Angesichts der hohen Arbeitslosenzahlen scheint die Gewinnung von qualifizierten Mitarbeitern problemlos möglich zu sein. Dennoch stehen Arbeitgeber auch in Krisenzeiten vor der Frage, welche Wege der Personalbeschaffung im Bedarfsfall geeignet sind, um qualifizierte Fach- und Führungskräfte für das Unternehmen zu gewinnen. Der Aufbau eines effizienten Personalmarketing empfiehlt sich - nicht nur unter Berücksichtigung des demographisch zu erwartenden Engpasses - bereits heute. Im US- und angelsächsischen Raum als Maßnahme zur Imagepflege des Unternehmens nicht mehr wegzudenken, ist Personalmarketing in Österreich noch ein junges, beinahe ungenütztes Feld.
Inhaltsverzeichnis
1 EINLEITUNG
1.1 AUSGANGSSITUATION UND PROBLEMSTELLUNG
1.2 ZIELSETZUNG DER ARBEIT
1.3 METHODIK UND AUFBAU
2 PERSONALMARKETING
2.1 PERSONAL
2.2 MARKETING
2.3 DIE GRUNDLAGEN DES PERSONALMARKETING
2.4 GRÜNDE FÜR DIE NOTWENDIGKEIT VON PERSONALMARKETING
2.5 ZIELE UND ZIELGRUPPEN DES PERSONALMARKETINGS
2.5.1 Zielgruppenauswahl
2.5.2 Ziele und Zielgruppen des internen Arbeitsmarktes
2.5.3 Ziele und Zielgruppen des externen Arbeitsmarktes
2.6 AUFGABEN DES PERSONALMARKETINGS
2.7 INSTRUMENTE DES PERSONALMARKETINGS
2.8 IMPLEMENTIERUNG DES PERSONALMARKETING
2.8.1 Analyse der Situation
2.8.2 Konkretisierung des Problems
2.8.3 Formulierung der Strategie
2.8.4 Positionierung des Produktes
2.8.5 Instrumentalisierung der Objekte
2.8.6 Erfolgskontrolle
2.9 FRAUENORIENTIERTES PERSONALMARKETING
2.9.1 Mentoring
2.9.2 Diversity Management
2.9.3 Gender mainstreaming
2.9.4 Total E-Quality
2.9.5 Nutzen von frauenspezifischem Personalmarketing
2.9.6 Zielgruppen eines frauenorientierten Personalmarketings
3 ÖFFENTLICHE BETRIEBE
3.1 BEGRIFFE UND TYPEN ÖFFENTLICHER BETRIEBE
3.1.1 Besonderheiten öffentlicher Betriebe
3.1.1.1 Gütereigenarten
3.1.1.2 Anbietereigenarten
3.1.2 Zielsysteme
3.2 SPEZIELLE MARKETING-KONZEPTIONEN FÜR ÖFFENTLICHE BETRIEBE
4 PERSONALMARKETING IM ÖFFENTLICHEN BEREICH
4.1 PERSONALMARKETING IM ÖBH, EINE BESTANDSAUFNAHME
4.2 ROLLE DES IMAGE IM ÖFFENTLICHEN BEREICH
4.3 MITARBEITER ALS IMAGETRÄGER
4.3.1 Emotion, Motivation, Einstellung, Image
4.3.2 Der Imagebildungsprozess
4.3.3 Der Imagetransferprozess
4.3.3.1 Die Mitarbeiter innerhalb der Organisation
4.3.3.2 Die Mitarbeiter außerhalb der Organisation
5 SCHLUSSBEMERKUNG
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht den Einsatz und die Spezifika von Personalmarketing im öffentlichen Bereich am konkreten Beispiel des Österreichischen Bundesheeres (ÖBH), um aufzuzeigen, wie dieses Instrument in einer nicht-erwerbswirtschaftlichen Organisation zielgerichtet Anwendung finden kann.
- Grundlagen und Aufgaben des Personalmarketings
- Frauenspezifische Ansätze im Personalmarketing
- Besonderheiten und Marketing-Konzeptionen für öffentliche Betriebe
- Status Quo und Bedeutung des Personalmarketings im ÖBH
- Die Rolle von Image und Mitarbeitern als Imageträger
Auszug aus dem Buch
4.3.1 Emotion, Motivation, Einstellung, Image
Die inneren, psychischen Vorgänge werden laut Kroeber/Riel und Weinberg grundsätzlich in aktivierende und kognitive Prozesse unterschieden.
