Nonprofit Organisationen (NPO) begleiten uns Zeit unseres Lebens im wirtschaftlichen, kulturellen und sozialen Bereich. Sie übernehmen dort verantwortungsvolle Aufgaben und werden deshalb auch als Rückgrat jeder organisierten Gesellschaft bezeichnet. Krankenhäuser, Kindergärten, Sportvereine, Stiftungen, Hilfsorganisationen, politische Parteien und Selbsthilfegruppen sind nur einige Beispiele aus der großen Vielfalt bestehender NPOs.
Ob Controlling ein geeignetes Mittel in NPOs ist, sich den ständig verändernden Rahmenbedingungen und der höheren Komplexität und Dynamik des Wirtschaftlebens zu stellen, wird in dieser Arbeit untersucht.
Inhaltsverzeichnis
2. Definition und Abgrenzung
2.1 Controlling
2.2 Nonprofit Organisationen
2.2.1 Begriff, Wesentliche Merkmale
2.2.2 Abgrenzung Nonprofit-Organisationen zu Profit-Organisationen
2.3 Skizzierung des DRK Kreisverbandes Eichsfeld e.V.
3. Ziele und Instrumente des Controllings in NPO am Beispiel des DRK Kreisverband Eichsfeld e.V.
3.1 Wesentliche Ziele
3.1.1 Ideelle Sachziele
3.1.2 Ökonomische Formalziele
3.1.3 Erweitertes Zielsystem bei NPOs
3.1.4 Probleme durch das erweiterte Zielsystem
3.2 Wesentliche Instrumente
3.2.1 Instrumente des strategischen Controllings
3.2.2 Instrumente des operativen Controllings
4. Entwickeln eines Controllingkonzeptes für den DRK Kreisverband Eichsfeld e.V.
4.1. Wesentliche Bausteine des Finanzcontrolling
4.2 Bausteine des Controllings im ideellen Bereich
4.3 Mögliche Probleme bei der Umsetzung
5. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die Eignung und Implementierung von Controlling-Methoden in Nonprofit-Organisationen (NPO) am Beispiel des DRK Kreisverbandes Eichsfeld e.V., um unter veränderten gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen eine langfristige Professionalisierung und Leistungsfähigkeit zu gewährleisten.
- Grundlagen von Controlling und NPOs
- Anforderungen an ein erweitertes Zielsystem in NPOs
- Strategische und operative Controlling-Instrumente
- Konzeptentwicklung für den DRK Kreisverband
Auszug aus dem Buch
3.1.1 Ideelle Sachziele
Als Mitglied im „Dachverband“ Deutsches Rotes Kreuz orientiert sich auch der DRK KV Eichsfeld e.V. satzungsgemäß an den Grundsätzen und Leitlinien des DRK. Meilensteine in der laufenden verbandseigenen Reform waren dabei die so genannten „Berliner Beschlüsse“ vom 22.Mai 2006. Präsidium und Präsidialrat gaben dabei grünes Licht für die „Strategie 2010plus“. Schwerpunkte darin sind die Definition der Hauptaufgabenfelder, die Erprobung neuer Steuerungsgremien und entsprechende Satzungsänderungen. Mittelpunkt der „Strategie 2010plus“ ist dabei das Ehrenamt und das Selbstverständnis des DRK als humanitäre Hilfsorganisation. Neu und wegweisend sind aber die Kategorisierung der ideellen und wirtschaftlichen Bedeutung der Aufgaben und die Verknüpfung zu zielgruppengerechten Angeboten mit bundeseinheitlichen Qualitätsstandards (Sachziele).
Für alle NPOs sind es diese Sachziele, denen als konstituierendes Merkmal eine besondere Stellung zukommt. „Sie stellen das Herz des Zielsystems dar und kennzeichnen das Wesen einer NPO.“
Zusammenfassung der Kapitel
2. Definition und Abgrenzung: Dieses Kapitel definiert die Begriffe Controlling und NPO sowie deren Unterschiede zu gewinnorientierten Organisationen und skizziert die Struktur des DRK Kreisverbandes Eichsfeld e.V.
