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Zu Hartmann von Aues "Erec": Erecs Identitätskonstitution - vom "jungelinc" zum "vollekomen man"

Title: Zu Hartmann von Aues "Erec": Erecs Identitätskonstitution - vom "jungelinc" zum "vollekomen man"

Term Paper , 2007 , 25 Pages , Grade: 1,5

Autor:in: Hamid Shahvari (Author)

German Studies - Older German Literature, Medieval Studies
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Summary Excerpt Details

Punkt für Punkt wird Hartmanns Held Erec und seine persönliche bzw. charakterliche Entwicklung in seinen 'aventiuren' unter die Lupe genommen.

Excerpt


Gliederung

1. Einleitung

2. Hauptteil

Beginn des ersten Kursus

2.1 Erec der jungelinc

2.2 Erecs erste ritterliche Bewährung

2.3 Rückkehr zum Artushof

2.4 Die erste Heimkehr nach Karnant

Beginn des zweiten Kursus

2.5 Die erste Aventiurentriade

2.5.1 Die Begegnung mit den Räubern

2.5.2 Die Begegnung mit dem Grafen Galoein

2.5.3 Die Begegnung mit Guivreiz

2.6 Am Artuhshof

2.7 Die zweite Aventiurentriade

2.7.1 Die Cadoc-Episode

2.7.2 Die Auferstehung von ‚künec Erec’

2.7.3 Erecs tiefe Erkenntnis

2.7.4 Erec der wunderaere

3. Schluss

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht den Identitätswandel des Helden Erec im gleichnamigen Epos von Hartmann von Aue, wobei sie den Prozess von einem unreifen „jungelinc“ zu einem vollkommenen „wunderaere“ chronologisch anhand der ritterlichen Bewährungsproben und Krisen analysiert.

  • Die Charakterentwicklung vom passiven Königssohn zum verantwortungsbewussten Herrscher.
  • Die Analyse der ritterlichen „aventiure“ als Mittel der Identitätskonstitution und sozialen Etablierung.
  • Die Rolle der „minne“ und die daraus resultierende Krise des Helden („verligen“).
  • Die Bedeutung religiöser Einflüsse und der Tugend der „maze“ für das Idealbild des Ritters.
  • Die Strukturierung der Krisen- und Rehabilitationsphasen durch Aventiurentriaden.

Auszug aus dem Buch

2.5.1 Die Begegnung mit den Räubern

Vor ihrem Aufbruch legt Erec Enite ein Schweigegebot auf, das, wenn sie es bricht, ihren Tod bedeuten würde. Die plötzliche Abkehr von minne und die Grobheit mit der Erec Enite behandelt bezeugen einerseits Erecs Konsequenz, kein bequemes Leben mehr führen zu wollen, andererseits deutet sich zu Beginn dieses Kursus aber auch sein unhöfisches Verhalten an. Aus seinen vorigen Fehlverhalten in Karnant, welches eine Verletzung der höfischen und ritterlichen Normen darstellte, hat Erec noch nichts gelernt. Dementsprechend verläuft auch der Kampf mit den Räubern sehr unhöfisch und unspektakulär ab. In Zorn stößt er den ersten Räuber tot vom Pferd. Den anderen Räubern ergeht es darauf ähnlich. Diese unritterliche Art zu töten ist ein deutliches Signum dafür, dass der Held dieser Erzählung vom ritterlichen Normen weit entfernt ist. In den beiden Räuberepisoden wird deutlich, auf welch niedrige Stufe Erec angelangt ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung skizziert den Forschungsgegenstand und legt die chronologische Analyse der Charakterentwicklung Erecs im Epos von Hartmann von Aue fest.

2. Hauptteil: Der Hauptteil analysiert detailliert die verschiedenen Phasen von Erecs Entwicklung, unterteilt in den ersten und zweiten Kursus, welche jeweils durch Krisen, Abenteuer und Rehabilitationsprozesse geprägt sind.

Beginn des ersten Kursus: Dieser Abschnitt behandelt die Ausgangslage Erecs als noch unreifer „jungelinc“ und die auslösenden Ereignisse seiner ersten ritterlichen Bewährung.

2.1 Erec der jungelinc: Einführung in Erecs Ausgangssituation, in der er als adliger, aber noch nicht ritterlich bewährter Jüngling vorgestellt wird, dessen Passivität zu einem Konflikt führt.

2.2 Erecs erste ritterliche Bewährung: Die Untersuchung beschreibt Erecs ersten Aufbruch, seine funktionale Beziehung zu Enite und den Kampf gegen Iders als erste ritterliche Etablierung.

2.3 Rückkehr zum Artushof: Analyse der gesellschaftlichen Anerkennung Erecs nach seinem Sieg über Iders und seine Integration in den Kreis der Tafelrunde.

2.4 Die erste Heimkehr nach Karnant: Beschreibung des Wendepunkts, an dem Erec die Herrschaft antritt, jedoch durch eine verfehlte Priorisierung von privater Liebe („verligen“) in eine tiefe Krise gerät.

Beginn des zweiten Kursus: Darstellung des Beginns einer zweiten, durch das „verligen“ ausgelösten Krise, die den Helden zu einer neuen, harten Selbsterfahrung zwingt.

