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Arzt-Patient-Kommunikation

Title: Arzt-Patient-Kommunikation

Seminar Paper , 2007 , 18 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Severina Kambourova (Author)

Speech Science / Linguistics
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Die rasante Entwicklung neuer Technologien in unserer Zeit beeinflusst und bestimmt alle Bereiche der Gesellschaft. Die Forderungen wachsen von Tag zu Tag. Die Suche nach dem Neuen, Besseren und Qualitativären zeichnet sich somit gravierend auch auf die Medizinforschung aus. Das ist kein zufälliger Trend, denn das Verhältnis zwischen Gesundheit und gesellschaftlicher Leistungsfähigkeit auch eine selbstverständliche Bedingung für ein normales und erfülltes Leben darstellt. Es dürfen keine Fehler beim Diagnostizieren und Behandeln der Patienten passieren, weil der bittere Preis das Wertvollste sein kann- das Menschenleben. Eine hochqualitative medizinische Versorgung bedingt allerdings hochqualifizierte diagnostische und kommunikative Fähigkeiten. Diagnostische Expertise und kommunikative Kompetenz beim Umgang mit Patienten verkörpern daher die wichtigsten medizinischen Kernkompetenzen.
Der Begriff „Expertise“ in der Medizin wird in der folgenden Arbeit aus der Perspektive der diskursanalytischen Forschung betrachtet. Seine Bedeutung muss, im Zusammenhang mit der kommunikativen Kompetenz bei Medizinern, als Teil ihrer psychosozialen Kompetenz intensiv erforscht und erklärt werden. Der Bedarf einer tiefen forschenden Auseinandersetzung mit dem Thema „Arzt-Patient-Kommunikation“ ergibt sich aus den offensichtlichen Defizite in der medizinischen Forschung und Lehre, wobei die primäre Zielsetzung beider Bereiche die Aufklärung und Verbesserung der Verständigungsbedingungen der gesundheitlichen Praxis, bei der sich als wesentlich das Effektivitätsproblem ärztlichen Handelns als kommunikativen Handeln stellt, implizieren soll. Begriffe wie „Kommunikation“, „Interaktion“ und „Diskurs“ sind in diesem Zusammenhang undenkbar und stellen eine komplexe Vernetzung im Bezug auf das Thema „Arzt-Patient-Kommunikation“, deshalb sie in der Arbeit näher betrachtet werden. Die primäre Zielsetzung der Arbeit ist, ein zusammenfassender theoretischer Überblick auf die bestehende diskursanalytische Literatur und Forschung im Bezug auf die komplexe Thematik der Arzt-Patient-Kommunikation zu ermöglichen und verfolgt somit auf keinen Fall eine absolute Vollständigkeit und Eigenständigkeit der dargestellten Konzepte.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Interaktion, Kommunikation und Diskurs

3. Grundlagen einer erfolgreichen patientenorientierten Arzt-Patient Kommunikation

4. Praxisbezogene Konsequenzen für intensive Trainingsförderung der Arzt-Patient-Kommunikation

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Bedeutung der Arzt-Patient-Kommunikation unter Einbeziehung diskursanalytischer Ansätze. Ziel ist es, die Notwendigkeit einer verbesserten kommunikativen Kompetenz im medizinischen Bereich zu belegen und Wege für eine patientenzentrierte Gesprächsführung sowie deren Integration in die medizinische Ausbildung aufzuzeigen.

  • Grundlagen der Interaktion, Kommunikation und des Diskurses
  • Ethische und praktische Modelle der Arzt-Patient-Beziehung
  • Diskursanalytische Betrachtung medizinischer Kommunikation
  • Methoden der patientenzentrierten Gesprächsführung
  • Qualitätssicherung und Trainingskonzepte im Medizinstudium

Auszug aus dem Buch

2. Interaktion, Kommunikation und Diskurs

Es wird von sozialer Interaktion oder zwischenmenschlicher Kommunikation gesprochen, wo zwei oder mehr Individuen sich zueinander verhalten- im Gespräch, im Spiel oder Streit, in Verhandlungen, in Hass oder Liebe, sei es um einer Sache oder um ihrer selbst Willen. Die Beziehungen zwischen sozialen Gebilden, wie Gruppen, Organisationen, Institutionen oder Nationen werden auch als Interaktion bezeichnet, wenn sie als beobachtbare und/oder messbare Wechselwirkungen definiert werden können. Die Formen der sozialen Wechselwirkung werden ermöglicht, wenn die Individuen voneinander Kenntnis nehmen und in einen durch Signale vermittelten Erfahrungsaustausch treten. Die Möglichkeit, erfolgreich in Kommunikation miteinander zu treten, stellt gleichzeitig eine Bedingung der Möglichkeit erfolgreicherer Interaktion dar. Allgemein bedeutet Interaktion die soziale Wechselwirkung und soziale gegenseitige Beeinflussung (soziale Kontrolle) zwischen zwei oder mehreren Individuen, Kommunikation hingegen alles Verhalten, das Darstellungs-, Mitteilungs- und Ausdruckscharakter besitzt.

