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Terrorismus - Eine historische Herleitung mit dem Versuch einer Einhegung des Phänomens

Titre: Terrorismus - Eine historische Herleitung mit dem Versuch einer Einhegung des Phänomens

Dossier / Travail de Séminaire , 2005 , 28 Pages , Note: 2,3

Autor:in: Raymond Alain Twiesselmann (Auteur)

Politique - Généralités sur la politique internationale
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Résumé Extrait Résumé des informations

Die Welt scheint sich verändert zu haben, seitdem die Flugzeuge in die ‚Twin Towers’ in Manhattan gestürzt sind. Seit dem 11. September, der sich in unser kollektives Gedächtnis eingebrannt hat, scheint die Welt unsicherer und unberechenbarer geworden zu sein.
Seit jenem Kolossalverbrechen ist der Terrorismus für das 21. Jahrhundert das geworden, was der kalte Krieg für das 20. Jahrhundert darstellte: Ein Damoklesschwert ständiger Bedrohung, schwebend über unseren Köpfen, nicht sicher, wo es als nächstes zuschlagen wird.
Doch ist der Terrorismus wirklich so etwas Neues? Ist diese Form der Gewalt etwas so typisches für das 21. Jahrhundert? Oder hat sich unsere Wahrnehmung nur verändert und die Ausmaße der terroristischen Taten?
Die vorliegende Arbeit vertritt die These vertreten werden, dass der gegenwärtige Terrorismus primär nicht durch die Tat, den terroristischen Anschlag, gekennzeichnet ist, sondern in erster Linie eine Kommunikationsstrategie darstellt. Oder anders ausgedrückt: Der Terrorismus hat nur dann sein Ziel erreicht, wenn eine Verbreitung seiner Botschaft über die Medien erfolgt.
Um die These zu verifizieren wurde ein deskriptiver Ansatz gewählt. Zunächst ist es notwendig auf die Gesichter des Terrorismus in der Geschichte, auf seine Wandlungen und Erscheinungsformen, einzugehen. Es wird ausführlich auf die Ausprägungen des Terrorismus früherer Zeiten und in der Gegenwart eingegangen werden. Denn durch die historische Betrachtungsweise wird deutlich, dass Terrorismus kein statisches Phänomen ist und auch kein auf die Gegenwart beschränkter Vorgang.
Die Rolle der Medien, wie schon in der These aufgegriffen, wird insbesondere zu berücksichtigen sein.
Die Arbeit schließt mit dem Versuch einer Definition von Terrorismus. Denn obwohl Terrorismus keine neue Erscheinungsform ist, gibt es nicht die Definition. Vielmehr gibt es eine Vielzahl von Definitionen, die alle das Phänomen erklären und doch nicht eindeutig sind1.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Historisch deskriptiver Zugang

2.1 Frühe Formen - Zeloten, Assassinen und Thugs

2.1.1 Zeloten

2.1.2 Assassinen

2.1.3 Thugs

2.1.4 Zwischenergebnis I

2.2 Terrorismus im weiteren Verlauf der neueren Geschichte

2.2.1 I .Phase: Die Französische Revolution

2.2.2 II. Phase: 19. Jahrhundert

2.2.3 19. Jahrhundert

2.2.3.1 Russische Anarchisten

2.2.4 III. Phase: 20. Jahrhundert

2.2.4.1 Ethnisch-nationalistisch/separatistischer Terrorismus

2.2.5 IV. Phase: Staatsterror

2.2.6 V. Phase: Nationalistisch / antikolonialistischer Terrorismus-Linksextremistischer Terrorismus – Islamistischer Terrorismus

