Ratio versus Symbol in Johann Wolfgang Goethes "Die Wahlverwandtschaften"

Analyse der Wahrnehmungskonzeptionen


Hausarbeit (Hauptseminar), 2006
31 Seiten, Note: 1,0

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Konzeptionen des Sehens
2.1 Sehen und Erkennen: Eduard, Charlotte und der Hauptmann
2.2 Ottilies Sehfähigkeit I: Wahrnehmen und Empfinden

3. Ottilie als Symbol
3.1 Ottilies Schönheit und deren Wirkung
3.2 Ottilie im Zusammenhang mit Goethes Symbolbegriff

4. Ottilies Sehfähigkeit II: ‚Symbolische Wahrnehmung‘ und deren Brüche

5. Ottilie als Kunstsymbol
5.1 Wandel zum Kunstsymbol
5.2 Ottilie und die klassische Kunst: das Schöne, das Wahre, das Gute

6. Resümee

Literaturverzeichnis

1. Einleitung

In den ersten Kapiteln des Romans wird das Leben der dem besitzenden Landadel angehörenden Figuren Eduard und Charlotte als eines geschildert, das von bürgerlicher Rationalität gekennzeichnet ist.[1] Rational ist beispielsweise Eduards und vor allem Charlottes Lebens- und Eheplanung: Auf Eduards Wunsch, seinen Jugendfreund auf das Schloss zu holen, fühlt sich Charlotte in ihrem Vorhaben gestört, „das früh so sehnlich gewünschte, endlich spät erlangte Glück ungestört genießen“ (7)[2] zu können. Sogar ihrer Pflegetochter Ottilie, die, wie Charlotte weiß, in der Pension unter dem Verhalten Lucianes leidet, möchte sie sich zunächst nicht annehmen, da es nicht in ihren Plan passt „und man an seinen Lebensverhältnissen nicht so viel zupfen und zerren, nicht immer was Neues an sie heranziehen soll“ (13). Besonders mit der Ankunft des Hauptmanns wird die Rationalität auf alle Lebensbereiche ausgeweitet beziehungsweise intensiviert. Eduard lässt sein Gut und die Umgebung vom Hauptmann ausmessen und kartografieren. Dieser leitet Eduard außerdem zu einer besseren Ordnung an – indem er Geschäftliches vom Leben und Gegenwärtiges vom Vergangenen trennen soll – und zu einem weiseren Umgang mit seinem Schreiber (Vgl. 28-29). Auch Charlotte, die allgemein als „kluge[n] Hausfrau“ beschrieben wird, „die im ganzen immer das Maß zu erhalten“ (19) weiß, erhält durch den Hauptmann Unterstützung im Haushalt, indem unter anderem „die Hausapotheke, die bisher nur aus wenigen Mitteln bestanden“ (29), bereichert wurde und „Charlotte, sowohl durch faßliche Bücher als durch Unterredung, in den Stand gesetzt, ihr tätiges und hülfreiches Wesen öfter und wirksamer als bisher in Übung zu bringen“ (29). Darüber hinaus wird ein Feldchirurgus zur Verfügung gestellt, um die medizinische Versorgung zu verbessern, das Dorf wird umgestaltet, um Ordnung und Reinlichkeit zu gewährleisten, die Zuständigkeit der ländlichen Polizei wird erweitert, um die maßvolle und gleichförmige Abgabe von Almosen an Bettler zu garantieren. Nicht zuletzt die Bildungskultur dieser kleinen Gesellschaft ist ein Kennzeichen ihrer rational-aufgeklärten Lebensgestaltung und Welterfassung. Nicht mehr mit der „Rezitation dichterischer und rednerischer Arbeiten“ beschäftigt sich Eduard, sondern er liest „seit einiger Zeit vorzüglich Werke physischen, chemischen und technischen Inhalts“ (31). So kommt es dann, als Eduard eines Abends Charlotte und dem Hauptmann aus solch einem Buch vorliest, zu der berühmten chemischen Gleichnisrede über die ‚Wahlverwandtschaften‘, die dem Roman den Titel gibt und ihn zugleich auslegt. Mit dem Begriff der ‚Wahlverwandtschaften‘, der Charlotte in die Irre führt, weil er aus der menschlichen Sphäre stammt, wird hier ein chemisches Phänomen bezeichnet, bei dem vier Elemente, „bisher je zwei zu zwei verbundene“ (37) miteinander in Berührung gebracht werden und sich „gleichsam übers Kreuz“ aufs Neue miteinander vereinigen. Indem eine Rückübertragung des naturwissenschaftlichen Modells über die Anziehungskraft chemischer Substanzen ins Reich des Menschlichen vorgenommen wird, entfaltet sich eine Theorie menschlicher Leidenschaften, die in dem Roman unaufhaltsam zur Gültigkeit gelangt. Mit der gleichen Notwendigkeit, mit der

