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Integration, Gewaltprävention und Schule

Interkulturelle Kompetenz - Unterschätzte Qualifikation in der Schule?!

Título: Integration, Gewaltprävention und Schule

Tesis , 2007 , 140 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Tanja Manthey-Gutenberger (Autor)

Trabajo social
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Interkulturelle Kompetenz der PädagogInnen – unterschätzte Qualifikation in der Schule?

Die intensive Auseinandersetzung mit dem Thema Integration im Kontext Schule und Bildung führte mich zur Beleuchtung der Interkulturellen Kompetenz der PädagogInnen.
Im Rückblick muss ich feststellen, dass wenige Auseinandersetzungen mit einem Thema eigene Denkweisen, Haltungen und Einstellungen so verändert und geprägt haben wie dieses.

Macks Zitat: „Der Riss, der die Gesellschaft in oben und unten teilt, in Integrierte und Ausgegrenzte, verläuft durch die Schule“ drückt die Folgenden Ausführungen treffend aus.

Durch ein Schulsozialarbeitspraktikum an einer Gesamtoberschule in Berlin Wedding wurde die Aufmerksamkeit auf Schwierigkeiten von Jugendlichen nicht deutscher Herkunft im Zusammenhang mit Haltungen und interkulturellen Kompetenzen der Lehrer und Lehrerinnen geweckt.

An der besagten Schule liegt eine Quote von SchülerInnen nicht deutscher Herkunft von über 70% vor.
Die Frage danach, was denn grundsätzlich „schief läuft“ an den Schulen, oder an der Schule, stellte sich häufig, vor allem wegen der offensichtlichen Frustration auf allen Seiten der an der Schule agierenden Individuen.

Als Kernbereiche für eine erfolgreiche Integration, nennt die ehemalige Ausländerbeauftragte Frau Dr. John, 1. Teilhabe am Arbeitsmarkt und 2. Erfolg im Bildungssystem.

Das Scheitern dieser Kernbereiche der Integration bezieht sie auf die mangelnde Anpassung der LehrerInnenausbildung sowie der Schulorganisation an sich. Sie räumt weiter ein, dass es an „Andockstellen“ für Zuwanderer in unserem System mangelt.
Dies sind neben den eben genannten Aspekten auch mangelnde Kontakte mit der Mehrheitsgesellschaft.

Dass nicht allein ethnische Bindungen für räumliche Segregationsprozesse verantwortlich sind, sondern diese vor allem mit der unterschiedlichen ökonomischen Leistungsfähigkeit von Haushalten zusammenhängt, zeigt sich darin, dass Familien deutscher Herkunft vor allem dann in Nachbarschaften mit Familien nicht deutscher Herkunft leben, wenn ihr familiärer Lebensstandard niedrig ist.
Da derartige Nachbarschaften oftmals nicht frei gewählt sind, führt das Zusammenleben nicht selten zu sozialen Konflikten.

Die Wurzeln der Aggression und Frustration bei Jugendlichen nicht deutscher Herkunft, liegen neben familiären Gründen in vielen Kommunikations- und Interaktionsschwierigkeiten zwischen den verschiedenen, aufeinandertreffenden Kulturen und Erwartungen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Globale Welt