Als aktivierend werden jene Vorgänge bezeichnet, die mit inneren Erregungen und Spannungen verbunden sind und dadurch das Verhalten antreiben. Kognitive Vorgänge sind solche, durch die das Individuum Informationen aufnimmt, verarbeitet und speichert. Als aktivierende Prozesse, die in enger Verflechtung mit den kognitiven Vorgängen stehen und wirken werden Emotion, Motivation und Einstellung genannt. 100
Anstatt von Emotion kann auch von Gefühlen gesprochen werden. Beispiele für Emotionen sind Angst, Glück, Eifersucht und Sympathie. Verwandte Begriffe und besondere Formen von emotionalen Erlebnissen sind Affekt und Stimmung.101 Emotionen sind innere Erregungen, die angenehm oder unangenehm empfunden und mehr oder weniger bewusst erlebt werden.102
Zusammenfassung der Kapitel
1 EINLEITUNG: Darstellung der Ausgangssituation, der Relevanz von Personalmarketing in Krisenzeiten und Definition der zentralen Forschungsfrage dieser Arbeit.
2 PERSONALMARKETING: Fundierte theoretische Herleitung der Begriffe, der verschiedenen Marketing-Ansätze, der Instrumente sowie der Implementierungsschritte und frauenorientierter Aspekte.
3 ÖFFENTLICHE BETRIEBE: Abgrenzung und Analyse der Besonderheiten öffentlicher Betriebe hinsichtlich ihrer Gütereigenarten, Zielsysteme und der Marketing-Herausforderungen.
4 PERSONALMARKETING IM ÖFFENTLICHEN BEREICH: Praktische Anwendung der Theorie am Beispiel des ÖBH, inklusive der Untersuchung des Images und der Bedeutung der Mitarbeiter als aktive Imageträger.
5 SCHLUSSBEMERKUNG: Zusammenfassendes Fazit über die Bedeutung von Humankapital als zentraler Erfolgsfaktor und die Notwendigkeit, Personalmarketing in Verwaltungen professionell zu etablieren.
Schlüsselwörter
Personalmarketing, Öffentliches Bundesheer, ÖBH, Personalbeschaffung, Image, Mitarbeiterbindung, Marketing-Mix, Personalwirtschaft, Arbeitgeberattraktivität, Zielgruppen, Frauenorientiertes Personalmarketing, Mentoring, Diversity Management, Gender Mainstreaming, Öffentliche Betriebe.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Projektarbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert den Einsatz und die Spezifika von Personalmarketing innerhalb des öffentlichen Sektors, wobei das Österreichische Bundesheer (ÖBH) als Fallbeispiel dient.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Zu den Kernbereichen zählen die theoretischen Grundlagen des Personalmarketings, Ansätze für öffentliche Betriebe, frauenspezifische Personalmarketing-Strategien sowie die Rolle des Images und der Mitarbeiter als Imageträger.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, wie Personalmarketing im öffentlichen Bereich eingesetzt wird, welche Schwierigkeiten dabei auftreten und welche Besonderheiten (Spezifika) dabei zu beachten sind.
Welche wissenschaftliche Methode findet Anwendung?
Es handelt sich um eine theoretische Aufarbeitung des Fachbereichs Marktkommunikation und Vertrieb, welche durch eine Bestandsaufnahme am Beispiel des ÖBH und den Vergleich mit Fachliteratur operationalisiert wird.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Definition von Personalmarketing, die Besonderheiten öffentlicher Betriebe gegenüber der Privatwirtschaft und eine detaillierte Analyse der Personalmarketing-Strategien im Kontext des ÖBH.
Welche Schlagworte charakterisieren das Dokument?
Die Arbeit lässt sich primär über die Begriffe Personalmarketing, Arbeitgebermarke, Öffentlicher Dienst, Personalführung und Imagebildung definieren.
Wie definiert der Autor das „Personalmarketing“ im ÖBH?
Das ÖBH nutzt den Begriff teilweise synonym zur Personalbeschaffung und sieht es als operatives Instrument zur Gewinnung von Arbeitskräften am externen Arbeitsmarkt.
Welche Rolle spielen Frauen für das Personalmarketing in dieser Arbeit?
Frauen werden als strategisches Erfolgspotenzial identifiziert, für das zielgruppenorientierte Maßnahmen wie Mentoring, Diversity Management und Gender Mainstreaming essenziell sind.
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- Mag. (FH) Werner Ofner (Author), 2006, Personalmarketing im öffentlichen Bereich, gezeigt am Beispiel des Österreichischen Bundesheeres, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/86022