Integration in Deutschland am Beispiel der Zuwanderung von Russlanddeutschen und deren Bedeutung für die Soziale Arbeit


Diplomarbeit, 2007
165 Seiten, Note: 2,0

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Vorwort ( Gedicht)

Abstract

I. Einleitung
1. Geschichtlicher Hintergrund
1.1. Die Auswanderung der Deutschen nach Russland - ihr Leben in den russischen Städten
1.2 Deutsche Landsiedlung in Russland; Katharina die Große und ihre Nachfolger
1.3 Entwicklung der besiedelten Gebiete
1.4 Deutsche Frage in Russland
1.5 Zwischenkriegszeit: Oktoberrevolution und die Folgen
1.5.1 Autonomiebewegung im Revolutionsjahr 1917
1.5.2 Autonome Wolgarepublik
1.5.3 Der Beginn des Stalinismus
1.6 Russlanddeutschen, der 2. Weltkriege und seine Auswirkungen
1.6.1 Hitler-Stalin-Pakt
1.6.2 Deutscher Angriff auf die Sowjetunion
1.6.3 Deportationen der Russlanddeutschen
1.6.4 Russlanddeutsche unter der Herrschaft der Sowjets
1.6.5 Die „Volksdeutschen“ unter deutscher Herrschaft
1.6.6 Ende des 2. Weltkrieges
2 Russlanddeutsche in Deutschland nach dem 2. Weltkrieg
2.1 Die Einwanderungen nach Deutschland in den 50er Jahren
2.2 Einwanderungen nach Deutschland ab den 80er Jahren
2.3 Zuwanderungsbedingungen in den 90er Jahren

II. Zuwanderung und Integration
3 Ursachen und Formen der Zuwanderung Russlanddeutscher nach Deutschland in der Gegenwart; ihre Problematik
4 Gesetzliche Hintergründe der Aussiedler- migration: Grundgesetz; Bundesvertriebenen- gesetz, Kriegsfolgenbereinigungsgesetz
5 Integrationsgesetzgebung und Integrations- maßnahmen, rechtliche Hintergründe der Aufnahme
6. Integration: Begriffsklärung
6.1 Integrationsmodelle
6.1.1 Stufenmodelle
6.1.2 Phasenmodelle
6.1.2.1 Shmuel N. Eisenstadt
6.1.2.2 Milton M. Gordon
6.1.2.3 Tafts Integrationsmodell
7 Hartmut Esser: Ein Handlungstheoretischer Ansatz
8 Das Ungleichgewicht kultureller Identitäten als Problem der Integration bei Russlanddeutschen
9 Elemente und Ausbreitungen von Integrations- prozessen
9.1 Soziale Integration
9.2 Arbeitsmarktintegration
9.3 Kulturelle Integration und Akkulturation
9.4 Politische Integration

III. Wechselwirkung von Theorie und Praxis anhand: Soziale Arbeit mit Russlanddeutschen
10. Grundlagen methodischer Sozial Arbeit
10.1 Der Begriff „Methode“
10.2 „Methoden“ in der Sozialen Arbeit
11 Beratung und Therapie in der Sozialen Arbeit im Umgang mit Russlanddeutschen
11.1 Der Begriff „Beratung“
11.2 Eine Metatheorie
11.3. Systemtheorie in der Praxis
11.3.1 Die strukturelle Familientherapie
11.3.2 Die lösungsorientierte Kurzzeittherapie
11.3.3 Die „Narrative“ Therapie
11.3.4 Das „reflektierende“ Team
11.3.5 Die Therapie als gefühlsbetonte Begegnung
12 Der Zusammenhang zwischen interkultureller Sozialer Arbeit und Integration
12.1 Die Begriffe Kultur und interkulturelle Soziale Arbeit
12.2 Ressourcenorientierte Migrationssozialarbeit
13 Interkulturelle „Schulsozialarbeit“: Ein Arbeitsfeld der Sozialen Arbeit im Umgang mit russlanddeutschen Kindern und Jugendlichen
13.1 Der Begriff: Interkulturelle Schulsozial- arbeit
13.1.1 Differenzierung der Migrantengruppen
13.2 Arbeitsbereiche der interkulturellen Schulsozialarbeit
13.2.1 Schule ersetzende interkulturelle Schulsozialarbeit
13.2.2 Interkulturelle Schulsozialarbeit an allgemein bildenden Schulen
13.2.3 Berufsorientierte interkulturelle Schulsozialarbeit
14 Die Integration von Russlanddeutschen Aussiedlern am Beispiel der „Offenen Kinder- und Jugendarbeit“
14.1 Der Begriff „Offene Kinder- und Jugendarbeit“
14.2 Hintergrundwissen als Vorraussetzung in der praktischen Arbeit mit russlanddeutschen Kindern und Jugendlichen in der „OKJA“
14.2.1 Russische und deutsche Identität
14.2.2 Heimat und Fremde
14.2.3 „Multiethnische Gesellschaft und Multikulturalität“
14.2.4 Ausländerfeindlichkeit
14.2.5 Deviantes Verhalten
14.2.6 Integrationsphasentypologie
14.3 Die Bedeutung der „Offenen Kinder- und Jugendarbeit“ mit russlanddeutschen Kinder und Jugendlichen
15 Klientenzentrierte Gesprächsführung, als Methode der Sozialen Arbeit
15.1 Definition Klientenzentrierte Gesprächsführung
15.2 Wieso spielt der klientenzentrierte Ansatz eine Rolle in der Arbeit mit Russlanddeutschen und deren Integration

IV. Fazit

V. Literatur

VI. Anhang

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Integration in Deutschland am Beispiel der Zuwanderung von Russlanddeutschen und deren Bedeutung für die Soziale Arbeit

Obwohl große Teile der Bevölkerung und des politischen Establishments die Bundesrepublik Deutschland noch heute nicht als Einwandererland betrachten, ist es längst zu Einwanderungsland geworden. Die Entwicklung hat mehrere Ursachen:

- Deutschland ist in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts rasch zu einem sehr wohlhabenden Staat geworden. Sein Wohlstand übt eine gerade zu magische Anziehungskraft auf Bewohner von anderen Staaten, die ihren Angehörigen keine entsprechenden Lebenschancen bieten können.
- Der Industriestaat bietet und bot Ausländern, ursprünglich aus Staaten der EU, später auch aus anderen europäischen und außereuropäischen Staaten Arbeit und Auskommen; diese blieben meist auch dann in Deutschland, wenn sie ihre Arbeit verloren, zumal sie vom „sozialen Netz“ des Wohlfahrtsstaates aufgefangen wurden, und holten ihre Familien nach Deutschland nach.
- Das im internationalen Vergleich liberale deutsche Asylrecht ermöglichte Asylsuchenden die Einreise und oft einen dauerhaften Verbleib in Deutschland.
- Starke Einwanderergruppen bilden die während und nach dem 2. Weltkrieg aus Europas Mitte und Osten nach Deutschland zurückflutenden „Volksdeutschen“. Eine Sonderstellung unter diesen Migrantengruppen nehmen die Russlanddeutschen ein, deren Integration in die Bundesrepublik Deutschland Gegenstand dieser Arbeit ist.

