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Moderne Arbeitswelt und romantische Bergwerksmotive in Novalis’ „Heinrich von Ofterdingen“

Título: Moderne Arbeitswelt und romantische Bergwerksmotive in Novalis’ „Heinrich von Ofterdingen“

Trabajo , 2007 , 14 Páginas , Calificación: 2,0

Autor:in: Master of Arts Alexander Monagas (Autor)

Filología alemana - Literatura alemana moderna
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Dass Novalis, der typisch Schriftsteller der Romantik, mit großer Sorgfalt und Hingabe seinem bürgerlichen Beruf als kursächsischer Salinenassessor nachging, wirkt auf den ersten Blick befremdlich. Doch bei genauerer Betrachtung stellt sich die Doppelexistenz seiner beruflichen und schriftstellerischen Laufbahn als fruchtbar heraus. Gerade seine intensive Auseinandersetzung mit der Mineralogie, der Geologie, der Mathematik, der Chemie, der Physik und der Medizin prägen sein poetisches Lebenswerk .
Der Protagonist Heinrich durchläuft auf einer Reise mehrere Stationen, die seinen Lebensweg von Innen heraus beeinflussen. Ganz bewusst als Antwort auf Goethes Wilhelm Meisters Lehrjahre angelegt, sollte der Roman „eine Apotheose der Poesie seyn. Heinrich von Afterdingen wird im 1sten Theile zum Dichter reif – und im Zweyten, als Dichter verklärt.“ Novalis’ fundierte Kenntnisse im Bereich der Technik und des Bergbaus machen sich bei seinen Ausführungen im Heinrich von Ofterdingen bemerkbar. Immer wieder fungieren darin Naturwelten und insbesondere Berge und Bergwerke als zentraler Schlüssel zur Seele des Helden. Detaillierte Schilderungen der Natur und romantische Bergwerksmotive durchziehen die Kernkapitel wie feine Erzadern einen Stollen. Vor allem im fünften Kapitel spielen Bergwerke und deren technologischer Stand mit Ausbeutung von Bodenschätzen eine elementare Rolle. Doch sind diese Bergwerke nicht vordergründig rein technischer Natur. Novalis beschreibt hier vielmehr die „Bergwerke der Seele.“
Im Folgenden soll untersucht werden, wie die Bergwerksmotive im Zusammenhang von Technik und Natur stehen, um so für die poetische innere Reife des Protagonisten zum Reflexionsort der eigenen Seele zu werden. Hierbei sind vor allem die Mentoren ausschlaggebend, da sie den Prozess der Inneren Reife Heinrichs maßgeblich voranbringen. Die Betrachtung stützt sich mehrheitlich auf textnahe Analyse einzelner Pas-sagen, die exemplarisch für die Thematik und Entwicklung des Romans herangezogen werden.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

1. Zur Entstehung des Werkes

2. Technologisierung und Natur

3. Mentoren und Bergwerksmotive

II. Fazit: Die Bergwerke als Reflexion der menschlichen Seele

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Diese Arbeit untersucht die Verbindung zwischen moderner Arbeitswelt und romantischen Bergwerksmotiven in Novalis' Roman "Heinrich von Ofterdingen", mit dem Ziel aufzuzeigen, wie diese Motive zur poetischen Reifung des Protagonisten und als Reflexionsort seiner Seele dienen.

  • Die Entstehungsgeschichte des Romans im Kontext von Novalis' Leben und Werk.
  • Das Spannungsfeld zwischen technischer Ausbeutung der Natur und romantischer Naturphilosophie.
  • Die Funktion von Berg- und Höhlenmotiven als Symbole für das menschliche Innere.
  • Die Bedeutung der Mentorenfigur für die Initiation und Entwicklung des Protagonisten.
  • Die Rolle der Literatur als Spiegel von Vergangenheit und Zukunft.

Auszug aus dem Buch

3. Mentoren und Bergwerksmotive

Mit dem ersten Teil seines Romans Die Erwartung hat Novalis die Bildungsreise des jungen Protagonisten angelegt, die im zweiten Teil Die Erfüllung abgeschlossen werden sollte. Im Gegensatz zu Goethes Wilhelm Meister ist diese Reise eine Rückbesinnung in das Innere der Seele. Der junge Heinrich reist mit seiner Mutter aus seinem Geburtsort Eisenach nach Augsburg. Die Mutter möchte damit die melancholische Stimmung Heinrichs vertreiben. Die Fahrt entpuppt sich bald als eine Reise mit Stationen des voranschreitenden, inneren Reifeprozesses Heinrichs. „Eigentliches Ziel ist [...] nicht Augsburg, sondern die Ausbildung zum Dichter, die Stationen der Reise sind keine geographischen, sondern allegorisch-philosophische Orte [...]“ Auf jedem Reiseabschnitt macht er Bekanntschaften und sammelt Erfahrungen, die ihn im Inneren berühren und ihn eine „Bewegung zu sich selbst“ vollführen lassen. Bereits im ersten Teil wird mit den Kaufleuten der Weg Heinrichs zum Dichter als ein Weg des Subjekts beschrieben. Erst die innere Betrachtung und poetische Subjektwerdung kann es ihm ermöglichen, ein vollendeter Dichter zu werden.

