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Die Professionalisierung der deutschen Soziologie im internationalen Vergleich

Titre: Die Professionalisierung der deutschen Soziologie im internationalen Vergleich

Dossier / Travail de Séminaire , 2002 , 22 Pages , Note: 2,0

Autor:in: Magister Artium Markus Weber (Auteur)

Sociologie - Divers
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Die zunehmenden Bemühungen um Vereinheitlichung der Studienabschlüsse innerhalb der Mitgliedsstaaten der EU sind nun wirklich keine Neuigkeit mehr. Welchen Beitrag aber, muss gefragt werden, hat die europäische Soziologie zu einem einigermaßen homogenen akademischen Feld, zu vergleichbaren und gleichwertigen Qualifikationen geleistet? Oder besser, welchen Beitrag kann eine europäische (und hier insbesondere die deutsche) Soziologie auf den ihr gegebenen historischen und institutionellen Grundlagen überhaupt leisten? Ist die Professionalisierung dieser Disziplin ein gesamteuropäisches Problem, wie Lamnek fragt , oder zeigen sich im europäischen Vergleich Unterschiede in Voraussetzungen und aktueller Situation des Fachs?

Die Soziologie in Deutschland soll hierauf in vorliegender Arbeit untersucht werden. Wie keine zweite ist die deutsche Soziologie geprägt durch die Kriege des 20.Jahrhunderts, insbeson-dere des Zweiten Weltkriegs. Die Emigrationswelle und die Rückkehr der Fachvertreter zu Beginn und Ende des NS-Regimes v.a. in/aus den USA sollten die bundesdeutsche Soziologie nachhaltig beeinflussen. In neuerer Zeit zeigte sich das Erbe der Jahre 1933-45 in der Wiedervereinigung des geteilten Landes und somit auch der Soziologie.

Welche Probleme ergeben sich für die Professionalisierung des Fachs durch seine Teilung und Zusammenführung? Kann die Professionalisierung in Deutschland als ähnlich geglückt angesehen werden wie bspw. in den USA? Und wenn nicht, weshalb?
Im Folgenden sollen diese Fragen geklärt werden, und die deutsche Soziologie kontrastiv zur Situation des Fachs in Großbritannien, Frankreich, den Niederlanden und den USA gesetzt werden. Als Leitfragen für den internationalen Vergleich sollen, in Anlehnung an Lamnek , folgende Punkte gelten:

- Welche historischen und institutionellen Rahmenbedingungen prägen das Fach, und welches Verständnis von Wissenschaft leitet sich daraus ab?
- Welche Inhalte und Schwerpunkte werden während der Ausbildung abgedeckt und wie werden Lernerfolge kontrolliert?
- Werden die Absolventen auf eine bestimmte Praxis vorbereitet, durch bspw. Kontakt der Universität zu externen Berufsfeldern, und was tut die Universität, um neue Berufsfelder zu erschließen?

Extrait


Inhaltsverzeichnis

I. Vorbemerkung:

II. Die Entwicklung der deutschen Soziologie im 20ten Jahrhundert

II.1. Die deutsche Soziologie vor 1945 – Heterogenität und fehlende Akzeptanz:

II.2. Die Soziologie der BRD – Wiederaufbau und Schulenbildung:

II.3. Die Soziologie in der DDR – Isolation und fehlende Infrastruktur:

II.4. Die Soziologie nach der Wiedervereinigung – Abwicklung und neuer Markt:

II.5. Fazit:

III. Ausgewählte Professionalisierungselemente und -probleme der deutschen Soziologie im internationalen Vergleich:

III.1 Die Spaltung der deutschen Soziologie am Beispiel der Berufsverbände DGS und BDS:

III.2. Die beruflichen Möglichkeiten und der Dienst der Soziologie an der Gesellschaft:

III.3. Professionalisierung durch Erwartungskontrolle?

III.4. Die (professionelle?) Ausbildung der Soziologie:

IV. Zukunftschancen der deutschen Soziologie:

V. Resümee:

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die Professionalisierung der Soziologie in Deutschland in einem kontrastiven Vergleich zu anderen Ländern (Großbritannien, Frankreich, den Niederlanden und den USA), um historische Entwicklungen, Ausbildungssituationen und das öffentliche Selbstverständnis des Fachs kritisch zu analysieren.

  • Historische Rahmenbedingungen und institutionelle Entwicklung der deutschen Soziologie im 20. Jahrhundert.
  • Die Auswirkungen der Berufsverbände (DGS und BDS) auf die Identität und Professionalisierung des Fachs.
  • Vergleich der Ausbildungssysteme und deren Einfluss auf den Übergang in die berufliche Praxis.
  • Die Rolle der Soziologie als gesellschaftlich relevante Profession gegenüber der Wahrnehmung als reine Wissenschaftsdisziplin.
  • Herausforderungen für die zukünftige Positionierung und Imageschärfung der Soziologie in Deutschland.

Auszug aus dem Buch

III.2. Die beruflichen Möglichkeiten und der Dienst der Soziologie an der Gesellschaft:

Die Voraussetzungen für Berufseinmündung von Soziologen ist in den einzelnen Ländern sehr unterschiedlich. Während in Frankreich, ähnlich wie in Deutschland, kein ausgezeichnetes Berufsfeld für Soziologen besteht, und damit gesellschaftsdienliche Arbeit außerhalb der Forschung erschwert wird, scheint die BSA in Zusammenarbeit mit einigen britischen Universitäten, weitaus professioneller orientiert: Abhängig von der besuchten Hochschule und meist über den Erwerb eines zusätzlichen certificate of qualification in social work, bieten sich Soziologieabsolventen in Großbritannien ein breites Spektrum an Arbeitsmöglichkeiten im Bereich der Sozialarbeit, wie bspw. der Familienfürsorge, der Minderheiten und Obdachlosenbetreuung u.ä., welche in der britischen Bevölkerung traditionell ein großes Ansehen genießen.