Massenhafte Einwanderung kann nicht als Privatsache betrachtet oder ggf. als Problem der öffentlichen Ordnung behandelt werden. Grundsätzlich muss davon ausgegangen werden, dass Personen, die sich in Deutschland legal aufhalten und auf Dauer in Deutschland bleiben (wollen), die Integration in die deutsche Aufnahmegesellschaft nicht nur gestattet, sondern erleichtert werden sollte, um gesellschaftliche Friktionen zu vermeiden. Die gilt unstreitig vor allem für die Jugendlichen aus den Migrantengruppen, denen im Aufnahmeland eine gute Entwicklungschance geboten werden sollte. Die Integration in die deutsche Aufnahmegesellschaft bereitet aber selbst gut ausgebildeten und motivierten Personen (und ihrem Familien) Probleme. Es ist Hauptaufgabe dieser Arbeit, diese Probleme aufzuzeigen, sowie darzustellen, wie Soziale Arbeit bei der Bewältigung dieser Integrationsprobleme behilflich sein kann

„Wer bin ich?

Auslanddeutscher,

Volksdeutscher,

Russlanddeutscher,

Sowjetdeutscher,

Deutschstämmiger Sowjetbürger,

Deutschrusse auch -

Was noch?

Ach, was denn noch?

Doch, doch, ja noch:

Hier Aussiedler, da Umsiedler,

Emigrant und Einwanderer,

Verschleppter Häftling noch dazu,

Aus dem Gewahrsam fremden Staates schließlich freigegeben,

Russischer Bürger deutscher Zunge,

Ein fremder Deutscher,

Vertriebener und Flüchtling -

Ausgewiesen, eingewiesen - integriert und angepaßt!

Was will man denn von mir?

Was macht man hier mit mir?

Was müssen diese Etiketten feststellen und bestimmen?

Merkmale sind es, die mein Schicksal zeichnen

Und festnageln für immer!

Entscheidungen der hohen Politik sind das,

Maßnahmen von Behörden!

Was soll diese Distanz bewirken?

Warum nimmt man mich nicht auf?

Heimkehrer bin ich doch -

Ein Deutscher, weiter nichts!

Ein Deutscher, der den ganzen Haß, die Rache gegen Deutschland

Stellvertretend fühlen, tragen und erdulden mußte.

Als Sklaven hungernd, kaum dem Tod entronnen sind meine Eltern -

Beschimpft, zurückgesetzt in Schulen und Beruf

Riß ich mich los!

Die ganze Jugend, die ihre Ängste überwand,

Sie drängt zurück zur alten Heimat,

Kost' es, was es wolle!

Nur wenigen gelingt's, ans Ziel zu kommen -

Nun bin ich da!

Und danke, danke, danke!

Wer bin ich jetzt?

Kein fremder Gast, der irgendwann zurück will,

Sondern euer Landsmann, der endlich nun daheim ist,

Und in den Kirchenbüchern den Namen seiner Ahnen sucht,

Die einst des Vaterlandes

Not gezwungen auszuwandern!“[1]

I. Einleitung

Dass Menschen ständig versuchen, neue Erfahrungen machen zu wollen, ist legitim. In jedem Menschen steckt das Gefühl von „Fernweh“. Man sehnt sich danach, andere Kulturen kennen zu lernen, Lebensweisen und Sitten anderer Bevölkerungen aufnehmen zu können. Doch zieht es viele der Menschen nicht einzig und allein aus Gründen des Fernwehs in eine fremde Umgebung. Es hat schon von Beginn der Menschheitsgeschichte an Wanderungsbewegungen von Menschen gegeben. Auch nach Deutschland kamen die Menschen schon seit je her. Nicht nur die Römer, die Hugenotten, die „Ruhrpolen“ oder die Gastarbeiter[1] aus den Jahren nach 1950 waren entschlossen, in Deutschland ein neues Leben zu beginnen. Noch heute kommen Jahr für Jahr einige 100.000 Migranten aus Eu- Staaten, aber auch aus Drittstaaten, dazu Asylsuchende, Saisonarbeitnehmer, ausländische Studenten und sog. Spätaussiedler, um in Deutschland ein anderes besseres Leben zu führen als bisher. Es kann gefolgert werden: „Zuwanderung ist Alltagsrealität in Deutschland.“[2] In Deutschland hat es bislang zwei Einwanderungssituationen gegeben. Als erstes sind die oben schon erwähnten Zuwanderungen der Gastarbeiter zu nennen, die zunächst, u. a. auch durch Anwerbungen seitens des deutschen Staates in den 50er Jahren in Gang gesetzt wurden. Die andere Situation umfasst die Wanderungen der Aussiedler und Übersiedler, die erst nach dem Anwerbestopp für Gastarbeiter von 1973, in den 80er und 90er Jahren einsetzten. Mit dieser neuen Einwanderungssituation der 80er Jahre befasst sich diese Arbeit. Damals sind überwiegend russlanddeutsche Siedler nach Deutschland gekommen. Diese Migrantengruppe ist besonders hervorzuheben, da sie mit einem ausgereifteren Bild nach Deutschland reiste (und noch reist) als andere Migranten. Dies hängt entscheidend damit zusammen, dass sie Deutsche sind, die allerdings in der ehemaligen Sowjetunion bzw. deren Nachfolgestaaten aufgewachsen sind und von dort einwandern. Diesen Einwanderern ist bewusst, dass sie selbst von deutschen Vorfahren abstammen und damit einem eigenen Kulturkreis angehören; darüber hinaus sind sie in Deutschland selbst gesetzlich als deutsche Staatsbürger anerkannt. Die einwandernden Russlanddeutschen haben heute oftmals einen langen schweren Weg der Integration in die bundesdeutsche Aufnahmegesellschaft vor sich, auf dem manche eine Unterstützung benötigen. Denn der Besitz eines deutschen Passes allein bedeutet nicht schon eine Garantie für ein Gelingen der Integration im Aufnahmeland. Die Arbeit beginnt mit einem Überblick über die Geschichte der Russlanddeutschen. Die russlanddeutschen Einwanderer heben sich von (fast) allen anderen Migrantengruppe dadurch ab, dass es sich hierbei um deutsche Rückwanderer handelt, allerdings um Deutsche mit besonderem Hintergrund. Sie und ihre Vorfahren lebten zwar stets in Russland bzw. in der Sowjetunion bzw. deren Nachfolgestaaten, sie gingen aber bewusst nicht in der russischen Gesellschaft auf. Sie behielten ihre deutsche Sprache, ihre nach Russland mitgebrachten Sitten und Lebensauffassungen, ihre Religion bei; Russlanddeutsche heirateten Russlanddeutsche und lebten überwiegend in ländlichen Gebieten mit überwiegend russlanddeutscher Bevölkerung. Die Russlanddeutschen blieben besonders empfänglich für Neuerungen aus Deutschland, sie entwickelten sich also fort. Ihre Umwelt, d.h. also auch das Gastland Russland, identifizierte die Russlanddeutschen als „Deutsche“ und akzeptierte und respektierte ihre Besonderheit über längere Zeiträume. Es geht dabei darum, ihre Wurzeln aufzuzeigen. Erscheinen die Russlanddeutschen, aufgrund ihrer „deutschen“ Eigengeprägtheit, in besonderem Maße zu einer raschen und erfolgreichen Integration in das Land ihrer Väter, die Bundesrepublik Deutschland, prädestiniert, so zeigt die Geschichte auch, welche spezifischen Hindernisse einer raschen Integration im Wege stehen.