2.1 Kultur und Gesellschaft

2.2 Integration

2.2.1 Definition

2.2.2 Integrationsdiskussion

2.3 Migration

2.3.1 Geschichtlicher Rückblick

2.3.2 Fremd sein

2.4 Stereotype, Vorurteile

2.4.1 Definition

2.4.2 Vorurteilstheorien

2.4.3 Abbau von Vorurteilen

2.5 Menschen nicht deutscher Herkunft – Eine Randgruppe?

2.6 Kausalität der sozialen Benachteiligung

2.7 Resümee

3. Interkulturelle Interaktion

3.1 Forschungsmethode und Interviewführung

3.1.1 Vorverständnis

3.1.2 Interviewkonstellation

3.1.3 Zugang zum Feld und Sample

3.1.4 Methodisches Vorgehen

3.1.5 Erkundungsbereiche der ExpertInneninterviews

3.1.6 Datenaufbereitung

3.2 Interkulturelle Soziale Arbeit

3.2.1 Definition

3.2.2 Diskussion der interkulturellen Sozialen Arbeit

3.2.3 Anforderungen der Interkulturellen Sozialen Arbeit

3.3 Interkulturelle Pädagogik in der Schule

3.4 Die Institution Schule

3.4.1 Integration im Rahmen des Schulsystem

3.4.2 Benachteiligung von SchülerInnen nicht deutscher Herkunft

3.4.3 Lehrersituation an der Schule

3.5 Interkulturelle Kompetenz

3.5.1 Stand der Fachdiskussion zum interkulturellen Lernen

3.5.2 Mögliche Inhalte interkultureller Lernprozesse

3.5.3 Notwendigkeit interkultureller Kompetenz

3.5.4 Auseinandersetzung der LehrerInnen mit dem Thema Integration

3.5.5 Bedeutsamkeit der Problemursachenanalyse

3.5.6 Interreligiöses und Bikulturelles Verständnis

3.6 Resümee

4. Gewaltprävention

4.1 Aggression bei Jugendlichen

4.1.1 Ursache von Jugendgewalt

4.2 Ethnische Gruppen und Gewalt

4.3 Die Lebenswelt heutiger Jugendlicher

4.4 Gewalt in der Schule

4.5 Arbeitsbündnisse zwischen Jugendlichen und Professionellen

4.6 Empathie im Hinblick auf Aggression

4.7 Interkulturelle Kommunikation

4.8 Resümee

5. Schluss

6. Nachwort

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die zwischenmenschliche Interaktion zwischen Lehrkräften und SchülerInnen aus der Perspektive der Sozialen Arbeit, um Ursachen für nicht gelingende Integration und daraus resultierende Aggressionen am Beispiel einer Berliner Schule zu analysieren.

  • Interkulturelle Kompetenz als pädagogische Schlüsselqualifikation
  • Die Rolle institutioneller Rahmenbedingungen im Schulsystem
  • Ursachen und Präventionsansätze für Jugendgewalt
  • Die Bedeutung von Empathie und Selbstreflexion in pädagogischen Arbeitsbündnissen

Auszug aus dem Buch

3.1.2 Interviewkonstellation

Da der Kommunikationssituation zwischen Interviewerin und Interviewten eine entscheidende Rolle bei der Durchführung des Interviews zukommt und die Gestalt des Gesagten beeinflusst, soll hier darauf eingegangen werden.164 Zur Sozialbeziehung zwischen der Forscherin und den Befragten an der Schule ist zu bemerken, dass die Beziehungen sich auf die halbjährliche Praktikumszeit beschränkten und hier auch ausschließlich dienstlicher Kontakt, ohne erwähnenswerte Störfaktoren, bestand. Insgesamt überwiegt bei den geführten Interviews eine distanzierte Haltung, vor allem durch unterschiedliche Erfahrungs-, Wissens- und Deutungshintergründe.

Eine Ausnahme bildete hier das Teaminterview, welches durch Kollegialität geprägt war. Der kulturell-geographische Hintergrund der Befragten, war – bis auf eine Ausnahme (eine Lehrerin mit türkischer Herkunft), in nationalen Zugehörigkeiten wenig differenziert, es sei denn, man betrachtet die Herkunft aus Ost - oder Westdeutschland als Differenz. Letzteres wurde als Kriterium mit in die Thematik aufgenommen, da dies ein viel besprochenes und als subjektiv gefühltes Problem im Schulumfeld und bei den unterschiedlichen Professionen zu sein schien. Die Interviews wurden nach den Kriterien von Lamnek möglichst vorurteilsfrei, offen und neutral geführt.165 Da das Verhältnis nicht dadurch bestimmt wurde, dass sich die Forscherin als Co-Expertin, also als gleichberechtigte Kollegin mit gemeinsam geteiltem Wissensvorrat bezeichnen kann, ist hier der Praktikantenstatus, den die Interviewerin zum Zeitpunkt inne hatte von Bedeutung. Eine gewisse Autorität der Interviewerin wurde empfunden, da einige der Befragten die Interviewerin teilweise als „Werbeträgerin“ zur Bekanntmachung der Missstände an der Schule sahen. Dies war vor allem bei den einführenden Fragen zur Arbeitssituation der Fall.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit thematisiert die Herausforderungen der sogenannten Multi-Kulti-Gesellschaft im Schulalltag und stellt die Notwendigkeit interkultureller Reflexion zur Gewaltprävention dar.

