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Dimensionen interkultureller Verständigung

Eine empirische Analyse von Situationen der Sprach- und Kulturvermittlung im Kontext der Integrationskurse für Zugewanderte in Deutschland

Title: Dimensionen interkultureller Verständigung

Thesis (M.A.) , 2007 , 158 Pages , Grade: 2,4

Autor:in: Anna Shkonda (Author)

Sociology - Culture, Technology, Nations
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In der vorliegenden Magisterarbeit beschäftige ich mich mit Dimensionen interkultureller Verständigung im Kontext der Integrationskurse für Zugewanderte in Deutschland. Ich werde die Situation - Zweitsprachenunterricht aus einer systemischen Perspektive anhand empirischen Materials untersuchen. Dafür habe ich mich für ein Top-Down-Verfahren, d. h. ein theoriegeleitetes Vorgehen, entschieden. Zuerst zeige ich die in der Theorie diskutierten Dimensionen interkultureller Verständigung auf und anschließend prüfe ich, welche der aufgezeigten theoretischen Grundlagen sich in der Praxis wiederfinden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung.

2. Kompetente Zweitsprachenbeherrschung als Problem der Integration von Migranten.

3. Dimensionen interkultureller Verständigung.

3.1. Interkulturelle Kommunikation.

3.2. Wissensasymmetrien in interkultureller Kommunikation.

3.3. Theorie der Fremdheit von Alfred Schütz.

3.4. Kreislauf der Kommunikation.

3.5. Rolle der Erwartungen in der interkulturellen Kommunikation.

3.5.1. Machtasymmetrien.

3.5.2. Kollektiverfahrungen.

3.5.3. Fremdbilder.

3.5.4. Differente Kulturmuster.

3.6. Die Theorie der kommunikativen Kodes von Gumperz.

3.7. Die Theorie der ethnischen Grenzen von Fredrik Barth.

3.8. Die mögliche Irrelevanz von Ethnizität.

4. Dimensionen interkultureller Verständigung im Rahmen des Zweitsprachenunterrichts.

4.1. Der Zweitsprachenunterricht als System.

4.2. Situation als dynamischer Handlungsbegriff.

4.3. Dimensionen der Situation Zweitsprachenunterricht.

4.4. Rahmenbedingungen.

4.5. Die Sprache.

4.5.1. Sprache als psychosoziales Phänomen.

4.5.2. Das Prinzip der Kulturalität der Sprache.

4.5.3. Zweitspracherwerb als kulturelles Lernen.

4.5.4. Grundlagen der Kulturemtheorie.

4.6. Interkulturalität im Zweitsprachenunterricht.

4.6.1. Das Feld „Prozesse der Selbst- und Fremdwahrnehmung“.

4.6.2. Das Feld „Bewältigung von Kommunikation mit Menschen anderer Sprachen und Kulturen“.

4.6.3. Das Feld „Landeskunde“.

5. Das TOPOI – Modell.

5.1. Fünf Dimensionen des TOPOI-Modells.

5.1.1. Dimension Taal (Sprache).

5.1.2. Die Dimension Ordening (Ordnung).

5.1.3. Die Dimension Personen.

5.1.4. Die Dimension Organisation.

5.1.5. Die Dimension Inzet (Einsatz).

5.2. Anwendung des TOPOI-Modells.

6. Einzelfallanalyse: Integrationsmaßnahme.

6.1. Zur Forschungsmethode.

6.2. Rahmenbedingungen.

6.2.1. Die Makroebene.

6.2.1.1. Auszüge aus dem „Konzept für einen bundesweiten Integrationskurs“.

6.2.1.1.1. Sprachkurs.

6.2.1.1.2. Orientierungskurs.

6.2.1.1.3. Verbundprojekte.

6.2.2. Die Mesoebene.

6.2.3. Die Mikroebene.

6.3. Experteninterview mit Luci am 02.11.2005.

6.3.1. Sequenzieller Aufbau und thematischer Verlauf des Interviews.

6.3.2. Inhalt des Gesprächs.

6.3.3. Zusammenfassung.

6.4. Experteninterview mit Luci (Fallbeispiel) am 10.12.2005.

6.4.1. Sequenzieller Aufbau und thematischer Verlauf des Interviews.

6.4.2. Inhalt des Gesprächs.

6.4.3. Zusammenfassung.

6.5. Kategorien.

6.6. Gruppeninteraktion/ Unterrichtsaufzeichnung am 06.12.05.

6.6.1. Allgemeine Informationen.

6.6.2. Analyse des ausgewählten Abschnitts.

