er sich auf fachspezifische Literatur, eigene Erfahrungen und Fallbeobachtungen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Vorwort: Die Einleitung beleuchtet die historische Vernachlässigung der Väterforschung und definiert das Ziel der Arbeit, die psychischen Erwartungen von Vätern wissenschaftlich zu untersuchen.

2. „Der werdende Vater“: Dieses Kapitel erläutert die psychodynamischen Motive für den Kinderwunsch und unterteilt den Übergang zur Vaterschaft in sieben spezifische Stadien.

3. Fallstudie eines werdenden Vaters: Anhand eines klinischen Beispiels werden die theoretischen Phasen der Vaterschaft in der Praxis validiert und kritisch hinterfragt.

4. Väterforschung im Wandel der Zeit: Der Fokus liegt hier auf den Rahmenbedingungen für eine gelungene Vaterschaft und der Auswertung einer empirischen Studie zu Erwartungen und Realität werdender Väter.

5. Schlussbemerkung: Die Autorin resümiert die Notwendigkeit weiterer Forschung zur Vaterschaft, um Männer in dieser intensiven Übergangsphase besser unterstützen zu können.

Schlüsselwörter

Vaterschaft, Psychoanalyse, Kinderwunsch, Schwangerschaft, Vaterrolle, Psychodynamik, Identifikation, Generativität, Paarbindung, Väterforschung, Couvade-Syndrom, Entwicklungsprozess, Vaterbild, Übergangsphase, Elternschaft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die psychischen Prozesse und die subjektive Erlebniswelt von Männern während der Schwangerschaft ihrer Partnerin aus einer psychoanalytischen Perspektive.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die psychodynamischen Ursachen des Kinderwunsches, der Wandel der Vaterrolle sowie die Herausforderungen bei der Identitätsfindung während des Übergangs zur Vaterschaft.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die häufig als „vergessener Elternteil“ bezeichneten Väter in den Mittelpunkt zu rücken und ihre spezifischen Ängste, Erwartungen und Phantasien zu beleuchten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Aufarbeitung psychoanalytischer Literatur sowie eine diskursive Fallstudienanalyse und bezieht aktuelle empirische Väterstudien mit ein.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung nach Michael D. Diamond, eine detaillierte Fallanalyse nach Alan R. Gurwitt und eine Einordnung in die aktuelle Väterforschung von Harald Werneck.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem die „männliche Schwangerschaft“, das Couvade-Syndrom, Generativität, ödipale Konflikte sowie der Wandel vom Versorger zum gleichberechtigten Elternteil.

Welche Rolle spielt das Geschlecht des Kindes für den werdenden Vater?

Die Arbeit zeigt auf, dass sich die Erwartungen an den Vater und die Beziehungsdynamik je nach Geschlecht des Babys unterscheiden, wobei insbesondere die Beziehung zum eigenen Vater bei der Vaterschaft zu einem Mädchen eine Rolle spielt.

Warum ist das Couvade-Syndrom für die Untersuchung relevant?

Es dient als psychoanalytisches Indiz für die unbewusste Identifikation des Mannes mit der gebärenden Mutter und spiegelt die intensive psychische Beteiligung des Vaters am Prozess wider.

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Details

Title
"Der werdende Vater" - Der Übergang zur Vaterschaft aus psychoanalytischer Sicht
College
University of Frankfurt (Main)
Grade
1,0
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2007
Pages
16
Catalog Number
V84831
ISBN (eBook)
9783638013130
ISBN (Book)
9783638916967
Language
German
Tags
Vater Vaterschaft Sicht
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2007, "Der werdende Vater" - Der Übergang zur Vaterschaft aus psychoanalytischer Sicht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/84831
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