Bereits hier wird ein Berg als Symbol für die menschliche Seele initiiert, die als Motiv immer wieder im Roman aufgegriffen wird und mit der romantischen Vorstellung der Bergwerksmotivik verbunden ist. Denn „die Tiefe der Natur [...] [weist] auf denselben dunklen Urgrund alles Seins zurück wie die Tiefe der Seele selber.“

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik der Doppelexistenz des Autors Novalis ein und erläutert die Bedeutung von Bergwerksmotiven als Schlüssel zur Seele des Protagonisten Heinrich.

1. Zur Entstehung des Werkes: Dieses Kapitel behandelt die biografischen und zeitgeschichtlichen Hintergründe der Entstehung des "Heinrich von Ofterdingen", insbesondere den Einfluss der Landschaft um Artern und die bewusste Abgrenzung zu Goethes "Wilhelm Meister".

2. Technologisierung und Natur: Hier wird der philosophische Diskurs um den Bergbau und die Technik analysiert, wobei die Natur als zu bezwingende Macht der kapitalistischen Nutzbarmachung gegenübergestellt wird.

3. Mentoren und Bergwerksmotive: Dieses Kapitel analysiert die Rolle der Mentoren, des alten Bergmanns und des Einsiedlers, bei der Initiierung von Heinrichs innerer Reise und der Symbolik des Berges.

II. Fazit: Die Bergwerke als Reflexion der menschlichen Seele: Das Fazit fasst zusammen, wie Novalis durch die Bergwerksmetaphorik die menschliche Seele mit der Natur verknüpft und die Dichtung als Medium zur Vereinigung von Vergangenheit und Zukunft nutzt.

Schlüsselwörter

Novalis, Heinrich von Ofterdingen, Romantik, Bergwerksmotive, Literatur des 19. Jahrhunderts, Technik, Natur, Symbolik, Bildungsreise, innere Reife, Dichtung, Bergmann, Seele, goldenes Zeitalter, Subjektwerdung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Bedeutung und Funktion von Bergwerksmotiven im Roman "Heinrich von Ofterdingen" von Novalis und analysiert, wie diese als Symbole für die Seele und den Reifeprozess des Protagonisten dienen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Auseinandersetzung mit Technik und Natur, die Rolle des Bergbaus als Motiv in der Romantik, sowie die Entwicklung des Protagonisten Heinrich auf seinem Weg zum Dichter.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Novalis das Bergwerksmotiv nutzt, um eine Verbindung zwischen der äußeren Welt der Technik und dem Inneren der menschlichen Seele herzustellen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Untersuchung stützt sich mehrheitlich auf eine textnahe Analyse ausgewählter Romanpassagen, die im Kontext zeitgenössischer Techniktheorien und literaturwissenschaftlicher Interpretationen betrachtet werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der Entstehung des Werkes, das Verhältnis von Technologisierung und Natur sowie die prägende Rolle der Mentoren für die dichterische Entwicklung Heinrichs.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Novalis, Bergwerksmotive, romantische Naturphilosophie, Bildungsreise, Technik, Seele und dichterische Subjektwerdung.

Welche Rolle spielen die Mentoren für den Protagonisten?

Die Mentoren, namentlich der alte Bergmann und der Einsiedler, fungieren als Initiatoren, die Heinrich durch ihre Lehren dabei unterstützen, sich in sein Inneres zu kehren und sein Schicksal als Dichter zu erkennen.

Warum wird der "Heinrich von Ofterdingen" als Gegenentwurf zu Goethes "Wilhelm Meister" betrachtet?

Novalis kritisierte den als prosaisch und modern empfundenen "Wilhelm Meister" und wollte mit seinem Roman eine Apotheose der Poesie schaffen, die das Wunderbare und die Natur stärker in den Fokus rückt.

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Detalles

Título
Moderne Arbeitswelt und romantische Bergwerksmotive in Novalis’ „Heinrich von Ofterdingen“
Universidad
University of Mannheim  (Lehrstuhl Neuere Germanistik II)
Curso
Bergwerksmotive in der Literatur des 19. Jahrhunderts
Calificación
2,0
Autor
Master of Arts Alexander Monagas (Autor)
Año de publicación
2007
Páginas
14
No. de catálogo
V85761
ISBN (Ebook)
9783638015974
ISBN (Libro)
9783640381333
Idioma
Alemán
Etiqueta
Moderne Arbeitswelt Bergwerksmotive Novalis’ Ofterdingen“ Bergwerksmotive Literatur Jahrhunderts
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Master of Arts Alexander Monagas (Autor), 2007, Moderne Arbeitswelt und romantische Bergwerksmotive in Novalis’ „Heinrich von Ofterdingen“, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/85761
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