Zukunftsmarkt Pflegehotel. Der demographische Wandel und der Markt für Pflegehotels


Diplomarbeit, 2007

123 Seiten, Note: 2,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Kurzzusammenfassung

Abstract

Verzeichnis der Tabellen

Verzeichnis der Abbildungen

Verzeichnis der Infoboxen

Verzeichnis der Abkürzungen

1 Einführung
1.1 Problemstellung
1.2 Definitionen
1.3 Zielsetzung
1.4 Vorgehensweise
1.5 Limitierung

2 Demographische Entwicklung
2.1 Der demographische Wandel und seine Einflussgrößen
2.1.1 Bevölkerungsentwicklung
2.1.2 Veränderung der Altersstruktur
2.1.3 Anstieg des Altenquotienten
2.1.4 Steigende Lebenserwartung
2.2 Zusammengefasst: Prognosen bis 2050

3 Pflegestatistik
3.1 Anzahl pflegebedürftiger Personen in Deutschland
3.2 Alter und Pflegequote der Pflegebedürftigen
3.3 Häufige Ursachen der Pflegebedürftigkeit
3.4 Anzahl privat häuslich gepflegter Pflegebedürftiger
3.5 Entwicklung der Zahl Pflegebedürftiger und deren Versorgung

4 Das Pflegeversicherungsgesetz
4.1 Die Stufen der Pflegebedürftigkeit
4.2 Das Verfahren zur Feststellung der Pflegebedürftigkeit
4.3 Leistungen bei häuslicher Pflege
4.3.1 Pflegesachleistungen
4.3.2 Pflegegeld
4.3.3 Kombinationsleistung
4.3.4 Geplante Änderungen im finanziellen Bereich der Pflegeleistungen
4.4 Möglichkeiten der Versorgung bei fehlender Pflegeperson
4.4.1 Häusliche Pflege bei Verhinderung der Pflegeperson
4.4.2 Kurzzeitpflege

5 Untersuchungsobjekt

6 Marktanalyse
6.1 Definition der Marktanalyse
6.1.1 Durchführung der Marktanalyse
6.1.2 Informations- und Materialbeschaffung
6.2 Beeinflussende Rahmenbedingungen
6.2.1 auf den Markt
6.2.2 auf den Hotelbetrieb
6.3 Anbieteranalyse
6.3.1 Anbieter im Inland
6.3.2 Anbieter im Ausland
6.4 Konzepteanalyse
6.4.1 Pflegemodelle
6.4.2 Leistungen der Pflegehotels
6.4.3 Marketingkonzepte
6.5 Kundenanalyse
6.5.1 Originäre Zielgruppen und Kunden
6.5.2 Aktuelle Kundenanforderungen
6.5.3 Nachfrage nach Pflegehotels
6.5.4 Preisbereitschaft
6.6 Kostenanalyse auf Abnehmer- und Anbieterseite
6.6.1 Kosten auf Abnehmerseite
6.6.2 Wirtschaftlichkeit auf Seiten des Pflegehotels
6.7 Wettbewerber und Konkurrenz
6.7.1 Direkte Wettbewerber und Konkurrenten
6.7.2 Potenzielle Wettbewerber und Konkurrenten
6.8 Auslastung
6.9 Bedarf an Pflegehotel

7 Zukünftige Entwicklungen
7.1 Zukünftige Zielgruppen und Kunden
7.2 Zukünftige Kundenanforderungen
7.3 Zukünftiger Bedarf an Pflegehotels

8 Marktchancen und –risiken
8.1 Chancen
8.1.1 Potenziell höhere Nachfrage durch höhere Anzahl potenzieller Kunden
8.1.2 Marketing- Aktivitäten
8.1.3 Eventuelle Trendentwicklung
8.1.4 Förderung des Wettbewerbs zwischen den Pflegehotels
8.1.5 Gründung eines Dachverbandes
8.2 Risiken
8.2.1 Veränderte finanzielle Möglichkeiten der Zielgruppen
8.2.2 (kein) Interesse an Aufenthalten ä la Pflegehotel
8.2.3 Mangelnder Bekanntheitsgrad
8.2.4 Zu großes Angebote - zu wenig Kunden
8.2.5 Die Lage des Pflegehotels - weite Anreisewege

Literaturverzeichnis

Anhang

Kurzzusammenfassung

Die Diplomarbeit befasst sich mit der Untersuchung des Marktes für Pflegehotels und soll klären, wie derzeit der Markt in dieser Branche gestaltet ist und ob sich das Konzept der Pflegehotels zukünftig am Markt festigen und zu einer eigenständigen Größe etablieren kann. Um gerade die zukünftige Entwicklung des Marktes für Pflegehotels zu betrachten, wurden der demographische Wandel und die Entwicklung im Bereich der Pflege herangezogen und eine Marktanalyse des IST-Zustandes mit Anbieter- und Abnehmeranalyse erstellt. Zusammenfassend kann nach Betrachtung der gegebenen Faktoren gesagt werden, dass Pflegehotels eine Möglichkeit haben, sich am Markt zu etablieren - hierzu allerdings noch sehr viele Anstrengungen von Seiten der Anbieter erbracht werden müssen.

Abstract

The final thesis deals with a market research concerning caring hotels. It aims to clarify how the market is currently organised and whether the concept of caring hotels will be able to gain substantial market share.

To examine future development of a market for caring hotels the demographic alteration and developments regarding care were considered. Furthermore a market research of the current state was prepared including a demand and supply analyses.

Considering the given factors it can be concluded that caring hotels have a chance to establish on the market. Nevertheless it will take the suppliers a lot of effort to succeed.

Verzeichnis der Tabellen

Tabelle 1: Pflegebedürftige zum Jahresende 2005 - Alter und Pflegequote

Tabelle 2: Erste pflegebegründende Diagnose bei Pflegebedürftigen - die fünf häufigsten Krankheitsgruppen

Tabelle 3: Erste pflegebegründende Diagnose bei Pflegebedürftigen - die fünf häufigsten Krankheitsgruppen nach Pflegestufen

Tabelle 4: Die häufigsten pflegebegründenden Einzeldiagnosen aus den Kapiteln des ICD-10

Tabelle 5: Pflegebedürftige zum Jahresende 2005 - Art der Versorgung

Tabelle 6: Hauptpflegeperson im Privathaushalt in %

Tabelle 7: Pflegestufen

Tabelle 8: Zeitaufwand der Pflegestufen

Tabelle 9: Die neuen Leistungen der Pflegeversicherung

Tabelle 10: Zimmerpreise für Pflegehotels

Verzeichnis der Abbildungen

Abbildung 1: Entwicklung der Geburtenrate von 1960 bis 2000

Abbildung 2: Bevölkerungsentwicklung 2001 bis 2050

Abbildung 3: Altersstruktur Deutschlands 1910

Abbildung 4: Altersstruktur Deutschland 1960

Abbildung 5: Altersstruktur Deutschlands 2003

Abbildung 6: Altersstruktur Deutschlands 2050

Abbildung 7: Vergleich Geburtenrate und Lebenserwartung (global)

Abbildung 8: Altenquotient von 1871 bis 2050

Abbildung 9: Entwicklung der ferneren Lebenserwartung 1901 bis 2050

Abbildung 10: Eckdaten Pflegestatistik 2005

Abbildung 11: Entwicklung der Zahl Pflegebedürftiger 1999-2050

Abbildung 12: Die 5 Säulen der Sozialversicherung

Abbildung 13: Belastungen der Pflegenden Angehörigen

Abbildung 14: Sekundärforschung

Abbildung 15: Kondratieffzyklen

Abbildung 16: beeinflussende Rahmenbedingungen auf den Markt

Abbildung 17: Management-Bereiche eines Hotelbetriebes

Abbildung 18: Deutschlandkarte mit Pflegehotels

Verzeichnis der Infoboxen

Infobox 1: Definition Pflegehotel

Infobox 2: Der Begriff der Pflegebedürftigkeit

Infobox 3: Definition Zielgruppe

Infobox 4: Der Altersbegriff

Verzeichnis der Abkürzungen

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1 Einführung

Untersuchungen des Statistischen Bundesamtes im Jahr 2006 haben gezeigt, dass im Jahr 2050 doppelt so viele 60- Jährige wie Neugeborene in Deutschland leben werden.[1] Nach den Prognosen der Bevölkerungsentwicklung des Statistischen Bundesamtes wird die Bevölkerung der Bundesrepublik Deutschland langfristig abnehmen. Die Zahl der älteren Menschen wird die Zahl der Kinder weit übersteigen. Hinzu kommt, dass die Lebenserwartung weiter zunehmen wird.

Wie gestaltet sich der Touristikbereich für die ältere Generation, vor allem für diejenigen, die ein erhöhtes Sicherheitsbedürfnis haben?

Mit zunehmendem Alter nimmt auch die Pflegebedürftigkeit tendenziell zu.[2] Heute wird noch ein Großteil der pflegebedürftigen Personen im privaten Haushalt ohne Hilfe von „Außen" versorgt und gepflegt.[3] Einerseits brauchen gerade diese pflegeleistenden Angehörigen Hilfe in Form von Pausen von ihrer anspruchsvollen pflegerischen Tätigkeit. Der pflegebedürftige Angehörige muss in dieser Auszeit weiter versorgt werden. Die zu Pflegenden selbst haben trotz vorhandener gesundheitlicher Beeinträchtigungen wie Menschen ohne Beeinträchtigung ein Urlaubsbedürfnis.

