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Talentförderung und Gesundheit: Versuch einer Betrachtung von Anforderungen, Belastungen, Risiken und Chancen aus salutogenetischer Perspektive

Title: Talentförderung und Gesundheit: Versuch einer Betrachtung von Anforderungen, Belastungen, Risiken und Chancen aus salutogenetischer Perspektive

Seminar Paper , 2007 , 27 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Ingo Westermann (Author)

Didactics - Sport, Sport Pedagogy
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Diese Arbeit beinhaltet die Skizzierung der wesentlichen Merkmale des Konzeptes der Salutogenese von Antonovsky sowie deren Anwendung auf das praktische Feld der Sporttalentförderung.

Unter der Fragestellung inwieweit Belastungen und Anforderungen an geförderte Talente sowohl Risiken als auch Chancen bieten können werden verschiedene Gesichtspunkte erörtert.

Eine Verbindung zur Empirie wird durch ein Interview sowie dessen Analyse mit dem 15-jährigen Basketballtalent Mathis M. von Bayer 04 Leverkusen hergestellt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung:

2. Das Konzept der Salutogenese

2.1 Entstehung

2.2. Stressoren und generalisierte Widerstandsressourcen

2.3. Kohärenzsinn (SOC)

2.4. Lebensgeschichte und Kohärenzsinn

2.5. Dialog und Spiel

3. Talentförderung- Anforderungen, Risiken und Chancen im Vergleich mit den Aspekten des Salutogenesemodells

3.1. Doppelbelastung und Unvereinbarkeit von Spitzensport und Schule

3.2. Stressorenhäufung als Konsequenz der Talentwerdung

3.3.Verfügbarkeit von GRRs nach der Durchquerung der Statuspassage Talentwerdung:

3.4. Bedeutung der Ressourcen Spiel und Dialog vor und nach der Durchquerung der Statuspassage Talentwerdung:

4. Verbindung zur Empirie durch das Beispiel des 15-jährigen Basketballtalentes Mathis M. (Bayer Leverkusen):

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Bedingungen der Talentförderung im Sport unter Anwendung des salutogenetischen Modells von Aaron Antonovsky, um zu klären, wie junge Leistungssportler trotz hoher physischer und psychischer Anforderungen gesund bleiben können.

  • Analyse von Stressoren und Belastungen bei Nachwuchssportlern
  • Bedeutung des Kohärenzsinns (SOC) für die Gesundheitsförderung
  • Rolle von Ressourcen wie Dialog und Spiel für die Identitätsentwicklung
  • Empirische Überprüfung anhand eines Experteninterviews
  • Bewertung von Risiken und Chancen im Spitzensport

Auszug aus dem Buch

3.2. Stressorenhäufung als Konsequenz der Talentwerdung

Es lässt sich feststellen, dass die Anzahl der Stressoren, denen ein Talent im Hinblick auf die soeben skizzierte Doppelbelastung ausgesetzt ist, sehr hoch sein muss. Neben schulischen Anforderungen und sportlichen Zielsetzungen ist gegebenenfalls auch noch ein spürbarer Konkurrenzdruck unter den Athleten zu verzeichnen, denn schließlich kann nicht jeder später einmal zum Spitzensportler aufsteigen. Ferner lastet möglicherweise ein Erwartungsdruck seitens der Eltern auf dem jungen Sportler, die sich sportlichen Erfolg ihres Kindes womöglich sogar mehr wünschen, als das Talent selbst. Mit solchen denkbaren Stressoren muss sich ein Nachwuchssportler auseinandersetzen. Viele weitere könnten an dieser Stelle aufgelistet werden, wie z.B. die Häufung von Autoritäten im Leben des Jugendlichen durch hinzukommende Trainer, Betreuer, etc. und das ausgerechnet in einer Phase des Lebens, der Pubertät, in der Aufbegehren und das Erproben von Grenzen für gewöhnlich einen Höhepunkt erreicht. Festzuhalten bleibt, dass die Anzahl der Stressoren mit dem Eintritt in den Status des Talents zunehmen wird. In einer Art Milchmädchenrechnung ließe sich nun argumentieren, dass die Gefahr der Überbelastung und des Scheiterns in Schule oder/und Sport mehr als wahrscheinlich ist, lässt sich doch bei einer ausreichenden Anzahl von Personen schon ein Scheitern in der Schule mit einfacher Belastung beobachten. Wie aber zuvor aufgezeigt wurde, ist die Anzahl der Stressoren, denen ein Mensch ausgesetzt ist, keineswegs wegweisend für seinen Gesundheitszustand bzw. Erfolg oder Scheitern (vgl. Antonovsky 1988, S. 7). Es geht vielmehr um die Art der Bewältigung von Problemen, wenn sie denn überhaupt als solche wahrgenommen werden, die hier über den Gesundheitszustand entscheidet.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der Leistungsorientierung im Sport ein und stellt die Forschungsfrage nach den Anforderungen und Belastungen für junge Talente.