6.6.3. Sequenzieller Aufbau und thematischer Verlauf.

6.6.4. Inhalt der Interaktion.

6.6.5. Bedeutung der verbalen und non-verbalen Sprache (Taal).

6.6.6. Sichtweise und Logik (Ordening).

6.6.7. Identität und Beziehung (Personen).

6.6.8. Regeln und Machtverhältnisse (Organisatie).

6.6.9. Motive und Beweggründe (Inzet).

7. Schlussfolgerung.

8. Resümee.

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Dimensionen interkultureller Verständigung im Kontext von Integrationskursen für Zugewanderte in Deutschland. Ziel ist es, aus einer systemischen Perspektive zu analysieren, wie interkulturelle Kommunikation in Unterrichtssituationen abläuft, welche Barrieren bestehen und wie diese durch professionelles pädagogisches Handeln sowie spezifische Analysemodelle (wie das TOPOI-Modell) besser verstanden und gestaltet werden können.

  • Dimensionen und Faktoren interkultureller Kommunikation
  • Anwendung systemtheoretischer Ansätze auf Zweitsprachenunterricht
  • Analyse von Wissensasymmetrien und Fremdheitserfahrungen
  • Einsatz des TOPOI-Modells als heuristisches Instrument zur Unterrichtsanalyse
  • Empirische Untersuchung von Experteninterviews und Gruppeninteraktionen

Auszug aus dem Buch

3.1. Interkulturelle Kommunikation.

In diesem Abschnitt möchte ich auf die Grundlagen der interkulturellen Kommunikation eingehen. Was ist interkulturelle Kommunikation? Unterscheidet sich interkulturelle Kommunikation grundlegend von Kommunikation zwischen Angehörigen derselben Kultur? Welche Dimensionen bzw. Faktoren bestimmen die interkulturelle Kommunikation? Zu welchen Problemen kann es in der interkulturellen Kommunikation kommen und wodurch sind diese Probleme möglicherweise bedingt?

Unter interkultureller Kommunikation versteht man den gegenseitigen Verständigungsprozess durch Senden und Empfangen von informationstragenden Zeichen unter Beteiligten aus unterschiedlichen Kulturen und Sprachgemeinschaften. Dabei ist die Kommunikationssprache für mindestens einen der Teilnehmer nicht seine Muttersprache. Die interkulturelle Kommunikation weist auf der Mikroebene immer auch auf interpersonale Kommunikation hin, in der bei jedem Teilnehmer sowohl mehrsprachige als auch mehrkulturelle Kompetenzen aktiviert werden. Knapp und Knapp-Potthoff definieren die interkulturelle Kommunikation folgendermaßen:

„Interkulturelle Kommunikation“ ist ... die interpersonale Interaktion zwischen Angehörigen verschiedener Gruppen, die sich mit Blick auf ihren Mitgliedern jeweils gemeinsamen Wissensbestände und sprachlichen Formen symbolischen Handelns unterscheiden. Solche Unterschiede bestehen schon zwischen Gruppen innerhalb einer Nation oder Staat definierten Gesellschaft. Insofern unterscheidet sich interkulturelle Kommunikation nicht prinzipiell von der intrakulturellen Kommunikation. Ein wesentliches Charakteristikum von der interkulturellen Kommunikation ist jedoch damit gegeben, dass sich einer der an ihr beteiligten Kommunikationspartner typischerweise einer zweiten oder fremden Sprache bedienen muss, die nicht eine Varietät seiner eigenen ist.

Intrakulturelle Kommunikation zeichnet sich dagegen dadurch aus, dass die Verständigungsprozesse der Kommunikationsteilnehmer im Wesentlichen über eine gemeinsame Sprache und über einen gemeinsamen, kulturspezifischen Bestand an Wissen, Deutungsmustern und Interpretationsregeln geregelt und gesichert sind.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung umreißt das Forschungsvorhaben, die Zielsetzung sowie die methodische Vorgehensweise zur Untersuchung interkultureller Verständigung in Integrationskursen.

