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Legitimität in modernen Demokratien

Eine vergleichende Untersuchung der normativen Demokratietheorien von Jürgen Habermas und Charles Taylor

Title: Legitimität in modernen Demokratien

Term Paper , 2006 , 21 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Ines Kruspel (Author)

Politics - Political Theory and the History of Ideas Journal
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In der Zeit nachmetaphysischen Denkens stellt die Frage nach der Legitimität politischer Ordnungen, Herrschaftsträger und Entscheidungen moderner Massendemokratien eine große Herausforderung für (politische) Theoretiker dar – eine Herausforderung, der sich auch die Autoren Jürgen Habermas und Charles Taylor als Autoren zweier unterschiedlicher, gegensätzlicher Theorierichtungen – dem prozeduralistischen Liberalismus und dem Kommunitarismus – stellten. Sie entwickeln je ein Modell der Demokratie und stellen sich dabei auch die Frage der Legitimität. Die vorliegende Arbeit untersucht diese normativen Demokratietheorien Taylors’ und Habermas’ vor allem im Hinblick auf die Legitimität in vergleichender Art. Es geht dabei vor allem darum, zu prüfen, ob die scheinbar kontroversen Ansichten nicht doch Gemeinsamkeiten aufweisen und vielleicht miteinander vereinbar sind. Die genauere Untersuchung der Theorien ergibt dann letztlich als Ergebnis der Ausarbeitung auch entscheidende Gemeinsamkeiten in den jeweiligen Begründungen der Legitimität, so dass sich die so gegensätzlich scheinenden Modelle als durchaus miteinander vereinbar erweisen.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die normativen Modelle der Demokratie von Taylor und Habermas

2.1. Das republikanische Demokratieverständnis Taylors’

2.2. Deliberative Demokratietheorie: Jürgen Habermas

3. Was ist Legitimität ?

4. Legitimität im Vergleich

4.1. Legitimität durch kollektive Identität

4.2. Legitimität durch diskursive Deliberation

4.3. Gemeinsamkeiten und Differenzen

5. Schluss

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht und vergleicht die normativen Demokratietheorien von Charles Taylor und Jürgen Habermas, um die Quellen von Legitimität in ihren jeweiligen Modellen zu identifizieren und die scheinbare Unvereinbarkeit zwischen kommunitaristischen und deliberativ-liberalen Ansätzen zu hinterfragen.

  • Vergleich des republikanischen Demokratieverständnisses von Charles Taylor mit der deliberativen Demokratietheorie von Jürgen Habermas.
  • Definition und Bedeutung von Legitimität in modernen, säkularisierten Massendemokratien.
  • Analyse der Rolle kollektiver Identität als Legitimationsquelle bei Taylor.
  • Untersuchung des diskursiven Verfahrens und der Rolle der Öffentlichkeit bei Habermas.
  • Herausarbeitung von Gemeinsamkeiten und Differenzen bei der Begründung politischer Ordnung.

Auszug aus dem Buch

4.1. Legitimität durch kollektive Identität

Für Charles Taylor ist es „heute einzig die Demokratie, die politische Legitimität liefert“ (Taylor 2001: 11). Insoweit stimmt er vermutlich mit Habermas auch überein, viel wichtiger erscheint jedoch die strittige Frage, worauf und woraus die Demokratie ihre Legitimität gründet.

Als kommunitaristischem Autor steht bei Taylor auch in dieser Frage die Gemeinschaft im Zentrum der Erklärungen. Wichtig ist, zunächst kurz zu klären, was Identität bei Taylor ausmacht, da wesentliche Bedingungen der Legitimität in der (gemeinsamen) Identität wurzeln.

In einem a priori festgelegten Identitätsbegriff findet sich „jedes menschliche Individuum [...] als Subjekt immer schon in einen moralischen Raum gestellt“ (Rosa 1998: 82). Man wird laut Taylor in eine Gemeinschaft hineingeboren, die immer einen Horizont vorgibt, dem man gewisse Orientierungspunkte darüber entnehmen kann, was gut oder schlecht ist. Mit Hilfe dieser kann der Mensch zu seinem „Selbst“, seiner Identität finden. „Die Sprache und die kulturellen Praktiken, in die hinein ein Individuum geboren wird, bestimmen daher die Elemente, Grenzen und Möglichkeiten seiner Identität“ (Rosa 2001: 62), man kann sich selbst nur innerhalb dieses Horizontes finden und definieren.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung thematisiert die Notwendigkeit normativer Demokratietheorien in modernen Gesellschaften und führt in die Fragestellung nach der Legitimität bei Taylor und Habermas ein.

