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Pro-forma Berichterstattung - Information oder Täuschung?

Title: Pro-forma Berichterstattung - Information oder Täuschung?

Presentation (Elaboration) , 2007 , 16 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Diplom-Ökonom Florian Becker (Author)

Business economics - Accounting and Taxes
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Bei der Veröffentlichung der Ergebnisse finden bei kapitalmarktorientierten Unternehmen neben dem Jahresüberschuss so genannte Pro-forma Ergebnisse zunehmend an Bedeutung. Ziel dieser Kennzahlen ist die Darstellung des Unternehmenserfolgs ohne außergewöhnliche Effekte und unternehmensspezifische Begebenheiten. Während mit außergewöhnlichen Effekten Veränderungen in der Unternehmensstruktur (z.B. Verkauf von Unternehmensteilen) oder Erlöse aus einem Börsengang gemeint sind, handelt es sich bei unternehmensspezifischen Begebenheiten um die mögliche Elimination von Abschreibungen, Zinsen und Steuern.
Adressaten dieser Informationen sind Anteilseigner, Analysten sowie die einschlägige Fachpresse. Mit Hilfe der Pro-forma Berichterstattung soll ihnen die Möglichkeit gegeben werden, den fairen Unternehmenswert zu bestimmen und so die Leistung des Managements zu würdigen. In der Regel wird eine offene und wahrheitsgetreue Unternehmens- kommunikation mit Aufschlägen beim Aktienkurs honoriert.
Mit dem Platzen der Technologieblase an den Kapitalmärkten gerieten Pro-forma Ergebniszahlen jedoch stärker in Verruf, da ein auseinander fallen von Jahresüberschüssen und Proforma Ergebnissen zu beobachten war. Unternehmenslenker versuchten unter Hinzunahme bekannter, aber auch zum Teil neu kreierter Kennzahlen, die wahre Situation des jeweiligen Unternehmens zu verschleiern. Während die Pro-forma Ergebnisse einen weniger schlimmen Eindruck über die Lage der Aktiengesellschaft vermittelten, lagen die tatsächlichen Jahresüberschüsse teilweise schon jenseits von Gut und Böse.
Ziel dieser Seminararbeit ist die Diskussion darüber, inwieweit ein Nutzen für die Adressaten durch Pro-forma Berichterstattung entsteht und wie groß das Irreführungspotential ist.
Das zweite Kapitel beschäftigt sich daher mit den Zielen der Pro-forma Berichterstattung und geht näher auf den Zweck der Transparenzerhöhung und das so genannte „Earnings Management“ ein. Im dritten Kapitel werden mit dem EBT, dem EBIT und dem EBITDA die drei bekanntesten Pro-forma Kennzahlen untersucht und einige Verwendungsmöglichkeiten erläutert. In der Schlussbemerkung werden einzelne Kritikpunkte zum Thema der Pro-forma Berichterstattung aufgearbeitet.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Ziele der Pro-forma-Berichterstattung

3. Pro-forma-Kennzahlen

3.1 Gewinn- und Verlustrechnung nach HGB

3.2 EBT

3.3 EBIT

3.4 EBITDA

3.5 Weitere Anwendungsgebiete für Pro-forma Kennzahlen

4. Schlussbemerkung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Seminararbeit untersucht die Bedeutung und das Irreführungspotential von Pro-forma-Kennzahlen in der Unternehmensberichterstattung. Ziel ist es, den Nutzen für Adressaten wie Investoren und Analysten den Risiken einer künstlichen Ergebnisschönung (Earnings Management) gegenüberzustellen.

  • Grundlagen der Pro-forma-Berichterstattung
  • Ziele und Anreize für Unternehmen
  • Analyse der Kennzahlen EBT, EBIT und EBITDA
  • Methoden der Unternehmensbewertung
  • Kritische Würdigung der Standardisierung und Transparenz

Auszug aus dem Buch

3.4 EBITDA

Das EBITDA (earnings before interest, taxes, depreciations and amortizations) stellt wiederum eine Fortführung des EBIT dar und bereinigt den Jahresüberschuss um Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte (depreciations) sowie Abschreibungen auf den Firmenwert bzw. Goodwill (amortizations) nach § 255 Abs.4 S.1 HGB.30

Die Bereinigung um Abschreibungen hat dabei zwei wesentliche Vorteile: Zum einen besteht nicht mehr die Möglichkeit, durch Wahlrechte bzw. eine aggressive Abschreibungspolitik den Jahresüberschuss „zurechtzurücken“. Auch Veränderungen im Bereich der Bilanzierungsstandards wie der Wegfall von planmäßigen Abschreibungen auf Firmenwerte nach IFRS haben so keinen Einfluss mehr auf das Pro-forma Ergebnis.31

Auf der anderen Seite handelt es sich bei Abschreibungen um nicht zahlungswirksame Vorgänge, wodurch die EBITDA Kennzahl sich für Cashflow Betrachtungen eignet. Wird das Finanzergebnis imparitätisch korrigiert, so erhält man eine Annäherung an eine ertragsorientierte Cashflow Ziffer eines unverschuldeten Unternehmens, die vor allem für Solvenzbeurteilungen verwendet wird.32

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Erläutert die wachsende Bedeutung von Pro-forma-Ergebnissen neben dem Jahresüberschuss und stellt die zentrale Forschungsfrage nach dem Nutzen und Irreführungspotential.

