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Gläubigerschutz durch vertragliche Abreden - financial covenants

Titel: Gläubigerschutz durch vertragliche Abreden   - financial covenants

Seminararbeit , 2005 , 37 Seiten , Note: 13 Punkte

Autor:in: Dennis-Jonathan Mann (Autor:in)

Jura - Zivilrecht / Handelsrecht, Gesellschaftsrecht, Kartellrecht, Wirtschaftsrecht
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In der vorliegenden Arbeit wird die Thematik "financial covenants" umfassend betrachtet; ein Schwerpunkt liegt dabei auf rechtlich-ökonomischen Aspekten. Zunächst gilt es, den Begriff „financial covenants“ abzugrenzen und rechtsdogmatisch einzuordnen. Im Folgenden werden dann die Verwendungsmöglichkeiten von financial covenants sowie ihre mögliche und typische Ausgestaltung näher beleuchtet. Etwaige Vorteile gegenüber konventionellen Methoden der Kreditsicherung, aber auch Nachteile oder gar Risiken, werden herausgearbeitet. Die Perspektive des Kreditgebers wird hierbei von der des Kreditnehmers differenziert betrachtet.

Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, das Rechtsinstitut der financial covenants umfassend darzustellen um es zu den herkömmlichen (gesetzlichen) Methoden der Kreditsicherung in Vergleich stellen zu können. Unter Einbeziehung rechtsökonomischer Überlegungen ermöglicht dies im Ergebnis eine Aussage darüber, ob (und gegebenenfalls inwieweit) die Verwendung von financial covenants in Deutschland eine zu empfehlende Option darstellen kann.

Leseprobe


Gliederung der Arbeit

A. Einleitung

I. Terminologische Vorbemerkungen

II. Herkunft und Zweck von financial covenants

B. Funktionsweise und Ausgestaltung von financial covenants

I. Funktionsweise von financial covenants

1. Disziplinierung des Schuldners (Risikovermeidungsfunktion)

2. Früherkennung von Unternehmenskrisen (Risikoerkennungsfunktion)

3. Definition von Reaktionen und Sanktionen (Vertragsdurchsetzungsfunktion)

4. Erklärung der in den Klauseln verwendeten Begriffe

II. Ausgestaltung von financial covenants

1. Informationspflichten

2. Finanzkennzahlen (financial ratios)

a) Eigenkapitalausstattung (net worth requirement)

b) Verschuldung (gearing ratio)

c) Ertrag (interest cover ratio)

d) Liquidität (current ratio)

e) sonstige Finanzkennzahlen

3. Sicherung der Verwertungsrangfolge

a) Negativklauseln (negative pledge)

b) Gleichstellungsklauseln (pari passu)

4. Identitätssicherung des Schuldnerunternehmens

5. Einbeziehung von Pflichten gegenüber Dritten

C. Rechtlich-ökonomische Implikationen von financial covenants

I. Rechtliche Implikationen

1. Sittenwidrigkeit und Schadensersatzansprüche

2. Kapitalersatzregeln

3. Weitere rechtliche Implikationen

a.) Richterliche Inhaltskontrolle

b) Risiken der Kreditkündigung

4. Rechtliche Bewertung

II. Effizienz und (ökonomische) Leistungsfähigkeit

1. Meinungsstand in der Literatur

2. Effizienz und Grenzen der Durchsetzbarkeit

3. Benachteiligung von „Kleingläubigern“?

4. Ökonomische Bewertung

D. Zusammenfassung und abschliessende Bewertung

Zielsetzung & Themen

Ziel der Arbeit ist es, das Rechtsinstitut der "financial covenants" umfassend darzustellen, rechtsdogmatisch einzuordnen und mit herkömmlichen Kreditsicherungsmethoden im deutschen Recht zu vergleichen, um deren Eignung als empfehlenswerte Option zu evaluieren.

  • Grundlagen und Herkunft von Financial Covenants
  • Funktionsweise: Disziplinierung, Risikoerkennung und Vertragsdurchsetzung
  • Systematik der Ausgestaltung (Informationspflichten, Finanzkennzahlen etc.)
  • Rechtlich-ökonomische Implikationen und Haftungsrisiken
  • Effizienzbetrachtung im deutschen Kreditwesen

Auszug aus dem Buch

1. Disziplinierung des Schuldners (Risikovermeidungsfunktion)

In Ermangelung von Sicherheiten bezwecken financial covenants, dem Schuldner strikte Disziplin bei der Verwendung des überlassenen Kapitals aufzuerlegen, so dass das Risiko eines Ausfalls der Kreditforderungen von vornherein minimiert wird. Um dies zu erreichen wird der Schuldner in seinem unternehmerischen Ermessen beschränkt, indem ihm Handlungs- und Entscheidungsrichtlinien über Tun und Unterlassen an die Hand gegeben werden. Zentral sind dabei jene unternehmerischen Handlungen mit finanzieller Relevanz.

