Definition des Begriffs Gewalt im Allgemeinen und Erklärung unterschiedlicher Formen der Gewalt ( Schule, Familie, sexueller Míssbrauch, Amok, Rassismus).
Bearbeitung von 6 Jugendbüchern zu den oben definierten Formen der Gewalt:
- Beth Goobie: Ausgelost. Mobbing in der Schule
- Eva Wikander: Saat der Gewalt
- Morton Rhue: Ich knall euch ab
- Tor Fretheim: Tanz in die Hölle
- Karel Verleyen: Nicht so nah, Vater
- Lutz van Dijk: Von Skinheads keine Spur
Strategien zur Vermeidung von Gewalt und Möglichkeiten Konfliktlösung und Vorstellung diverser Institutionen, die Hilfeleistungen anbieten.
Inhaltsverzeichnis
VORWORT
1. VERSUCH EINER ALLGEMEINEN BEGRIFFSKLÄRUNG
1.1. Definition des Begriffs Gewalt
1.2. Entstehungstheorien
1.3. Formen der Gewalt
1.3.1. Mobbing in Schule und Beruf
1.3.1.1. Definition
1.3.1.2. Der klassische Verlauf eines Mobbingfalles
1.3.1.3. Erscheinungsformen von Mobbing
1.3.2. Gewalt in der Schule
1.3.2.1. Definition
1.3.2.2.Ursachen für schulische Gewalt
1.3.2.3. Gewalt in österreichischen Schulen im Schuljahr 2001/02
1.3.3. Häusliche Gewalt
1.3.3.1. Definition
1.3.3.2. Ursachen häuslicher Gewalt
1.3.3.3. Formen häuslicher Gewalt
1.3.4. Sexueller Missbrauch
1.3.4.1. Definition
1.3.4.2. Formen sexuellen Missbrauchs bei Kindern
1.3.4.3. TäterInnenprofile und TäterInnenstrategien
1.3.5. Amok
1.3.5.1. Definition
1.3.5.2. Entwicklung eines Amoklaufs
1.3.5.3. Einige bekannte Amokläufe
1.3.6. Rassistisch motivierte Gewalt
1.3.6.1. Definition
1.3.6.2. Geschichte des Rassismus
1.3.6.3. Rassismus in Österreich im Jahr 2005
2. JUGENDBÜCHER ZU AUSGEWÄHLTEN THEMEN DER GEWALT
2.1. Beth Goobie: Ausgelost. Mobbing in der High School
2.1.1. Biographische Notizen zur Autorin
2.1.2. Inhalt des Buches
2.1.3. Die Protagonistin des Romans und andere wichtige Personen
2.1.3.1. Sal Hanson
2.1.3.2. Brydan Wallace
2.1.3.3. Kimmie Busatto
2.1.3.4. Willis Cass
2.1.4. Beth Goobies Darstellung von „Mobbing in der Schule“
2.1.5. Folgen des Mobbings für die Protagonistin des Buches
2.1.6. Persönliches Resümee zum Buch
2.2. Eva Wikander: Saat der Gewalt
2.2.1. Biographische Notizen zur Autorin
2.2.2. Inhalt des Buches
2.2.3. Die Protagonisten des Buches
2.2.3.1. Johan
2.2.3.2. Peter
2.2.4. Eva Wikanders Darstellung von Gewalt in der Schule
2.2.5. Folgen der schulischen Gewalt für die Protagonisten des Buches
2.2.6. Persönliches Resümee zum Buch
2.3. Morton Rhue: Ich knall euch ab!
2.3.1. Biographische Notizen zum Autor
2.3.2. Inhalt des Buches
2.3.3. Die Protagonisten des Buches
2.3.3.1. Gary Searle
2.3.3.2. Brendan Lawlor
2.3.4. Morton Rhues Darstellung der Hintergründe für die Entstehung eines Amoklaufs in der Schule
2.3.5. Folgen der Ausgrenzung in Schule und Freizeit für die Protagonisten des Buches
2.3.6. Persönliches Resümee zum Buch
2.4. Tor Fretheim: Tanz in die Hölle
2.4.1. Biographische Notizen zum Autor
2.4.2. Inhalt des Buches