2. Globale Welt: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen der Begriffe Kultur, Integration und Migration sowie deren Einfluss auf gesellschaftliche Denkmuster.

3. Interkulturelle Interaktion: Der Hauptteil untersucht aus Sicht der Sozialen Arbeit die pädagogische Praxis an Schulen, die Bedeutung interkultureller Kompetenz sowie die Institution Schule als strukturellen Faktor.

4. Gewaltprävention: Es wird analysiert, wie fehlende interkulturelle Kompetenz und soziale Benachteiligung die Entstehung von Aggression bei Jugendlichen fördern und welche Lösungsansätze in Form von Arbeitsbündnissen existieren.

5. Schluss: Die Kernaussagen der Arbeit werden gebündelt und die Notwendigkeit einer Haltungsänderung sowie einer stufenweisen Weiterentwicklung in der Integrationsarbeit betont.

Schlüsselwörter

Interkulturelle Kompetenz, Soziale Arbeit, Integration, Schule, Gewaltprävention, Migration, Vorurteile, Empathie, Schulklima, Selbstreflexion, Diskriminierung, Interkulturelle Interaktion, Pädagogik, Identität, Bildungsbenachteiligung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Diplomarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Zusammenhänge zwischen interkultureller Interaktion, fehlender pädagogischer Selbstreflexion und dem Auftreten von Jugendgewalt im schulischen Kontext.

Welche Themenfelder stehen im Fokus?

Die zentralen Felder sind die Soziale Arbeit in der Schule, der Begriff der interkulturellen Kompetenz, Vorurteilstheorien und die Auswirkungen institutioneller Rahmenbedingungen auf Jugendliche mit Migrationshintergrund.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie PädagogInnen durch eine positive Grundhaltung, Selbstreflexion und interkulturelles Verständnis zur Verbesserung der Situation in Schulen mit besonderem Entwicklungsbedarf beitragen können.

Welche wissenschaftliche Methode wurde angewandt?

Es wurde eine qualitative Forschungsmethode gewählt, konkret leitfadengestützte Experteninterviews mit LehrerInnen und SozialpädagogInnen, die inhaltlich-reduktiv nach Lamnek ausgewertet wurden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil liegt der Schwerpunkt auf der Pädagogik aus Sicht der Sozialen Arbeit, der Analyse von Experteninterviews sowie der Untersuchung von Arbeitsbündnissen zur Gewaltprävention.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind neben der interkulturellen Kompetenz auch Begriffe wie Randgruppe, soziale Benachteiligung, Arbeitsbündnisse, Empathie und das System Schule.

Welche Rolle spielt die "Eisberg-Übung" in der Arbeit?

Die Eisberg-Übung wird als methodisches Werkzeug in interkulturellen Trainings genannt, um zu verdeutlichen, dass der sichtbare Teil eines Menschen nur einen Bruchteil seiner Persönlichkeit, seiner Geschichte und seiner tief liegenden Motivationen ausmacht.

Warum wird das dreigliedrige Schulsystem kritisiert?

Die Arbeit diskutiert, dass das Schulsystem durch seine Struktur benachteiligte Kinder oft nicht auffängt, sondern durch Leistungsselektion und Etikettierungsprozesse zur Ausbildung von Vorurteilen und Frustration bei SchülerInnen beitragen kann.

Final del extracto de 140 páginas  - subir

Detalles

Título
Integration, Gewaltprävention und Schule
Subtítulo
Interkulturelle Kompetenz - Unterschätzte Qualifikation in der Schule?!
Universidad
Protestant University of Applied Sciences Berlin
Calificación
1,0
Autor
Tanja Manthey-Gutenberger (Autor)
Año de publicación
2007
Páginas
140
No. de catálogo
V85217
ISBN (Ebook)
9783638041768
ISBN (Libro)
9783640865987
Idioma
Alemán
Etiqueta
Integration Gewaltprävention Schule
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Tanja Manthey-Gutenberger (Autor), 2007, Integration, Gewaltprävention und Schule, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/85217
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