Wo können Pflegebedürftige mit und ohne pflegende Angehörige unbeschwert Urlaub machen und den Alltag hinter sich lassen bzw. welche Alternative zu der bekannten Unterbringung in einer Kurzzeitpflegeeinrichtung bieten Pflegehotels? Zudem stellt sich die Frage, ob dieser Zustand der Familienfürsorge mit privathäuslicher Pflege in Zukunft erhalten bleiben wird.

1.1 Problemstellung

Die Unterbringung pflegebedürftiger Angehöriger in einem Pflege- oder Altersheim ist sehr kostenintensiv und für manch pflegebedürftige Selbst, aber auch für die Angehörigen aus finanzieller Sicht und aus Gründen sozialer Responsibilität nicht vorstellbar. Pflegedürftige werden in Ihrem häuslichen Umfeld durch Angehörige mit und ohne professionelle Unterstützung eines ambulanten Pflegedienstes betreut und gepflegt. Für die zu Pflegenden aber gerade auch für die Pflegenden bedeutet dies meist eine große physische und auch psychische Belastung.

Gerade wegen dieser großen Belastung haben sie einen Urlaub oder eine Kur nötig, um Abstand vom Alltag zu erlangen und die Kraftreserven wieder zu füllen.

Ob diese Auszeit mit oder ohne pflegebedürftigen Angehörigen genommen wird, hängt von den Bedürfnissen der Pflegenden und der pflegebedürftigen Personen sowie der Art des geplanten Urlaubs ab.

Folgende Konstellationen sind bei einem Urlaub mit und ohne Pflegeempfänger möglich:

Der pflegende Angehörige fährt allein in den Urlaub, die pflegebedürftige Person bleibt zu Haus und wird in dieser Zeit von Verwandten, Freunden oder Nachbarn versorgt.

Ein ambulanter Pflegedienst übernimmt in vollem Umfang die Betreuung des daheim Gebliebenen.

Während der ständig pflegende Angehörig im Urlaub ist, wohnt der Pflegebedürftige vorübergehend in einer stationären Pflegeeinrichtung.

Die Pflegepartner machen gemeinsam Urlaub. Sie entscheiden, ob Sie die Pflege am Urlaubsort selbst übernehmen oder dem Pflegepersonal anvertrauen.

Der Pflegebedürftige verreist „allein".

Bei Alleinreisen der Pflegeperson muss für den zu Pflegende während des Urlaubs oder im Falle einer Verhinderung der Pflegeperson eine Unterbringung arrangiert werden. Gewöhnlich würde dies über einen Kurzzeitpflegeplatz z.B. in einem Pflegeheim oder einer Kurzzeitpflegeeinrichtung erfüllt werden. Nicht wenige zu Pflegenden werden sich dort aber abgeschoben und alleingelassen fühlen.

Es ist zu vermuten, dass aus diesem Grund die pflegenden Angehörigen oftmals auf einen Urlaub verzichten und in Zukunft auch verzichten werden. Im Jahr 2001 hat das Kuratorium Deutsche Altershilfe eine Umfrage zur Beeinträchtigung des körperlichen und seelischen Wohlbefindens bei pflegenden Angehörigen durchgeführt. Dabei wurden auch materielle Einbußen ermittelt. Nach dem Ergebnis der Umfrage verzichten rund 45 Prozent der pflegenden Angehörigen (schon seit Jahren) auf Urlaub.[4] Neuere Zahlen stehen derzeit nicht zur Verfügung.

Hieraus lassen sich folgende Leitfragen herleiten:

1. Bietet ein Pflegehotel eine Alternative zu den bekannten Unterbringungsmöglichkeiten der Verhinderungspflege?
2. Besteht die Nachfrage von Pflegebedürftigen, sowie deren Angehörigen, zusammen in Urlaub in Pflegehotels zu verreisen?
3. Wird sich der Markt für Pflegehotels in Zukunft durch den demographischen Wandel der Bevölkerung etablieren können?
4 Müssen Zielgruppen für diese Art von Unterbringung stärker definiert werden oder ist ein verstärktes Marketing erforderlich?

Diese Leitfragen sollen aber nicht nur vor dem Hintergrund der pflegebedürftigen Bevölkerung geklärt werden, sondern es soll auch die alternde Bevölkerung und somit die ältere Generation mit einbezogen werden.

1.2 Definitionen

Zur Herstellung eines gleichartigen Verständnisses werden die Begriffe Pflegehotel, Pflegebedürftigkeit, Zielgruppe und Alter zunächst so definiert, wie sie in den nachfolgenden Ausführungen begrifflich verwendet und verstanden werden sollen. Bei Bedarf werden weitere Ausführungen der Definitionen in den entsprechenden Kapiteln angeführt.

Infobox 1: Definition Pflegehotel

Ein Pflegehotel im Sinne dieser Untersuchung ist ein Beherbergungsbetrieb, welcher auf Pflegebedürftige in Kurzzeitpflege und Verhinderungspflege und deren Angehörigen, sowie sicherheitsbedürftige Senioren ausgerichtet ist. Es verbindet Pflege mit Komfort und Service in geschmackvollem Rahmen bei dem der Hotelcharakter klar im Vordergrund stehen sollte, während die Pflege diskret und unauffällig im Hintergrund ablaufen sollte. Es ist dafür ausgestattet, Kurzzeitpflege und Verhinderungspflege zu übernehmen oder Angehörige während des Urlaubsaufenthaltes im gewünschten Maße zu unterstützen und zu entlasten.

Es steht im Gegensatz zu sog. Patientenhotels nicht auf oder im Zusammenhang mit einem Klinikgelände, sondern ist als eigenständiges Hotel zu betrachten, welches sein Angebot um Pflegeleistungen erweitert hat und somit einen speziellen Kundenkreis ansprechen kann.

Infobox 2: Der Begriff der Pflegebedürftigkeit

Pflegebedürftigkeit im Sinne der sozialen Pflegeversicherung ist „ein auf körperlicher, geistiger oder seelischer Krankheit oder Behinderung beruhender, durch ärztliche Intervention i.d.R. nicht mehr beeinflussbarer Gesundheitszustand, aufgrund dessen die betroffene Person in den elementaren Lebensbereichen der Körperpflege, der Ernährung, der Mobilität oder der hauswirtschaftlichen Versorgung für die gewöhnlichen und regelmäßig wiederkehrenden Verrichtungen im Ablauf des täglichen Lebens für mindestens sechs Monate in einem wenigstens erheblichen Maße fremder Hilfe bedarf".[5]

Der Pflegebedürftige ist somit nicht in der Lage, den Aktivitäten des täglichen Lebens selbstständig nachzugehen und bedarf zur Bewältigung dieser Aufgaben Hilfe. Was der Gesetzgeber unter Hilfe versteht, wird in § 14 Abs. 3 SBG XI[6] aufgezählt. Danach besteht Hilfe im Sinne des Absatzes 1 „in der Unterstützung, in der teilweisen oder vollständigen Übernahme der Verrichtungen im Ablauf des täglichen Lebens oder in der Beaufsichtigung oder Anleitung mit dem Ziel der eigenständigen Übernahme dieser Verrichtungen." Die Pflegebedürftigkeit wird in drei Stufen je nach Schweregrad der Pflegebedürftigkeit unterteilt, welche näher in Kapitel 4.1 erläutert werden.

Der Begriff der Pflegebedürftigkeit des SGB XI ist allerdings fast überwiegend somatisch als Folge von Krankheit oder Behinderung definiert. Menschen, deren Hilfebedarf nicht primär somatischer Art ist (geistig oder psychisch Behinderte mit hohem Betreuungsbedarf und Menschen mit Demenz) kommen bei dieser somatischen Definition zu kurz. Auch derartige Beeinträchtigungen werden im Folgenden in einer Erweiterung der Begrifflichkeit zur Pflegebedürftigkeit gezählt.

Pflegebedürftigkeit ist nicht mit Bettlägerigkeit gleichzusetzen. Pflegebedürftige Personen können durchaus mobil sein, bedürfen allerdings bei gewissen Tätigkeiten Hilfe und Unterstützung.

Zudem ist Pflegebedürftigkeit nicht gleichzustellen mit hohem Alter. Die Pflegebedürftigkeit nimmt mit höherem Alter zwar tendenziell zu[7], aber auch im jungen und mittleren Alter tritt Pflegebedürftigkeit auf.

Infobox 3: Definition Zielgruppe

Eine Zielgruppe wird aus aktiven und potenziellen Kunden gebildet.[8] Auf diese Zielgruppe werden die Marketingaktivitäten ausgerichtet. Diese Zielgruppenbildung, d.h. die Differenzierung der Kunden nach relevanten Merkmalen, ist die Grundlage der Marktsegmentierung. Hierbei wird durch den Einsatz von Variablen (demografische, psychografische, etc.) versucht Zielgruppensegmente zu bilden, die in sich möglichst homogen und nach außen möglichst heterogen sind. Als Zielgruppe wird demnach eine nach bestimmten Merkmalen definierte Personengruppe bezeichnet, auf die das Konzept einer Sendung, eines Programms oder einer Werbemaßnahme ausgerichtet ist und die damit gezielt angesprochen werden soll.

Infobox 4: Der Altersbegriff

Nach der Definition der Weltgesundheitsorganisation WHO gilt als alt, wer das 65. Lebensjahr vollendet hat.[9] Dies war herkömmlich die Zeit des Übergangs von Erwerbsleben in die Rente. Im Zuge der demographischen Entwicklung wird dieser Zeitraum allerdings immer weiter nach hinten verschoben werden müssen, da die Bevölkerung immer älter werden wird und auch die Erwerbsphase nach hinten verlängert werden wird. Die Medien allerdings setzen den Trend in die Gegenrichtung: „Die Golden Oldies, die 50plus Generation, die Rentner, die Alten, die Pensionisten, die Ruheständler"[10]. Hier scheint als magische Grenze der 50. Geburtstag gesetzt zu sein bzw. spätestens der Tag, an dem man aufhört zu Arbeiten. In dieser Untersuchung wird der Altersbegriff im Sinne der Definition der WHO angewandt.

