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Nichtdemokratisches Regieren in Pakistan

Titel: Nichtdemokratisches Regieren in Pakistan

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2004 , 35 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Cathleen Bochmann (Autor:in)

Politik - Region: Südasien
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Zusammenfassung Leseprobe Details

I.1 Vorbemerkungen
„Pakistan ist he stage, Islam the theme, and the principal actors politicians, bureaucrats, and uniformed officers” .
Die hier vorliegende Hausarbeit befasst sich mit nichtdemokratischem Regieren in Pakistan. Die Interaktionen zwischen einer islamisch geprägten Gesellschaft und deren politischen Führung sollen ebenso behandelt werden, wie die Frage des Einflusses westlich geprägter politischer Theorien wie Liberalismus oder Sozialismus. Die besondere Bedeutung von Militärdiktaturen im Entwicklungsverlauf des Landes wird dargestellt und unter Einordnung dieses Regierungstyps in Analyseschemata erklärt. Zum besseren Verständnis der Rolle des Militärs werden diese Regierungen den Phasen demokratisch gewählter Herrschaft gegenüber gestellt. Das Augenmerk liegt hierbei auf ideengeschichtlichen Grundlagen der Herrschaft, weniger auf der Systemstruktur an sich. Es werden Erklärungsansätze vorgestellt, wie sich Militärdiktaturen in Pakistan legitimieren. Aus einer Melange des islamischen Wertesystems, militärischer Herrschaft und Demokratisierungsbewegungen entwickelte Pakistan eine spezifische politische Kultur. Besonders interessant dabei ist, dass gerade in Zeiten demokratischer Regierung Extremisierung und Radikalisierung verstärkt auftreten. Risiken und Chancen einer Demokratie stehen sich hier also gegenüber. Zum Abschluss gebe ich einen Ausblick auf aktuelle Demokratisierungsbewegungen und deren Erfolgschancen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

I.1 Vorbemerkungen

I.2 Weshalb Pakistan?

I.3 Stand der Literatur

II.1 Typologien

II. 2 Islam und Demokratie

II.3 Pakistan

II.3. 1 Militärdiktaturen im Entwicklungsverlauf Paks

II.3. 2 Systemlegitimierung der Militärdiktatur

II.4 Rolle westlicher Politischer Theorien

III. Chancen und Risiken

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Phänomen des nichtdemokratischen Regierens in Pakistan unter Berücksichtigung der Interaktionen zwischen einer islamisch geprägten Gesellschaft, dem Einfluss westlicher politischer Theorien und der besonderen Rolle des Militärs im historischen Entwicklungsverlauf des Landes.

  • Analyse der ideengeschichtlichen Grundlagen von Herrschaft in Pakistan
  • Untersuchung der Rolle des Militärs und seiner Systemlegitimierung
  • Bedeutung des Islams für das politische System und Demokratisierungsbewegungen
  • Einfluss westlicher politischer Theorien wie Liberalismus und Sozialismus
  • Herausforderungen der Demokratisierung angesichts sozio-ökonomischer und ethnischer Konfliktlinien

Auszug aus dem Buch

I.1 Vorbemerkungen

„Pakistan ist he stage, Islam the theme, and the principal actors politicians, bureaucrats, and uniformed officers”1.

Die hier vorliegende Hausarbeit befasst sich mit nichtdemokratischem Regieren in Pakistan. Die Interaktionen zwischen einer islamisch geprägten Gesellschaft und deren politischen Führung sollen ebenso behandelt werden, wie die Frage des Einflusses westlich geprägter politischer Theorien wie Liberalismus oder Sozialismus. Die besondere Bedeutung von Militärdiktaturen im Entwicklungsverlauf des Landes wird dargestellt und unter Einordnung dieses Regierungstyps in Analyseschemata erklärt. Zum besseren Verständnis der Rolle des Militärs werden diese Regierungen den Phasen demokratisch gewählter Herrschaft gegenüber gestellt. Das Augenmerk liegt hierbei auf ideengeschichtlichen Grundlagen der Herrschaft, weniger auf der Systemstruktur an sich. Es werden Erklärungsansätze vorgestellt, wie sich Militärdiktaturen in Pakistan legitimieren. Aus einer Melange des islamischen Wertesystems, militärischer Herrschaft und Demokratisierungsbewegungen entwickelte Pakistan eine spezifische politische Kultur. Besonders interessant dabei ist, dass gerade in Zeiten demokratischer Regierung Extremisierung und Radikalisierung verstärkt auftreten. Risiken und Chancen einer Demokratie stehen sich hier also gegenüber. Zum Abschluss gebe ich einen Ausblick auf aktuelle Demokratisierungsbewegungen und deren Erfolgschancen.

Zusammenfassung der Kapitel

I.1 Vorbemerkungen: Die Einleitung steckt den Rahmen der Arbeit ab, definiert den Fokus auf nichtdemokratisches Regieren in Pakistan und beleuchtet das Spannungsfeld zwischen islamischer Tradition, westlichen Theorien und der Rolle des Militärs.