3. Ziele und Instrumente des Controllings in NPO am Beispiel des DRK Kreisverband Eichsfeld e.V.: Hier werden die komplexen Zielsysteme von NPOs analysiert und klassische strategische sowie operative Controlling-Instrumente auf ihre Anwendbarkeit in diesem Sektor geprüft.
4. Entwickeln eines Controllingkonzeptes für den DRK Kreisverband Eichsfeld e.V.: Das Kapitel entwirft konkrete Bausteine für ein Finanz- und Fachcontrolling, um die Steuerung des Kreisverbandes zielgerichtet zu optimieren.
5. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer kritischen Diskussion der Ergebnisse und betont, dass Controlling auch in NPOs eine unerlässliche Voraussetzung für die langfristige Aufrechterhaltung hoher Qualitätsstandards unter modernem Rechtfertigungsdruck ist.
Schlüsselwörter
Controlling, Nonprofit-Organisationen, NPO, DRK, Finanzcontrolling, Fachcontrolling, Strategie 2010plus, Balanced Scorecard, Stakeholder-Analyse, Gemeinnützigkeit, Kosten- und Leistungsrechnung, Sozialcontrolling, Management, Effizienz, Professionalisierung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Einführung und Nutzung von Controlling-Systemen in Nonprofit-Organisationen (NPO) am Beispiel des DRK Kreisverbandes Eichsfeld e.V.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind die theoretische Abgrenzung von NPOs, der Bedarf an professioneller Steuerung, die Unterscheidung zwischen ideellen Sachzielen und ökonomischen Formalzielen sowie die Anwendung spezifischer Controlling-Instrumente.
Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsarbeit?
Das Ziel ist es zu untersuchen, wie Controlling-Instrumente dazu beitragen können, die Zukunftsfähigkeit einer NPO in einem sich wandelnden sozialen und wirtschaftlichen Umfeld zu sichern.
Welche wissenschaftlichen Methoden kommen zum Einsatz?
Es erfolgt eine Literaturanalyse kombiniert mit einer Fallstudien-Betrachtung der spezifischen Gegebenheiten, Strukturen und Anforderungen des DRK Kreisverbandes Eichsfeld e.V.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden neben den theoretischen Grundlagen der NPO-Führung konkrete Instrumente wie die Balanced Scorecard, die Stakeholder-Analyse und die Kosten- und Leistungsrechnung im Kontext des DRK analysiert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die zentralen Begriffe umfassen Controlling, NPO, Finanzcontrolling, Fachcontrolling, Balanced Scorecard und Stakeholder-Analyse.
Wie unterscheidet sich Controlling in einer NPO von einer Profit-Organisation?
Während bei gewinnorientierten Unternehmen die Rendite im Vordergrund steht, erfordert das Controlling in NPOs eine Balance zwischen ökonomischen Formalzielen (Liquiditätssicherung) und den übergeordneten ideellen Sachzielen (soziale Leistungserbringung).
Welche Rolle spielt die Strategie 2010plus für den DRK Kreisverband?
Sie dient als strategischer Orientierungsrahmen, der die Konzentration auf Kernaufgaben, die Professionalisierung der Strukturen und die Einführung zeitgemäßer Steuerungssysteme für den Kreisverband vorgibt.
Warum ist die Stakeholder-Analyse für das DRK besonders wichtig?
Da NPOs eine Vielzahl an Interessengruppen haben – von Ehrenamtlichen und Spendern bis hin zu Leistungsempfängern und der öffentlichen Hand – hilft die Stakeholder-Analyse, Interessenkonflikte transparent zu machen und eine zielgerichtete Gesamtstrategie zu entwickeln.
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- Michael Watterott (Author), 2007, Controlling in Nonprofit-Organisationen am Beispiel des DRK Kreisverbandes Eichsfeld e.V., Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/85357