Zu nennen sind hier u. a. der von Seiten der Regierungen des Gastvolkes (u. a. Stalin) mit brutalsten Mitteln eingeleitete weitgehende Verlust der deutschen Identität, verbunden mit der Annahme von Teilen der Kultur der Gastländer, die die Integration erschwert, und vor allem auch der Verlust der Sprachkompetenzen. Das Aufnahmeland Deutschland, einem „Massenansturm“ der Russlanddeutschen aber in Zeiten wachsender Arbeitslosigkeit zunehmend misstrauisch gegenüberstehend, fördert die Neigung der Russlanddeutschen, sich wie in ihren Herkunftsländern, und entsprechend ihren historischen Erfahrungen zusammen – und damit von der Mehrheitsgesellschaft sich ausschließend – subkulturelle Strukturen zu bilden. Dabei ist natürlich erheblich zu differenzieren. Zu Beginn der Einwanderung kamen zumeist Mitglieder der älteren Generation in noch bescheidener Zahl, die dann in Zeiten der wirtschaftlichen Hochkonjunktur wieder in die „alte Heimat der Vorfahren zurückkehren wollten“. Es sollte dabei um den Ersatz der verlorenen Heimat, zum Beispiel an der Wolga, gehen.[3] Nachdem die Rückwanderung aber zu einem Massenphänomen wurde, häuften sich die Probleme, es wurde offenbar, dass sie den Schritt in die deutsche Gesellschaft allein nicht schaffen. In diesem Zusammenhang muss auf die russlanddeutsche Jugend besonders eingegangen werden. Gerade die Jugendlichen, die noch in Russland geboren und mit ihrer Familie umsiedeln mussten, tun sich mit der neuen Lebenswelt sehr schwer. Andere werden hier geboren und können sich dennoch nicht integrieren, da sie als Deutsche von der Aufnahmegesellschaft nicht anerkannt werden; vielfach auch nicht anerkannt werden wollen. Sie wollen lieber eine ethnische Kolonie bleiben, anstatt sich mit der Bevölkerung des Aufnahmelandes zu arrangieren. Dadurch wird allerdings das Integrationsproblem eher verschärft, denn das Integrationsproblem wird für sie schnell zum Identitätsproblem. Wer sind sie hier in Deutschland? Sind sie Deutsche, die ihren Blutsverwandten, ihren deutschen Schwestern und Brüdern, gleich sind, oder sind sie denen nur formal gleichgestellt? Oder sind sie gar Russen, weil sie aus Russland kommen, russisch sprechen, während ihre eigene Sprachkompetenz durch die langjährige kommunistische Assimilationspolitik degenerierte? Daran anschließend sollen in einem Teil II. (unter Punkt drei) die Ursachen und Formen für Wanderungsbewegungen der Russlanddeutschen nach Deutschland aufgezeigt werden. Der besondere rechtliche Status der Russlanddeutschen, seine Begründung und seine Bedeutung für die Integration der Russlanddeutschen wird in einem weiteren Punkt vier und fünf dargelegt. Integration nimmt – wie schon seit Jahrzehnten bekannt - stets bestimmte Verläufe an. Alle einwandernden Menschen machen zumindest ähnliche Eingliederungserfahrungen, (z. B.): sind sie anfangs voller Euphorie, kann diese schnell ins Gegenteil umschlagen. Es stellt sich die Frage, ob Integration „gelingen“ und wann sie als gelungen bezeichnet werden kann. Mit den verschiedenen Integrations- und Phasenmodellen, aufbauend auf denen von Park und Burgess, beschäftigt sich der große Block unter den Punkten sechs und sieben. Die Umsieldung von Russlanddeutschen hat zur Folge, dass sie Teile ihrer bereits gefestigten, „russischen“ Identität ändern müssen. Die Umstände, die neuen Gegebenheiten im Aufnahmeland Deutschland, zwingen die Spätaussiedler dazu, ihre Werte und Normen anzupassen. Inwieweit sie dabei ihre ursprüngliche Identität behalten können und wie sich das äußert, soll unter Punkt acht: „Das Ungleichgewicht kultureller Identitäten als Problem der Integration bei Russlanddeutschen“, dargestellt werden. Integration findet auf unterschiedlichen Ebenen statt. Unter Punkt neun werden die Ebenen der sozialen, der kulturellen, der beruflichen sowie der politischen Integration erschlossen. Die Soziale Arbeit bietet Integrationshilfe an, die die Russlanddeutschen in Anspruch nehmen können. Um als zuständiger/e Sozialarbeiter/In oder Sozialpädagoge/In passgenaue Hilfe leisten zu können, muss man sich der verschiedenen Methoden der Sozialen Arbeit und Sozialpädagogik bedienen. Unter Teil III., der u. a. auch die Wechselwirkung von Theorie und Praxis schildern soll, wird zunächst darauf eingegangen, was man unter einer „Methode“ in der Sozialen Arbeit versteht (Punkt 10). Es wird im weiteren Verlauf auf die speziellen theoretische Grundlagen eingegangen, die der methodischen Arbeit mit Migranten zugrunde liegen. Die Fähigkeit eines/er Sozialarbeiter/In oder Sozialpädagogen/In, sich empathisch auf andere Menschen einlassen zu können, ist eine Grundvoraussetzung in der Arbeit mit Russlanddeutschen. Notwendig ist zudem die Erlangung interkultureller Kompetenzen. Daher muss der Zusammenhang zwischen Interkultureller Sozialer Arbeit und Integration beleuchtet werden. Es bedarf zunächst einer Klärung der Begriffe „Interkulturell“ und „Interkulturelle Soziale Arbeit“. Die Migrationsozialarbeit soll in diesem Zusammenhang nicht unerwähnt bleiben (Punkt 12). Gerade in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen sind zwei Bereiche besonders hervorzuheben, bei denen die mit einer Integration verbundenen Probleme häufig auftreten. Zum einen ist es die „schulische Integration“ und zum anderen die „Offene Kinder- und Jugendarbeit“. In diesen Bereichen sollen Kinder und Jugendliche befähigt werden, sich besser in das Gesellschaftssystem einzufügen. Welchen Stellenwert die interkulturelle Schulsozialarbeit für die Integration der Russlanddeutschen hat, wird unter Punkt 13 beschrieben. Auch in der bereits geschilderten Offenen Kinder- und Jugendarbeit ist es wichtig, ein bestimmtes Grundwissen über die russlanddeutschen Kinder und Jugendlichen zu besitzen, damit eine am Bedarf orientierte Arbeit stattfinden kann. Der Punkt 14 wird sich dieser Thematik annehmen und die Frage klären, was man unter dem Begriff der Offen Kinder- und Jugendarbeit zu verstehen hat. Welche Bedeutung dieser Methode der Sozialen Arbeit im Umgang mit Russlanddeutschen und deren Integration zukommt, wird an dieser Stelle verdeutlicht. Hervorgehoben sei die zuletzt beschriebene Methode der Sozialen Arbeit: die klientenzentrierte Gesprächsführung. Dieser Weg, dem Klienten hilfreich entgegenzutreten, soll in Punkt 15 näher beschrieben werden. In Teil IV. wird ein Resumeé gezogen, in dessen Rahmen die Arbeit kurz reflektiert wird. Den Abschluss bilden Ausführungen zur Frage, wie Integration in Zukunft aussieht und aussehen könnte.

