Die Aufgabe meiner Diplomarbeit war es, herauszufinden, wie ältere Menschen im Fitnessstudio integriert werden können, ohne das sie sich unter- bzw. überfordern. Das Hauptziel bestand darin, ein Konzept zur Eingliederung von älteren Menschen zu entwickeln, welches gezielt die Bedürfnisse dieser Zielgruppe befriedigt. Die Schaffung einer breiten Angebotspalette für ältere Menschen ist aus heutiger Sicht aufgrund des demographischen Wandels unabdingbar.
Inhaltsverzeichnis
1. EINLEITUNG UND PROBLEMSTELLUNG
2. ZIELSETZUNG DER THEMATIK
3. GEGENWÄRTIGER KENNTNISSTAND
3.1. Ist-Analyse des Fitnessstudios
3.1.1. Allgemeine Beschreibung
3.1.2. Die Flächenverteilung
3.1.3. Die Positionierung
3.1.4. Das Angebot
3.1.5. Die Preisstruktur
3.1.6. Die Öffnungszeiten
3.1.7. Die Mitarbeiter
3.1.8. Die Mitglieder
3.1.9. Beschreibung der Aufbau- und Ablauforganisation
3.2. Grundlegende Daten und Informationen zur Zielgruppe Senioren
3.2.1. Definition des Begriffs Senior
3.2.2. Das Alter aus Sicht der älteren Menschen
3.2.3. Demographische Entwicklung in Deutschland
3.2.4. Die Lebensfreizeit Älterer
3.2.5. Entwicklung von Seniorensport in Deutschland
3.3. Die Voraussetzungen im Fitnessstudio
3.3.1. Die organisatorischen Voraussetzungen
3.3.2. Die personellen Voraussetzungen
3.3.3. Die apparativen Voraussetzungen
4. METHODIK DER ERARBEITUNG
4.1. Ermittlung der Bedürfnisse im Seniorensport
4.1.1. Allgemeine und Spezielle Bedürfnisse der Älteren
4.1.2. Bedarfsermittlung der Mitglieder mittels Befragung
4.1.2.1 Eckdaten zur Mitgliederbefragung
4.1.2.2 Auswertung der Mitgliederbefragung
4.2. Barrieren und Hinderungsgründe sportlich inaktiver Älterer
4.3. Analyse der Besonderheiten beim Training mit Senioren
4.4. Planung des Konzeptes
4.4.1. Festlegung der Zielgruppe
4.4.2. Festlegung bedürfnisgerechter Ziele
4.4.3. Inhalt des Konzeptes
4.4.4. Aufbauorganisation
4.4.5. Ablauforganisation
4.5. Analyse der Gegebenheiten vor Ort
4.5.1. Vorhandene Räumlichkeiten
4.5.2. Vorhandene Geräte
4.5.3. Vorhandenes Personal
4.5.4. Benötigte Räumlichkeiten
4.5.5. Benötigte Geräte
4.5.6. Benötigtes Personal
4.6. Abgleich der vorhandenen mit den benötigten Geräten, Räumlichkeiten und des Personals
4.7. Ermittlung des Gesamtinvestitionsbedarfs
4.8. Berechnung des Marketingbudgets
4.9. Vermarktung des Kurskonzeptes
4.9.1. Aktionsplanung
4.9.2. Kostenabschätzung
4.9.3. Abgleich der geplanten Aktionen mit dem berechneten Budget
4.9.4. Preiskalkulation zur Durchführung des Konzeptes
5. ERGEBNISDARSTELLUNG
5.1. Darstellung des erarbeiteten Club- im- Club Konzeptes
5.2. Darstellung der geplanten Marketingaktionen
6. DISKUSSION DER ERGEBNISSE
6.1. Kritische Reflektion zum erarbeiteten Club- im- Club Konzept
6.1.1. Darstellung der Vor- und Nachteile
6.1.2. Umsetzungsprobleme
6.1.3. Lösungsmöglichkeiten
6.2. Kritische Reflektion zur geplanten Marketingaktion
6.2.1. Darstellung der Vor- und Nachteile
6.2.2. Mögliche Schwachstellen
6.2.3. Lösungsmöglichkeiten
7. SCHLUSSFOLGERUNG
7.1. Möglichkeiten der Weiterentwicklung des Konzeptes
7.2. Mögliche Kooperationspartner
8. ZUSAMMENFASSUNG
8.1. Notwendigkeit eines speziellen Angebotes für Ältere
8.2. Senioren als eine interessante und lukrative Zielgruppe
Zielsetzung & Themen
Die Diplomarbeit untersucht, wie ältere Menschen erfolgreich in ein Fitnessstudio integriert werden können, ohne sie zu über- oder unterfordern. Das primäre Ziel ist die Entwicklung eines bedürfnisgerechten "Club-im-Club"-Konzepts in Form eines Einsteigerkurses, um durch eine kompetente Betreuung neue Mitglieder zu gewinnen und das Leistungsangebot des Studios an die demographische Entwicklung anzupassen.