diese totscheinenden und doch zur Tätigkeit innerlich immer bereiten Wesen [...] einander suchen, sich anziehen, ergreifen, zerstören, verschlingen und sodann aus der innigsten Verbindung wieder in erneuter, neuer, unerwarteter Gestalt hervortreten (38),

werden die Figuren, die vom Erzähler wie Versuchsobjekte eines Naturforschers in einem hermetisch abgeriegelten Raum zusammengeführt werden, von ihren Leidenschaften ergriffen und – wenn auch nicht durch die Ehe legitimiert – geistig neu verbunden. In dem Gespräch über die ‚Wahlverwandtschaften‘ entzündet sich von Anfang an die Diskussion um die Wahlfreiheit der Elemente. Auf die Erklärung das Hauptmanns, dass man das Wort ‚Wahlverwandtschaft‘ anwende, „weil es wirklich so aussieht als wenn ein Verhältnis dem andern vorgezogen, eins vor dem andern erwählt würde“ (36), wendet Charlotte ein, dass sie bei Naturkörpern „niemals eine Wahl, eher eine Naturnotwendigkeit“ (36) erblicke, während in ihren Augen „der Mensch [...] doch um so manche Stufe über jene Elemente erhöht“ (37) sei. Mit dieser Diskussion um den Begriff der ‚Wahlverwandtschaften‘ wird das eigentliche Thema des Romans formuliert, nämlich die Erhebung des Menschen über die Natur durch seine Vernunft. Dass dieser Fortschrittsglaube der Aufklärung nicht eingelöst wird, zeigt der weitere Verlauf des Romans. Zwar können Charlotte und der Hauptmann ihre aufkeimenden Leidenschaften kontrollieren, doch scheinen Ottilie, insbesondere aber Eduard diesen zu erliegen und ihnen ganz und gar ausgeliefert zu sein.

Goethe selbst legt in seiner am 4. September 1809 veröffentlichten Selbstanzeige diese Interpretation nahe:

Es scheint, daß den Verfasser seine fortgesetzten physikalischen Arbeiten zu diesem seltsamen Titel veranlaßten. Er mochte bemerkt haben, daß man in der Naturlehre sich sehr oft ethischer Gleichnisse bedient, um etwas von dem Kreise menschlichen Wissens weit Entferntes näher zu bringen, und so hat er auch wohl in einem sittlichen Falle eine chemische Gleichnisrede zu ihrem geistigen Ursprunge zurückführen mögen, um so mehr, als doch überall nur eine Natur ist und auch durch das Reich der heitern Vernunftfreiheit die Spuren trüber, leidenschaftlicher Notwendigkeit sich unaufhaltsam hindurchziehen, die nur durch eine höhere Hand und vielleicht auch nicht in diesem Leben völlig auszulöschen sind.[3]