1. Geschichtlicher Hintergrund

Die Geschichte der Russlanddeutschen ist ein sehr weit reichendes Thema. Es erstreckt sich über einen zeitlichen Rahmen vom 17. Jahrhundert bis in die heutige Zeit. In den Kapiteln 1.2 und 1.3 wird zunächst geschildert, aus welchen Gründen Deutsche - vor allem im 18. und 19. Jahrhundert - nach Russland auswanderten. Danach wird geschildert, wie sie sich – bei aller Loyalität zum Zarenhaus und zum russischen Staat - ihre eigene kulturelle Identität bewahrten und fortentwickelten. Danach werden die verschiedenen Krisen dargestellt, in die die Russlanddeutschen gerieten, schließlich auch der letztlich geglückte Versuch des Stalinismus, das Deutschtum in Russland zu vernichten. Als Folge dieser Entwicklung wird schlussendlich die Rückwanderung in die Heimat der Vorfahren gezeigt, die einzige Möglichkeit, deutsche Identität – wenigstens als Einzelperson - zu behalten und zugleich die sich bietende Chance eine auch ökonomisch befriedigende Existenz aufzubauen.

1.1 Die Auswanderung der Deutschen nach Russland – ihr Leben in den russischen Städten

Seit Beginn des 17.Jahrhunderts lebten in den Fremdenvorstädten Moskaus nicht nur verschleppte Livländer (aus dem Baltikum), sondern auch deutsche Offiziere, Techniker, Ärzte, Apotheker, Handwerker und Kaufleute, daneben Holländer, Engländer und Schotten.[4] Eine lutherische Kirche war ebenfalls bereits vorhanden. Die, die sich nicht dazu bereit erklärten, zum orthodoxen Glauben überzutreten, wurden im Jahre 1652 vom Zaren Aleksej auf Druck der Geistlichkeit in die „Deutsche Vorstadt“[5] an der Jausa umgesiedelt. Zugleich stellte der Zar die Siedlung – und damit die deutschen Ausländer – sichtbar unter seinen Schutz, der Beginn einer dauerhaften Allianz zwischen dem Zaren und den Russlanddeutschen. Die Zaren, Zar Peter der Große ist dafür das bekannte und herausragende Beispiel , benötigten die Ausländer, um ihr rückständiges, kaum der Knute des Tatarenkhans entkommene Land am östlichen Ende Europas aufzubauen und zu einer europäischen Macht zu entwickeln. Gegen den Willen konservativer klerikaler Kreise setzten sie daher ihr Werben um ausländische Fachkräfte fort, boten ihnen Aufstiegschancen in Armee, Marine, Verwaltung, Verdienstmöglichkeiten als Ärzte, Apotheker, Baumeister und Bergbauingenieure. Die Nachfolger von Peter I., besonders Katharina die Große und Alexander I. verfolgten ähnliche Expansions- und Modernisierungsstrategien und setzten sich für ausländische, vor allem aus Deutschland stammende Techniker, Künstler und Kunsthandwerker ein. Diese leisteten dem russischen Staat gute Dienste, auch wenn der Zar diese im fortschreitenden 19. Jahrhundert nicht mehr so dringend benötigte wie zuvor.[6] Des Weiteren fand man am Ende des 18. Jahrhunderts viele Deutsche meist als Forscher und Lehrer in den wissenschaftlichen Akademien, den Universitäten, Gymnasien und Fachschulen. Die Zuwanderung dieser Deutschen war zu diesem Zeitpunkt auf zwei Städte konzentriert. Denn wenngleich Moskau beliebtes Ziel der deutschen Zuwanderung blieb, siedelten sich auch viele in der neuen Hauptstadt St. Petersburg an. Bereits unter dem Gründer der neuen Hauptstadt, Zar Peter I., wurde die Wirtschaft durch die wachsende Nachfrage nach europäischer Kleidung und anderen westeuropäischen Gütern angeregt. „Der Zar galt als Bewunderer der westlichen Technik und Kultur, vor allem der deutschen.“[7] So nahmen viele Handwerksberufe einen Aufschwung, da sie Ware wie europäische Kleidung herstellten, die es im damaligen Zarenreich nicht gab. Der Zustrom der Deutschen hielt auch im 19. Jahrhundert an, er stärkte die inzwischen erheblich angewachsenen deutschen „Kolonien“. Eine Volkszählung im Jahre 1869 ergab, dass zum damaligen Zeitpunkt 46.000 Deutsche in St. Petersburg lebten. 14.000 Deutsche waren deutschsprachige Ausländer und circa 10.000 waren Bürger der baltischen Provinzen[8], d. h. privilegierte Untertanen des Zaren. Im vorgenannten Jahr 1869 waren die meisten deutschen Bürger in relativ wenigen Berufen tätig. Die deutschen Bäcker allerdings hatten sogar beinahe ein Monopol. In den handwerklichen Berufen waren die Deutschen lange Zeit stark vertreten. Einen sozialen und gesellschaftlichen Mittelpunkt hatten sie im „Gesellenhaus zur Palme“. Dort wurden auch Neuankömmlinge beraten und unterstützt.[9] Unter allen ethnischen Minderheiten, die es damals gab, hatten sie 1869 die meisten Adeligen, Ehrenbürger, Kleinbürger und Kaufleute. „Zu ihnen gehörten 23% der Besitzer und 38% des Verwaltungspersonals großer Industriebetriebe. Ihr Anteil an der Hochschullehrerschaft betrug nur noch 9%, doch kamen zwischen 23% und 39% aller übrigen Lehrer, 34% der Ärzte, 31% der Ingenieure, 28% des Eisenbahn- und 27% des mittleren medizinischen Personals aus ihren Reihen. Im öffentlichen Dienst waren sie ebenfalls die größte nichtrussische Gruppe (8,4%).[10] Die Oberschicht hatte erheblich weniger Schwierigkeiten sich anzupassen als die Handwerker. Im Jahre 1869 wurden von Juchneva 3100 Deutsche ermittelt, die Russisch als ihre Muttersprache ansahen. Ein russischsprachiger Prediger kümmerte sich um die Protestanten unter ihnen. Der Großteil der Bevölkerung jedoch besuchte die deutsche (protestantische)Kirche, schickte ihre Kinder auf deutsche Privatschulen und konnte sich in deutschen Vereinen treffen, deutsche Theaterstücke besuchen und in eigenen Buchhandlungen einkaufen. Seit 1827 konnten sie sogar deutsche Zeitungen lesen. Es wurden eigens für die Deutschen medizinische und pharmazeutische Fachblätter verlegt. Im Jahre 1859 wurde sogar ein deutsches evangelisches Krankenhaus errichtet. Diesem Beispiel folgend konnten bald auch Moskau und Odessa ein evangelisches Krankenhaus ihr Eigen nennen.[11] Es wurde sogar ein deutsches Musikjournal eingerichtet, um auf diese Weise die Bewunderung für die Musik zum Ausdruck zu bringen. Musik aber war – damals – vor allem italienische und deutsche Musik, förderte deutsche Kultur (und bestätigte die deutschen Stadtkolonien in ihrem Deutschtum).

