Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publicación mundial de textos académicos
Go to shop › Pedagogía - Educación familiar

Das Parental Alienation Syndrom als besonders schwerwiegende Folge von Trennung und Scheidung

Título: Das Parental Alienation Syndrom als besonders schwerwiegende Folge von Trennung und Scheidung

Trabajo Escrito , 2007 , 22 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Milena Höppner (Autor)

Pedagogía - Educación familiar
Extracto de texto & Detalles   Leer eBook
Resumen Extracto de texto Detalles

Der Wunsch nach einer intakten Partnerschaft ist für viele Männer und Frauen nach wie vor von großer Bedeutung. Dennoch ist es sehr schwierig, diesem Wunsch nach einer lebenslangen Beziehung nachzukommen. Die seit den 1960er Jahren in den westlichen Industrieländern und damit auch in Deutschland kontinuierlich ansteigenden Scheidungszahlen bestätigen dies. Die Bedeutung der Ehe als Lebensgemeinschaft hat sich im Laufe der Zeit durch gesellschaftlichen Wandel stark verändert. Fast jeder Mensch hat in irgendeiner Weise bereits Erfahrungen mit Ehescheidung machen müssen. Dies kann in Form der eigenen gescheiterten Ehe oder auch das Miterleben der elterlichen Ehescheidung sein. Gehört man nicht zu dieser Gruppe, gibt es in den meisten Fällen im Verwandten- oder Freundeskreis jemanden, der die Situation der Trennung und Scheidung kennen gelernt hat. Diese Alltäglichkeit von Scheidung in unserer Gesellschaft demonstriert, dass sie inzwischen ein legitimer Weg zur Auflösung einer gescheiterten Paarbeziehung geworden ist und Menschen aus allen gesellschaftlichen Schichten davon betroffen sind. Nicht zu vergessen ist aber, dass aus einer gescheiterten Paarbeziehung oft auch Kinder hervorgehen, die dann mit der Trennung der Eltern weiter leben müssen. Im Idealfall geht die Trennung der Eltern ohne große Probleme vonstatten und trotz ihrer Diskrepanzen und der gescheiterten Liebe, sind sie in der Lage treu sorgende Eltern zu sein, denen das Wohl ihrer Kinder am Herzen liegt. Aber wie gesagt ist dies der Idealfall und leider ist es auch eine Seltenheit. Was ist aber nun, wenn Eltern in ihrem Zorn und ihrer Trauer das Wohl ihrer Kinder aus den Augen verlieren oder sie sogar als Machtinstrument benutzen um den Partner zu verletzen? In dieser Arbeit werde ich mich einer ganz besonders schwerwiegenden Folge von Trennung und Scheidung widmen, dem Parental Alienation Syndrom.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Theoretische Vorüberlegungen

2.1 Was ist eine Ehe?

2.2 Die Thematik Scheidung / Trennung

2.3 Die Problematik des Begriffs Kindeswohl

2.4 Der Aspekt der Kindeswohlgefährdung

3. Das kindliche Scheidungserleben

4. Die psychische Entwicklung nach der Scheidung

5. Das Parental Alienation Syndrom (PAS)

5.1 Definition

5.2 Entstehung des Parental Alienation Syndroms

5.3 Verhaltensweisen der Kinder

5.4 Folgen der Manipulation für die Persönlichkeitsentwicklung des betroffenen Kindes

5.5 Unterschiede zwischen PAS- Fällen und „normalen“ Scheidungsfamilien

5.6 PAS und Kindschaftsrecht

6. Präventions- und Interventionsmöglichkeiten

6.1 Trennungs- und Scheidungsmediation

6.2. Intervention auf richterliche Anordnung durch den Einsatz eines Verfahrenspflegers

6.3 Kindergruppenarbeit

6.4 Scheidungsberatung für Kinder und Eltern

7. Schlusswort

Zielsetzung & Themen

Das primäre Ziel dieser Arbeit ist die Untersuchung des Parental Alienation Syndroms (PAS) als schwerwiegende psychische Folge von Trennung und Scheidung. Die Arbeit beleuchtet die Mechanismen, die dazu führen, dass Kinder in Loyalitätskonflikte geraten und von einem Elternteil manipuliert werden, um den anderen Elternteil abzulehnen, und analysiert Interventionsmöglichkeiten zur Sicherung des Kindeswohls.