2. Kompetente Zweitsprachenbeherrschung als Problem der Integration von Migranten: Dieses Kapitel thematisiert die Komplexität der sprachlich-kulturellen Integration und die zentrale Rolle der Sprache als Ressource und Medium für soziale Inklusion.

3. Dimensionen interkultureller Verständigung: Es werden zentrale Theorien und Faktoren beleuchtet, die interkulturelle Verständigung beeinflussen, darunter Wissensasymmetrien, die Theorie der Fremdheit nach Schütz und der kommunikative Kreislauf.

4. Dimensionen interkultureller Verständigung im Rahmen des Zweitsprachenunterrichts: Die theoretischen Erkenntnisse werden hier auf das System des Zweitsprachenunterrichts übertragen, wobei Situation, Rahmenbedingungen und die Rolle der Sprache spezifisch analysiert werden.

5. Das TOPOI – Modell: Dieses Kapitel stellt das TOPOI-Modell als analytisches Instrument vor, das hilft, kulturelle Unterschiede und Missverständnisse in Gesprächssituationen zu identifizieren.

6. Einzelfallanalyse: Integrationsmaßnahme: Im empirischen Teil wird eine spezifische Integrationsmaßnahme durch Experteninterviews und Unterrichtsaufzeichnungen anhand des zuvor erarbeiteten theoretischen Rahmens analysiert.

7. Schlussfolgerung: Das Kapitel reflektiert die Ergebnisse der Arbeit und führt die theoretischen Ansätze mit den empirischen Beobachtungen aus der Fallanalyse zusammen.

8. Resümee: Das Resümee fasst die zentralen Erkenntnisse über die Anforderungen an pädagogische Professionalität im interkulturellen Kontext zusammen.

Schlüsselwörter

Interkulturelle Kommunikation, Integrationskurs, Zweitsprachenunterricht, TOPOI-Modell, Migrationsforschung, Sprachvermittlung, Wissensasymmetrien, interkulturelle Kompetenz, soziale Integration, Fremdheitserfahrung, pädagogische Professionalität, Gruppeninteraktion, Kulturbegriff, Kommunikationsanalyse.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den komplexen Anforderungen und Herausforderungen der interkulturellen Verständigung in Integrationskursen für Migranten in Deutschland.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Felder umfassen die Spracherwerbstheorie, interkulturelle Kommunikation, soziale Integration sowie die professionelle Gestaltung von Unterrichtssituationen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die empirische Analyse von Situationen der Sprach- und Kulturvermittlung, um Verstehensbarrieren zu identifizieren und systemische Lösungsansätze aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt eine Einzelfallanalyse, basierend auf Experteninterviews mit einer Lehrkraft und der Auswertung von Unterrichtsaufzeichnungen (Gruppeninteraktionen).

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine umfassende Theoriearbeit zu interkultureller Kommunikation und das TOPOI-Modell sowie einen praktischen Teil, in dem konkrete Unterrichtssequenzen analysiert werden.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind interkulturelle Kommunikation, TOPOI-Modell, Zweitsprachenunterricht und pädagogische Professionalität.

Wie hilft das TOPOI-Modell bei der Analyse von Unterrichtsinteraktionen?

Es dient als heuristisches System, um Missverständnisse in verschiedenen Dimensionen (Sprache, Ordnung, Personen, Organisation, Einsatz) systematisch aufzuschlüsseln.

Welche zentrale Rolle spielt die Lehrerin im untersuchten Fallbeispiel?

Die Lehrkraft agiert als Interkulturelle Konfliktmanagerin, die versucht, die heterogene Gruppenzusammensetzung konstruktiv zu moderieren und individuelle Lernbedürfnisse zu berücksichtigen.

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Details

Title
Dimensionen interkultureller Verständigung
Subtitle
Eine empirische Analyse von Situationen der Sprach- und Kulturvermittlung im Kontext der Integrationskurse für Zugewanderte in Deutschland
College
Otto-von-Guericke-University Magdeburg  (FGSE)
Grade
2,4
Author
Anna Shkonda (Author)
Publication Year
2007
Pages
158
Catalog Number
V84984
ISBN (eBook)
9783638891295
ISBN (Book)
9783638891332
Language
German
Tags
Dimensionen Verständigung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anna Shkonda (Author), 2007, Dimensionen interkultureller Verständigung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/84984
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