Diese Arbeit ist im Rahmen des informations- und datenschutzrechtlichen Seminars im Sommersemester 2000 entstanden. Zuerst wird die Internet Homepage in einen rechtlichen Rahmen eingeordnet und die Frage untersucht, ob sie ein Teledienst oder Mediendienst darstellt. In Kapitel 2 wird dann auf eine Vielzahl von Aspekten eingegangen, bei denen Schwierigkeiten der rechtsgemäßen Gestaltung auf Seiten der verschiedenen Anbieter auftreten können. Weiterhin werden Möglichkeiten aufgezeigt, diese Probleme zu vermeiden. Auf die datenschutzrelevanten Bereiche und Regelungen wird in Kapitel 3 eingegangen. Tiefergehende Beleuchtungen der datenschutzrechlich relevanten Aspekte finden sich in weiteren Seminarausarbeitungen, die im Rahmen dieses Seminars entstanden.
Kapitel 4 gibt einen Ausblick auf die zu erwartenden Änderungen des Gesetzgebers, sowie ein Fazit.
Insgesamt soll diese Ausarbeitung dazu dienen, das Rechtsbewußtsein im Internet-Umfeld wesentlich zu steigern.
Inhaltsverzeichnis
1 Die Internet Homepage rechtlich eingeordnet
1.1 Ausgangssituation
1.2 Internet: Teledienst oder Mediendienst?
1.3 Datenschutzrechtliche Bestimmungen
1.4 Geltungsbereich - Zuständigkeiten
2 Aspekte rechtsgemäßer Gestaltung einer Internet Homepage
2.1 Vorbetrachtung
2.2 Anbieterkennzeichnung
2.3 Inhalte
2.4 Links
2.5 Frametechniken
2.6 Werbung
2.7 Urheberschutz
2.8 Domainnamen
2.9 Einträge in Suchmaschinen
2.10 Online-Vetrieb
2.11 Bestimmte Berufsgruppen
2.12 Redaktionelle Angebote
2.13 Zusammenfassung
3 Datenschutzrechtliche Aspekte einer Internet Homepage
3.1 Umgang mit personenbezogenen Daten
3.2 „Versteckte“ Funktionalitäten
3.3 Die Einwilligung
3.4 SigG
4 Schlußbetrachtung und Ausblick
4.1 Neue Technologien und rechtliche Konsequenzen
4.2 Vereinheitlichung der Rechtsnormen durch die EU
4.3 Fazit
Zielsetzung & Themen
Diese Seminararbeit untersucht den rechtlichen Rahmen für die Gestaltung von Internet-Homepages unter besonderer Berücksichtigung der Unterscheidung zwischen Tele- und Mediendiensten. Ziel ist es, das Rechtsbewusstsein im Internet-Umfeld zu schärfen und Anbietern Orientierung hinsichtlich der komplexen gesetzlichen Anforderungen zu bieten.
- Einordnung der Internet-Homepage in den deutschen Rechtsraum
- Anforderungen an die Anbieterkennzeichnung und inhaltliche Gestaltung
- Datenschutzrechtliche Pflichten und der Schutz personenbezogener Daten
- Rechtliche Implikationen von Hyperlinks, Frames und E-Commerce
Auszug aus dem Buch
2.8 Domainnamen
Der Einstieg in die eigene Webseite beginnt für gewöhnlich mit der Eingabe der Adresse in den Browser. Diese Adresse, die sog. URL, hat für gewöhnlich die Form www.domainname.de. Durch die günstigen Angebote vieler Provider ist es auch für Privatpersonen und kleine Betriebe möglich, einen eigenen Domain-Namen zu beantragen. Die vergebende zentrale Stelle in Deutschland DENIC überprüft bei der Eintragung nicht ob fremde Rechte, wie z.B. Namens-, Marken- Urheber- oder sonstige Schutzrechte verletzt werden. Dies ist laut Geschäftbedingungen des DENIC Aufgabe des Antragsstellers.
Schon die Anmeldung eines Domain-Namen kann Ärger in Form von Abmahnungen oder einstweiligen Verfügungen bringen, ohne daß man dahinter auch nur eine einzige Seite zum Abrufen bereithält. Das gilt sowohl für Gewerbetreibende als auch für Privatpersonen, die sich durch die Anmeldung aus der Privatsphäre heraustreten und sich in den geschäftlichen Wettbewerb begeben.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Die Internet Homepage rechtlich eingeordnet: Dieses Kapitel erläutert die Ausgangslage im Internet-Recht und definiert die grundlegende Unterscheidung zwischen Telediensten und Mediendiensten.
2 Aspekte rechtsgemäßer Gestaltung einer Internet Homepage: Hier werden konkrete Gestaltungsfragen wie Anbieterkennzeichnung, urheberrechtliche Aspekte, Werbung und Haftung bei Links detailliert analysiert.
3 Datenschutzrechtliche Aspekte einer Internet Homepage: Dieses Kapitel widmet sich dem Schutz personenbezogener Daten, Anforderungen an die Einwilligung sowie technischen Aspekten wie Cookies und dem Signaturgesetz.
4 Schlußbetrachtung und Ausblick: Hier werden künftige Entwicklungen hinsichtlich neuer Technologien, der EU-weiten Harmonisierung und ein abschließendes Fazit zur Rechtslage präsentiert.
Schlüsselwörter
Internet-Recht, Teledienst, Mediendienst, Anbieterkennzeichnung, Datenschutz, Urheberrecht, Domainnamen, Haftung, Links, Personenebezogene Daten, E-Commerce, Fernabsatzgesetz, Rechtssicherheit, Impressum, Signaturgesetz.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die rechtlich einwandfreie Gestaltung von Internetseiten und die Einordnung der verschiedenen Web-Angebote in den deutschen Rechtsrahmen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Die zentralen Themen umfassen die Abgrenzung von Telediensten und Mediendiensten, Haftungsfragen bei Links und Inhalten, Datenschutzpflichten sowie die Regeln für Online-Handel und Werbung.
Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?
Das Hauptziel ist es, das Rechtsbewusstsein von Betreibern im Internet zu erhöhen und durch Aufklärung über geltende Normen die Rechtsunsicherheit zu minimieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer fundierten juristischen Analyse von Gesetzen, Verordnungen und aktueller Rechtsprechung sowie der Auswertung von Fachliteratur.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die rechtliche Einordnung, spezifische Gestaltungsaspekte von Webauftritten und eine tiefergehende Untersuchung zum Datenschutz.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird primär durch Begriffe wie Internetrecht, Datenschutz, Haftung, Anbieterkennzeichnung und E-Commerce geprägt.
Wie unterscheidet sich die Haftung bei Telediensten gegenüber Mediendiensten?
Die Haftung hängt stark von der Zuordnung zum jeweiligen Dienst ab, da unterschiedliche Gesetze wie TDG oder MDStV spezifische Pflichten, etwa zur Anbieterkennzeichnung, definieren.
Warum ist bei der Domain-Wahl Vorsicht geboten?
Da die Vergabestelle DENIC keine Prüfung auf Namens- oder Markenrechtsverletzungen durchführt, trägt der Anmelder das volle Risiko für Abmahnungen durch Rechteinhaber.
- Arbeit zitieren
- Jörg Lonthoff / J. C. F. de Sousa Pereira (Autor:in), 2000, Rechtsgemäße Gestaltung einer Internet-Homepage, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/8510