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Legasthenie - Überblick und Ausblick

Title: Legasthenie - Überblick und Ausblick

Term Paper , 2005 , 16 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Magistra Artium Diana Kreuzer (Author)

Psychology - Developmental Psychology
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Einleitung
Laut der Definition, die von der Weltgesundheitsorganisation festgelegt wurde, ist Legasthenie eine Störung in der Entwicklung von Fertigkeiten des Lesens und Rechtschreibens, die sich nicht durch eine geistige Behinderung, unzureichenden Unterricht, Hör- oder Sehstörungen oder andere neurologische Erkrankungen erklären läßt. Die Beeinträchtigung wirkt sich deutlich auf die schulischen Leistungen aus (vgl.: Warnke, 2001, S. 230).
Folgende Definition wurde von Delegierten der Bildungsministerien der EUMitgliedsstaaten bei der Konferenz "Action for Dyslexia" (finanziert durch das Sokrates-Programm) herausgebracht: "Legasthenie bedeutet Schwierigkeiten mit der Sprache – mit Buchstaben oder Wörtern – so daß die auffälligsten und hartnäckigsten Probleme beim Lesen und Schreiben auftreten; dazu kommen scheinbar unüberwindliche Rechtschreibschwierigkeiten und Gedächtnisprobleme. Besonders Sequenzen, wie die Wochentage und die Monate des Jahres, werden schlecht erinnert. Die persönliche Organisationsfähigkeit läßt in fast allen Bereichen zu wünschen übrig." (Zusammenfassender Bericht von Dr. H. Chasty, 1994, http://www.dittonline. org/German/What-is-Dyslexia.htm).Wie schon oben erwähnt, ist diese ausgeprägte Lernstörung in den Bereichen Lesen und Rechtschreibung nicht auf mangelnde Beschulung, niedrige Intelligenz oder fehlende Lernbereitschaft zurückzuführen. Oft treten Lese- und Rechtschreibschwäche gemeinsam auf. Zusammenfassend lassen sich folgende charakteristische Probleme beim Lesen unterscheiden: niedrige Lesegeschwindigkeit, häufiges Stocken, Verlieren der Zeile im Text, aber auch das Auslassen, Vertauschen oder Hinzufügen von Wörtern, Silben oder einzelnen Buchstaben. Das Gelesene kann zum Teil nur unzureichend wiedergegeben bzw. interpretiert werden. Bei der Rechtschreibung wird eine hohe Fehlerzahl bei ungeübten Diktaten und abgeschriebenen Texten gemeint. Wörter werden teilweise fragmenthaft, im selben Text häufig auch mehrfach unterschiedlich falsch geschrieben (so genannte Fehlerinkonstanz). Statistisch gesehen, sind zwischen 10% und 15% der Schüler im Grundschulalter legasthenisch (vgl. A. Warnke, 2001, S. 230). Mit zunehmendem Alter baut sich die Lesestörung ab, die Rechtschreibschwäche bleibt dagegen erhalten und dominiert in höheren Grundschulklassen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Phasen der Rechtschreibentwicklung und der Entwicklung des Lesens

3. Legasthenie im Rahmen der allgemeinen Rechtschreibentwicklung

3.1 Symptomatik

3.2 Diagnostik

3.3 Mögliche Ursachen

3.4 Therapie und Prävention

4. Diskussion

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit gibt einen strukturierten Überblick über das Phänomen der Legasthenie, indem sie den Schriftsprachenerwerb analysiert, die Symptomatik sowie diagnostische Verfahren beleuchtet und Ansätze zur Prävention und Therapie aufzeigt. Ziel ist es, die Komplexität dieser Lernstörung unter Einbeziehung psychologischer Begleiterscheinungen zu verdeutlichen und ein besseres Verständnis für betroffene Kinder zu schaffen.

  • Phasen der normalen Rechtschreibentwicklung
  • Symptomatik und Erscheinungsformen der Legasthenie
  • Diagnostische Verfahren und Kriterien
  • Ätiologie und mögliche Ursachenfaktoren
  • Interventionsmöglichkeiten: Prävention und Therapie

Auszug aus dem Buch

3. Legasthenie im Rahmen der allgemeinen Rechtschreibentwicklung

Aus dem oben Geschriebenen läßt sich schließen, daß die Betrachtung von Legasthenie im Rahmen der allgemeinen Rechtschreibentwicklung sinnvoll ist. Wie bei dem Erwerb der Rechtschreibung einer Sprache bilden auch die Phasen der Legasthenie keine festen zeitlich aufeinanderfolgenden Stufen, von welchen eine Stufe unbedingt die Grundlage für die nächste Stufe bildet. Nicht jedes Kind wird alle Stadien nacheinander durchmachen. Das sind Stufen der strukturellen Komplexität, nicht der biologischen Entwicklung. Im Leben eines konkreten einzelnen Kindes kann aber die Störung im Prinzip mit Einflüssen auf jedem Stadium beginnen.