Soziale Rationalität, wie sie Eßbach als Professionskriterium für die Soziologie postuliert, kann in der Sozialarbeit durchaus geltend gemacht werden, doch ob es sich bei Sozialarbeit nun um eine wirklich soziologische, d.h. einer explizit soziologischen Ausbildung bedürfenden und gerecht werdenden Tätigkeit handelt, ist nicht unbestritten.

Als einziges europäisches Land, bei welchen man von einer Soziologie als Profession sprechen kann, sind die Niederlande zu nennen. Der in den USA bereits weit verbreitete Berufszweig der gesellschaftlichen Intervention, der nur mühsam auf dem europäischen Kontinent Einzug erhält, ist in Holland weitgehend vorhanden. Erleichtert wird dies durch eine kleine Anzahl von Universitäten, welche ein sehr einheitliches und praxisnahes Studium anbieten, das häufig in Tätigkeiten innerhalb sogenannter policy-Initiativen mündet.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Vorbemerkung: Einführung in die Problematik der europäischen Soziologie und die Fragestellung nach dem Professionalisierungsstand der deutschen Soziologie im Vergleich.

II. Die Entwicklung der deutschen Soziologie im 20ten Jahrhundert: Historischer Abriss über die wechselvolle Geschichte der Disziplin von der Vorkriegszeit über die Teilung in BRD und DDR bis zur Wiedervereinigung.

III. Ausgewählte Professionalisierungselemente und -probleme der deutschen Soziologie im internationalen Vergleich: Analyse struktureller Probleme, wie die Spaltung der Berufsverbände, fehlende Praxisorientierung und die Ausbildungssituation.

IV. Zukunftschancen der deutschen Soziologie: Darstellung von Entwicklungsmöglichkeiten und Reformansätzen, wie die Vereinheitlichung der Ausbildung und engere Zusammenarbeit der Berufsverbände.

V. Resümee: Zusammenfassende Bewertung der Herausforderungen und Notwendigkeiten für die zukünftige Professionalisierung der Soziologie.

Schlüsselwörter

Professionalisierung, deutsche Soziologie, Berufsverbände, DGS, BDS, Ausbildungssituation, internationale Vergleichsstudie, Werturteilsfreiheit, Arbeitsmarkt, Sozialforschung, Praxisbezug, Identität, Soziologe, Hochschulausbildung, Gesellschaftsanalyse

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den Professionalisierungsstand der deutschen Soziologie im Vergleich zu anderen westlichen Ländern und analysiert, warum das Fach in Deutschland Schwierigkeiten hat, sich als gesellschaftlich anerkannte Profession zu etablieren.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die historische Entwicklung der Disziplin, die Rolle der Fachverbände, die Ausbildungsstrukturen und der Mangel an praxisbezogenen Arbeitsfeldern für Soziologen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Gründe für das oft als "realitätsfern" wahrgenommene Image der Soziologie zu ergründen und Wege aufzuzeigen, wie das Fach durch Professionalisierung und bessere gesellschaftliche Integration gestärkt werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine vergleichende Analyse, die sowohl historische Abrisse als auch kontrastive Vergleiche der Soziologie in Deutschland mit Großbritannien, Frankreich, den Niederlanden und den USA vornimmt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Historie, der Rolle der Berufsverbände, den beruflichen Einsatzmöglichkeiten, der Professionalisierung durch Erwartungskontrolle und der Qualität der soziologischen Ausbildung.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Professionalisierung, Soziologie als Beruf, Werturteilsfreiheit, Ausbildungskanon und gesellschaftliche Legitimität charakterisiert.

Warum wird die Spaltung in DGS und BDS als problematisch angesehen?

Die Spaltung erschwert eine einheitliche Vertretung der Berufsinteressen und führt in der öffentlichen Wahrnehmung zu dem Bild einer zerstrittenen und uneinigen Fachdisziplin.

Welche Rolle spielt das Werturteilsfreiheitspostulat nach Max Weber in dieser Arbeit?

Das Postulat wird als theoriegeschichtliches Erbe identifiziert, das einer gesellschaftlichen Positionierung der Soziologie als direkt eingreifende und angewandte Profession im Wege steht.

Was unterscheidet die niederländische Soziologie von der deutschen?

Die niederländische Soziologie ist stärker praxisorientiert und in politische Planungsprozesse eingebunden, was ihr eine höhere gesellschaftliche Anerkennung und klare Berufsprofile ermöglicht.

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Résumé des informations

Titre
Die Professionalisierung der deutschen Soziologie im internationalen Vergleich
Université
University of Tubingen  (Philosophische Fakultät - Institut für Soziologie)
Cours
Soziologie als Beruf
Note
2,0
Auteur
Magister Artium Markus Weber (Auteur)
Année de publication
2002
Pages
22
N° de catalogue
V85325
ISBN (ebook)
9783638012690
Langue
allemand
mots-clé
Professionalisierung Soziologie Vergleich Soziologie Beruf
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Magister Artium Markus Weber (Auteur), 2002, Die Professionalisierung der deutschen Soziologie im internationalen Vergleich, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/85325
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Extrait de  22  pages
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