  • Theoretische Grundlagen von Ehe, Trennung und Kindeswohl
  • Psychologische Auswirkungen von Scheidungsprozessen auf das Kind
  • Definition, Entstehung und Symptomatik des Parental Alienation Syndroms (PAS)
  • Rechtliche Aspekte und Kindschaftsrecht im Kontext von PAS
  • Interventions- und Präventionsstrategien (Mediation, Verfahrenspflegschaft, Gruppenarbeit)

Auszug aus dem Buch

5.2 Entstehung des Parental Alienation Syndroms

Die Trennung der Eltern bedeutet für das Kind nun einen Vater und eine Mutter zu haben, die sich nicht mehr lieben. Die meisten Kinder geraten dadurch in einen Loyalitätskonflikt, den sie ohne die aktive Mithilfe der Eltern nicht allein beheben können.

Zur Entwicklung eines PA- Syndroms kommt es dann, wenn eben diese Loyalitätskonflikte des Kindes von einem Elternteil bewusst oder unbewusst dazu benutzt werden, das Kind so zu beeinflussen, dass es den anderen Elternteil ablehnt und so die Beziehung zu ihm zerstört wird. Dies kann aus ganz unterschiedlichen Gründen passieren. Exzessive Konflikte während des Trennungsverlaufes motivieren den betreuenden Elternteil zum Beispiel aus Rache, Verlustängsten oder falschem Stolz heraus, die Liebe des Kindes exklusiv zu beanspruchen und so die oft vorher intakte Eltern- Kind- Beziehung zu zerstören.

Das Kind modifiziert allmählich seine Bewertungen der Elternteile und splittet seine Eltern in gut und böse auf.

Der manipulierende Elternteil hat es sich zum Ziel gemacht den anderen Elternteil als „Unperson“ darzustellen und übersieht dabei völlig, dass für die psychische Gesundheit des Kindes die innere Verbundenheit mit beiden Elternteilen notwendig ist.

Durch abwertende Äußerungen und eine deutlich ablehnende Haltung des einen Elternteils wird der andere Elternteil in seinem Stellenwert für das Kind deutlich herabgesetzt und verliert auch für das Kind zumindest augenscheinlich zunehmend an Bedeutung.

Um nicht noch ein Elternteil zu „verlieren“ wahrt es die Loyalität zu dem Elternteil bei dem es lebt und übernimmt deren Äußerungen und Einstellung.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Das Kapitel erläutert die zunehmende Alltäglichkeit von Trennung und Scheidung in der Gesellschaft und führt in die Problematik ein, wenn Kinder als Machtinstrumente benutzt werden, wobei das Parental Alienation Syndrom als zentrales Thema definiert wird.

2. Theoretische Vorüberlegungen: Es werden die rechtlichen Grundlagen der Ehe, die Prozesse einer Scheidung sowie die schwierige Definition und Handhabung des Kindeswohls und der Kindeswohlgefährdung theoretisch dargelegt.

3. Das kindliche Scheidungserleben: Dieses Kapitel beschreibt, wie Kinder den Trennungsprozess wahrnehmen, ab wann ihnen die Endgültigkeit bewusst wird und welche Rolle sie dabei oft (unbewusst) in der Beziehungsdynamik ihrer Eltern übernehmen.

4. Die psychische Entwicklung nach der Scheidung: Es werden die kurz- und langfristigen psychischen Folgen einer Scheidung für Kinder aufgezeigt, wobei Symptome geschlechtsspezifisch differenziert und die Bedeutung eines stabilen Bindungsmusters hervorgehoben werden.

5. Das Parental Alienation Syndrom (PAS): Das Kernkapitel definiert PAS, erklärt dessen Entstehung durch Manipulation, beschreibt die typischen Verhaltensweisen betroffener Kinder sowie die massiven Folgen für ihre Persönlichkeitsentwicklung und grenzt PAS von normalen Scheidungskonflikten ab.