2.5 Die erste Aventiurentriade: Analyse einer ersten Gruppe von Abenteuern, die Erec als noch immer unvollkommenen, selbstsüchtigen Ritter zeigen, der jedoch erste Ansätze zur Änderung seiner Haltung zeigt.

2.5.1 Die Begegnung mit den Räubern: Betrachtung des ersten Abenteuers der Triade, das Erecs unhöfisches, von Zorn geleitetes Verhalten und seine Distanz zum ritterlichen Ideal verdeutlicht.

2.5.2 Die Begegnung mit dem Grafen Galoein: Untersuchung des Konflikts mit Galoein, bei dem Erecs mangelnde höfische Gesinnung und sein unritterlicher Umgang mit Enite im Vordergrund stehen.

2.5.3 Die Begegnung mit Guivreiz: Analyse des Höhepunkts der ersten Triade, in der Erec durch den Kampf gegen Guivreiz beginnt, soziale Verantwortung zu übernehmen.

2.6 Am Artuhshof: Darstellung der Zwischeneinkehr nach den ersten Abenteuern, welche eine beginnende Wandlung von reaktivem zu agierendem Verhalten des Helden markiert.

2.7 Die zweite Aventiurentriade: Untersuchung der finalen Abenteuerphase, in der Erec seine Schuld abbüßt und sein Verhalten auf eine neue ethische Grundlage stellt.

2.7.1 Die Cadoc-Episode: Analyse von Erecs altruistischem Eingreifen, welches einen signifikanten Wandel in seiner Motivation hin zu sozialer Verantwortung aufzeigt.

2.7.2 Die Auferstehung von ‚künec Erec’: Interpretation des symbolischen Scheintods und der anschließenden Wiedererlangung Erecs als nun wahrer König.

2.7.3 Erecs tiefe Erkenntnis: Betrachtung der Lektionen, die Erec aus seinen Niederlagen zieht, insbesondere bezüglich seiner vorherigen Selbstüberschätzung.

2.7.4 Erec der wunderaere: Abschluss der Entwicklung, in der Erec durch den Sieg über Mabonagrim zum idealen, tugendhaften Ritter und Freudenbringer reift.

3. Schluss: Zusammenfassendes Fazit über den Werdegang Erecs vom „jungelinc“ zum „wunderaere“, der durch den erfolgreichen „Mittelweg“ zwischen individueller Liebe und gesellschaftlicher Pflicht gekennzeichnet ist.

Schlüsselwörter

Erec, Hartmann von Aue, Identitätskonstitution, Rittertum, Aventiure, minne, verligen, Enite, Charakterentwicklung, höfische Epik, Tugend, maze, Mittelalter, ritterliche Bewährung, Schuld.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert den Identitätswandel des Helden Erec im Epos von Hartmann von Aue und beleuchtet seinen Weg vom unreifen Jüngling zu einem vollkommenen, tugendhaften Ritter.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Arbeit fokussiert sich auf die ritterliche Entwicklung, die Rolle der Liebe (minne), das Problem des „verligens“ (gesellschaftliche Trägheit durch private Liebe) und die Bedeutung von Bewährungsproben.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Charakterentwicklung Erecs chronologisch anhand des Textes zu interpretieren und aufzuzeigen, wie er durch Krisen und Abenteuer zu einem idealen Repräsentanten ritterlicher Werte wird.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine chronologische Textanalyse, die den überlieferten Text Hartmanns von Aue als Basis nimmt und durch Sekundärliteratur zur Interpretation der ritterlichen Ideale und Rollenbezeichnungen ergänzt wird.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in zwei Kursus-Phasen, in denen Erecs Aufstieg, sein Fall durch privates Anhaften, die darauffolgenden Aventiurentriaden und seine endgültige moralische und soziale Rehabilitation untersucht werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Erec, Aventiure, Identitätskonstitution, minne, verligen, tugendhafte Entwicklung und das ritterliche Idealbild.

Warum ist das "Schweigegebot" gegenüber Enite so bedeutsam für den Verlauf?

Es fungiert als Katalysator für Erecs unhöfliches Verhalten und seine Isolierung, verdeutlicht sein Fehlverhalten in der Krise und unterstreicht Enites sittliche Überlegenheit in diesen Momenten.

Welche Bedeutung kommt der "Wiederauferstehung" Erecs zu?

Sie markiert einen symbolischen Wendepunkt, bei dem der unreife Kronprinz stirbt und der reife, gottgewollte Herrscher Erec erwacht, was den Übergang in die letzte Phase seiner Rehabilitation einleitet.

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Details

Title
Zu Hartmann von Aues "Erec": Erecs Identitätskonstitution - vom "jungelinc" zum "vollekomen man"
College
University of Mannheim  (Ältere Deutsche Literaturwissenschaft)
Course
Hartmann v. Aue: Erec
Grade
1,5
Author
Hamid Shahvari (Author)
Publication Year
2007
Pages
25
Catalog Number
V85878
ISBN (eBook)
9783638017749
ISBN (Book)
9783638919111
Language
German
Tags
Hartmann Aues Erec Erecs Identitätskonstitution Hartmann Erec
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Hamid Shahvari (Author), 2007, Zu Hartmann von Aues "Erec": Erecs Identitätskonstitution - vom "jungelinc" zum "vollekomen man", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/85878
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