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Untersuchung eines audiovisuellen Fernsehbeitrags am Beispiel des Infotainment-Formats 'Punkt 12' (RTL)

Title: Untersuchung eines audiovisuellen Fernsehbeitrags am Beispiel des Infotainment-Formats 'Punkt 12' (RTL)

Term Paper , 2007 , 38 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Sebastian Stoye (Author)

German Studies - Linguistics
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In der vorliegenden Arbeit wird anhand einer medien- und sprachwissenschaftlich orientierten Analyse eines Nachrichtenbeitrages gezeigt, auf welchen unterschiedlichen Ebenen die „Boulevardisierung der Fernsehnachrichten“ geschieht.
Ausgehend von den theoretischen Grundlagen für den Begriff des Infotainments wird der analysierte Beitrag innerhalb der RTL-Nachrichtenstruktur eingeordnet. Als verständnissichernde Vorarbeit wird zusätzlich die Struktur von Punkt 12 vorgestellt.
Für die Analyse des Beitrages selbst stehen zwei Punkte im Zentrum: Einerseits wird gezeigt, wie Dramatisierungseffekte dem Beitrag zu einem Mehr verhelfen (sollen), wo augenscheinlich ein Weniger dominiert. Andererseits wird unter Zuhilfenahme entsprechender Forschungsliteratur gezeigt, wie die einzelnen Konstituenten eines audiovisuellen Beitrages aufeinander Bezug nehmen, verweisen und sich bedingen und im Sinne Jägers (2002 und 2004) „überschreiben“, sich gegenseitig lesbar machen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

2 THEORETISCHE GRUNDLAGEN

2.1 INFOTAINMENT

2.2 INSZENIERUNG

2.3 BOULEVARDISIERUNG

3 EINORDNUNG UND ANALYSE

3.1 PUNKT 12 – DAS RTL MITTAGSJOURNAL

3.1.1 Struktur

3.1.2 Audiovisueller Beitrag: Vorarbeit

3.2 ANALYSE

3.2.1 Szene 1–2

3.2.2 Szene 3–5

3.2.3 Szene 7–9

3.2.4 Szene 11

3.2.5 Szene 12

3.2.6 Szene 13–15

3.2.7 Szene 16–17

3.2.8 Szene 19

3.3 O-BILDER

3.3.1 Szene 6, O-Bild 1

3.3.2 Szene 10, O-Bild 2

3.3.3 Szene 18, O-Bild 3

4 ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK

5 BIBLIOGRAFIE

6 ANHANG

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, wie mediale Boulevardisierungs- und Inszenierungseffekte innerhalb eines audiovisuellen Fernsehbeitrags der Sendung "Punkt 12" (RTL) eingesetzt werden, um Aufmerksamkeit zu generieren und komplexe Sachverhalte emotionalisiert darzustellen.

  • Analyse der audiovisuellen Gestaltung von Nachrichtenbeiträgen.
  • Untersuchung des Spannungsfeldes zwischen journalistischer Glaubwürdigkeit und Unterhaltungsdruck.
  • Anwendung des Infotainment-Begriffs auf RTL-Nachrichtenformate.
  • Dekonstruktion von Inszenierungsstrategien (z.B. Nachdrehs, visuelle Metaphorik).
  • Narratologische und sprachwissenschaftliche Einordnung von Bild-Ton-Beziehungen.

Auszug aus dem Buch

3.2.1 Szene 1–2

So kurz wie die Nachrichten heutiger Nachrichtenformate selbst sind, so unvermittelt und direkt ist auch der Einstieg in den Beitrag.

Dem ersten Satz Zwei Grippetote in zwei Tagen [1] fehlt nicht nur das Verb, sondern streng genommen auch die Relevanz. Der Zuschauer nämlich sieht, dass der Beitrag sich allem Anschein nach damit beschäftigt, ob es 16.000 Grippe-Tote gegeben hat/geben wird, er hört aber lediglich von zweien. Dass es schon an dieser frühen Stelle des Beitrages eine Diskrepanz zwischen Gesprochenem und Geschriebenem gibt, verwundert, lässt sich aber leicht mit den unterschiedlichen Funktionen erklären: Das Insert soll die Wirkung eines Aufmachers, eines Reizes haben, der den Zuschauer davon abhalten soll, umzuschalten. Mit dem Kontrast von weißer Schrift auf rotem Untergrund wirkt es als Eye Catcher. Er erzeugt Spannung und erzielt mit der sehr hohen (wenngleich durch einen fehlenden Zeitintervall zu diesem Zeitpunkt nicht einzuordnenden) Zahl eine emotionale Wirkung beim Zuschauer. Gleichzeitig überlagert die Schrift den „sich versendenden Sprechertext“, sodass der Fokus weniger auf dem akustischen Kanal und den folgenden Beispielen denn auf der Schaffung eines Bedrohungsszenarios liegt.