Im Allgemeinen versteht man unter dem Begriff „sprachliche Kommunikation“ die Übermittlung (d.h. Senden, Aufnehmen und Verarbeiten) von Informationen oder Mitteilungen mit Hilfe von Wörtern. Dennoch werden von den sozialwissenschaftlichen Disziplinen inzwischen handlungsorientierte Kommunikationsmodelle entwickelt, die davon ausgehen, dass jedes Individuum seine Muttersprache im Rahmen eines kommunikativ vermittelten gesellschaftlichen Interaktionssystems erlernt und die Regeln für den erfolgreichen Gebrauch von Sprache im Zusammenhang mit nichtsprachlicher Handlungen in sozialen Interaktionen erwirbt. Sprachliche Verhaltensweisen erwachsen aus sozialen Beziehungen und steuern diese, wobei der Sprache aufgrund ihrer Explizitheit und Reflexivität die Rolle einer Steuerungsinstanz für soziales Handeln zukommt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die steigenden Anforderungen an medizinische Expertise und kommunikative Fähigkeiten, welche für eine hochwertige Versorgung essenziell sind.

2. Interaktion, Kommunikation und Diskurs: Dieses Kapitel definiert theoretische Grundlagen der zwischenmenschlichen Interaktion und Kommunikation und analysiert deren diskursanalytische Bedeutung.

3. Grundlagen einer erfolgreichen patientenorientierten Arzt-Patient Kommunikation: Hier werden verschiedene Beziehungsmodelle zwischen Arzt und Patient, von paternalistisch bis partnerschaftlich, sowie konkrete Gesprächsmaximen vorgestellt.

4. Praxisbezogene Konsequenzen für intensive Trainingsförderung der Arzt-Patient-Kommunikation: Das Kapitel diskutiert die praktische Umsetzung der erlernten Kommunikationsregeln und plädiert für die Integration entsprechender Trainings in das Medizinstudium.

Schlüsselwörter

Arzt-Patient-Kommunikation, Diskursanalyse, Patientenorientierung, Kommunikative Kompetenz, Gesprächsführung, Informed Consent, Partnerschaftsmodell, Expertiseforschung, Medizinethik, Kommunikationstraining, Medizinstudium, Interaktion, Verständigung, Patientenautonomie, Gesundheitsstatus

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den theoretischen Grundlagen und praktischen Anforderungen der Arzt-Patient-Kommunikation unter Berücksichtigung ethischer Prinzipien.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Arbeit umfasst Themen wie soziale Interaktion, Diskursanalyse, verschiedene Modelle der Arzt-Patient-Beziehung, patientenzentrierte Kommunikationstechniken sowie deren Implementierung in die medizinische Ausbildung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Relevanz der kommunikativen Kompetenz des Arztes als Teil seiner psychosozialen Kompetenz aufzuzeigen und Strategien zu entwickeln, um diese in der medizinischen Praxis und Lehre zu fördern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin stützt sich auf eine diskursanalytische Betrachtungsweise sowie auf die Auswertung psychologischer und medizinethischer Theorien und empirischer Studien.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung von Kommunikation und Diskurs, eine Analyse verschiedener Beziehungsmodelle sowie eine Zusammenstellung konkreter Gesprächsmaximen („Gebote“ und „Verbote“) für den Praxisalltag.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Arzt-Patient-Kommunikation, Diskursanalyse, Patientenorientierung, kommunikative Kompetenz, Informed Consent und Patientenautonomie.

Was unterscheidet das paternalistische vom partnerschaftlichen Modell?

Während im paternalistischen Modell der Arzt als autoritärer Experte über den Patienten entscheidet, basiert das partnerschaftliche Modell auf einer Kooperation gleichberechtigter Partner, bei der die Autonomie des Patienten im Mittelpunkt steht.

Warum ist das "Story-Konzept" für die moderne Medizin relevant?

Das Story-Konzept ermöglicht es dem Arzt, den Patienten ganzheitlich in seiner biographischen Lebensgeschichte zu erfassen, was essenziell für eine patientenzentrierte und individuelle Therapie ist.

Welche Rolle spielt die Ausbildung im Rahmen der Arbeit?

Die Arbeit betont, dass kommunikative Defizite bereits im Studium adressiert werden müssen, beispielsweise durch spezifische Kurse zur "Ärztlichen Gesprächsführung" und diskursanalytisch fundierte Trainings.

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Details

Title
Arzt-Patient-Kommunikation
College
Saarland University
Course
Rhetorik und Ethik
Grade
1,0
Author
Severina Kambourova (Author)
Publication Year
2007
Pages
18
Catalog Number
V85516
ISBN (eBook)
9783638006682
ISBN (Book)
9783640474226
Language
German
Tags
Arzt-Patient-Kommunikation Rhetorik Ethik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Severina Kambourova (Author), 2007, Arzt-Patient-Kommunikation, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/85516
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