2. Das Konzept der Salutogenese: Dieses Kapitel erläutert das salutogenetische Modell von Antonovsky mit seinen Kernkonzepten Stressoren, Widerstandsressourcen (GRRs) und dem Kohärenzsinn (SOC).

3. Talentförderung- Anforderungen, Risiken und Chancen im Vergleich mit den Aspekten des Salutogenesemodells: Hier werden die theoretischen Grundlagen der Salutogenese auf den sportlichen Alltag angewandt, insbesondere im Hinblick auf Doppelbelastungen und die Rolle von Spiel und Dialog.

4. Verbindung zur Empirie durch das Beispiel des 15-jährigen Basketballtalentes Mathis M. (Bayer Leverkusen):: Das Kapitel präsentiert ein Interview mit einem Nachwuchssportler, um die theoretischen Überlegungen in der Praxis zu prüfen.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Eignung des Salutogenese-Modells für die Analyse des Spitzensports.

Schlüsselwörter

Salutogenese, Kohärenzsinn, Sportpädagogik, Talentförderung, Stressoren, Widerstandsressourcen, Leistungsport, Doppelbelastung, Gesundheit, Adoleszenz, Identitätsbildung, Intermediärraum, Resilienz, soziale Unterstützung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die gesundheitlichen Anforderungen und Belastungen, denen junge Nachwuchssportler bei ihrer Talentförderung ausgesetzt sind.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Arbeit verbindet Konzepte der Sportpädagogik mit dem medizinsoziologischen Modell der Salutogenese von Aaron Antonovsky.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, den gesundheitlichen Status von Talenten zu bewerten und zu prüfen, ob das Salutogenese-Modell als Vergleichsmaßstab für deren Belastungssituation taugt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die durch ein qualitatives Experteninterview mit einem jungen Basketballtalent ergänzt wird.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Doppelbelastung aus Schule und Sport, die Stressorenhäufung bei Talenten sowie die Bedeutung von Ressourcen wie Spiel und Dialog.

Welche Schlüsselbegriffe definieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Salutogenese, Kohärenzsinn (SOC), generalisierte Widerstandsressourcen (GRRs) sowie der Status der Talentwerdung.

Welche Rolle spielt die Familie für die befragten Talente?

Die Familie fungiert als wichtige Ressource, die jedoch bei Internatsaufenthalten substituiert werden muss, etwa durch Sozialpädagogen vor Ort.

Wie bewertet der interviewte Sportler Mathis M. seine Situation?

Mathis M. hinterlässt den Eindruck eines gut angepassten Sportlers, der trotz hoher zeitlicher Belastung seine Situation als bewältigbar und sinnvoll empfindet.

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Details

Title
Talentförderung und Gesundheit: Versuch einer Betrachtung von Anforderungen, Belastungen, Risiken und Chancen aus salutogenetischer Perspektive
College
Carl von Ossietzky University of Oldenburg
Course
Bildungsgangtheoretische Themen der Sportpädagogik
Grade
1,0
Author
Ingo Westermann (Author)
Publication Year
2007
Pages
27
Catalog Number
V85332
ISBN (eBook)
9783638006408
ISBN (Book)
9783640781522
Language
German
Tags
Talentförderung Gesundheit Versuch Betrachtung Anforderungen Belastungen Risiken Chancen Perspektive Bildungsgangtheoretische Themen Sportpädagogik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Ingo Westermann (Author), 2007, Talentförderung und Gesundheit: Versuch einer Betrachtung von Anforderungen, Belastungen, Risiken und Chancen aus salutogenetischer Perspektive , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/85332
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