1.3 Zielsetzung

Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Frage, wie aufgrund der prognostizierten Bevölkerungsentwicklung der Bundesrepublik Deutschlands Pflegehotels zur urlaubsmäßigen Unterbringung Kurzzeitpflegebedürftiger mit und ohne ihre Angehörigen und auch als Urlaubsdomizil „sicherheitsbedürftiger" Senioren jetzt und auch in Zukunft Entwicklungspotenzial auf dem Markt haben oder ob nur ein geringes Interesse an dieser Form der Unterbringungs möglichkeiten besteht und in Zukunft bestehen wird. Ziel ist es, den Markt für Pflegehotels zu untersuchen und zu analysieren und Prognosen für die zukünftige Entwicklung zu erstellen.

1.4 Vorgehensweise

In Form einer Sekundärerhebung wird eine umfassende Analyse des Marktes für Pflegehotels durchgeführt. Vorgeschaltet findet eine Untersuchung der demographischen Entwicklung Deutschlands und der Pflegestatistik des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen statt. Eine vorgeschaltete Literaturrecherche hat ergeben, dass nur wenige Fachlektüren in Form von wissenschaftlichen Untersuchungen und Aufsätzen existieren. Dies liegt darin begründet, dass das Untersuchungsgebiet der Pflegehotels relativ neu ist. Die Literaturauswertung bezieht sich daher auf Veröffentlichungen aus Fachliteratur und Medien, sowie auf Informationsmaterial, welches die einzelnen Häuser zur Verfügung gestellt haben.

Neben der Sekundärerhebung hat der Verfasser durch eine Befragung mit eigens entwickelten Fragebögen für Pflegebedürftige und deren Angehörigen, sowie für Pflegehotels in Form einer Primäruntersuchung spezielle durch die Sekundärliteratur nicht eindeutig beantwortete Fragen untersucht und auf Übereinstimmung der Aussagen untereinander und zwischen den Sekundär- und Primärerhebung geprüft. Weitere Informationen zum Vorgehen der Befragung werden in Kapitel 6.1.2 „Informations- und Materialbeschaffung" näher erläutert.

1.5 Limitierung

Eine umfassende Gesamtbetrachtung zum Thema Pflegehotel hat eine hohe Komplexität. Mit in die Betrachtung einbezogen werden müssten beispielsweise neben den eigentlichen Markt-und Bedarfsanalysen auch bauliche Rechtsvorschriften und Normen für ein Pflegehotel und eine ausführliche betriebswirtschaftliche Betrachtung. Dies würde den Rahmen der vorliegenden Arbeit weit übersteigen.

Diese Untersuchung befasst sich daher auf der Grundlage der demographischen Entwicklung Deutschlands, der Pflegestatistik und einer orientierenden Marktanalyse mit dem Schwerpunkt der Anbieter- und Abnehmeranalyse und einer Prognose für die Zukunft.

2 Demographische Entwicklung

Die demographische Entwicklung wird bereits seit mehreren Jahren thematisiert. Es vergeht kaum ein Tag, an dem nicht ein Artikel zum Thema Demographie in der Presse veröffentlicht wird.

„Immer mehr 100-Jährige", „1,4 Kinder sind zu wenig", „Greisenrepublik - Können wir uns das Altern leisten", „Rentnern gehört die Zukunft", „Demographische Zeitbombe", sind nur einige der Schlagzeilen der Tagespresse, die zudem eine gewisse Dramatik vor Augen führen. Im Allgemeinen werden in der Tagespresse wie auch in Fachveröffentlichungen größtenteils negative und unerwünschte Auswirkungen auf die Sozialkassen, den Arbeitsmarkt und die Bildungsausgaben diskutiert.[11] Was man unter einem demographischen Wandel versteht und welche Folgen damit verbunden sind werden die nächsten Kapitel näher erläutern.

2.1 Der demographische Wandel und seine Einflussgrößen

„Mit dem Begriff "demographischer Wandel" wird die Veränderung der Zusammensetzung der Altersstruktur einer Gesellschaft bezeichnet."[12]

Demographischer Wandel ist zunächst weder positiv noch negativ belegt, sondern weist zunächst nur auf eine Veränderung hin.[13] So kann sich nach diesem Begriff z.B. die Bevölkerungsstruktur durch Zu- oder Abnahme von Einwohnern verändern oder das Durchschnittsalter der Bevölkerung erhöhen oder verringern. Die Folgen der demographischen Entwicklung können für Jeden eine andere Bedeutung haben.

Die tatsächliche Entwicklung der sich gegenwärtig verändernden Bevölkerungsstruktur gestaltet sich laut Lehr wie folgt.[14]

- Zunahme der Lebenserwartung
- Mit dem Alter zunehmende Differenz der Anzahl Männer - Frauen
- Wachsender Anteil älterer Menschen
- Wachsender Anteil Hochbetagter und über 100jähriger
- Zunehmende Differenzierung der Alten in verschiedene Lebens- und Verhaltensformen
- Veränderte Relation der Altersgruppen
- absolute Zunahme von Pflegebedürftigkeit, Abnahme des Potentials an häuslichen Pflegepersonen
- Zunahme alt werdender Behinderter
- Veränderungen im Lebenszyklus

Die Veränderungen im Lebenszyklus sind komplex und beziehen sich auf den Wandel des gesamten Lebenslaufes. Die Berufsausbildungen dauern immer länger, die Kinderzahl wird immer geringer und es kommt zu einer höheren Lebenserwartung durch den medizinischen Fortschritt.[15] Das Leben wird durchschnittlich insgesamt länger und die einzelnen Phasen verschieben sich mit der Zeit.

Die Zunahme alt werdender Behinderter ist dadurch zu begründen, dass es durch die besser werdende medizinische Versorgung möglich ist, Komplikationen und den Todeszeitpunkt immer weiter hinauszuzögern.

Anhand welcher Faktoren sich die demographische Entwicklung belegen lässt wird in den folgenden Kapiteln strukturiert dargestellt.

So wird zunächst die Bevölkerungsentwicklung allgemein erläutert und dann die Folgen dieser Entwicklung anhand der Altersstruktur, der Lebenserwartung und dem so genannten Altenquotienten, welcher im entsprechenden Kapitel erklärt wird, verdeutlicht.

2.1.1 Bevölkerungsentwicklung

Seit 1992 sinken die Bevölkerungszahlen in Deutschland kontinuierlich und seit Anfang der 70er Jahre liegt die Fertilitätsrate (FTR) pro Frau konsequent unter 2 Kindern. Zur Zeit liegt sie bei 1,3 Kindern.[16]

Eine Fertilitätsrate von 2,1 bedeutet, dass die Kindergeneration etwa gleich groß wie die Elterngeneration sein wird (Bestandserhaltung).[17]

Ein FTR von 2,8 bedeutet, dass die Kindergeneration etwa 4/3-mal so groß wird wie die Elterngeneration (Wachstum um 1/3).

Bei einem FTR von 1,4 kann man davon ausgehen, dass die Kindergeneration etwa nur noch 2/3-mal so groß sein wird wie die Elterngeneration (Schrumpfung um 1/3).

Der derzeitige Wert liegt deutlich unter der Fertilitätsrate von 1,4 und belegt die Prognose des Bevölkerungsrückgangs.

Abbildung 1 zeigt die Entwicklung der Geburtenrate von 1960 bis 2000. Es zeigt sich, dass die Geburtenziffern in Westdeutschland seit 25 Jahren zwischen 1,28 und 1,45 schwanken. Die Geburtenziffer Ost-Deutschlands nähert sich langsam diesem durchschnittlichen Wert wieder an, nachdem die ursprünglich über dem Wert von West-Deutschland liegende Geburtenziffer nach der Wiedervereinigung stark gefallen war.

Abbildung 1: Entwicklung der Geburtenrate von 1960 bis 2000

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Bundeszentrale für politischeelle: Bildung[18]

Die in Abbildung 2 dargestellte Entwicklung der Bevölkerung zeigt, dass 2001 die absoluten Zahlen noch bei 82,4 Mio. Einwohnern lagen. Die Vorausberechnung bis zum Jahr 2050 zeigt einen starken Einbruch. Bis 2010 ist noch ein geringer Anstieg zu erwarten. Danach setzt allerdings ein kontinuierlicher Rückgang der Bevölkerungszahl ein. Es kommt mit aller Wahrscheinlichkeit zu einem Rückgang der Bevölkerung auf knapp 75 Mio. Menschen bis zum Jahr 2050 (Stand 2003). Aktuellere Untersuchungen des Statistischen Bundesamtes sprechen von eine Bevölkerungszahl im Jahr 2050 zwischen 69 und 74 Mio. Menschen.[19]

Abbildung 2: Bevölkerungsentwicklung 2001 bis 2050

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Sesselmeier[20]

Zahl der Einwohner in Millionen bei einer jährlichen Zuwanderung von 200 000 Menschen (mittlere Variante)

Die Verringerung der Bevölkerung Deutschlands hat zur Folge, dass auch der Anteil gebärfähiger Frauen sinkt. In der Folge bekommen immer weniger Frauen immer weniger Kinder. Somit wird sich die deutsche Bevölkerung insgesamt deutlich verringern.

