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Presse in China und deren Entwicklung seit 1978

Title: Presse in China und deren Entwicklung seit 1978

Thesis (M.A.) , 2007 , 84 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Juliane Wiedemeier (Author)

Communications - Journalism, Journalism Professions
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Seit Deng Xiaoping 1978 sein Programm der Vier Modernisierungen verkündete und aus China eine sozialistische Marktwirtschaft machte, unterlag die Presse des Landes starken Veränderungen. Zwar blieb das Engagement privater Herausgeber verboten, doch nahm die Anzahl der Titel und Gesamtauflagen stark zu. Pluralisierung und der Abbau staatlicher Subventionen waren prägend, gingen aber nicht einher mit dem Rückzug des Staates aus dem Printbereich. Vielmehr verfeinerte er seine Überwachungs- und Kontrollmechanismen, um die sozialistische Staatsform vor dem Einfall westlicher Ideen zu schützen. So entstand ein Konstrukt aus staatlichen Herausgebern,
Zensur, kommunistischer Ideologie und ökonomischen Interessen, dass die Presse dominiert und deren freie Entfaltung unmöglich macht.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Basisdaten zur Volksrepublik China

3. Ideologische Grundlagen und Entwicklung der Presse bis 1978

3.1. Die Rolle der Presse in der Geschichte bis 1949

3.2. Grundlagen des Maoismus

3.3. Kommunikationspolitik

3.3.1 Ideologische Vorgaben zur Presse im Kommunismus

3.3.1.1 Lenins Presse neuen Typs

3.3.1.2 Aufgaben der Presse nach Mao

3.3.2 Presse in der Demokratie

3.3.3 Vergleich der kommunistischen mit der demokratischen Presse

3.4. Die Rolle der Presse in der Geschichte von 1949 bis 1978

4. Der chinesische Pressemarkt seit den Reformen 1978

4.1. Deng Xiaopings Reformprogramm

4.2. Die Rolle der Presse in der Geschichte von 1978 bis 1989

4.3. Die Demokratiebewegung von 1989

4.4. Die Rolle der Presse in der Geschichte seit 1989

5. Veränderungen der Pressestruktur infolge der Reformen

5.1. Subventionsabbau und alternative Finanzierungsmöglichkeiten

5.2. Dezentralisierung

5.3. Kommerzialisierung

5.4. Zulassung ausländischer Medienunternehmen

6. Der aktuelle Pressemarkt

6.1. Aufbau und Struktur

6.1.1 Zeitungen

6.1.2 Zeitschriften

6.1.3 Die Nachrichtenagentur Xinhua

6.2. Journalisten

6.3. Zensur

6.4. Korruption

7. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Entwicklung der chinesischen Presselandschaft und -politik im Zeitraum von 1978 bis 2007. Dabei wird analysiert, ob und inwieweit die wirtschaftliche Liberalisierung Chinas mit einer Demokratisierung der Presse einherging oder ob der Staat die Presse weiterhin als Instrument zur Machterhaltung und ideologischen Kontrolle nutzt.

  • Historische Entwicklung der Presse in China seit 1949
  • Einfluss der Reformpolitik Deng Xiaopings auf das Medienwesen
  • Strukturelle Veränderungen: Kommerzialisierung, Dezentralisierung und Finanzierung
  • Die Rolle der Kommunistischen Partei bei Zensur und Nachrichtenüberwachung
  • Vergleich der chinesischen Presseideologie mit demokratischen Standards

Auszug aus dem Buch

3.3.1.1 Lenins Presse neuen Typs

Zu Anfang des 20. Jahrhunderts sah sich Lenin, wie später auch Mao, vor dem Problem, dass die von Marx prophezeite proletarische Revolution nicht stattfand, da die Bevölkerung im Kapitalismus durch staatliche Sozialleistungen befriedigt worden war und das notwendige revolutionäre Potential nicht länger bestand. Somit erachtete Lenin die Massen als noch nicht reif für die Revolution. „Sie können angeblich die wahren Zusammenhänge in gewissen Situationen nicht begreifen. Nur die Partei, oder vielmehr ihre Führung, kann die gegebene Situation analysieren und das richtige Vorgehen bestimmen.“ Die Aufgabe der Presse neuen Typs lag nun darin, die Ideen der Partei zu kommunizieren. „Schließlich brauchen wir unbedingt eine politische Zeitung. [...] Ohne ein solches Organ ist unsere Aufgabe – alle Elemente der politischen Unzufriedenheit und des Protestes zu konzentrieren und mit ihnen die revolutionäre Bewegung des Proletariats zu befruchten – absolut undurchführbar.“