1.2 Deutsche Landsiedlung in Russland; Katharina die Große und ihre Nachfolger

Wie eben dargestellt hat Peter I. Ausländer angeworben, weil Russland nur über geringe eigene, entsprechend ausgebildete, personelle Ressourcen zur raschen Entwicklung Russlands verfügte. Mit Hilfe ausländischer Fachkräfte wurden Heer und Marine gestärkt, die städtischen Gebiete konnten sich nun entwickeln; die Grundlagen für die medizinische Versorgung und die Bildung wenigstens von Teilen der Bevölkerung wurden gelegt. Schon Elisabeth, Tochter Peters I., aber wollte die Ansiedlungspolitik erweitern. Nun ging es um die agrarische Erschließung neu eroberter, kaum besiedelter Gebiete. Die Militärgrenze zwischen Theiß und Maros wurde aufgelöst und dem Königreich Ungarn zugeteilt. Als dies geschah, sorgte Elisabeth dafür, dass die „serbischen Glaubensbrüder“[12] die Möglichkeit hatten, sich in zwei „Grenzstreifen“[13] im Süden des Reiches anzusiedeln, dem späteren Neurussland. Bevor der Siebenjährige Krieg ausbrach, hatte Elisabeth Pläne, den protestantischen Franzosen aus der Provinz Languedoc eine Einwanderung zu ermöglichen und Siedlungen an der unteren Wolga oder in der Ukraine zu erbauen. Diese Pläne wurden mit Ausbruch des o. g. Krieges verworfen. Nach Beendigung des Krieges kamen vermehrt Abgesandte des russischen Staates sowie preußische, österreichische und spanische Agenten, um Volksteile im deutschen Südwesten und Westen zur Emigration ins russische Zarenreich zu bewegen. Die neue Zarin Katharina wollte vor allem die im Krieg gegen die Türkei gewonnenen Gebiete im Süden des Landes mit Bauern besiedeln. So wurde „in den Jahren 1762 und 1763 eine weitaus größere Gruppe überwiegend bäuerlicher Herkunft angeworben.“[14] Die Religionszugehörigkeit sollte hierbei keine Rolle mehr spielen. Die neue Politik wurde bereits vor den Türkenkriegen ins Werk gesetzt. So Katharina II. : “Wenn wir die Ausdehnung der Länder unseres Kaisertums in Betracht ziehen, so finden wir unter anderem die vorteilhaftesten, nützlichsten Gegenden zur Besiedlung und Bewohnung durch das menschliche Geschlecht, welche bis jetzt noch brach bleiben, darunter keine geringe Zahl, die in ihrem Innern einen unerschöpflichen Reichtum verschiedener Metalle berge; und weil der Wälder, Flüsse, Seen, und zum Handel geeigneter Meere genug vorhanden sind, so ist auch genügend Gelegenheit geboten zur Vermehrung vieler Manufakturen, Fabriken und anderer Gewerbeanstalten.“[15] Die Zarin orientierte sich an bevölkerungsorientierten Theorien, die vor allem aus Deutschland und Westeuropa stammten. Die „ Peuplierung“ war auch der erste der drei großen Schritte zur Vergrößerung des Reichtums des Staates. Fremde und Einheimische sollten gemeinsam in einem Staat leben; dieser wurde vom jeweiligen Herrscher gut und bedacht auf persönliche Freiheiten regiert. Die Fremden sollten „befristet von Abgaben befreit[16] “ und mit allen notwendigen Materialien unterstützt werden, die sie zum Erstellen von Bauten und in der Anfangsphase zum Leben brauchten. Katharina II. hat sogar eine neue gesetzliche Grundlage für die Ansiedlung von Fremden geschaffen. In ihrer Grundsatzerklärung vom 4. Dezember 1762 versprach sie (Manifest von 1762/63). „Allen nicht Einheimischen, die sich in Russland niederlassen wollten, Schutz und Wohlhaben.“ Einwanderungswilligen Handwerkern wurden neben dem Ersatz von Reisekosten Kredite und eine fünf- bis zehnjährige Abgabenfreiheit bewilligt. Alle Neuankömmlinge sollten ihren Wohnort frei wählen dürfen. Den Landwirten hingegen wurden bestimmte Bereiche zugewiesen. Diese Bereiche befanden sich hauptsächlich an der Wolga in der Nähe der Stadt Saratov, ein Gebiet, das sich zum weitaus größten deutschen Siedlungsgebiet der Russlanddeutschen entwickelte Den bäuerlichen Kolonien wurde Selbstverwaltung versprochen. Die Konfessionsfreiheit war für die emigrationswilligen Deutschen von großer Bedeutung. Außerdem wurden die Siedler unbefristet von der Militär- und Zivildienstpflicht befreit. Bis 1775 folgten 30 623 Menschen dem Ruf der Zarin Katharina, 2/3 davon im Jahre 1766, und zwar vor allem Bauern.[17] Die Neuankömmlinge wurden nicht bestehenden lokalen russischen Verwaltungen unterstellt, sondern einer eigens für die (deutschen) Aussiedler geschaffenen, letztlich der Zarin bzw. dem Zarenhaus unterstellten Sonderbehörde, der Vormundschafts-kanzlei für Ausländer, deren im Siedlungsgebiet der Bauern am Wolgaknie gelegene Unterbehörde, das Vormundschafts-kontor, Anlaufstelle für die Neusiedler war. Auch wenn diese Sonderbehörde von Anfang an Gegenstand wohl berechtigter Kritik war und blieb, blieb sie doch über sehr lange Zeit, wenn auch in sich wandelnder Gestalt, bestehen. Dieses Modell behielt über lange Zeit eine erhebliche Anziehungskraft für deutsche Bauern; es kamen zunächst Süddeutsche, dann Hessen, schließlich zwischen 1788 und 1796 Bauern aus Danzig und Westpreußen. In verstärktem Maße kamen ab 1800 auch Mennoniten nach Russland. Die Siedlungsgebiete[18] lagen:

- am Wolgaknie,
- in der Nordukraine, hinzu kamen
- kleinere Siedlungsgebiete (Ingermanland, Taurien etc.)

Geschlossene Siedlungsgebiete wurden optimal genutzt und wurden bald bevölkerungsreich. Es entstand eine gute Infrastruktur.