2.4.3. Der Protagonist des Buches und andere wichtige Personen
2.4.3.1. Espen
2.4.3.2. Vater
2.4.3.3. Mutter
2.4.4. Tor Fretheims Darstellung von häuslicher Gewalt
2.4.5. Folgen der häuslichen Gewalt für den Protagonisten des Buches
2.4.6. Persönliches Resümee zum Buch
2.5. Karel Verleyen: Nicht so nah, Vater!
2.5.1. Biographische Notizen zum Autor
2.5.2. Inhalt des Buches
2.5.3. Die Protagonisten des Buches
2.5.3.1. Marjan Deketele
2.5.3.2. Mark Vanimpe
2.5.4. Karels Verleyens Darstellung von sexueller Belästigung in der Familie
2.5.5. Folgen der sexuellen Belästigung für die Protagonistin des Buches
2.5.6. Persönliches Resümee zum Buch
2.6. Lutz van Dijk: Von Skinheads keine Spur
2.6.1. Biographische Notizen zum Autor
2.6.2. Inhalt des Buches
2.6.3. Die Protagonisten des Buches und andere wichtige Personen
2.6.3.1. Jim Nepora
2.6.3.2. Sören Siemers
2.6.4. Lutz van Dijks Darstellung zweier Lebenswege, die sich bei einem rassistischen Übergriff kreuzen
2.6.5. Folgen der politischen Unterdrückung in ihrem Heimatland für die Protagonisten des Buches
2.6.6. Persönliches Resümee zum Buch
3. STRATEGIEN ZUR VERMEIDUNG VON GEWALT UND MÖGLICHKEITEN DER KONFLIKTLÖSUNG
3.1. Möglichkeiten der Prävention von Gewalt
3.1.1. Im schulischen Bereich
3.1.1.1. Ideen und Vorschläge von Sylvia Schneider
3.1.1.2. Ideen und Vorschläge von Bettina Mainberger
3.1.1.3. Eigene Ideen und Vorschläge
3.1.2. In der Familie
3.1.2.1. Ideen und Vorschläge von Günther Deegener
3.1.2.2. Ideen und Vorschläge von Heidrun Bründel und Klaus Hurrelmann
3.1.2.3. Eigene Ideen und Vorschläge
3.1.3. Selbstverteidigung
3.2. Möglichkeiten der Intervention
3.2.1. Institutionen
3.2.1.1. Die Möwe
3.2.1.2. Die Boje
3.2.1.3. Rat auf Draht
3.2.2. Zivilcourage
3.2.3. Interventionsprogramm von Dan Olweus
3.2.3.1. Maßnahmen auf Schulebene
3.2.3.2. Maßnahmen auf Klassenebene
3.2.3.3. Maßnahmen auf persönlicher Ebene
SCHLUSSWORT
4. LITERATURVERZEICHNIS
4.1. Primärliteratur
4.2. Sekundärliteratur
4.3. Mediale Quellen
Zielsetzung & Themen
Die Diplomarbeit untersucht das Phänomen Gewalt in der Jugendliteratur und analysiert, wie Autoren gewalttätige Übergriffe thematisieren und welche Auswirkungen diese auf die Protagonisten haben. Die Forschungsfrage zielt darauf ab, durch die Analyse ausgewählter Jugendbücher neue Impulse und Strategien für den pädagogischen Schulalltag zu gewinnen, um Konflikten präventiv entgegenzuwirken und Opfern gezielte Unterstützung anzubieten.
- Definition und theoretische Einordnung verschiedener Gewaltformen (Mobbing, Amok, Rassismus).
- Detaillierte Analyse ausgewählter Jugendbücher zu diesen Gewaltformen.
- Untersuchung der psychologischen Folgen von Gewalt auf betroffene Jugendliche.
- Darstellung pädagogischer Präventions- und Interventionsmöglichkeiten im Schul- und Familienkontext.
- Vorstellung von Hilfseinrichtungen für gewaltbetroffene Kinder und Jugendliche.