2. Ziele der Pro-forma-Berichterstattung: Analysiert die Transparenzerhöhung sowie das Earnings Management als Triebfedern für die Verwendung von Pro-forma-Kennzahlen.

3. Pro-forma-Kennzahlen: Untersucht die theoretischen Grundlagen und Berechnungsmethoden von EBT, EBIT und EBITDA sowie deren Anwendung in der Praxis.

3.1 Gewinn- und Verlustrechnung nach HGB: Dient als Basis für die Herleitung der Pro-forma-Größen und vergleicht verschiedene Darstellungsvarianten.

3.2 EBT: Beleuchtet das Ergebnis vor Steuern als Instrument zur Vergleichbarkeit zwischen Unternehmen unterschiedlicher Steuerjurisdiktionen.

3.3 EBIT: Behandelt die Neutralisierung von Zins- und Steuereffekten, um die operative Ertragskraft unabhängig von der Kapitalstruktur zu beurteilen.

3.4 EBITDA: Erläutert die Bereinigung um Abschreibungen zur Annäherung an Cashflow-orientierte Kennzahlen.

3.5 Weitere Anwendungsgebiete für Pro-forma Kennzahlen: Zeigt die Nutzung von Kennzahlen bei Multiplikatorenmodellen und Kreditvergabeentscheidungen auf.

4. Schlussbemerkung: Fasst die Kritikpunkte zusammen und fordert eine stärkere Regulierung durch Pflicht zur Überleitung.

Schlüsselwörter

Pro-forma-Berichterstattung, Jahresüberschuss, Earnings Management, EBT, EBIT, EBITDA, Unternehmensbewertung, Kapitalmarkt, Transparenz, Bilanzanalyse, Abschreibungspolitik, Gesamtkapitalrentabilität, Finanzkennzahlen, Unternehmensberichterstattung, Fremdkapital

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit analysiert die Verwendung von Pro-forma-Kennzahlen in der externen Rechnungslegung und diskutiert deren Vor- und Nachteile hinsichtlich Transparenz und Manipulation.

Welche Themenfelder werden abgedeckt?

Neben den theoretischen Grundlagen der Gewinn- und Verlustrechnung nach HGB werden konkrete Kennzahlen (EBT, EBIT, EBITDA) und deren Bedeutung für die Bewertung und Kreditprüfung untersucht.

Was ist die zentrale Forschungsfrage?

Die Arbeit untersucht, welchen Nutzen Pro-forma-Kennzahlen für Adressaten bieten und wie hoch das damit verbundene Irreführungspotential für den Kapitalmarkt ist.

Welche methodische Herangehensweise wird gewählt?

Es handelt sich um eine literaturbasierte Analyse betriebswirtschaftlicher Kennzahlen, die theoretische Definitionen mit Anwendungsbeispielen aus der Bilanzierung verknüpft.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Ziele, die detaillierte Analyse der gängigen Kennzahlen EBT, EBIT und EBITDA sowie deren spezifische Anwendungsmöglichkeiten.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Earnings Management, Transparenz, operative Ertragskraft und die methodische Herleitung von Finanzkennzahlen.

Warum kritisieren Sie die mangelnde Standardisierung?

Da es keine einheitliche Definition gibt, haben Unternehmen einen hohen Gestaltungsspielraum, was Vergleiche zwischen verschiedenen Unternehmen erschwert und Manipulationen begünstigt.

Welche Bedeutung hat das EBITDA für die Solvenzbeurteilung?

Da das EBITDA um nicht zahlungswirksame Abschreibungen bereinigt ist, dient es als Annäherungswert für die operative Cashflow-Stärke, was für die Solvenzbeurteilung zentral ist.

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Details

Title
Pro-forma Berichterstattung - Information oder Täuschung?
College
University of Kassel  (Institut für Betriebswirtschaftslehre)
Course
Ausgewählte Probleme des Rechnungswesens
Grade
2,0
Author
Diplom-Ökonom Florian Becker (Author)
Publication Year
2007
Pages
16
Catalog Number
V85680
ISBN (eBook)
9783638014649
ISBN (Book)
9783638917582
Language
German
Tags
Pro-forma Berichterstattung Rechnungslegung HGB IFRS
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Diplom-Ökonom Florian Becker (Author), 2007, Pro-forma Berichterstattung - Information oder Täuschung?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/85680
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