1.3 Entwicklung der besiedelten Gebiete

Herkunft, Sprache, Schulbildung und religiöse Ausrichtung waren die deutlich erkennbaren Unterschiede zwischen den Kolonisten und den orthodoxen Nachbarn. Die deutschen Landgemeinden wiesen in diesen Bereichen bis weit in das 19. Jahrhundert hinein viele Schwachstellen auf. Die deutsche Schule war in ihrem Lehrstoff sehr religiös ausgerichtet. Doch eigentlich wurden die Kinder nur auf die Konfirmation vorbereitet. Nach Schulende konnten die meisten Jugendlichen weder lesen noch schreiben. 1830 war auch noch mehr als die Hälfte der Siedler nicht in der Lage, richtig zu lesen und zu schreiben. Erst im Jahre 1822 wurden weiterführende Schulen errichtet. In diesen Schulen sollten auch Lehrer eine bessere Bildung erlangen. Da die Bauernhöfe nicht geteilt werden durften, war bei wachsender Bevölkerung ein erheblicher Teil darauf angewiesen, Land zu pachten. Zu dieser Zeit besiedelten neue Einwanderungsgruppen aber immer noch neues Land im Süden des russischen Riesenreichs. Die Mennoniten bekamen 1836-1839 Land um Mariupol in Taurien zur Verfügung gestellt, um neue Kolonien aufzubauen. Die Ansiedler stellten mit der Zeit immer mehr Forderungen an den russischen Staat. Sie wünschten die Errichtung eines Hilfsfonds, damit daraus Ansiedlungskredite vergeben werden konnten. Die Menschen, die nicht im Besitz von Land waren, wollten, dass die Steuern sich nach der Größe des Grundbesitzes richten sollten und nicht mehr je Familie erhoben würden. Darüber hinaus sollte in den Gemeinden ein Stimm- und Wahlrecht eingeführt werden. Diese Forderungen wurden bereits zu einer Zeit erhoben, als in Russland noch Leibeigenschaft herrschte. Mennoniten u. a. deutschsprachige Bevölkerungs-teile drangen mit derartigen Forderungen nicht durch. Besonders traf es die ursprünglich privilegierten Mennoniten; deren Sonderrechte und Verwaltung wurden abgeschafft, was sich wie eine Förderung der Integration in die multiethnische Gesellschaft der Süd-Ukraine auswirken sollte.[19] Das Urteil über die Auswanderung der Deutschen nach Russland lässt sich demnach wie folgt in einer Summe zusammenfassen:

Die Geschichte der Russlanddeutschen in der Zeit Katharinas der Großen bis zur Zeit des Zaren Nikolaus I, wirkt, liest man die Quellen, wie eine Leidensgeschichte. Gebrochene Versprechen der Obrigkeit, administrative Willkür auf der einen Seite, Hunger, Missernten der Neusiedler auf der anderen Seite. Betrachtet man allerdings die Zeit von ca. 1840 bis zum Ausbruch des 1. Weltkrieges, so erkennt man, dass es sich - allerdings vorübergehend - um eine Erfolgsgeschichte gehandelt hat. Die Aussiedler erreichten ihre Ziele, bekamen, was sie wollten.

- Sie wollten freie Bauern sein, sich selbst verwalten können, d.h. nicht fremden russischen Adeligen untertan sein.
- Sie wollten unter Deutschen leben können, in geschlossenen deutschsprachigen Gebieten, um ihre eigenen Sitten und Gepflogenheiten fortführen und, ihre Sprache sprechen zu können.
- Sie forderten die unbeeinträchtigte Ausübung ihres Glaubens. Sie erhielten letztlich, was sie wollten und wurden daher unter Wahrung ihrer Identität – als Deutsche in Russland heimisch.

Als die deutschen Neusiedler nach Russland gingen, hatten sie aber auch die berechtigte Erwartung, dass diese Ziele erreicht werden könnten.

- Die Zaren/ Zarinnen waren deutscher Abstammung, sprachen deutsch. Sie hatten sich ja auch an die Privilegien gehalten, die Zar Peter den Baltendeutschen bestätigt hatte. Sie hatten sich insofern als glaubwürdig erwiesen.
- Es war zumindest den Anführern der Neusiedler in Deutschland bekannt, dass man in Russland sein Glück machen konnte. Der behäbige Wohlstand der städtischen deutschen Kolonien in Russland sprach für sich.
- Insbesondere auch der Umstand, dass die (städtischen) Kolonien eigene protestantische Prediger hatten, gab positives Zeugnis für die versprochene Freiheit der Religionsausübung, wichtig vor allem für die Mennoniten, die sich diesbezüglich auch eigene Privilegien vom Zaren einräumen ließen.

Festgehalten werden kann aber, dass weder die Auswanderer noch deren Nachkommen im 19. Jahrhundert Russen werden wollten (anders als Auswanderer nach Amerika und England). Die Russen galten noch im 18. Jahrhundert als unzivilisiertes Volk, die Deutschen empfanden sich nach ihrem eigenen Selbstverständnis als zivilisiert und ihnen kulturell überlegen. Sie wollten Deutsche bleiben und blieben es bis ins 20. Jahrhundert.