Auszug aus dem Buch
2.1.4. Beth Goobies Darstellung von „Mobbing in der Schule“
Beth Goobie wählt für ihr Buch den auktorialen Erzählstil, und es gelingt ihr sehr gut, den äußeren und inneren Raum der Handlung zu beschreiben. LeserInnen wird unmissverständlich klar gemacht, was es bedeutet, ein Mobbingopfer zu werden. So beschreibt sie noch vor Sal Hansons erstem Zusammentreffen mit dem Schattenkomitee, was Sal erwarten wird – sie muss damit rechnen, grundlos von allen MitschülerInnen verachtet zu werden:
In etwa einer Stunde würde ihr erstes Treffen mit dem Schattenkomitee vorüber und das übermächtige, unsichtbare X auf ihrer Stirn eingraviert sein. Dann würde ihr Name wie reiner Sauerstoff in den Adern der Gerüchteküche der Schule kursieren. Wenn das passierte, stand sie endgültig und unwiderruflich im Abseits. Niemals wieder würde jemand sie mit ehrlicher Freundschaft oder auch nur mit Gleichgültigkeit betrachten.
Zusammenfassung der Kapitel
1. VERSUCH EINER ALLGEMEINEN BEGRIFFSKLÄRUNG: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe wie Gewalt, Mobbing, Amok und Rassismus und erläutert deren theoretische Hintergründe sowie Erscheinungsformen.
2. JUGENDBÜCHER ZU AUSGEWÄHLTEN THEMEN DER GEWALT: Hier werden verschiedene Romane analysiert, um darzustellen, wie Autoren Gewaltmechanismen literarisch verarbeiten und welche Auswirkungen diese auf die jeweiligen Protagonisten haben.
3. STRATEGIEN ZUR VERMEIDUNG VON GEWALT UND MÖGLICHKEITEN DER KONFLIKTLÖSUNG: Das abschließende Kapitel bietet praktische Ansätze zur Gewaltprävention und Intervention im schulischen und familiären Bereich sowie eine Übersicht hilfreicher Institutionen.
4. LITERATURVERZEICHNIS: Dieses Kapitel listet sämtliche verwendete Primärliteratur, Sekundärquellen und mediale Verweise auf.
Schlüsselwörter
Gewalt, Mobbing, Amoklauf, Rassismus, Jugendliteratur, Gewaltprävention, Schulalltag, Intervention, psychische Gewalt, häusliche Gewalt, sexueller Missbrauch, pädagogische Maßnahmen, soziale Ausgrenzung, Zivilcourage, Konfliktlösung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Diplomarbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit dem Thema Gewalt im Kontext der Jugendliteratur und untersucht, wie dieses gesellschaftlich relevante Problem in ausgewählten Jugendbüchern thematisiert und pädagogisch aufbereitet wird.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Die Arbeit behandelt schwerpunktmäßig Mobbing, schulische Gewalt, häusliche Gewalt, sexuellen Missbrauch, Amokläufe sowie rassistisch motivierte Übergriffe.
Was ist das primäre Ziel der Forschung?
Das Ziel ist es, durch die Analyse literarischer Werke ein besseres Verständnis für Gewaltmechanismen zu entwickeln und neue Impulse für einen friedvolleren Schulalltag sowie effektivere Präventionsstrategien abzuleiten.
Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Begriffsklärung und der Literaturanalyse von sechs ausgewählten Jugendbüchern, deren Inhalte in Bezug auf Gewaltdarstellungen und deren Auswirkungen auf die Protagonisten kritisch untersucht werden.
Was wird im Hauptteil des Dokuments behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Begriffsklärung der verschiedenen Gewaltformen und eine detaillierte, kapitelweise Analyse der gewählten Jugendbücher, ergänzt durch persönliche Resümees der Autorin.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit am besten?
Die wichtigsten Schlagworte sind Gewaltprävention, pädagogische Intervention, literarische Analyse, soziale Ausgrenzung und die Stärkung des Selbstwertgefühls von Jugendlichen.
Wie unterscheidet sich die Situation der Mobbingopfer in den analysierten Büchern von der Realität an Schulen?
Die Autorin stellt fest, dass die dargestellte Problematik, etwa in Beth Goobies "Ausgelost", trotz des amerikanischen High-School-Settings sehr gut auf die Bedingungen in österreichischen Schulen übertragbar ist, insbesondere hinsichtlich der Dynamik der Ausgrenzung.
Warum betont die Autorin die Rolle der LehrerInnen besonders?
Als praktizierende Lehrerin sieht sie es als ihre Pflicht an, die Sorgen und Nöte von Schülern in Randbereichen (wie Pausen oder am Schulweg) sensibler wahrzunehmen, da Lehrer eine Schlüsselrolle bei der Erkennung und Milderung von Gewalt haben.
- Citation du texte
- Carla Schindler (Auteur), 2007, Gewalt in der Jugendliteratur, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/85962