Zusammenfassung der Kapitel

A. Einleitung: Die Einleitung definiert das Thema, grenzt den Begriff "financial covenants" ein und erläutert das Ziel der Arbeit, die Rechtsfigur umfassend in den deutschen Kontext einzuordnen.

B. Funktionsweise und Ausgestaltung von financial covenants: Dieses Kapitel erläutert die Wirkungslogik von Financial Covenants als Instrumente der Kreditsicherung und detailliert die verschiedenen Klauseltypen von Informationspflichten bis zur Identitätssicherung.

C. Rechtlich-ökonomische Implikationen von financial covenants: Hier werden die rechtlichen Risiken (wie Sittenwidrigkeit oder Kapitalersatzregeln) sowie die ökonomische Effizienz der vertraglichen Absicherungen kritisch beleuchtet.

D. Zusammenfassung und abschliessende Bewertung: Das abschließende Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Anwendbarkeit von Financial Covenants als attraktive, aber nicht universelle Alternative zu klassischen Sicherheiten.

Schlüsselwörter

Financial Covenants, Kreditsicherung, Risikovermeidungsfunktion, Finanzkennzahlen, Financial Ratios, Informationspflichten, Sittenwidrigkeit, Kapitalersatzregeln, Kreditkündigung, Unternehmenskrisen, Vertragsdurchsetzung, Gläubigerschutz, Transaktionskosten, Fremdbestimmung, Insolvenzrecht

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das aus dem angelsächsischen Raum stammende Rechtsinstitut der "financial covenants" (vertragliche Nebenabreden in Kreditverträgen) und analysiert deren Eignung und rechtliche Zulässigkeit im deutschen Kreditwesen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die Definition und Herkunft, die funktionale Ausgestaltung, die rechtlichen Risiken bei der Anwendung in Deutschland sowie die ökonomische Effizienzbewertung im Vergleich zu konventionellen Sicherheiten.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist eine umfassende Darstellung der Rechtsfigur sowie eine fundierte Aussage darüber, ob und inwieweit die Nutzung von Financial Covenants als Alternative zur herkömmlichen Kreditsicherung für deutsche Kreditgeber empfehlenswert ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit verfolgt einen rechtsdogmatischen Ansatz in Verbindung mit einer rechtlich-ökonomischen Analyse, wobei der Fokus auf der Abgrenzung von Begriffen, der systematischen Einordnung der Klauseln und der Bewertung der Auswirkungen in der Praxis liegt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Funktionsweise und Ausgestaltung der Klauseln (Kapitel B) sowie die Analyse der rechtlich-ökonomischen Implikationen wie Haftungsrisiken, Sittenwidrigkeit und Effizienzfragen (Kapitel C).

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Financial Covenants, Risikovermeidungsfunktion, Financial Ratios, Sittenwidrigkeit, Kapitalersatzregeln und die Effizienz der Kreditsicherung.

Wann kann eine "cross-default-Klausel" für den Gläubiger kritisch werden?

Obwohl sie die Effizienz der Kreditsicherung erhöht, führt sie dazu, dass der Gläubiger bei der Bedienung von Verbindlichkeiten gegenüber Dritten rechtlich verstrickt wird, was bei einer weitreichenden Auslegung zu unerwünschten Folgen führen kann.

Warum ist die Abgrenzung zum "Quasi-Gesellschafter" so wichtig?

Bei zu starker Einflussnahme durch strenge Financial Covenants kann ein Gericht den Kreditgeber rechtlich wie einen Gesellschafter behandeln, was im Insolvenzfall zur Umqualifizierung des Kredits in ein nachrangiges Darlehen führt und den Gläubiger schlechter stellt.

Ende der Leseprobe aus 37 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Gläubigerschutz durch vertragliche Abreden - financial covenants
Hochschule
Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn  (Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Handels-, Wirtschafts- und Steuerrecht)
Veranstaltung
Interdisziplinäres Seminar über die Ökonomische Analyse des Kapitalgesellschafts- und Kapitalmarktrechts
Note
13 Punkte
Autor
Dennis-Jonathan Mann (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2005
Seiten
37
Katalognummer
V85221
ISBN (eBook)
9783638006262
ISBN (Buch)
9783638913133
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Gläubigerschutz Abreden Interdisziplinäres Seminar Analyse Kapitalgesellschafts- Kapitalmarktrechts
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Dennis-Jonathan Mann (Autor:in), 2005, Gläubigerschutz durch vertragliche Abreden - financial covenants, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/85221
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  37  Seiten
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