Dies könnte isoliert betrachtet auch für einen Rückgang an Pflegebedürftigen sprechen, wenn ansonsten die Bevölkerungsstruktur unverändert bliebe. Wie die folgenden Kapitel aber zeigen, führt eine Analyse der Altersstruktur zu einer anderen Schlussfolgerung.

2.1.2 Veränderung der Altersstruktur

Anfang des 20. Jahrhunderts wies die Altersstruktur Deutschlands eine klassische Alterspyramide auf (siehe Abbildung 3). Es gab eine hohe Geburtenrate und eine kontinuierliche Sterberate.

Abbildung 3: Altersstruktur Deutschlands 1910

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Schader Stiftung[21]

Für erste dramatische Einschnitte in diese Altersstruktur sorgten die Weltkriege. Durch die Sterberate zu dieser Zeit veränderte sich auch die Altersstruktur ganz erheblich. In den letzten Jahrzehnten jedoch veränderte sich die Struktur weiter. Mit Einführung der hormonelle Verhütungsmethode und den damit kontrollierbaren und beeinflussbaren Geburtenzahlen kam es nach 1965 zu einem sog. Pillenknick.[22]

Die bevölkerungsstärksten Jahrgänge verschieben sich, wie in den Abbildungen 4 bis 6 zu sehen, an der Skala immer weiter nach oben und sind folglich in einem immer höheren Alter zu finden. Gleichzeitig zeigen sich durch die geringe Geburtenrate in den unteren Altersklassen nur geringe Zuwächse.

In der Betrachtung wandelt sich die Altersstruktur von einer Pyramide, über eine Tannenbaumform zu einer sog. Urnenform.

Gründe hierfür sind die schon genannten immer weiter sinkenden Geburtenraten und die durch die immer besser werdende Gesundheitsversorgung steigende Lebenserwartung der Bevölkerung.

Abbildung 4: Altersstruktur Deutschland 1960

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Statistisches Bundesamt[23]

Abbildung 5: Altersstruktur Deutschlands 2003

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Statistisches Bundesamt[24]

Abbildung 6: Altersstruktur Deutschlands 2050

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Statistisches Bundesamt[25]

Wie man Abbildung 4 entnehmen kann, war im Jahr 1960 bei den 20- Jährigen der bevölkerungsreichste Jahrgang zu finden. Zum Jahr 2003 hin stieg diese Dichte zu den 40- Jährigen an und bis 2050 wird erwartet, dass der Jahrgang der 60- Jährigen den bevölkerungsreichsten Jahrgang stellt.

Wie schon genannt wird es nach Schätzung des Statistischen Bundesamtes zu einem Absinken der Bevölkerung auf zwischen 69 bis 74 Millionen Menschen im Jahr 2050 kommen.[26] Auch diese Entwicklung macht sich besonders in der Altersstruktur und der Bevölkerungszusammensetzung bemerkbar.

Die Alten werden immer älter und Junge kommen nicht nach.

Deutschland war 1972 das erste Land Europas, in dem mehr Sterbefälle als Geburten verzeichnet wurden.[27] Global betrachtet nimmt die Geburtenrate immer weiter ab, während die Lebenserwartung weiterhin ansteigt.

Abbildung 7: Vergleich Geburtenrate und Lebenserwartung (global)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: United Nations Population Division[28]

Während die Geburtenrate weiter abnimmt, steigt die Lebenserwartung in Deutschland dagegen beständig an[29]. Es werden im Verlauf der nächsten Jahrzehnte immer weniger jüngere Menschen und immer mehr Ältere in der Bevölkerung Deutschlands vertreten sein.

2.1.3 Anstieg des Altenquotienten

Abbildung 8: Altenquotient von 1871 bis 2050

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung[30], eigene Darstellung

Die demographische Entwicklung kann auch anhand des sog. Altenquotienten abgelesen werden. Er bildet das Verhältnis der Bevölkerung im Rentenalter (zur Zeit ab 65 Jahre) im Verhältnis zur Bevölkerungsgruppe im Erwerbsalter (zur Zeit von 20-64 Jahren).[31]

Wie in Abbildung 8 zu sehen ist schwank der Altenquotient bis 1925 nur im geringen Maße. Er lag bei Werten zwischen 8 und 10. Das bedeutet, dass 100 Menschen im Erwerbsalter 8 bzw. 10 Menschen im Rentenalter gegenüber stehen. Seit 1939 steigt der Altenquotient bis auf einen Einbruch zwischen 1990 bis 2000 kontinuierlich an.

Nach der letzten Erhebung aus dem Jahr 2005 lag der Altenquotient bei einem Wert von 32.[32] Der Altenquotient hat sich zwischen 1871 und 2005 mehr als verdreifacht und wird sich bis zum Jahr 2050 nochmals verdoppeln. Die auffälligste Steigerung des Quotienten ist nach der Prognose zwischen 2010 und 2030 zu erwarten. Während im Jahr 2010 ein Quotient von 32,6 Prozent vorliegen wird steigt er innerhalb der folgenden 20 Jahre auf einen Prozentsatz von 47,3 an. Im Jahr 2040 wird mit einen Quotienten von 53,1 Prozent mit aller Wahrscheinlichkeit die 50 Prozentmarke überschritten werden - mehr als die Hälfte der Bevölkerung ab dem erwerbsfähigen Alter wird dann 65 Jahre und älter sein. Im Jahr 2050 wird mit einem Quotienten von knapp unter 55 Prozentpunkten gerechnet.

2.1.4 Steigende Lebenserwartung

Die Lebenserwartung wird definiert als die durchschnittliche Zahl von weiteren Jahren, die ein Mensch in einem bestimmten Alter nach den zum aktuellen Zeitpunkt geltenden Sterblichkeitsverhältnissen voraussichtlich noch leben könnte.[33] Sie wird mit Hilfe der Sterbetafel des Statistischen Bundesamtes ermittelt, in die die aktuellen Wahrscheinlichkeiten für die einzelnen Altersjahre, im jeweiligen Alter zu sterben, eingehen. Die Lebenserwartung wird untergliedert nach Geschlecht ausgewiesen.

In Abbildung 9 wird die durchschnittlich verbleibende Lebenszeit einer 60-Jährigen Person von 1901 bis 2050 nach Geschlechtern getrennt dargestellt. Verdeutlicht werden muss bei dieser Darstellung, dass die Entwicklung nicht ,wie augenscheinlich dargestellt, linear verläuft, sondern bei den Untersuchungszeiträumen unterschiedliche Abstände gewählt worden sind.

Ein 60- Jähriger Mann hatte demnach im Jahr 1982 eine fernere Lebenserwartung von 16,5 Jahren, nur 18 Jahre später, im Jahre 2000, hatte ein gleichaltriger Mann demgegenüber eine fernere Lebenserwartung von bereits 19,2 Jahren.

Abbildung 9: Entwicklung der ferneren Lebenserwartung 1901 bis 2050

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Bundeszentrale für politische Bildung[34]

Neben der ferneren Lebenserwartung ab dem 60. Lebensjahr kann man auch die gesamte durchschnittliche Lebenserwartung betrachten.

Lag die gesamte durchschnittliche Lebenserwartung zu Beginn des vorigen Jahrhunderts noch bei 73,1 Jahren für Männer und 74,2 Jahren für Frauen, ist sie seitdem permanent gestiegen. Die durchschnittliche Lebenserwartung lag für Neugeborene 2005 bei 76,21 Jahren bei Männern bzw. 81,78 Jahren bei Frauen.[35] Bis 2050 wird ein Anstieg auf 83,7 Jahren bei Männern und 88,3 Jahren bei Frauen erwartet.[36]

Durch die steigende Lebenserwartung und die sinkende Geburtenrate wird das Durchschnittsalter der Bevölkerung von derzeit 41 Jahren auf circa 48 Jahre im Jahr 2050 ansteigen. 2000 waren in Deutschland 24% der Bevölkerung über 60 Jahre alt, demgegenüber waren nur 21% jünger als 20 Jahre. Nach den Prognosen des Statistischen Bundesamtes wird im Jahr 2030 der Anteil der über 60-Jährigen circa doppelt so hoch sein, wie der der unter 20-Jährigen (35% zu 17%).

Zudem nimmt der Anteil der über 80-, 90- und 100-Jährigen zu. Er wird sich in den nächsten 20 Jahren verdoppeln. Bis zum Jahr 2050 erhöht sich die Zahl der über 80-Jährigen um 4,9 Mio. auf 9,1 Mio. und die Zahl der über 90- Jährigen vervierfacht sich auf über 2 Mio. Menschen.

Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes wird die Lebenserwartung bis 2050 weiter steigen.[37]

2.2 Zusammengefasst: Prognosen bis 2050

Das Statistische Bundesamt hat für die Bevölkerungsentwicklung bis zum Jahr 2050 verschiedene Szenarien berechnet.[38]

Zusammenfassend lassen sich folgende Kernaussagen festhalten, wie sich die Bevölkerung Deutschlands bis zum Jahre 2050 verändern wird:

- Die Bevölkerung Deutschlands nimmt ab.
- Die Lebenserwartung steigt.
- Es wird mehr alte als junge Menschen geben.

Der demographische Wandel beeinflusst die Strukturen Deutschlands enorm und wird es in Zukunft auch weiterhin. Die strukturelle Zusammensetzung der Bevölkerung der Bundesrepublik Deutschlands wird in Zukunft Einfluss auf das gesellschaftliche Leben, die Wirtschaft und die Märkte haben.