In diese Welt der „heitern Vernunftfreiheit“ Eduards, Charlottes und des Hauptmanns bricht Mythisches ein, vor allem erhält das Rätselhafte mit der Figur der Ottilie Einzug in diese rational geprägte Welt.[4] Bereits die Briefe der Vorsteherin und ihres Gehilfen aus der Pension bezeugen ihre Andersartigkeit im Vergleich zu den restlichen Mädchen, vor allem zu Luciane, die „alle jene glänzenden Eigenschaften vereinigt, wodurch man in der Welt emporsteigt“ (26). Somit entspricht diese ganz den Vorstellungen der Vorsteherin, nach denen man „die Früchte ihrer Sorgfalt äußerlich und deutlich sehen“ (26) solle. Während also Luciane mit ‚Äußerlichkeit‘ in Verbindung gebracht wird und deshalb ein weltliches, genau genommen ein höfisches Lebenskonzept vertritt, ist Ottilie nach innen gerichtet. Vom Gehilfen wird sie zu den „verschlossene[n] Früchte[n]“ (26) gezählt. Dem Konzept der Innerlichkeit gemäß, begreift sie auch nur Zusammenhängendes. Ihre übrigen Eigenschaften, die an eine Lebensform christlicher Askese denken lassen wie ihre Bescheidenheit, ihre Gefälligkeit gegen andere, die Zurücknahme ihrer Person, ihre große Mäßigkeit im Essen und Trinken und ihre schlichte Kleidung (Vgl. 25), bringen sie in eine Opposition zu der weltlichen Erziehung in der Pension. Orientiert ist die Romanfigur der Ottilie an der Heiligen Odilia aus dem Elsass, und zwar nicht allein hinsichtlich des Namens. Denn auch in der Legende werden Weltlichkeit und Heiligkeit als kontrastierende Prinzipien einander gegenübergestellt. Die blindgeborene Tochter des Herzogs Ethico I., der ein „blindes Kind mit der Ehre und dem Glanze des Hauses für unvereinbar“[5] hielt, wuchs im Kloster auf und erlangte mit der Taufe ihr Augenlicht. Nach Matthias Völcker kommt im „symbolischen Akt der Taufe“ zum Ausdruck, dass „die Blinde sehend ist, während der vermeintlich vorausschauende Vater als der eigentlich »Blinde« überführt ist“[6]. Entgegengesetzt werden äußere und innere Blindheit: Während Odilia zunächst äußerlich blind ist, scheint es der Vater innerlich – im Sinne der Vorliebe für ‚falsche‘ Werte – zu sein. Die Ähnlichkeit der Romanfigur mit der Schutzpatronin des Elsass, der Blinden, der Augen- und Kopfleiden, legt es nahe, Die Wahlverwandtschaften in Bezug auf die Thematik des Sehens zu untersuchen, umso mehr als damit traditionell und vor allem in der Aufklärung das Problem der Erkenntnis verknüpft ist. Betrachtet werden sollen daher die Unterschiede der Wahrnehmung zwischen Eduard, Charlotte und dem Hauptmann einerseits, da diese – wie ich bereits dargelegt habe – ganz der Rationalität verpflichtet sind, und Ottilie, die von Anfang an als gegenläufige Figur dargestellt wird, andererseits. Im ersten Teil der Hausarbeit widme ich mich dem ‚empirischen‘ Sehen der erstgenannten Figuren, das mit dem Rationalitätskonzept und der Kultivierung des Menschen in Einklang steht, um mich anschließend der Figur der Ottilie und ihrer Wahrnehmung zuzuwenden. Diese versuche ich in ihrer Andersartigkeit zu beschreiben und mit dem Begriff des Symbols, der von Goethe ganz entscheidend geprägt wurde, zu fassen. Die Besonderheit Ottilies geht nicht nur von ihrer eigenen Sehfähigkeit, sondern von dem Anblick ihrer Person und der Wirkung dessen aus. Auch als Objekt der Anschauung lässt sich Ottilie mit dem Symbolbegriff beschreiben, der nicht nur in der Dimension der Wirklichkeitserfahrung und Naturerkenntnis bedeutsam für Goethes Arbeit als Naturforscher ist, sondern zugleich eine weltanschauliche Dimension sowie ein Kunstkonzept in sich trägt. Damit wird Ottilie zum Schluss ins Blickfeld der Ästhetik gerückt.