Damit wurde die Presse in den Dienst der Politik gestellt, und zwar nicht nur im Vorfeld oder während der Errichtung der Diktatur des Proletariats, sondern auch darüber hinaus als ein den Aufbau der neuen Gesellschaft begleitendes Element. „In other words, the mass media are the key instrument with which the proletariat can seek to replace the bourgeois hegemony with its own hegemony and subsequently maintain it“. Im Gegensatz zur demokratischen Presse, die sich als Vierte Gewalt im Staat möglichst unabhängig von äußeren Einflüssen und Beeinflussungen sieht, vertritt „die sozialistische Presse [...] offen die Interessen aller Werktätigen und besonders die der Arbeiterklasse. Das ist ihr politischer Grundcharakter. Parteilichkeit ist ihr leitendes ideologisches Prinzip.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Thematik der Presse in China zwischen Stagnation und Veränderung seit 1978 mit der zentralen Hypothese einer wirtschaftlichen Reorganisation ohne inhaltliche Liberalisierung.

2. Basisdaten zur Volksrepublik China: Überblick über die geografischen, demografischen und politischen Rahmenbedingungen des Landes, einschließlich des Prinzips des demokratischen Zentralismus.

3. Ideologische Grundlagen und Entwicklung der Presse bis 1978: Analyse der historischen Entwicklung der Presse unter besonderer Berücksichtigung des Maoismus und der marxistisch-leninistischen Presseideologie.

4. Der chinesische Pressemarkt seit den Reformen 1978: Darstellung der Auswirkungen von Deng Xiaopings Reformprogramm auf das Pressewesen, inklusive der Bedeutung der Demokratiebewegung 1989.

5. Veränderungen der Pressestruktur infolge der Reformen: Untersuchung der vier Phänomene Subventionsabbau, Dezentralisierung, Kommerzialisierung und Zulassung ausländischer Medienunternehmen.

6. Der aktuelle Pressemarkt: Detaillierte Analyse des Ist-Zustandes der chinesischen Medien, von der Struktur der Presseorgane über die Rolle der Journalisten bis hin zu Zensur und Korruption.

7. Fazit und Ausblick: Zusammenfassung der Ergebnisse und Einschätzung der zukünftigen Entwicklung Chinas im Spannungsfeld zwischen ökonomischem Erfolg und politischer Kontrolle.

Schlüsselwörter

Presse in China, Kommunistische Partei Chinas, Reformpolitik, Deng Xiaoping, Pressefreiheit, Zensur, Korruption, Maoismus, Marktwirtschaft, Xinhua, Medienpolitik, Journalismus, Propaganda, Demokratisierung, Medienkontrolle.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die Transformation der chinesischen Presse von 1978 bis 2007 vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Öffnung des Landes und der Aufrechterhaltung der kommunistischen Ideologie.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die ideologischen Vorgaben der KPCh, die strukturellen Reformen im Pressewesen, die Mechanismen der Zensur sowie die Korruption im journalistischen Alltag.

Was ist das primäre Ziel der Forschung?

Das Ziel ist die Überprüfung der Hypothese, dass trotz einer marktwirtschaftlichen Reorganisation der Presse inhaltlich keine Entwicklung hin zur Pressefreiheit stattgefunden hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin verzichtet auf eine eigene empirische Untersuchung und nutzt stattdessen eine umfassende Analyse der vorhandenen Fachliteratur und Zeitungsquellen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die historische Entwicklung, die spezifischen Veränderungen durch Reformen (wie Subventionsabbau und Kommerzialisierung) und die Charakterisierung des aktuellen Marktes.

Welche Schlüsselwörter kennzeichnen die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Pressefreiheit, Zensur, KPCh, marktwirtschaftliche Reformen und Propagandainstrumente definieren.

Welche Rolle spielt die Nachrichtenagentur Xinhua?

Xinhua agiert als staatliches Informationsmonopol, das die Partei bei der Kontrolle und Verbreitung von Nachrichten unterstützt und gleichzeitig journalistische Standards im Sinne der KPCh prägt.

Warum ist Korruption ein zentrales Problem der chinesischen Presse?

Korruption im Pressewesen, etwa durch Rote Umschläge oder Sponsoring, ist eine direkte Folge des wirtschaftlichen Drucks, sich selbst finanzieren zu müssen, ohne dass unabhängige Berufsethiken existieren.

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Details

Title
Presse in China und deren Entwicklung seit 1978
College
Free University of Berlin  (Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft )
Grade
1,3
Author
Juliane Wiedemeier (Author)
Publication Year
2007
Pages
84
Catalog Number
V85174
ISBN (eBook)
9783638900188
ISBN (Book)
9783638902045
Language
German
Tags
Presse China Entwicklung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Juliane Wiedemeier (Author), 2007, Presse in China und deren Entwicklung seit 1978, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/85174
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