In den nachfolgenden Kapiteln wird gezeigt, welche Auswirkungen die Entwicklungen auf die Pflegesituation und den Markt für Pflegehotels haben können.

3 Pflegestatistik

Die Pflegestatistik wird seit 1999 alle zwei Jahre von den Statistischen Ämtern des Bundes und der Länder erhoben. Gesetzliche Grundlage ist die Pflegestatistik- Verordnung (PflegeStatV), die auf Grund des § 109 Abs. 1 des Elften Buches Sozialgesetzbuch - Soziale Pflegeversicherung durch die Bundesregierung am 24.11.1999 erlassen wurde.[39] Die aktuellste Statistik ist 2007 für das Jahr 2005 veröffentlicht worden.[40] Ziel der Pflegestatistik ist es, „Daten zum Angebot von und der Nachfrage nach pflegerischer Versorgung"[41] zu erhalten. Dafür werden Daten der Pflegebedürftigen, sowie Daten über Pflegeeinrichtung und ambulante Pflegedienste erfasst und ausgewertet. Die Definitionen der Begriffe in der statistischen Erhebung beruhen auf der Grundlage des Pflegeversicherungsgesetzes im elften Sozialgesetzbuch.[42]

3.1 Anzahl pflegebedürftiger Personen in Deutschland

Der Begriff der Pflegebedürftigkeit wurde schon in Kapitel 1.2 in der Infobox 2 erläutert. Pflegebedürftig im Sinne des SGB XI waren im Jahr 2005 in Deutschland 2,13 Millionen Menschen. Seit 1999 hat die Zahl der Pflegebedürftigen um 110.000 Personen (5,45%) zugenommen.[43]

Die Mehrheit der Gruppe der Pflegebedürftigen bilden mit 68 Prozent Frauen. 82 Prozent der Pflegebedürftigen waren über 65 Jahre alt. Davon wiederum sind 33 Prozent 85 Jahre und älter.

Somit ist nur ein sehr geringer Teil der Bevölkerung unter 65 Jahren Pflegebedürftig (18% auf eine Altersspanne von 65 Jahren verteilt). Aus diesem Grunde wird zunächst vermehrt auf „alte Pflegebedürftige" in dieser Arbeit eingegangen.

3.2 Alter und Pflegequote der Pflegebedürftigen

Ab wann ein Mensch als alt oder als jung gilt, ist sowohl von objektivierbaren oder faktischen Gegebenheiten aber auch subjektiven Empfindungen abhängig.

Der Vorgang des Alterns kann mit den Begriffen biologisches Alter und biographisches Alter deutlich beschrieben werden. Das biographische Alter ist die Altersangabe, die sich nach dem Geburtsdatum errechnet. Dagegen ist mit dem biologischen Alter der Zustand des Körpers gemeint, der normalerweise einem bestimmten Alter ungefähr entspricht.

Aber ab wann genau ist der Mensch alt, ab dem 50. Lebensjahr oder ab dem 60. oder 70. Lebensjahr? Diese Frage ist bisher nicht eindeutig beantwortet. Das liegt daran, dass es bisher keine eindeutige Beschreibung und Festlegung biologischer Alterungsprozesse eines Menschen im fortgeschrittenen Leben gibt. Man findet vielmehr durchaus häufig Begriffe wie "deutlich gealtert", "jung geblieben" oder "jünger wirkend".

Das Problem macht deutlich, dass Altern ein sehr individueller Vorgang ist und auch von der Ansicht des Betrachters abhängig ist. Selbst in einer Familie können Alterungsprozesse unterschiedlich ablaufen. Etwa gleichalte Menschen, z. B. Geschwister, die kurz hintereinander geboren wurden, können deutlich unterschiedlich mental, aber auch körperlich altern. Man hat deshalb versucht, in einer Definition eine willkürliche Festlegung zu treffen, die sagt, ab wann der Begriff alt im medizinischen Sinne angewandt werden kann (siehe hierzu Kapitel 1.2: Infobox 4).

Nach Ansicht des Bundesministeriums für Gesundheit und Soziale Sicherung nimmt Pflegebedürftigkeit im Sinne der Einstufung in Pflegestufen mit dem Alter i.d.R. zu[44]. In Tabelle 1 ist dargestellt, wie sich der Anteil Pflegebedürftiger zum Jahresende 2005 auf die angegebenen Altersgruppen verteilt und wie sich deren Anteil an der jeweiligen Bevölkerungsgruppe gestaltet.

Die Zahl der Pflegebedürftigen in der Altersgruppe der 15- bis unter 60-jährigen wirkt zunächst als absolute Zahl sehr hoch, jedoch muss man beachten, dass es sich hier um eine Altersspanne von 45 Jahren handelt, während die weiteren Abschnitte nur eine Zeitspanne von 5 Jahren aufweisen.

Beachtet man die entsprechende Pflegequote, so wird deutlich, dass der Anteil der Pflegebedürftigen der jeweiligen Bevölkerungsgruppe erst zwischen dem 75. und 80. Lebensjahr

rapide ansteigt. Im Alter zwischen 70 und 75 Jahren war 2005 jeder Zwanzigste (5%) pflegebedürftig, während in der Altersgruppe der 90- bis unter 95- jährigen mit einem Wert von 61% eine sehr viel höhere Pflegequote ermittelt wurde.

Frauen weisen ab ungefähr dem 85. Lebensjahr eine deutlich höhere Pflegequote auf, als Männer in dieser Altersgruppe. So beträgt die Pflegequote bei den Frauen im Alter der 90- bis unter 95- jährigen 66%, während bei den Männern gleichen Alters „nur" ein Wert von 44% zu nennen ist.

Tabelle 1: Pflegebedürftige zum Jahresende 2005 - Alter und Pflegequote

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Statistisches Bundesamt[45], eigene Darstellung

Pflegebedürftigkeit fällt somit erst in der Gruppe der über 85-Jährigen ins Gewicht und betrifft dort rund 50% der Bevölkerung ab diesem Alter. Daraus lässt sich schließen, dass 50 von 100 Hochbetagten in der Lage sind, allein kompetent ihren Alltag zu meistern und die anderen 50 Unterstützungen im täglichen Leben benötigen.

3.3 Häufige Ursachen der Pflegebedürftigkeit

Der Medizinische Dienst der Spitzenverbände der Krankenkassen e. V. (MDK) veröffentlicht jährlich einen Pflegebericht in dem über die Tätigkeiten des MDK für die Pflegeversicherung berichtet wird.[46] Im Berichtszeitraum 2001/ 2002 wurden dabei auch die häufigsten Diagnosen aufgeführt, deren Funktionsdefizite ursächlich zur Pflegebedürftigkeit geführt haben.

Die in dem Pflegebericht 2001/2002 am häufigsten genannten Hauptdiagnosen sind in folgenden Krankheitsgruppen zu finden:

- Krankheiten des Kreislaufsystems[47]
- Psychische und Verhaltensstörungen[48]
- Symptome und abnorme klinische und Laborbefunde, die anderenorts nicht klassifiziert sind[49]
- Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems und des Bindegewebes[50]
- Neubildungen[51]

Bei jeweils fast 20% aller Pflegebedürftigen sind es Krankheiten des Kreislaufsystems sowie psychische und Verhaltensstörungen, die eine Pflegebedürftigkeit begründen.[52] Danach folgen mit 15,5% Symptome und abnorme klinische und Laborbefunde, die anderenorts nicht klassifiziert sind, Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems und des Bindegewebes mit 12,5 %, sowie Neubildungen mit 12,3 %.

Somit sind knapp 80 Prozent aller Pflege begründenden Diagnosen in diesen fünf Gruppen zu finden.

Tabelle 2: Erste pflegebegründende Diagnose bei Pflegebedürftigen - die fünf häufigsten Krankheitsgruppen

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Wagner, Bruckner[53]

Eine Differenzierung auf die einzelnen Pflegestufen zeigt, welche Diagnosen im Einzelnen zu einer Einstufung in die jeweilige Pflegestufe geführt haben.

Tabelle 3 zeigt die fünf häufigsten, ersten pflegebegründenden Diagnosen bei Pflegebedürftigen nach Pflegestufen unterteilt.

Pflegebedürftige mit Krankheiten des Kreislaufsystems oder mit psychischen Störungen und Verhaltensstörungen haben in jeder Pflegestufe einen Anteil von zusammen 36 bis 42 %. Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems und des Bindegewebes sind bei Pflegebedürftigen der Stufe I relativ häufig anzutreffen. Ihr Anteil nimmt in den Pflegestufen II und III so stark ab, dass sie in der Aufstellung der 5 häufigsten Pflege begründenden Diagnosen nicht mehr aufgeführt werden. Demgegenüber gibt es in Pflegestufe I relativ selten Pflegebedürftige mit Neubildungen. In Pflegestufe II steigt ihr Anteil auf fast 20% an. In Pflegestufe III steht die Pflegebedürftigkeit bei jedem Dritten (34,1%) in Zusammenhang mit Neubildungen.

Eine entsprechende Tendenz zeigt sich bei den Krankheiten des Nervensystems. Während sie in Pflegestufe I noch nicht zu den 5 häufigsten Pflege begründenden Krankheitsgruppen gehören, gewinnen Sie in Stufe II und III zunehmend an Bedeutung.