2. Konzeptionen des Sehens

2.1 Sehen und Erkennen: Eduard, Charlotte und der Hauptmann

Sehen ist in dem Roman eng an das Erkennen geknüpft, indem von der materiellen, sinnlich wahrnehmbaren Gestalt der Welt und Natur durch rationale Operationen auf einen geistigen Gehalt respektive auf Sinn und Bedeutung geschlossen wird – ein Verfahren der empirischen Forschung. An einem Gespräch zwischen Eduard und dem Hauptmann, in dem sie überlegen, das Dorf neu zu gestalten, um Ordnung und Reinlichkeit zu fördern, lässt sich diese Art der Wahrnehmung beobachten. Nachdem Eduard die Aussicht auf das Dorf beschrieben hatte, heißt es: „Laß es uns versuchen, sagte der Hauptmann, indem er die Lage mit den Augen überlief und schnell beurteilte.“ (48) Dem Hauptmann geht es offensichtlich darum, die Ordnung hinter dem Sichtbaren zu erfassen. Dazu benötigt er Fähigkeiten der Vernunft. Diese werden sogar dem bloßen Genuss an der Sinnlichkeit vorgezogen, denn ein paar Zeilen weiter, als es um die Motivation der Dorfbewohner zur Mitarbeit an diesem Projekt geht, sagt er: „Viele verwechseln gar die Mittel und den Zweck, erfreuen sich an jenen, ohne diesen im Auge zu behalten.“ (48). Die Sinnlichkeit der materiellen Welt verschwindet hinter dem, was sich vorerst nur denken lässt. Nicht die Mittel, also das eigentlich sinnlich Wahrnehmbare, sondern den Zweck gilt es „im Auge zu behalten“ und ein Zweck ist eben kein sinnlich wahrnehmbares Phänomen, sondern etwas unter der Voraussetzung rationaler Fähigkeiten Denkbares und in diesem Sinne Abwesendes. Außer der finalen Denkoperation hat Kausalität eine Bedeutung in der Wahrnehmung des Hauptmanns. Er beklagt sich weiter über andere Menschen: „Jedes Übel soll an der Stelle geheilt werden, wo es zum Vorschein kommt, und man bekümmert sich nicht um jenen Punkt, wo es eigentlich seinen Ursprung nimmt, woher es wirkt.“ (48-49) Die Sichtbarkeit der Wirkung verlangt nach Ansicht des Hauptmanns einen Denkakt, mit Hilfe dessen die zunächst unsichtbare Ursache, die eben nicht „zum Vorschein kommt“, erkannt wird. Auch Charlotte ist dazu in der Lage, die vernünftigen Kräfte an der Wahrnehmung zu beteiligen, indem sie analytisch an ihre Umgebung herangeht: „Charlotte durchdrang indessen das Einzelne ihrer Umgebung mit scharfem Blick und wirkte darin mit ihrer klaren Gewandtheit [...].“ (113) Die Beschreibung ihres Blickes als scharf und durchdringend wirkt beinahe gewaltsam, als ob die Welt vor ihren Augen zerschnitten würde. Bisweilen nehmen die rationalen Figuren ihre Umwelt nicht mit den bloßen Augen wahr, sondern benutzen Instrumente. Der Hauptmann nimmt die Gegend mit der Magnetnadel und vermutlich auch anderen Messwerkzeugen auf, um sie auf eine Karte zu zeichnen, zu lavieren und zu illuminieren (Vgl. 22). Erst in der Abstraktion erkennt Eduard die Landschaft als seinen Besitz: „[...] Eduard sah seine Besitzungen auf das deutlichste, aus dem Papier, wie eine neue Schöpfung hervorgewachsen. Er glaubte sie jetzt erst kennen zu lernen; sie schienen ihm jetzt erst recht zu gehören.“ (22)

Die Art und Weise, in der die Figuren die Natur und Welt mit Hilfe ihrer Rationalität sehen, zeigt eigentlich ihre Erhebung und Ermächtigung über sie, die zugleich eine Entfernung von ihr bedeutet: Der Hauptmann erfasst sie messend, ordnend, überblickend, sucht Zwecke und Ursachen; Charlotte penetriert und zerschneidet sie mit ihren Blicken; Eduard erkennt sie eher in der Abstraktion und nur als Besitz. Trotz oder gerade wegen ihrer ‚kulturellen Entrücktheit‘ versuchen sie sich der Natur zu nähern – wenn auch eingreifend und perfektionierend – indem sie Park und Garten so gestalten, dass Natur und künstliche Anlage nicht auseinander gehalten werden können, was bei deren Betrachtung durch den Engländer und seinen Begleiter im zweiten Teil des Romans bestätigt wird:

Sein geübtes Auge empfing jeden Effekt ganz frisch, und er hatte um so mehr Freude an dem Entstandenen, als er die Gegend vorher nicht gekannt, und was man daran getan, von dem, was die Natur geliefert, kaum zu unterscheiden wußte. (197)

Daneben gibt es auch Bemühungen, sich einem ‚ursprünglichen‘ Zustand zu nähern, zum Beispiel bei der Restaurierung von Kirche und Kapelle[7] und auch

Charlottes Mooshütte, die Planung der neuen Anlagen, der Bau des Lusthauses, die Zusammenführung der drei Teiche zu einem Bergsee, die Umgestaltung des Kirchhofs und letztlich auch die jungen Pfropfreiser, die Eduard auf alte Stämme bringt, sind nur verschiedene Weisen dieser Erneuerung im Sinne des Alten [...][8].

Offensichtlich sehnen sich Eduard und Charlotte insgeheim nach Nähe zur Natur und einem wie auch immer aussehenden Ursprünglichen[9].

[...]


[1] Im Folgenden vgl. Benedikt Jeßing: Nachwort. In: Johann Wolfgang Goethe: Die Wahlverwandtschaften. Stuttgart: Reclam 2002 (= UB 7835). S. 263-282, hier

S. 272-274.

[2] Johann Wolfgang Goethe: Die Wahlverwandtschaften. Stuttgart: Reclam 2002 (= UB 7835). Alle Literaturangaben, die sich auf diese Ausgabe beziehen, erfolgen direkt im laufenden Text durch Angabe der Seitenzahl in Klammern.

[3] Johann Wolfgang Goethe, zit. n. Jeßing, S. 271-272.

[4] Vgl. ebd., S. 274.

[5] Odilia. In: http://www.heiligenlexikon.de/Stadler/Stadler_Heiligen-Lexikon.html. Abgerufen am 27.12.2005.

[6] Matthias Völcker: Blick und Bild. Das Augenmotiv von Platon bis Goethe. Bielefeld: Aisthesis-Verlag 1996, S. 248.

[7] Heike Brandstädter führt aus, dass bei der Restaurierung verschiedene mittelalterliche und antike Vorbilder zu Grunde liegen. Vgl. Heike Brandstädter: Der Einfall des Bildes. Ottilie in den „Wahlverwandtschaften“. Würzburg: Verlag Königshausen & Neumann GmbH 2000. (= Epistemata. Würzburger wissenschaftliche Schriften. Reihe Literaturwissenschaft Bd. 314-2000.), hier S. 141-152.

[8] Ebd., S. 142.

[9] Im Roman scheint es keine eindeutige Bestimmung dieses ursprünglichen Zustandes zu geben, sondern lediglich Hinweise auf mittelalterlich-christliche und griechisch-antike Motive. Diese klingen nicht nur in den Vorbildern für die Restaurierung von Kirche und Kapelle an, sondern beispielsweise auch im Begriff vom „verschwundenen goldenen Zeitalter“ (134), der auf das goldene Zeitalter Arkadiens hindeutet, und vom „verlorenen Paradies“ (134), der als biblische Anspielung gelten kann. Vgl. ebd., S. 144.

Ende der Leseprobe aus 31 Seiten

Details

Titel
Ratio versus Symbol in Johann Wolfgang Goethes "Die Wahlverwandtschaften"
Untertitel
Analyse der Wahrnehmungskonzeptionen
Hochschule
Freie Universität Berlin  (Institut für Deutsche und Niederländische Philologie)
Veranstaltung
Blindheit: Ein literarischer Topos
Note
1,0
Autor
Jahr
2006
Seiten
31
Katalognummer
V84972
ISBN (eBook)
9783638013895
ISBN (Buch)
9783638917179
Dateigröße
548 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Ratio, Symbol, Johann, Wolfgang, Goethes, Wahlverwandtschaften, Blindheit, Topos
Arbeit zitieren
Janine Dahlweid (Autor), 2006, Ratio versus Symbol in Johann Wolfgang Goethes "Die Wahlverwandtschaften", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/84972

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