2.2.6.1 Nationalistisch / Antikolonialer Terrorismus

2.2.6.2 Linksorientierter Terrorismus

2.2.6.3 Islamistischer Terrorismus

2.2.6.3.1 Internationaler Terrorismus

2.2.7 Zwischenergebnis II

3. Asymmetrie der neuen Kriege

4. Die Rolle der Medien

4.1 Vereinnahmung der Medien durch den Terrorismus

4.1.1. Überlegungen zum Phänomen der Gewalt als Teil des Terrorismus / der terroristischen Tat

4.1.2 Manipulation der Medien

4.2 Zwischenergebnis III

5. Probleme einer Definition

6. Versuch einer Definition / Annäherungen

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die These, dass der gegenwärtige Terrorismus primär eine Kommunikationsstrategie darstellt, deren Erfolg entscheidend von der Verbreitung der terroristischen Botschaft über moderne Medien abhängt. Die Forschungsfrage fokussiert dabei auf die historische Wandlung des Phänomens sowie auf die funktionale Rolle der Medien bei der Erzeugung von Aufmerksamkeit und politischer Wirkung.

  • Historische Herleitung terroristischer Gewaltformen von der Antike bis zur Gegenwart.
  • Die Entwicklung des Terrorismus im Kontext asymmetrischer Kriegführung.
  • Die mediale Vermittlung und Inszenierung terroristischer Akte als Kommunikationsstrategie.
  • Die Herausforderungen einer allgemein gültigen Definition von Terrorismus.
  • Die Veränderung der Terrorismuswahrnehmung durch neue Medien und globale Berichterstattung.

Auszug aus dem Buch

4.1.2 Manipulation der Medien

Dass Medien von Terroristen bewusst genutzt, wenn nicht gar für ihre Zwecke manipuliert werden, zeigte das Beispiel von Timothy McVeight. Im April 1995 detonierte vor dem Murray Federal Building in Oklahoma City eine Bombe. Kurze Zeit später wurde Timothy McVeight, ein Anhänger rechtsgerichteter christlicher Milizen, verhaftet. Genugtuung bereitete ihm, dass seine Tat eine breite Aufmerksamkeit erreicht hatte.

Dies wird durch eine Aussage McVeights deutlich, in der er die Frage beantwortet, warum er gerade dieses Gebäude als Anschlagsziel gewählt habe: „[Because it had] plenty of open space around it, to allow for the best possible news photos and television footage.“

Als ein weiteres Beispiel für die bewusste Nutzung der Medien durch Terroristen, kann die Geiselnahme von 66 US-Amerikanern in Teheran vom November 1979 bis Januar 1981 herangezogen werden. Sobald amerikanische Kamerateams zu filmen begannen, schrie die versammelte Menge „Death of Carter“. Nach dem amerikanischen kam ein frankokanadisches Kamerateam und die Menge schrie wie auf Kommando „Mort à Carter“.

Dabei machen es die Medien Terroristen relativ leicht, sich ihrer zu bedienen. Das erste terroristische Ereignis, welches durch die Medien zu einem Massenereignis wurde, war die Geiselnahme während der olympischen Spiele in München 1972. Auch wenn München operativ einen Reinfall darstellte, da keine der terroristischen Ziele erreicht werden konnte, lieferte dies die Erkenntnis, dass ein Anschlag auch in Hinsicht auf die Zielauswahl und Aufmerksamkeit erfolgreich sein kann. Das Anliegen der palästinensischen Terroristen und der Palästinenser allgemein wurde durch die Berichterstattung der Medien über diesen Anschlag in die Öffentlichkeit gerückt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die veränderte Wahrnehmung von Sicherheit nach dem 11. September ein und postuliert Terrorismus als Kommunikationsstrategie.

2. Historisch deskriptiver Zugang: Dieses Kapitel zeichnet die verschiedenen historischen Ausprägungen des Terrorismus von der Antike bis zu heutigen, entstaatlichten Akteuren nach.

3. Asymmetrie der neuen Kriege: Hier wird Terrorismus als asymmetrische Taktik innerhalb moderner, nicht-staatlicher Kriegsführung analysiert.

