Alex, ein straffälliger Jugendlicher, kommt im Gefängnis in ein Resozialisierungsprogramm, das es ihm unmöglich macht, Gewalt auszuüben, was früher seinen Lebensinhalt ausmachte. Er vergewaltigte, prügelte und tötete ohne Anzeichen von Reue oder Mitleid. Nach dem Programm versetzt ihn jeder Gedanke an Gewalt oder Sex in extreme Übelkeit. Für politische Zwecke wird er vom Staat und von der Opposition ausgenutzt. Alex’ Suizidversuch scheitert, und er wird im Krankenhaus wieder zu dem Menschen gemacht, der er vor dem Programm war. Nach seiner Krankenhausentlassung spürt er, dass sich seine ehemals deviante Begeisterung hin zu einer gesellschaftlich
konformen wandelt.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Kurze Zusammenfassung des Romans „Clockwork Orange“
- Charakterisierung von Alex
- Ziel der Hausarbeit
- Anomietheorien
- Anomietheorie nach Durkheim
- Anomietheorie nach Merton
- Anpassungstypen
- Kritik an Merton
- Subkulturtheorien
- Subkulturtheorie nach Cohen
- Delinquente Subkultur-Typen
- Prozess der Entstehung abweichenden Verhaltens
- Subkulturelle Stile
- Theorie der differentiellen Gelegenheiten von Cloward und Ohlin
- Strukturfunktionalistischer vs. interaktionistischer Ansatz
- Labeling Approach
- Rollenübernahme
- Primäre und sekundäre Devianz bei Lemert
- Beckers Verlaufsmodell einer kriminellen Karriere
- Anwendung der Theorien abweichenden Verhaltens auf Alex
- Anomietheorie nach Durkheim
- Anomietheorie nach Merton
- Delinquente Subkultur nach Cohen
- Theorie der differentiellen Gelegenheiten nach Cloward und Ohlin
- Labeling Approach
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Hausarbeit untersucht das normenwidrige Verhalten von Alex aus dem Roman „Clockwork Orange“ von Anthony Burgess. Ziel ist es, anhand soziologischer Theorien über abweichendes Verhalten zu erklären, warum Alex gesellschaftliche Normen bricht.
- Anomietheorien: Durkheim und Merton
- Subkulturtheorien: Cohen, Cloward und Ohlin
- Labeling Approach: Lemert, Becker, Tannenbaum
- Der Einfluss von Sozialisation und Umwelt auf Alex' Verhalten
- Die Rolle der sozialen Kontrolle und Normensetzung im Zusammenhang mit abweichendem Verhalten
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung stellt den Roman „Clockwork Orange“ und die Figur von Alex vor und erläutert das Ziel der Hausarbeit. Im Anschluss werden Anomietheorien von Durkheim und Merton sowie Subkulturtheorien von Cohen, Cloward und Ohlin dargestellt. Des Weiteren wird der Labeling Approach von Lemert, Becker und Tannenbaum beleuchtet. Die Hausarbeit wendet anschließend die behandelten Theorien auf das Verhalten von Alex an, um zu erklären, warum er gesellschaftliche Normen bricht.
Schlüsselwörter
Abweichendes Verhalten, Anomie, Subkultur, Labeling Approach, Soziologie, Kriminalität, Normen, Werte, Sozialisation, Umwelt, Gewalt, Jugend, „Clockwork Orange“, Anthony Burgess, Alex
Häufig gestellte Fragen
Warum bricht Alex in "Clockwork Orange" gesellschaftliche Normen?
Alex' Verhalten kann durch verschiedene soziologische Theorien erklärt werden, darunter die Anomietheorie (Mangel an gesellschaftlicher Integration) und Subkulturtheorien, in denen Gewalt als Identitätsmerkmal dient.
Was besagt Mertons Anomietheorie im Fall von Alex?
Merton beschreibt Anomie als Diskrepanz zwischen kulturellen Zielen und den legalen Mitteln, diese zu erreichen. Alex wählt den Typ der "Rebellion" oder "Innovation", indem er eigene, gewalttätige Regeln aufstellt.
Was ist der "Labeling Approach" in Bezug auf Alex?
Dieser Ansatz besagt, dass abweichendes Verhalten erst durch die Etikettierung der Gesellschaft als "kriminell" gefestigt wird. Alex wird durch das Resozialisierungsprogramm und die staatliche Reaktion in eine Rolle gedrängt, aus der er kaum ausbrechen kann.
Welchen Einfluss hat die Subkultur auf Alex?
Alex und seine "Droogs" bilden eine delinquente Subkultur mit eigenen Werten, Stilen und einer eigenen Sprache (Nadsat). In dieser Gruppe wird Gewalt nicht als falsch, sondern als prestigeträchtig angesehen.
Was passiert mit Alex' Identität nach dem Resozialisierungsprogramm?
Durch die "Ludovico-Technik" wird Alex physisch unfähig zur Gewalt, was ihn jedoch seiner freien Entscheidung beraubt. Am Ende des Romans zeigt sich eine Wandlung hin zu einer eher konformen Begeisterung, was Fragen nach echter Heilung versus Konditionierung aufwirft.
- Citar trabajo
- Katharina Alt (Autor), 2007, Wieso bricht Alex Normen?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/85172