Tabelle 3: Erste pflegebegründende Diagnose bei Pflegebedürftigen - die fünf häufigsten Krankheitsgruppen nach Pflegestufen

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Wagner, Bruckner[54]

Es ist festzustellen, dass mit immer höherer Pflegestufe eine immer stärkere Konzentration auf einzelne Krankheitsgruppen stattfindet. Welche Krankheitsbilder im Einzelnen für die Pflegebedürftigkeit ausschlaggebend waren zeigen die folgenden Darstellungen. Es sind die häufigsten Einzeldiagnosen aus den sechs häufigsten Krankheitsgruppen nach ICD-10 dokumentiert. ICD-10 (International Classification of Diseases and Related Health Problems) ist eine von der Weltgesundheitsorganisation herausgegebene internationale Klassifikation der Krankheiten und verwandten Gesundheitsproblemen und wird zur Einstufung von Krankheiten und Gesundheitsproblemen verwendet.[55]

Die Übersicht zeigt, dass sich die pflegebegründenden Diagnosen auf vergleichsweise wenige Krankheitsbilder konzentrieren:

Tabelle 4: Die häufigsten pflegebegründenden Einzeldiagnosen aus den Kapiteln des ICD-10

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Wagner, Bruckner[56]

Bei den Neubildungen ist die Konzentration auf wenige Krankheitsbilder nicht so stark ausgeprägt wie in den anderen Krankheitsgruppen.

Am häufigsten pflegebegründend sind hier die bösartigen Neubildungen der Bronchien/der Lunge, der Brustdrüse, des Dickdarms und der Prostata mit einem Anteil von insgesamt 39 % aller Neubildungen.

In der Gruppe der „Psychischen und Verhaltensstörungen" begründet die „nicht näher bezeichnete Demenz" in über 50 % die Pflegebedürftigkeit.

Bei jeder 3. pflegebegründenden Krankheit des Nervensystems handelt es sich um das Parkinson-Syndrom, gefolgt von der Alzheimer Krankheit mit 16,5 % und der Hemiplegie mit 9,5 %.

Bei den Krankheiten des Kreislaufsystems ist der Schlaganfall mit 21,8% die häufigste Ursache von Pflegebedürftigkeit, gefolgt von der Herzinsuffizienz mit 16,5%. Bei den Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems und des Bindegewebes überwiegt die Polyarthrose mit einem Anteil von 36 %.

In der Gruppe der „Symptome und abnorme klinische und Laborbefunde, die anderenorts nicht klassifiziert sind" spielt die Senilität mit 75 % die vorherrschende Rolle. Weiterhin kann festgestellt werden, dass es sich bei vielen Pflegebedürftigen um alte und hochbetagte Personen mit Multimorbidität (Mehrfacherkrankungen) handelt, bei denen in der Pflegebegutachtung eine abgesicherte Diagnostik nicht möglich ist. Für die Ermittlung des zeitlichen Hilfebedarfs und der Empfehlung einer Pflegestufe ist die gesicherte exakte Diagnosestellung nicht entscheidend. Insofern entstehen den Pflegebedürftigen keine Nachteile.

Vor diesem Hintergrund bilden vier Krankheitsformen die hauptsächlichen Ursachen von Pflegebedürftigkeit:

- vaskuläre Erkrankungen mit ihren Folgeerscheinungen wie z.B. Schlaganfall und Herzinsuffizienz,
- demenzielle Erkrankungen und altersbedingte Senilität
- arthrotische Erkrankungen
- bösartige Neubildungen bei Schwerstpflegebedürftigen

Die Auswertungen des Pflegeberichts lassen folgende Schlussfolgerungen zu: Durch das deutliche älter werden der Bevölkerung Deutschlands werden diese Erkrankungen, welche zu den dominierenden Krankheiten der Älteren Bevölkerung zählen, zunehmen und weiterhin die Hauptgruppen der pflegebegründenden Diagnosen bilden. Zudem wird es durch

ein immer älter werden der Bevölkerung zu einer weiter ansteigenden Multimorbidität der Menschen kommen. Die Fortschritte in der Medizin sorgen dafür, dass die Lebenserwartung trotz schwerer Erkrankungen oder Behinderung sehr hoch ist.[57] Die betroffenen Personen sterben nicht unbedingt an ihren schweren Erkrankungen, sondern erleben Komplikationen in Form von Folgeerkrankungen oder andere zusätzliche Erkrankungen. Der Anspruch an die pflegerische Versorgung steigt somit immer weiter an.

3.4 Anzahl privat häuslich gepflegter Pflegebedürftiger

Von den am Jahresende 2005 erhobenen 2,13 Millionen Pflegebedürftigen wurden laut der Pflegestatistik 2005 des statistischen Bundesamtes knapp 1,45 Millionen zu Hause versorgt.[58]

Abbildung 10: Eckdaten Pflegestatistik 2005

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Statistisches Bundesamt[59], eigene Darstellung

Die pflegerische Versorgung von Pflegebedürftigen in der häuslichen Umgebung wird größtenteils von pflegenden Angehörigen sichergestellt (980.000) bzw. unter ihrer Beteiligung auch als Pflegeperson im Sinne des SGB XI durchgeführt. Dies ist allerdings eine Verände

rang zum Jahr 2003 von -0,6%, obwohl die Zahl der Pflegebedürftigen insgesamt um 2,5% zugenommen hat. Die zukünftige Entwicklung der Zahl Pflegebedürftiger wird in Kapitel 3.5 ausführlich behandelt.

Nach wie vor übernehmen Angehörige, wie in Tabelle 5 ersichtlich, persönliche Verantwortung für die Sicherung der Lebensqualität ihrer pflegebedürftigen Verwandten. Sie stellen trotz Rückgang der privathäuslichen Pflegequote um 0,6 Prozentpunkte weiterhin mit 980.425 Angehörigen die größte Versorgergruppe von Pflegebedürftigen dar. Häuslich versorgt und betreut werden Pflegebedürftige aller Schweregrade, d.h. aufgrund von erheblichen Mobilitätseinschränkungen, im Falle einer Demenz oder körperlich-organischer Erkrankungen und kognitiver Beeinträchtigungen.

Tabelle 5: Pflegebedürftige zum Jahresende 2005 - Art der Versorgung

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Statistisches Bundesamt[60], eigene Darstellung

3.5 Entwicklung der Zahl Pflegebedürftiger und deren Versorgung

Mit steigendem Alter steigt auch, wie schon mehrfach genannt, die Wahrscheinlichkeit der Pflegebedürftigkeit.

Das Risiko vor dem 60. Lebensjahr pflegebedürftig zu werden liegt bei rund 0,6 Prozent.[61] Zwischen dem 60. und dem 80. Lebensjahr steigt diese Wahrscheinlichkeit schon auf einen Prozentsatz von rund 3,9. Nach dem 80. Lebensjahr ist das Risiko der Pflegebedürftigkeit mit einem Prozentsatz von 28,3 ungefähr siebenmal so hoch wie für die vorhergehende Altersgruppe.

Die Zahl der Pflegebedürftigen wird nach Berechnungen, die auf dem Bevölkerungsmodell des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) basieren, bis zum Jahr 2020 stark zunehmen.[62]

Es wird mit einer Zahl von 2,64 Mio. Pflegebedürftigen im Jahr 2020 gerechnet.[63] Aktuell gibt es 2,13 Mio. Leistungsbezieher, die in Pflegestufen eingestuft sind. Dieser Anstieg der Pflegebedürftigkeit bis zum Jahr 2020 entspricht einer Zunahme von 23,9 Prozent. Bis zum Jahr 2050 wird die Steigerungsrate gegenüber dem Jahr 2005 voraussichtlich 120 % betragen. (2,13 Mio. zu 4,7 Mio. Pflegebedürftige).[64] Im Jahr 2005 kamen auf 100 Erwerbsfähige im Alter zwischen 20 und 64 Jahren vier Pflegefälle.[65] Im Jahr 2020 werden bereits 5,8 und im Jahr 2050 sogar zwölf Pflegefälle auf 100 Erwerbsfähige entfallen. Dabei verschiebt sich die Altersstruktur der Pflegebedürftigen immer weiter weg von der jungen Generationen hin zu den älteren Generationen. Der Grad der Pflegebedürftigkeit tendiert hin zu den Schwerpflegebedürftigen der Pflegestufe II.

Abbildung 11: Entwicklung der Zahl Pflegebedürftiger 1999-2050

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Oberender[66]

Insgesamt ist in der am stärksten von Pflegebedürftigkeit betroffenen Altersgruppen der Zuwachs bis 2050 mit rund 280% (80- bis 85- Jährige), 240% (85- bis 90- Jährige) und sogar 410% (90- Jährige und Ältere) beträchtlich. Dabei wird die Gruppe der 85- bis 90- Jährigen mit über 50% den bei weitem größten Anteil der Pflegebedürftigen ausmachen.

Der Anteil der Null- bis 80- Jährigen Pflegebedürftigen hingegen wird sich über die Jahre kontinuierlich verringern.

Wie oben bereits erläutert, wird Pflege z.Zt. überwiegend zu Hause durchgeführt. Es stellt sich die Frage, ob dies zukünftig auch noch so sein wird.

Nach Keller sind die pflegenden Personen im Haushalt zu 80% Frauen.[67] Schneekloth weist mit knapp 73% Frauenanteil an der Pflege zwar einen geringeren Prozentsatz auf, aber die Tendenz zum höheren Frauenanteil ist klar erkennbar.[68] Somit hängen die Pflegekapazitäten von der Bereitschaft pflegender Frauen ab. Während laut Schneekloth „39% der älteren unterstützungsbedürftigen Männer zwischen 65 und 79 Jahren von der Ehefrau gepflegt werden, beträgt der Anteil der Frauen in derselben Altersgruppe, die durch ihren Ehemann gepflegt werden, nur 22%."[69] Tabelle 6 zeigt die prozentuale Verteilung der Hauptpflegepersonen bei privathäuslicher Versorgung. Hiernach beträgt die Summe der Anteilswerte bei Mutter und Tochter als Hauptpflegeperson bereits 38%.