4. Die Rolle der Medien: Das Kapitel erläutert die Bedeutung der Medien für die Verbreitung terroristischer Botschaften und die damit einhergehende Manipulation der Öffentlichkeit.

5. Probleme einer Definition: Dieses Kapitel diskutiert die Schwierigkeiten, eine universelle und wissenschaftlich präzise Definition von Terrorismus in einem spannungsreichen Umfeld zu finden.

6. Versuch einer Definition / Annäherungen: Hier erfolgt eine systematische Abgrenzung und Annäherung an den Begriff, basierend auf verschiedenen Ansätzen der Terrorismusforschung.

7. Fazit: Das Fazit fasst die Wandlungen des Terrorismus zusammen und betont die anhaltende Herausforderung für staatliche Akteure im Umgang mit der Mediatisierung.

Schlüsselwörter

Terrorismus, Kommunikation, Medien, Asymmetrische Kriegführung, Gewalt, Politische Strategie, Definition, Öffentliche Aufmerksamkeit, Postheroische Gesellschaft, Islamismus, Historische Entwicklung, Propaganda der Tat, Staatsterror, Ideologie, Globalisierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Phänomen Terrorismus nicht nur als Gewalttat, sondern primär als eine Kommunikationsstrategie, die gezielt Medien nutzt, um Aufmerksamkeit und politische Ziele zu erreichen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Felder umfassen die historische Entwicklung des Terrorismus, seine Rolle in asymmetrischen Kriegen sowie die wechselseitige Abhängigkeit zwischen terroristischen Akten und medialer Berichterstattung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es, die These zu verifizieren, dass moderne terroristische Anschläge in erster Linie darauf abzielen, eine Botschaft zu verbreiten, anstatt lediglich physischen Schaden zu verursachen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird ein deskriptiver, historisch-analytischer Ansatz gewählt, der Literatur und Fallbeispiele auswertet, um Wandlungen des Terrorismus und dessen mediale Instrumentalisierung nachzuvollziehen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Aufarbeitung der Erscheinungsformen, eine Analyse der Asymmetrie neuer Kriege, die Bedeutung der Rolle der Medien sowie eine kritische Auseinandersetzung mit der Definition des Begriffs Terrorismus.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Terrorismus, Kommunikation, Medien, Asymmetrie, Politische Strategie und Radikalisierung sind die wesentlichen Begriffe, die den Inhalt der Arbeit definieren.

Warum ist eine allgemeine Definition des Terrorismus laut Autor so schwierig?

Die Schwierigkeit besteht in einem Spannungsfeld zwischen verschiedenen Wahrnehmungen, kulturellen Hintergründen und den Interessen der jeweiligen Autoren, da fast keine Terrorgruppe sich selbst so bezeichnet.

Wie hat sich die mediale Nutzung durch Terroristen seit den 1970er Jahren verändert?

Während früher noch explizite Bekennerschreiben üblich waren, hat sich der Fokus heute auf die „Propaganda der Tat“ und die gezielte Inszenierung durch Bilder verlagert, um eine maximale psychologische Wirkung zu erzielen.

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Résumé des informations

Titre
Terrorismus - Eine historische Herleitung mit dem Versuch einer Einhegung des Phänomens
Université
University of Cologne  (Politisches Institut)
Cours
Hauptseminar Krieg I
Note
2,3
Auteur
Raymond Alain Twiesselmann (Auteur)
Année de publication
2005
Pages
28
N° de catalogue
V85913
ISBN (ebook)
9783638017787
ISBN (Livre)
9783638919098
Langue
allemand
mots-clé
Terrorismus Eine Herleitung Versuch Einhegung Phänomens Hauptseminar Krieg
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Raymond Alain Twiesselmann (Auteur), 2005, Terrorismus - Eine historische Herleitung mit dem Versuch einer Einhegung des Phänomens, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/85913
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Extrait de  28  pages
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