In diesem Unterrichtsentwurf wird eine mit sehr gut benotete Stunde in einer ersten Klasse zum Thema Balancieren präsentiert. Ausgehend von einer kompletten Unterrichtsreihe wird der Schwerpunkt auf Balancieren auf labiler Unterstützungsfläche an Stationen geschildert. Der Unterrichtsentwurf basiert auf die neuen Kern-Curricula. Zum Unterrichtsentwurf zählen eine didaktische Analyse, eine Sachanalyse, Beschreibung der Lerngruppe, Groblern- und Feinlernziele sowie eine methodische Analyse. Zudem mit Aufbauplan und Beschreibung der Stationen.
Inhaltsverzeichnis
1. Stellung der Stunde in der Unterrichtseinheit:
2. Bemerkungen zur Lerngruppe:
2.1 Angaben zur Klasse:
2.2 Leistungsstand der Klasse:
2.3 Thematische Lernvoraussetzungen:
3. Überlegungen zur Sache
3.1 Sachinformationen zu den Stationen:
4. Didaktische Überlegungen
5. Kompetenzen
5.1 Inhaltsbezogene Kompetenzen
5.2 Prozessbezogene Kompetenzen
5.3 Groblernziel der Stunde
5.4 Feinlernziele
5.5 Längerfristige Lernziele
6. Methodische Überlegungen
7. Geplanter Unterrichtsverlauf
Zielsetzung & Themen
Dieser Unterrichtsentwurf zielt darauf ab, Schülern der Klasse 1a durch eine stationsbasierte Lernumgebung die Grundlagen des Balancierens auf labilem Untergrund zu vermitteln, wobei der Fokus auf der Förderung der motorischen Koordination sowie der sozialen Kompetenz liegt.
- Förderung der Gleichgewichtsfähigkeit in instabilen Situationen
- Entwicklung von koordinativen Fähigkeiten im Grundschulalter
- Kreative Erprobung von Bewegungsmöglichkeiten an verschiedenen Gerätearrangements
- Stärkung des Wagnis- und Risikoverhaltens in einem sicheren Rahmen
Auszug aus dem Buch
3. Überlegungen zur Sache
Etymologisch betrachtet leitet sich der Begriff „Balancieren“ aus dem französischen Wort „Balancé“ für „Gleichgewicht“ ab. „Balancieren“ wird somit als „sich im Gleichgewicht halten“ übersetzt. Das Lexikon Sportwissenschaft beschreibt das Balancieren als das „Halten des Körpergewichts beim Stehen oder Fortbewegen auf einer geringen Unterstützungfläche“.
Der Gleichgewichtsfähigkeit auf einer labilen Unterstützungsfläche kommt in dieser Stunde einer entscheidenden Bedeutung zu. Der Aufbau an den einzelnen Stationen fordert die Schüler immer wieder auf, ihr Gleichgewicht zu halten, bzw. es zu wagen, dieses wieder aufs Spiel zu setzen. In der Trainings- und Bewegungslehre des Sports wird die Fähigkeit des Menschen, den Körper durch Ausgleichsbewegungen in der Gleichgewichtslage zu belassen, als motorisches Gleichgewicht bzw. motorische Gleichgewichtsfähigkeit bezeichnet. Die Gleichgewichtsfähigkeit stellt eine der koordinativen Fähigkeiten dar. Biomechanisch werden zwei Formen unterschieden:
1. Statisches Gleichgewicht: die Fähigkeit, das Gleichgewicht in relativer Ruhestellung oder bei sehr langsamen Bewegungen des Körpers zu erhalten.
2. Dynamisches Gleichgewicht: die Fähigkeit, das Gleichgewicht bei umfangreichen und oft schnellen Lageveränderungen des Körpers zu erhalten und wiederherzustellen.
In dieser Stunde wird das Balancieren auf labilem Untergrund – kombiniert mit dem Transport von Gegenständen – thematisiert. Es geht somit um das dynamische Gleichgewicht.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Stellung der Stunde in der Unterrichtseinheit: Übersicht über die vier Stufen der Balanciereinheit, von niedrigen Brücken bis hin zum Balancieren auf labilem und festem Untergrund.
2. Bemerkungen zur Lerngruppe: Analyse der Klassenzusammensetzung, des Sozialverhaltens und des sportlichen Leistungsstandes der Klasse 1a.
3. Überlegungen zur Sache: Theoretische Herleitung des Begriffs Balancieren und Definition von statischem sowie dynamischem Gleichgewicht im sportwissenschaftlichen Kontext.
4. Didaktische Überlegungen: Begründung der Relevanz des Themas im Rahmen des Sportunterrichts unter Berücksichtigung curricularer Vorgaben und der kindlichen Lebenswelt.
5. Kompetenzen: Definition der inhalts- und prozessbezogenen Kompetenzziele sowie der Fein- und Groblernziele der Sportstunde.
6. Methodische Überlegungen: Beschreibung des geplanten Unterrichtsverlaufs, der methodischen Entscheidungen bezüglich der Stationsarbeit und der Einbindung von Reflexionsphasen.
7. Geplanter Unterrichtsverlauf: Tabellarische Aufstellung der Unterrichtsphasen mit Zeitplanung, Inhalten, Sozialformen und benötigten Materialien.
Schlüsselwörter
Sportunterricht, Grundschule, Balancieren, Gleichgewichtsfähigkeit, labile Unterstützungsfläche, Koordination, Bewegungslehre, Stationsarbeit, Dynamisches Gleichgewicht, Motorik, Sportpädagogik, Unterrichtsentwurf, Lernvoraussetzungen, Bewegungssicherheit.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Es handelt sich um einen detaillierten Unterrichtsentwurf für eine Sportstunde in der ersten Klasse zum Thema Balancieren.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder sind die Förderung des Gleichgewichtssinns, die Nutzung von Sportgeräten für labile Untergründe und die methodische Gestaltung von Stationenlernen.
Was ist das primäre Ziel der Unterrichtsstunde?
Das Ziel ist, dass die Schüler lernen, sich auf verschiedenen Stationen mit labilem Untergrund sicher im Gleichgewicht zu halten.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf sportpädagogischen Grundlagen und sportmotorischen Theorien, um die gewählte Unterrichtsstruktur methodisch zu begründen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil befasst sich mit der Analyse der Lerngruppe, der fachwissenschaftlichen Einordnung des Gleichgewichts sowie der didaktischen und methodischen Planung der Unterrichtsstunde.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind insbesondere Balancieren, Gleichgewichtsfähigkeit, Koordination, Sportunterricht und didaktische Planung.
Warum wird in dieser Stunde explizit auf labilem Untergrund balanciert?
Dies dient dazu, den Bewegungsanreiz zu erhöhen und die koordinativen Fähigkeiten der Kinder durch erschwerte Bedingungen weiter zu schulen.
Welche Rolle spielen die "Kabinen-Sheriffs" und der "Sportler der Woche"?
Dies sind pädagogische Rituale, die soziale Verantwortung fördern und positive Verhaltensweisen außerhalb der reinen sportlichen Leistung anerkennen.
Warum wurde die freie Stationswahl als Methode gewählt?
Dies soll verhindern, dass Schüler sich an bestimmten Aufgaben überfordert oder unwohl fühlen, und stattdessen ihre Explorationslust und Selbstständigkeit stärken.
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- Stefan Janssen (Author), 2007, Unterrichtseinheit: Balancieren auf labilem Untergrund an Stationen (1. Klasse), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/85559