6. Präventions- und Interventionsmöglichkeiten: Hier werden diverse Maßnahmen zur Bewältigung von PAS vorgestellt, darunter Mediation, der Einsatz eines Verfahrenspflegers, Kindergruppenarbeit und Beratungsangebote für Eltern.

7. Schlusswort: Das Schlusswort fasst die Thematik zusammen, betont erneut die Schwere des Syndroms für die kindliche Psyche und unterstreicht die Notwendigkeit fachkundiger Interventionen, die Kindeswohl und Kindeswille differenziert betrachten.

Schlüsselwörter

Parental Alienation Syndrom, PAS, Kindeswohl, Scheidung, Trennung, Elternentfremdung, Loyalitätskonflikt, Kindeswohlgefährdung, Kindschaftsrecht, Verfahrenspfleger, Mediation, Psychische Entwicklung, Manipulation, Familienberatung, Elternverantwortung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der psychischen Belastung von Kindern durch das sogenannte Parental Alienation Syndrom (PAS), das als besonders schwerwiegende Folge von Trennung und Scheidung auftritt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die elterliche Trennungsdynamik, die kindliche Entwicklung unter Konflikteinfluss, die Identifikation von Manipulationsmechanismen bei PAS und die rechtlichen sowie therapeutischen Interventionsmöglichkeiten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie durch elterliche Manipulation das Kindeswohl gefährdet wird und welche professionellen Maßnahmen notwendig sind, um diese Entfremdungsprozesse zu unterbrechen und die kindliche Identitätsentwicklung zu schützen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender psychologischer und rechtlicher Konzepte sowie der Aufarbeitung einschlägiger Gesetzestexte (wie BGB und KJHG) zur Darstellung der Interventionsmöglichkeiten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert die Entstehung und Symptomatik von PAS, die Folgen für die betroffenen Kinder, die Unterschiede zu normalen Scheidungsverläufen sowie konkrete Präventions- und Interventionsprogramme.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Parental Alienation Syndrom (PAS), Kindeswohl, Elternentfremdung, Loyalitätskonflikt, Verfahrenspfleger und Mediation.

Wie unterscheiden sich PAS-Fälle von normalen Scheidungen?

In normalen Scheidungsfällen entspannt sich die Situation meist mit der Zeit. Bei PAS hingegen findet keine Beziehungsentwicklung zwischen den Ex-Partnern statt, der manipulierende Elternteil agiert überzeugt gegen den anderen, und das Kind übernimmt aktiv die Rolle des Ablehnenden gegenüber dem anderen Elternteil und dessen sozialem Umfeld.

Warum ist die Rolle des Verfahrenspflegers so komplex?

Der Verfahrenspfleger muss die objektiven Kindesinteressen vertreten, die oft nicht mit dem geäußerten Willen des Kindes (aufgrund der Manipulation) übereinstimmen. Er muss also in der Lage sein, trotz der emotionalen Abhängigkeit des Kindes dessen wahre Bedürfnisse zu erkennen und notfalls gegen den manipulierenden Elternteil zu intervenieren.

Final del extracto de 22 páginas  - subir

Detalles

Título
Das Parental Alienation Syndrom als besonders schwerwiegende Folge von Trennung und Scheidung
Universidad
University of Erfurt
Calificación
1,3
Autor
Milena Höppner (Autor)
Año de publicación
2007
Páginas
22
No. de catálogo
V85495
ISBN (Ebook)
9783638009003
Idioma
Alemán
Etiqueta
Parental Alienation Syndrom Folge Trennung Scheidung
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Milena Höppner (Autor), 2007, Das Parental Alienation Syndrom als besonders schwerwiegende Folge von Trennung und Scheidung, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/85495
Leer eBook
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
Extracto de  22  Páginas
Grin logo
  • Grin.com
  • Envío
  • Contacto
  • Privacidad
  • Aviso legal
  • Imprint