1.4 Deutsche Frage in Russland

Vor allem in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts wurden die deutschen Kolonien für das Gastland Russland, aber auch für das politisch zu Russland gehörende Polen immer mehr zu einem Problem. Dieses wird schlagwortartig als die so genannte „Deutsche Frage“ in Russland bezeichnet. Der im Laufe der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts immer stärker werdende slawophile russische Nationalismus („Panslawismus“) sah seine eigenen Interessen (auf dem Balkan) durch die österreichisch-ungarische Donaumonarchie gestört, dem im 1871 entstandenen Deutschen Reich ein mächtiger Verbündeter zuwuchs. Der russische Nationalismus meinte im neuen Deutschen Reich den Hauptfeind der Slawen erkennen zu müssen, als dessen Schutzmacht sich Russland betrachtete. Dies soll nachfolgend dargestellt werden. Noch zu Beginn der 2. Hälfte des 19. Jahrhundert war das „besondere Verhältnis“ zwischen den Deutschen und dem Zarenthron intakt. Während des Krimkrieges konnten, dank der Bemühungen der Russlanddeutschen, große Mengen Lebensmittel und Viehfutter an die zaristischen Armeen geliefert werden. Der Zar zollte diesem loyalen Verhalten seine Anerkennung. Damals nahm die Zahl der deutschen Kolonien in den Gebieten Wolhynien, Podolien und Kiev zu, d.h. Deutsche siedelten verstärkt in Gebiete, die polnische Nationalisten als polnische Gebiete betrachteten und die auch größtenteils mehrheitlich von Polen und Litauern besiedelt waren. Das hatte zur Folge, dass sie von polnischer Seite keinerlei Unterstützung zu erwarten hatten, als sich die Lage der deutschen Kolonisten 1863 – auch als Folge einer landwirtschaftlichen Krise - verschlechterte. Viele Deutsche fühlten sich daher nicht mehr wohl in Polen. Jedoch in den an Wolhynien und Podolien angrenzenden Gebieten gab es Ländereien, die günstig zu bekommen waren. Den Besitzern dieser Länderein kamen die „billigen“ Arbeiter gelegen. Die Deutschen arbeiteten auf den Ländereien vielfach als Pächter. Dies wiederum führte mit den Jahren zu neuen Kolonien. Das Wachstum der Kolonien stieß allerdings wiederum bei den Polen und Slawophilen auf Ablehnung. Eine besondere Bedeutung spielte dabei die gerade erfolgte Gründung des Deutschen Reiches 1871. Es trat eine neue Großmacht in die politische Arena Europas, die sowohl über die panslawistischen russischen Bestrebungen in Ostmitteleuropa als auch die polnische Seite zu gefährden schienen. Es entstand die Befürchtung, dass Deutschland verstärkt nach Osten drängen könnte. Es entstanden Ängste, dass sich mit der Zeit der russische Charakter des Landes verlieren könnte.[20] Es sollte keine Germanisierung des Landes entstehen. 1881 hieß es in einem Bericht von Graf Ignat`ev: „ Es sei höchst notwendig, den weiteren Zustrom von Kolonisten aus dem Westen zu inhibieren und ausländischen Untertanen unbedingt zu verbieten, überhaupt in den Grenzen Russlands Ländereien zu erwerben und sich kolonienweise, wenn auch nur als Pächter, anzusiedeln.“[21] Mit dem Zaren Alexander III. änderte sich auch die Politik des Zarenreiches. Diese wurde fremdenfeindlich; Russland sollte den Russen gehören. Es wurde in chauvinistischen Zeitungen sogar regelrecht Deutschenhass geschürt. Die Deutschen wurden beschimpft, zudem wurden sie beschuldigt, den russischen Bauern das Land zu nehmen. Der Schriftstellter A. Volynec behauptete in einem 1890 erschienenen, viel beachteten Werk, die deutschen Siedler wollten aus Hass gegen Russland dieses von innen zerstören; nähmen sie die russische Staatsangehörigkeit an, so nur deshalb, um eigene Vorteile gewinnen zu können, nicht aber, um Russen zu werden. Die deutschen Siedler bzw. die Russlanddeutschen sollten daher als Ausländer betrachtet werden, die man bei nächster Gelegenheit ins Ausland abschieben dürfe. Zur Gefahr wurde, dass viele der Ausländer aus Preußen kamen und sich ihrem Heimatland sehr verbunden fühlten. Das ging soweit, dass sie ihren Militärdienst nicht in Russland absolvieren wollten, sondern in Preußen. Damit zeigten sie nicht die jetzt erwünschte Verbundenheit „Loyalität“ zu Russland. Die Situation spitzte sich immer mehr zu, nachdem in den Jahren 1885-86 annähernd 30.000 Polen und Juden mit russischer Herkunft aus Preußen nach Russland ausgewiesen wurden. Die russische Regierung solle sich ihrer Staatsbürger annehmen. Als Reaktion steigerte die russische Administration, gedrängt von panslawistischen Strömungen, den Druck auf Deutsche, aber auch an Polen und Juden. Ein neues Fremdengesetz, vom 14./26. März 1887 sollte den Erwerb von Besitztümern in den ostpolnischen Gebieten, von Livland bis Kiev und Bessarabien, zu Lasten der Deutschen bzw. deutschstämmigen Russen einschränken. Die Siedler mit ausländischer Staatsangehörigkeit sollten außerdem mehr Steuern zahlen. Auf diese Weise sollte der Russifizierung Vorschub geleistet werden; man wollte die deutschen Siedler zwingen, die russische Nationalität anzunehmen. Die Pächter wurden oftmals von ihren Ländereien vertrieben, weil sie die Abgaben nicht entrichten konnten. Diese Missstände hatten damals zur Folge, dass viele Siedler wieder auswanderten. Sie flohen nach Brasilien. 1890 waren es an die 10.000 Kolonisten, die aus Wolhynien flohen. Das Deutsche Reich sah diese Probleme, fühlte sich dennoch nicht verpflichtet, Maßnahmen zu ergreifen. Reichskanzler Fürst Otto von Bismarck schilderte seine Sichtweise der Lage, indem er feststellte, das Deutsche Reich sehe sich nicht verpflichtet Hilfe zu leisten, wenn die Ausreise auf freiwilliger Basis erfolgte. „ Wer sein Vaterland verlässt, darf nicht verlangen, dass es Anstrengungen mache, ihn zu

schützen.[22] Den in den betroffenen Gebieten, als Folge der Verdrängung der nichtslawischen Siedler, auftretenden Ernährungsproblemen etc. wurde allerdings durch ein weiteres „entschärftes“ Siedlergesetz Rechnung getragen. Schließlich wurde sogar die Möglichkeit geboten, in Wolhynien wieder Land zu pachten. Deutsche bekamen in den Jahren 1902-05 sogar die Chance, Kaufgenehmigungen zu erhalten. Dadurch konnten bis 1915 an die 20.000 Deutsche in Wolhynien Bauerwirtschaften gründen. Obwohl die Assimilation der neuen Siedler in den vorgenannten Gebieten in die russische Gesellschaft Fortschritte machte, wurden der russischen Regierung zwischen 1910 und 1912 erneute Vorschläge zur Vertreibung der Kolonisten gemacht. Nach dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges verschlechterte sich die Lage der Deutschen abermals. Sie wurden wieder durch die Presse denunziert. Sie wurden der Spionage, der feindseligen Stimmung sowie der Bereitschaft zum Verrat bezichtigt. Auf Befehl des Großfürst Nikolaj Nikolaevic wurden Flugblätter verteilt, in denen die Deutschen angeprangert wurden, Schuld an den russischen Niederlagen zu sein.

Zusammenfassend lässt sich also festhalten:

Allen fortdauernden Problemen zum Trotz, die vor allem die Kolonisten und auch ihre Nachkommen mit der zaristischen Verwaltung und den Unbillen der Natur, mit zurückgezogenen Privilegien und gebrochenen Hilfeversprechen der Administration hatten, blühten die Kolonien über lange Zeit; die russische Erde behielt ihre Anziehungskraft. Russlanddeutsche der dritten und vierten Generation suchten und fanden neue Siedlungsmöglichkeiten in neuen Siedlungsgebieten. Das Zarenhaus schätzte die Deutschen insgesamt und die deutschen Siedler insbesondere wegen des Wohlstandsgewinns für das ganze Land, mehr noch wegen der erwiesenen Loyalität im Krimkrieg und als Bevölkerungsbollwerk gegen die polnische Majorität in bestimmten ostpolnischen Gebieten. Wie sich aber herausstellte, feite der Schutz des Zarenhauses die in Russland lebenden Deutschen insgesamt, insbesondere aber auch die Kolonisten, nicht vor den politischen Veränderungen, die der Nationalismus in Russland mit sich brachte. Die politische Bewegung der Panslawisten proklamierte Russland als Schutzmacht der Slawen – insbesondere auch der auf dem Balkan lebenden slawischen Völker - und formulierte expansive Ziele, die auch von den russischen Nationalkirchen unterstützt wurden. Einer „Befreiung“ der Balkanslawen und der „heiligen“ Stadt Konstantinopel (Istanbul) von den Türken stand – so der Eindruck vieler Russen – das deutsche Volk entgegen, das in Gestalt des Kaiserreichs Österreich–Ungarn eigene Interessen auf dem Balkan hatte, die vom seit 1871 bestehenden Deutschen Reich unterstützt wurden. Dies schien der „Berliner Kongress“ von 1878 zu belegen, der den Expansionsbestrebungen Russlands zunächst ein Ende setzte. Für jene Russen, die in der militärischen und – ab ca. 1885 – auch in der wirtschaftlichen Stärke der beiden verbündeten deutschen Kaiserreiche den Erzfeind der Slawen und der Größe Russland sahen, bildeten die selbstbewussten und mindestens teilweise sichtbar erfolgreichen deutschen Bevölkerungsgruppen eine Art „fünfter Kolonne“ des deutschen Feindes. Noch ein anderes Phänomen lernten die deutschen Kolonisten – exemplarisch in Podolien/ Westgalizien - kennen. Wurden sie ursprünglich in menschenleeren Gebieten angesiedelt (Nordukraine, Wolgaknie, in Taurien östlich des Schwarzen Meeres), so bedeutete die Siedlung in dünn besiedelten Bereichen Ostpolens für die Polen eine Herausforderung: Gehörten schon Teile West- und Südpolens zu den beiden deutschen Kaiserreichen, so setzten deutsche Siedler nationalstolzen Polen nun auch noch von Osten zu! Die polnischen Nachbarn lehnten die deutschen Kolonisten ab, gehörten sie doch zu einem Volk, dessen Herrscher Polen im 18. Jahrhundert unter sich teilte (Russland hatte „deutschblütige“ Herrscher!). Die von Eisfeld geschilderten Auswanderungen gegen Ende des 19. Jahrhunderts belegen den Druck, der auf den Deutschen lastete, und die Erkenntnis, im Lande nicht mehr willkommen zu sein. Zu einer Rückwanderung in das Herkunftsland kam es allerdings (noch) nicht, nicht zuletzt, weil die deutsche Reichsregierung derartigen Bestrebungen ihre Unterstützung von Anfang an versagte. Außerdem regierte noch der Schutzherr der deutschen Kolonisten in Russland, der Zar, der überdies auch der Schutzherr einer anderen wichtigen deutschen Bevölkerungsgruppe war, der der Baltendeutschen, deren Adelsgeschlechter Beziehungen zum Hofadel unterhielten und hohes Ansehen im Adel des alten Europa genoss. Bis zum Ausbruch des 1. Weltkrieges schien daher auch keine unmittelbare Gefahr für die Russlanddeutschen zu bestehen. Dennoch: Die Anfeindungen führten vor allem in den Kolonistenfamilien dazu, dass sie sich an ihre deutschen Sitten und Gebräuche, an ihren protestantischen Glauben und an ihre Sprache klammerten, in ihrer dörflichen Einheit Schutz und Geborgenheit suchten. Blieben die Siedler des 18. und beginnenden 19 Jahrhunderts Deutsche in deutschen Siedlungseinheiten, weil sie auf diese Weise in den weiten Räumen Russland besser überleben konnten (s.o.), aber auch, weil eine Anpassungsleistung im menschenleeren Südrussland mangels dichter Kontakte vom Gastvolk der Russen gar nicht gefordert wurde, so blieben sie jetzt Deutsche in ihren deutschen Dörfern, weil sie ihre Identität nicht verlieren wollten. Hier zeigt sich unter anderem ein Verhalten, das bei den nach Deutschland einwandernden Russlanddeutschen der 90er Jahre wieder zu beobachten ist; die Russlanddeutschen bilden auch in Deutschland eigene kleine Kolonien und bleiben unter sich, weil ihnen die Heimat ihrer Vorväter nicht nur freundlich begegnet!

[...]


[1] http://209.85.135.104/search?q=cache:liOXqk-5p1IJ:www.proasyl.de/texte/2002/einwanderung.pdf+Einwanderungsland+%2B+Deutschland&hl=de&ct=clnk&cd=3&gl=de

[2] Bastians, Frauke, Die Bedeutung sozialer Netzwerke für die Integration russlanddeutscher Spätaussiedler in der Bundesrepublik Deutschland, Methodos Verlag, Bissendorf, April 2004, S. 21

[3] Bade, Klaus, J., Ausländer – Aussiedler – Asyl: Eine Bestandsaufnahme, Originalausgabe, Beck Verlag C. H., München, 1994, S. 163

[4] Massie K. Robert, Peter der Große: Sein Leben und seine Zeit, Aus dem amerikan. Von v.Günther Woltmann, Johannes, – Zeitler – Dt. Erstausg., Sonderausg, - Frankfurt am Main, Atternäum, 1986, S. 105- 107

[5] Eisfeld, Alfred, Die Russlanddeutschen, F. A. Herbig Verlagsbuchhandlung , München, 1999, S.12

[6] Eisfeld, Alfred, Die Russlanddeutschen, F. A. Herbig Verlagsbuchhandlung , München, 1999, S.12f

[7] Ingenhorst, Heinz, Die Russlanddeutschen, Aussiedler zwischen Tradition und Moderne, Campus Verlag, Frankfurt a. M./ New York, 1997, S. 19

[8] Eisfeld, Alfred, Die Russlanddeutschen, F. A. Herbig Verlagsbuchhandlung, München, 1999, S.13

[9] Eisfeld, Alfred, Die Russlanddeutschen, F. A. Herbig Verlagsbuchhandlung, München, 1999, S.13

[10] Eisfeld, Alfred, Die Russlanddeutschen, F. A. Herbig Verlagsbuchhandlung, München, 1999, S.13

[11] Eisfeld, Alfred, Die Russlanddeutschen, F. A. Herbig Verlagsbuchhandlung, München, 1999, S.13

[12] Eisfeld, Alfred, Die Russlanddeutschen, F. A. Herbig Verlagsbuchhandlung, München, 1999, S.13

[13] Eisfeld, Alfred, Die Russlanddeutschen, F. A. Herbig Verlagsbuchhandlung, München, 1999, S.13

[14] Ingenhorst, Heinz, Die Russlanddeutschen, Aussiedler zwischen Tradition und Moderne, Campus Verlag, Frankfurt a. M./ New York, 1997, S. 19

[15] Eisfeld, Alfred, Die Russlanddeutschen, F. A. Herbig Verlagsbuchhandlung, München, 1999, S.16

[16] Eisfeld, Alfred, Die Russlanddeutschen, F. A. Herbig Verlagsbuchhandlung, München, 1999, S.16

[17] Eisfeld, Alfred, Die Russlanddeutschen, F. A. Herbig Verlagsbuchhandlung, München, 1999, S. 19

[18] vgl. Karte im Eisfeld

[19] Eisfeld, Alfred, Die Russlanddeutschen, F. A. Herbig Verlagsbuchhandlung, München, 1999, S.34

[20] Eisfeld, Alfred, Die Russlanddeutschen, F. A. Herbig Verlagsbuchhandlung, München, 1999, S. 69

[21] Eisfeld, Alfred, Die Russlanddeutschen, F. A. Herbig Verlagsbuchhandlung, München, 1999, S. 69

[22] Eisfeld, Alfred, Die Russlanddeutschen, F. A. Herbig Verlagsbuchhandlung, München, 1999, S. 71

Ende der Leseprobe aus 165 Seiten

Details

Titel
Integration in Deutschland am Beispiel der Zuwanderung von Russlanddeutschen und deren Bedeutung für die Soziale Arbeit
Hochschule
Fachhochschule Heidelberg
Note
2,0
Autor
Jahr
2007
Seiten
165
Katalognummer
V84921
ISBN (eBook)
9783638002844
ISBN (Buch)
9783640193967
Dateigröße
2160 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Integration, Deutschland, Beispiel, Zuwanderung, Russlanddeutschen, Bedeutung, Soziale, Arbeit
Arbeit zitieren
Katharina Fischer (Autor), 2007, Integration in Deutschland am Beispiel der Zuwanderung von Russlanddeutschen und deren Bedeutung für die Soziale Arbeit, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/84921

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