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Einführung in das Spannungsfeld zwischen der Vermittlung von Wirklichkeit und dem Quote-Druck bei privaten Nachrichtenformaten.

2 THEORETISCHE GRUNDLAGEN: Diskussion der zentralen Konzepte Infotainment, Inszenierung und Boulevardisierung in der Medienforschung.

3 EINORDNUNG UND ANALYSE: Detaillierte Untersuchung der Sendestruktur von "Punkt 12" und qualitative Analyse der einzelnen Szenen des ausgewählten Fernsehbeitrags.

4 ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK: Reflexion über die Ergebnisse der Analyse hinsichtlich der Emotionalisierung durch audiovisuelle Gestaltungsmittel.

5 BIBLIOGRAFIE: Aufzählung der verwendeten Fachliteratur und Quellen.

6 ANHANG: Transkription des analysierten Fernsehbeitrags.

Schlüsselwörter

Infotainment, Inszenierung, Boulevardisierung, Fernsehnachrichten, Punkt 12, visuelle Kommunikation, Dramatisierung, Glaubwürdigkeit, Nachrichtenmarkt, Medienwissenschaft, Text-Bild-Relation, audiovisuelle Medien, Zuschauerbindung, Sprachwissenschaft, Nachrichtensendungen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die Strategien zur Boulevardisierung und Inszenierung von Fernsehnachrichten am Beispiel eines konkreten RTL-Beitrags.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Schwerpunkte liegen auf den Mechanismen des Infotainments, der dramaturgischen Gestaltung von Nachrichten und dem Zusammenspiel von Sprache und Bild.

Welches primäre Ziel verfolgt der Autor?

Ziel ist es, aufzudecken, wie durch mediale Gestaltungsmittel wie Nachdrehs und visuelle Metaphern eine emotionale Wirkung erzielt wird, die oft über den informativen Kern hinausgeht.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es erfolgt eine semiotisch orientierte, medien- und sprachwissenschaftliche Analyse des audiovisuellen Materials als "bisensueller Text".

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die theoretischen Begriffe definiert, dann der Beitrag in den Kontext der "Punkt 12"-Struktur eingebettet und anschließend eine detaillierte Szenen-Analyse durchgeführt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Wichtige Begriffe sind Infotainment, Inszenierung, Boulevardisierung, visuelle Kommunikation und Medien-Dramaturgie.

Wie unterscheidet der Autor zwischen verschiedenen Bildtypen im Beitrag?

Der Autor unterscheidet zwischen registrativen Bildern, die Wirklichkeit abbilden, und generierten bzw. inszenierten Bildern, die zur Dramatisierung eingesetzt werden.

Welche Rolle spielen die im Anhang dokumentierten "O-Bilder"?

Die "O-Bilder" (Statements) dienen als Bindeglieder und zur Authentifizierung von Expertenwissen, wobei ihre formale Gestaltung ebenfalls mediale Inszenierungsabsichten verrät.

Welches Fazit zieht der Autor bezüglich der "Grippe-Berichterstattung"?

Der Beitrag nutzt eine "Standardgeschichte" (Stock Story), um durch konventionalisierte Schemata wie das Krankenhaus-Setting ein Bedrohungsszenario aufzubauen, das logische Schwachstellen zugunsten einer emotionalen Wirkung opfert.

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Details

Title
Untersuchung eines audiovisuellen Fernsehbeitrags am Beispiel des Infotainment-Formats 'Punkt 12' (RTL)
College
Technical University of Chemnitz
Course
Mediale Audiovisualität
Grade
1,7
Author
Sebastian Stoye (Author)
Publication Year
2007
Pages
38
Catalog Number
V85812
ISBN (eBook)
9783638020411
ISBN (Book)
9783638923118
Language
German
Tags
Untersuchung Fernsehbeitrags Beispiel Infotainment-Formats Punkt Mediale Audiovisualität
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sebastian Stoye (Author), 2007, Untersuchung eines audiovisuellen Fernsehbeitrags am Beispiel des Infotainment-Formats 'Punkt 12' (RTL), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/85812
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