Die Betrachtung der Legasthenie im Rahmen der Sprachentwicklung kann sehr hilfreich bei einer Therapie sein. Dabei ist aber einiges zu unterscheiden: die eigentlichen Probleme der Lese- und Rechtschreibschwächen und die psychologischen Probleme, die als Folge kommen (Außenseiterrolle, Senkung des Selbstwertgefühls, Verhaltensprobleme in der Schule und im Alltagsleben). Genauer wird auf diese Probleme im Kapitel „Therapie und Prävention“ angegangen.

Zum besseren Verstehen des Problemkomplexes "Legasthenie" werden in folgenden Kapiteln die Symptomatik, mögliche Ursachen, Verfahren der Diagnostik und Varianten der Therapie ausführlicher erklärt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Definiert Legasthenie als Entwicklungsstörung unter Ausschluss von Intelligenzminderung oder neurologischen Schäden und skizziert die charakteristischen Probleme beim Lesen und Schreiben.

2. Phasen der Rechtschreibentwicklung und der Entwicklung des Lesens: Beschreibt verschiedene Entwicklungsstufen des Schriftsprachenerwerbs, von der Kritzelschrift bis zur Automatisierung, und betont die Variabilität im Entwicklungstempo.

3. Legasthenie im Rahmen der allgemeinen Rechtschreibentwicklung: Setzt die Legasthenie in Bezug zur normalen Sprachentwicklung und betont die Notwendigkeit, zwischen primären Lese-Rechtschreibstörungen und sekundären psychischen Begleitproblemen zu unterscheiden.

3.1 Symptomatik: Detailliert die spezifischen Fehlertypen beim Lesen und Schreiben sowie den phasenhaften Verlauf psychoreaktiver Störungen bei betroffenen Kindern.

3.2 Diagnostik: Erläutert die aufwendigen diagnostischen Verfahren, die sowohl Basis- als auch Zusatzdiagnostik sowie Intelligenztests und Anamnese umfassen.

3.3 Mögliche Ursachen: Diskutiert genetische Faktoren und neurophysiologische Dysfunktionen als potenzielle Ursachen, bleibt jedoch bei den Schlussfolgerungen vorsichtig.

3.4 Therapie und Prävention: Stellt Präventionsprogramme zur Förderung der phonologischen Bewusstheit vor und erläutert therapeutische Ansätze zur Stärkung des Selbstwertgefühls.

4. Diskussion: Reflektiert die gesellschaftliche Wahrnehmung der Legasthenie und weist auf die noch immer ungeklärte Ursachenfrage sowie den Leidensdruck der Betroffenen hin.

Schlüsselwörter

Legasthenie, Lese-Rechtschreibstörung, Schriftsprachenerwerb, Rechtschreibentwicklung, Symptomatik, Diagnostik, Lernstörung, phonologische Bewusstheit, Prävention, Therapie, Selbstwertgefühl, Begleitstörungen, Fehlerinkonstanz, Teilleistungsbereiche, Pädagogische Psychologie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit behandelt die Legasthenie als komplexe Lernstörung und untersucht diese im Kontext der normalen Rechtschreib- und Sprachentwicklung sowie deren psychologische Folgen.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Neben der Definition und Symptomatik bilden die Phasen der Rechtschreibentwicklung, die diagnostische Einordnung sowie Strategien der Prävention und Therapie den Schwerpunkt.

Was ist das Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, ein ganzheitliches Bild der Legasthenie zu vermitteln, das den Betroffenen nicht nur über seine Lernschwierigkeiten, sondern auch über die psychischen Begleiterscheinungen aufklärt.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und einer vergleichenden Betrachtung verschiedener wissenschaftlicher Entwicklungsmodelle zum Schriftsprachenerwerb.

Was wird im Hauptteil ausführlich behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Phasen der Rechtschreibentwicklung, die detaillierte Symptomatik, die diagnostischen Testverfahren sowie Ursachenforschung und therapeutische Ansätze.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Legasthenie, Entwicklungsstufen, phonologische Bewusstheit, Fehlerinkonstanz und psychoreaktive Störungen.

Welche Bedeutung hat das Entwicklungsmodell für die Therapie?

Das Modell hilft, den aktuellen Leistungsstand des Kindes einzuordnen und als Ziel für die Therapie jeweils die nächsthöhere Strategie auf der Entwicklungsstufe festzulegen.

Was ist bei der Diagnostik laut Arbeit zu beachten?

Die Diagnostik muss umfangreich sein und neben Lese- und Rechtschreibtests auch die Intelligenz, Motorik und die Lebensumstände des Kindes sowie den Ausschluss anderer Ursachen berücksichtigen.

Welche Rolle spielen die Begleitstörungen?

Begleitstörungen wie Schulangst oder ein gemindertes Selbstwertgefühl sind entscheidend für den Verlauf der Legasthenie, weshalb die Therapie nicht nur die Schrift betreffen darf.

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Details

Title
Legasthenie - Überblick und Ausblick
College
Technical University of Darmstadt
Course
Seminar: entwicklungsstörungen und -probleme
Grade
1,0
Author
Magistra Artium Diana Kreuzer (Author)
Publication Year
2005
Pages
16
Catalog Number
V85006
ISBN (eBook)
9783638002912
Language
German
Tags
Legasthenie Ausblick Seminar
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Magistra Artium Diana Kreuzer (Author), 2005, Legasthenie - Überblick und Ausblick, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/85006
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