2. Die normativen Modelle der Demokratie von Taylor und Habermas: Dieses Kapitel stellt die Ansätze von Taylor und Habermas vor, wobei Taylor das republikanische und Habermas das deliberative Demokratiemodell entwickelt.

2.1. Das republikanische Demokratieverständnis Taylors’: Hier wird erläutert, wie Taylor Partizipation und Identität als zentrale Pfeiler für die Gemeinschaft und das Gemeinwohl verknüpft.

2.2. Deliberative Demokratietheorie: Jürgen Habermas: Das Kapitel beschreibt Habermas' prozeduralistisches Modell, in dem der Diskurs und die Öffentlichkeit als Bedingungen für legitime Entscheidungen dienen.

3. Was ist Legitimität ?: Dieses Kapitel definiert den Begriff der Legitimität etymologisch und politikwissenschaftlich als Anerkennungswürdigkeit von Herrschaftsordnungen.

4. Legitimität im Vergleich: Ein vergleichender Hauptteil, der die Ansätze der beiden Autoren auf ihre gemeinsamen Grundlagen und Unterschiede hin prüft.

4.1. Legitimität durch kollektive Identität: Fokus auf Taylors Argumentation, dass eine starke kollektive Identität die Basis für politische Legitimität bildet.

4.2. Legitimität durch diskursive Deliberation: Fokus auf Habermas' Begründung der Legitimität durch den rationalen, diskursiven Prozess innerhalb der Öffentlichkeit.

4.3. Gemeinsamkeiten und Differenzen: Die Synthese zeigt auf, dass beide Autoren trotz unterschiedlicher Schwerpunkte (Identität vs. Prozedur) eine ähnliche Intention der Input-Legitimität verfolgen.

5. Schluss: Der Schluss resümiert, dass die Ansätze vereinbarer sind als zunächst angenommen und regt eine künftige theoretische Zusammenarbeit an.

Schlüsselwörter

Demokratie, Legitimität, Jürgen Habermas, Charles Taylor, Kommunitarismus, Liberalismus, deliberative Demokratie, politische Theorie, Identität, Diskursprinzip, Partizipation, Gemeinwohl, Rechtsstaat, politische Philosophie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit vergleicht die Demokratietheorien von Charles Taylor und Jürgen Habermas, um herauszufinden, wie politische Herrschaft in modernen Gesellschaften legitimiert wird.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind das Spannungsfeld zwischen Kommunitarismus und Liberalismus, die Bedeutung von Identität und die Rolle deliberativer Diskurse in der Demokratie.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die scheinbare Gegensätzlichkeit der beiden Theorien zu hinterfragen und gemeinsame Ansätze zur Begründung von politischer Legitimität aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine vergleichende Untersuchung und Gegenüberstellung normativer Demokratietheorien auf Grundlage zentraler Texte der Autoren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert, wie Legitimität durch kollektive Identität (Taylor) und durch diskursive Deliberation (Habermas) jeweils begründet wird und worin die Gemeinsamkeiten bestehen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Schlüsselwörter sind Legitimität, Demokratie, Diskurs, Identität, Partizipation und Gemeinwohl.

Wie unterscheidet sich Taylors Ansatz von dem von Habermas?

Taylor betont die Bedeutung einer geteilten Kultur und Identität als Basis für Demokratie, während Habermas den Fokus auf die prozedurale Fairness rationaler Diskurse legt.

Welche Rolle spielt das Gesetz in den beiden Theorien?

Bei beiden Autoren nimmt das Gesetz eine zentrale Stellung ein, da es sowohl Ausdruck gemeinsamer Werte (Taylor) als auch Ergebnis eines fairen Diskurses (Habermas) ist.

Zu welchem Schluss kommt die Autorin?

Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass die Theorien signifikante Gemeinsamkeiten aufweisen und eine konstruktive Zusammenführung beider Ansätze für die politische Theorie fruchtbar wäre.

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Details

Title
Legitimität in modernen Demokratien
Subtitle
Eine vergleichende Untersuchung der normativen Demokratietheorien von Jürgen Habermas und Charles Taylor
College
Ernst Moritz Arndt University of Greifswald  (Institut für Politikwissenschaft)
Course
Moderne politische Theorien des 20. Jahrhunderts
Grade
1,3
Author
Ines Kruspel (Author)
Publication Year
2006
Pages
21
Catalog Number
V85562
ISBN (eBook)
9783638015677
ISBN (Book)
9783638918381
Language
German
Tags
Legitimität Demokratien Moderne Theorien Jahrhunderts
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Ines Kruspel (Author), 2006, Legitimität in modernen Demokratien, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/85562
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