I.2 Weshalb Pakistan?: Dieses Kapitel begründet die Relevanz der Untersuchung des Staates aufgrund seiner Größe, seiner Rolle als islamische Atommacht und der wiederholten Transformationen zwischen verschiedenen Regierungsformen.

I.3 Stand der Literatur: Es erfolgt eine Bestandsaufnahme der existierenden Forschungsliteratur, wobei kritisiert wird, dass die Auseinandersetzung mit der politischen Ideenlehre zugunsten rein systemanalytischer Ansätze oft vernachlässigt wird.

II.1 Typologien: Hier werden theoretische Ansätze (u.a. von Merkel, Nohlen und Linz) zur Klassifizierung autoritärer Systeme und Militärregierungen erörtert, um eine Grundlage für die spezifische Analyse Pakistans zu schaffen.

II. 2 Islam und Demokratie: Dieses Kapitel untersucht das Verhältnis von islamischer Staatstheorie zu demokratischen Konzepten, wobei die Rolle der Shariah und das Konzept der Ummah als sowohl hemmende als auch anknüpfungsfähige Elemente analysiert werden.

II.3 Pakistan: Die historische Entwicklung des Staates und der Dualismus zwischen ethno-nationalem und demokratischem Anspruch bei der Gründung werden dargestellt.

II.3. 1 Militärdiktaturen im Entwicklungsverlauf Paks: Eine chronologische Analyse der verschiedenen Phasen militärischer Herrschaft in Pakistan und deren Auswirkungen auf die politische Kultur und gesellschaftliche Partizipation.

II.3. 2 Systemlegitimierung der Militärdiktatur: Untersuchung der Mechanismen, durch die Militärregime ihre Herrschaft stabilisieren, insbesondere durch die Instrumentalisierung des Kaschmir-Konflikts und religiöser Identitäten.

II.4 Rolle westlicher Politischer Theorien: Eine Analyse des Einflusses von Liberalismus und Sozialismus auf die politische Praxis und das Parteiensystem Pakistans sowie die Feststellung einer geringen ideologischen Verankerung der politischen Elite.

III. Chancen und Risiken: Das Fazit fasst die Herausforderungen für eine demokratische Entwicklung zusammen und betont die Notwendigkeit, gesellschaftliche Fortschritte in einem genuin muslimischen Kontext zu verankern.

Schlüsselwörter

Pakistan, nichtdemokratisches Regieren, Militärdiktatur, Islam, Demokratisierung, Politische Kultur, Shariah, Systemlegitimation, politische Transformation, westliche politische Theorien, Kaschmir-Konflikt, Parteiensystem, Staatsverständnis, Autoritarismus, Demokratie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die Ursachen und Erscheinungsformen nichtdemokratischen Regierens in Pakistan unter Berücksichtigung des historisch-kulturellen Kontexts.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Arbeit konzentriert sich auf die Wechselwirkung zwischen islamischen Werten, militärischer Herrschaft, dem Einfluss westlicher politischer Theorien und den Herausforderungen des Parteiensystems.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, die ideengeschichtlichen Grundlagen der Herrschaft in Pakistan zu verstehen und zu erklären, warum Demokratisierungsbewegungen trotz autoritärer Strukturen immer wieder entstehen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt politikwissenschaftliche Typologien und theoretische Analyseschemata, um das politische System Pakistans im Vergleich zu anderen autoritären Systemen einzuordnen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Typologien, die Rolle des Islam, eine historische Analyse der Militärdiktaturen sowie die Untersuchung des Einflusses westlicher Ideen und die Herausforderungen für die Demokratisierung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den zentralen Begriffen gehören Pakistan, Militärdiktatur, Islam, Demokratisierung, Politische Kultur und Systemlegitimation.

Welche Rolle spielt die Shariah in der politischen Struktur Pakistans?

Die Shariah fungiert als ein herrschaftsbegrenzendes Element, steht jedoch gleichzeitig in ständiger Konkurrenz zur weltlichen Verfassung und wird von verschiedenen Akteuren zur Legitimierung von Machtansprüchen genutzt.

Wie stabilisieren Militärregime in Pakistan ihre Herrschaft?

Die Stabilisierung erfolgt vor allem durch die Instrumentalisierung außenpolitischer Bedrohungen (Kaschmir), die Nutzung traditioneller religiöser Mentalitäten und die gute organisatorische Struktur des Militärs im Vergleich zu zivilen Institutionen.

Ende der Leseprobe aus 35 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Nichtdemokratisches Regieren in Pakistan
Hochschule
Technische Universität Dresden  (Hannah-Arendt-Institut für Totalitarismusforschung)
Veranstaltung
Hauptseminar Nichtdemokratische Systeme
Note
1,0
Autor
Cathleen Bochmann (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2004
Seiten
35
Katalognummer
V85017
ISBN (eBook)
9783638007894
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Nichtdemokratisches Regieren Pakistan Hauptseminar Nichtdemokratische Systeme
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Cathleen Bochmann (Autor:in), 2004, Nichtdemokratisches Regieren in Pakistan, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/85017
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Leseprobe aus  35  Seiten
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