Tabelle 6: Hauptpflegeperson im Privathaushalt in %

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Schneekloth, Wahl[70]

Mit der Veränderung sozioökonomischer Bedingungen ist es für Frauen zunehmend selbstverständlich, erwerbstätig zu sein. Zudem wird sich der Anteil der Alleinerziehenden laut Keller merklich erhöhen, die im Alter von 40 bis 65 Jahren noch Kinder im Haushalt haben und auf das Einkommen aus Erwerbstätigkeit angewiesen sein werden. Es lässt sich zudem beobachten, dass sich das Verhältnis zwischen den Generationen zunehmend verändert.

Die Gesellschaft folgt immer mehr einer singulären Struktur:

Partnerschaften anstelle von Eheschließungen,

Zunahme der Scheidungen und die Lebensform des Singles als Folge.

Aus diesen Veränderungen ergeben sich gänzlich neue Fragestellungen wie z.B., ob ein Lebensabschnittsgefährte auch im Alter noch als stützende Kraft zur Verfügung stehen wird.[71]

Des Weiteren nimmt der Anteil der Mehrgenerationenhaushalte stark ab, die sogenannte Singularisierung steigt. Dies alles reduziert die Möglichkeit, Pflegeaufgaben innerhalb der Familie wahrzunehmen. Die Nachfrage nach vollstationärer externer Pflege wird zwangsläufig steigen.

Allerdings gibt es auch gegenteilige Auffassungen. Danach wird der Anteil der Pflegebedürftigen mit Familienanschluss wachsen.[72]

Nach Prof. Gabriele Doblhammer vom Rostocker Zentrum zur Erforschung des Demographischen Wandels können Familien in Zukunft für die Pflege an Bedeutung gewinnen, müssen aber bei dieser Aufgabe unterstützt werden.[73]

Das EU-Projekt FELICIE (Future Elderly Living Conditions in Europe) befasst sich mit der Berechnung von Prognosen über die Zusammensetzung der zukünftigen pflegebedürftigen Bevölkerungsgruppen und diskutiert mögliche sozialpolitische Konsequenzen und Handlungsoptionen.[74] Demnach wird bis zum Jahr 2030 die Zahl der pflegebedürftigen Menschen in Deutschland steigen, die über eine pflegerische Familienanbindung verfügen - sei es durch einen Partner oder durch Kinder.[75] Das Projekt besagt allerdings nicht, wie sich dieser Zustand nach 2030 weiterhin entwickeln wird. Wenn man der Pflegestatistik 2005[76] des Statistischen Bundesamtes folgt, wird in Zukunft die Versorgung in Pflegeheimen in erster Linie in Betracht gezogen werden (fehlende Pflegepersonen, fehlende Zeit, immer ältere Menschen...). Insgesamt sind sich die Quellen sehr uneinig über die Versorgung Pflegebedürftiger.

Wie sich die Versorgung Pflegebedürftiger in Zukunft nun wirklich entwickeln wird, ist auf lange Sicht nicht prognostizierbar. Bis 2030 werden Pflegebedürftige offenbar weiterhin gut in ihren Familien versorgt sein, doch dann verändert sich die Bevölkerungspyramide drastisch und es wird im Vergleich zu privaten Pflegepersonen mehr Pflegebedürftige geben, denen Familienanschluss durch jegliche Art versagt sein wird. Sei es, dass Sie keinen Partner oder Kinder haben, die Kinder sehr weit weg wohnen und die Kinder bzw. der Partner im Berufsleben stehen und bleiben wollen.

Die medizinische Entwicklung und auch das „vermehrte achten auf sich selbst" darf aber bei all diesen Vorausrechnungen nicht vergessen werden. Schon die Älteren von heute sind in einem höheren Alter viel gesünder und kompetenter als es die damaligen vor ca. 50 Jahren im gleichen Alter waren. Dieser Trend wird sich mit der demographischen Entwicklung weiterhin fortsetzen.[77]

[...]


[1] vgl. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Bevölkerung Deutschlands bis 2050 -11. Koordinierte Bevölkerungsvorausberechnung, Wiesbaden, 2006, S.17

[2] vgl. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Sonderbericht: Lebenslagen der Pflegebedürftigen, Bonn, 2004, S.4

[3] vgl. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Pflegestatistik 2005, Wiesbaden, 2007, S. 4

[4] vgl. Seniorenberatung: Aktuelle Nachrichten, o.O, 2001, http://www.seniorenberatung-online.de/-Aktuelles1.htm [Stand 29.08.2007]

[5] Pschyrembel (Hrsg.): Klinisches Wörterbuch, Berlin, 1998, S. 1230 (vgl. auch SGB XI, §§14 u. 15)

[6] SGB XI - Soziale Pflegeversicherung - Artikel 1 des Gesetzes vom 26. Mai 1994, BGBl. I S. 1014, zuletzt geändert durch Artikel 8 u. 9 des Gesetzes vom 26. März 2007, § 14

[7] vgl. Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung (Hrsg.): Nachhaltigkeit in der Finanzierung der sozialen Sicherungssysteme, Berlin, 2003, S. 54

[8] vgl. o.V.: Zielgruppe, o.O., o.J., http://www.desig-n.de/werbung_z.htm [Stand 25.08.2007]

[9] vgl. WHO: Men Ageing And Health, Genf, 2001, http://whqlibdoc.who.int/hq/2001-AVHO_NMH_NPH_0L2.pdf [Stand 06.08.2007]

[10] Eschbacher, Erlfelder: Alt, einsam und arm [in: bullVestor 06/07 Das Finanz- und Newsmagazin], bullVestor Medien GmbH, St.Valentin , 2007, S.39

[11] vgl. Bosbach: Demographische Entwicklung - Realität und mediale Aufbereitung, [aus: Berliner

Debatte INITIAL 17], Berlin, 2006, http://www.linksnet.de/drucksicht.php?id=2520 [Stand 28.08.2007], S.59-66

[12] o.V.: Der demographische Wandel, o.O., o.J., http://www.foerderland.de/1066.0.html [Stand 28.07.2007]

[13] vgl. Pack et al.: Zukunftsreport demographischer Wandel, Bonn, 2000, http://www.demotrans.de/documents-/Zukunft-dt.pdf [Stand 29.08.2007], S.8

[14] vgl. Lehr: Psychologie des Alterns, 11. Auflage, Wiesbaden-Heidelberg: Quelle & Meyer, 2006, S. 41 f

[15] vgl. Lehr: Psychologie des Alterns, 11. überarbeitete A. Wiesbaden-Heidelberg: Quelle & Meyer, 2006, S. 42

[16] vgl. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Bevölkerung Geburten, Wiesbaden, 2007

[17] vgl. Rüger: Bevölkerungsbewegung, München, 2006 http://www.statistik.lmu.de/~rueger/demographiesource-/Demographie2006_131.pdf [Stand 28.08.2007], S.11

[18] Bundeszentrale für politische Bildung:

http://www.bpb.de/wissen/8QIORZ,0,Durchschnittsalter_der_M%FCtter.html [Stand 28.08.2007]

[19] vgl. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Bevölkerung Deutschlands bis 2050 -11. Koordinierte

Bevölkerungsvorausberechnung, Wiesbaden, 2006, S.15

[20] Sesselmeier: Der Sozialstaat in der Diskussion, o.O. 2003, http://www.buergerimstaat.de/4_03/reform2.htm[Stand 22.07.2007]

[21] Schader Stiftung: Altersaufbau der deutschen Bevölkerung am 1. 12. 1910

Bundesamt 2000: Bevölkerungsentwicklung De Bevölkerungsvorausberechnung des Bundes und der Länder zur Bevölkerungsentwicklung bis 2050 1910, auf Grundlage: Deutschlands bis 2050. Ergebnisse der 9. Koordinierten, Statistisches

utschlands 2050, S. 14

[22] vgl. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Bevölkerung Deutschlands bis 2050 - 11. Koordinierte

[23] Statistisches Bundesamt: Altersaufbau der Bevölkerung Deutschlands- 11. Koordinierte Bevölkerungsvorausberechnung , [animierte Alterspyramide], Wiesbaden, 2007, http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Content/Statistiken/Bevoelkerung/Vorausb erechnungBevoelkerung/InteraktiveDarstellung/Content75/Bevoelkerungspyramide1W1,templateId=renderSVG .psml [Stand 30.08.2007]

[24] ebd.

[25] ebd.

[26] vgl. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Bevölkerung Deutschlands bis 2050 - 11. Koordinierte Bevölkerungsvorausberechnung, Wiesbaden, 2006, S. 15

[27] vgl. Statistisches Bundesamt (Hrsg.) Eheschließungen, Geborene und Gestorbene, Wiesbaden, 2007 http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Content/Statistiken/Bevoelkerung/EheschliessungenScheidungen/Tabellen/Content100/EheschliessungenGeboreneGestorbene,property=file.xls [Stand 06.08.2007]

[28] United Nations Population Division: World Population Ageing 1950-2050, New York, 2001. S.5

[29] vgl. Institut der deutschen Wirtschaft Köln (Hrsg.): Deutschland altert – Die demographische Herausforderung, Köln, 2004, http://www.insm.de/Downloads/PDF_-_Dateien/Publikationen_Kostenlose_Downloads/Deutschland_altert.pdf [Stand 28.08.2007], S. 6 f

[30] vgl. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): 11. Koordinierte Bevölkerungsvorausberechnung – Annahmen und Ergebnisse, Wiesbaden, 2006, S.44 f

[31] Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung: Entwicklung des Jugend- bzw. Altenquotienten in Deutschland von 1871 bis zum Jahr 2050, Wiesbaden 2007, http://www.bib-demographie.de/info/altersstruktur.html [Stand 30.08.2007]

[32] vgl. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Bevölkerung Deutschlands bis 2050 - 11. Koordinierte Bevölkerungsvorausberechnung, Wiesbaden, 2006, S. 44

[33] vgl. Meyer Lexikon: Lebenserwartung, o.O., o.J., http://lexikon.meyers.de/meyers/Lebenserwartung [Stand 23.07.2007]

[34] Bundeszentrale für politische Bildung: Entwicklung der Lebenserwartung, o.O., o.J. http://www.bpb.de/files/XH3MK2.pdf [Stand 06.08.2007]

[35]. vgl. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Lebenserwartung in Deutschland, Wiesbaden, 2007 http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Content/Statistiken/Bevoelkerung/Geburte nSterbefaelle/Tabellen/Content50/LebenserwartungDeutschland.psml [Stand 23.07.2007]

[36] vgl. Bundeszentrale für politische Bildung: Entwicklung der Lebenserwartung, o.O., o.J. http://www.bpb.de/files/XH3MK2.pdf [Stand 06.08.2007]

[37] vgl. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Bevölkerung Deutschlands bis 2050 - 11. Koordinierte Bevölkerungsvorausberechnung, Wiesbaden, 2006, S. 40 f

[38] vgl. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): 11. Koordinierte Bevölkerungsvorausberechnung – Annahmen und Ergebnisse, Wiesbaden, 2006, S. 55 ff.

[39] SGB XI § 109 Abs. 1 in Verbindung mit der Pflegestatistikverordnung vom 24.11.1999, BGBl. I S. 2282

[40] Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Pflegestatistik 2005, Wiesbaden, 2007

[41] ebd., S. 3

[42] SGB XI - Soziale Pflegeversicherung - Artikel 1 des Gesetzes vom 26. Mai 1994, BGBl. I S. 1014, zuletzt geändert durch Artikel 8 u. 9 des Gesetzes vom 26. März 2007

[43] vgl. Statistisches Bundesamt: Kurzbericht Pflegestatistik 1999, Bonn, 2001, http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Content/Publikationen/Fachveroeffentlichungen/Sozialleistungen/Sozialpflege1Bericht1999,property=file.pdf [Stand 01.09.2007]

[44] vgl. Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung (Hrsg.): Nachhaltigkeit in der Finanzierung der sozialen Sicherungssysteme, Berlin, 2003, S. 54

[45] Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Pflegestatistik 2005, Wiesbaden, 2007

[46] abrufbar auf http://www.mds-ev.org/index2.html [Stand 12.07.2008]

[47] z.B. Schlaganfall, Herzinsuffizienz, sonstige zerebrovaskuläre Krankheiten und Folgen davon, Hirninfarkt

[48] z.B. vaskuläre oder nicht näher bezeichnete Demenz

[49] z.B. Senilität

[50] z.B. Polyarthrose, Osteoporose ohne pathologische Struktur

[51] z.B. bösartige Neubildungen der Bronchien und der Lunge, der Brustdrüse, des Dickdarms oder der Prostata

[52] vgl. Wagner, Bruckner: Pflegebericht des Medizinischen Dienstes 2001/2002, [für: Medizinische Dienst der Spitzenverbände der Krankenkassen e.V. (MDS)], Essen, 2002, S. 31

[53] Wagner, Brucker: Pflegebericht des Medizinischen Dienstes 2001/2002, [für: Medizinische Dienst der Spitzenverbände der Krankenkassen e.V. (MDS)], Essen, 2002

[54] Wagner, Brucker: Pflegebericht des Medizinischen Dienstes 2001/2002, [für: Medizinische Dienst der Spitzenverbände der Krankenkassen e.V. (MDS)], Essen, 2002

[55] vgl. WHO: International Classification of Disease, o.O., o.J., http://www.who.int/classifications/icd/en/ [Stand 01.09.2007]

[56] Wagner, Brucker: Pflegebericht des Medizinischen Dienstes 2001/2002, [für: Medizinische Dienst der Spitzenverbände der Krankenkassen e.V. (MDS)], Essen, 2002

[57] vgl. Schäffler (Hrsg.): Pflege Heute, Urban&Fischer Verlag: München, 1997, S.23

[58] vgl. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Pflegestatistik 2005, Wiesbaden, 2007

[59] Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Pflegestatistik 2005, Wiesbaden, 2007

[60] Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Pflegestatistik 2005, Wiesbaden, 2007

[61] vgl. Bundesministerium für Gesundheit: Zahlen und Fakten zur Pflegeversicherung (05/07), o.O., 2007 http://www.bmg.bund.de/nn_773096/SharedDocs/Download/DE/Themenschwerpunkte/Pflegeversicherung/Informationen/ZahlenFakten,templateId=raw,property=publicationFile.pdf/ZahlenFakten.pdf [Stand 12.08.2007]

[62] vgl. Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung: Wochenbericht des DIW Berlin 33/04- Bevölkerungsentwicklung in West- und Ostdeutschland - Vorausschätzungen bis 2050, Berlin, 2004, http://www.diw.de/deutsch/produkte/publikationen/wochenberichte/docs/04-33-1.html [Stand 01.09.2007]

[63] vgl. Bundesministerium für Gesundheit: Zahlen und Fakten zur Pflegeversicherung (05/07), o.O., 2007 http://www.bmg.bund.de/nn_773096/SharedDocs/Download/DE/Themenschwerpunkte/Pflegeversicherung/Informationen/ZahlenFakten,templateId=raw,property=publicationFile.pdf/ZahlenFakten.pdf [Stand 12.08.2007]

[64] vgl. DIW: Auswirkungen der demographischen Entwicklung auf die Zahl der Pflegefälle Vorausschätzungen bis 2020 mit Ausblick auf 2050, Berlin, 2001, http://opus.zbw-kiel.de/volltexte/2003/346/pdf/dp240.pdf [Stand 30.08.2007]

[65] vgl. Preusker: Goldene Zukunft, [in: Die Gesundheits Wirtschaft 3/07], Berlin, 2007, S.23

[66] Oberender: Anforderungen an eine grundlegende Gesundheitsreform, Berlin, 2007, http://mlecture.uni-bremen.de/extern/lilly/lilly-onkologie-berlin-03-2007/slides/oberender-lilly-onkologie-berlin-03-2007.pdf [Stand 30.08.2007]

[67] vgl. Keller: Organisation der Pflege, o.O., 2004

http://www.gesundheitpro.de/Organisation-der-Pflege-Pflege-A050829ANONI013701.html [Stand 16.07.2007]

[68] vgl. Schneekloth/Wahl: Möglichkeiten und Grenzen selbständiger Lebensführung in privaten Haushalten (MuG III), München, 2005, S.77

[69] ebd

[70] ebd.

[71] vgl. Lehr: Psychologie des Alterns, 11. überarbeitete A. Wiesbaden-Heidelberg: Quelle & Meyer, 2006, S.43

[72] vgl. o.V.: Statt Pflegeheim: Anteil der Pflegebedürftigen mit Familienanschluss wächst, o.O., 2007 http://www.journalmed.de/newsview.php?id=16386 [Stand 16.07.2007]

[73] Doblhammer/ Westphal/ Ziegler: Pflegende Angehörige brauchen mehr Unterstützung – Bedarfsprognosen zeigen einen Anstieg häuslichen Pflegepotenzials in Deutschland bis 2030, [in: Demographische Forschung aus erster Hand 4/2006], Rostock, 2006, S.3

[74] Future Elderly Living Conditions in Europe, http://www.felicie.org/ASP/mainPub.asp?lang=EN [Stand 01.09.2007]

[75] vgl. o.V.: Who will care for the oldest old in the next 30 years in Europe?, o.O., O.J. http://www.felicie.org-/ASP/keyr.asp?lang=EN [Stand 17.07.2007]

[76] Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Pflegestatistik 2005, Wiesbaden, 2007

[77] vgl. Lehr: Der demografisch Wandel –eine Herausforderung für jeden, auch für die Kirche, o.O., 2006 http://www.ekir.de/missionale/index.php?id=128 [Stand 12.08.2007]

Ende der Leseprobe aus 123 Seiten

Details

Titel
Zukunftsmarkt Pflegehotel. Der demographische Wandel und der Markt für Pflegehotels
Hochschule
Hochschule Niederrhein in Krefeld
Note
2,3
Autor
Jahr
2007
Seiten
123
Katalognummer
V85643
ISBN (eBook)
9783638897068
ISBN (Buch)
9783638905848
Dateigröße
2459 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Zukunftsmarkt, Pflegehotel
Arbeit zitieren
Diplom-Gesundheitsökonomin Katja Rosowski (Autor), 2007, Zukunftsmarkt Pflegehotel. Der demographische Wandel und der Markt für Pflegehotels, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/85643

Kommentare

  • Noch keine Kommentare.
Im eBook lesen
Titel: Zukunftsmarkt Pflegehotel. Der demographische Wandel und der Markt für Pflegehotels



Ihre Arbeit hochladen

Ihre Hausarbeit / Abschlussarbeit:

- Publikation als eBook und Buch
- Hohes Honorar auf die Verkäufe
- Für Sie komplett kostenlos – mit ISBN
- Es dauert nur 5 Minuten
- Jede Arbeit findet Leser

Kostenlos Autor werden