- Demographischer Wandel und Bedeutung der Zielgruppe 50+
- Bedarfsanalyse mittels Mitgliederbefragung und Analyse der Bedürfnisse
- Konzeption eines betreuten Einsteigerkurses inkl. Theorie und Praxis
- Marketingstrategien zur Neumitgliederakquise und Budgetplanung
- Reflektion der Umsetzung und ökonomische Rentabilität
Auszug aus dem Buch
3.2.2. Das Alter aus Sicht der älteren Menschen
In einem kürzlich erschienenen Artikel erzählen einige ältere Menschen ihre Lebensgeschichte in Kurzform. So antwortet zum Beispiel eine Professorenwitwe auf die Frage, seit wann sie denn alt sei: „Seit man Mann gestorben ist“. Diese Frau hat das Alter wohl dadurch bestimmt, dass eine ihr nahe stehende Person- ihr Ehemann- vor einigen Jahren gestorben sei und sie dadurch die Lebenslust verlor. Ab diesen Zeitpunkt fühlte sich die Witwe alt. Eine weitere Frau, die im Artikel als Clanmutter bezeichnet wird, erlitt vor zwei Jahren innerhalb weniger Tage gleich zwei Brüche und war damit so deprimiert, dass sie nicht mehr leben wollte. Damit machte ihr der Körper ihr Alter bewusst (vgl. Hanika, 2005, S. 7). Demnach kann davon ausgegangen werden, dass jeder Mensch das Alter unterschiedlich definiert. Die meisten älteren Menschen fühlen sich jünger, versuchen sich modisch zu kleiden und finden es wichtig auch mit zunehmendem Alter offen zu sein für Neues. Das zeigt beispielsweise die Seniorenstudie „Die unterschätzte Generation“ vom Institut für Seniorenforschung Frankfurt am Main aus dem Jahre 2004. Hierzu wurden 205 Senioren im Alter von 50 bis 91 Jahren befragt. In der Altersgruppe von 50 bis 59 Jahre fühlen sich zwei Drittel, in den Altersgruppen 60 bis 69, 70 bis 79 und 80 bis 91 Jahre mehr als die Hälfte, jünger als die meisten anderen ihres Alters. In der Studie wird auch deutlich, dass über die Hälfte der Befragten älteren Menschen mit der eigenen Lebenssituation sehr zufrieden sind.
Zusammenfassung der Kapitel
1. EINLEITUNG UND PROBLEMSTELLUNG: Die demographische Entwicklung führt zu einer alternden Gesellschaft, was Fitnessstudios dazu zwingt, ihre Angebote an die wachsenden Bedürfnisse und die Kaufkraft der älteren Generation anzupassen.
2. ZIELSETZUNG DER THEMATIK: Es soll ein Einsteigerkurskonzept für Senioren entwickelt werden, das durch kompetente Betreuung die Mitgliederzahl erhöht, den Gewinn optimiert und die organisatorischen Voraussetzungen schafft.
3. GEGENWÄRTIGER KENNTNISSTAND: Dieses Kapitel analysiert das Fitnessstudio "Daily Fitness", definiert die Zielgruppe Senioren unter Berücksichtigung demographischer Fakten und beleuchtet die notwendigen Voraussetzungen für ein seniorengerechtes Training.
4. METHODIK DER ERARBEITUNG: Hier werden die Bedürfnisse der Älteren durch eine Mitgliederbefragung ermittelt, Barrieren für Sport inaktiver Menschen identifiziert und ein detailliertes Kurs- und Marketingkonzept geplant.
5. ERGEBNISDARSTELLUNG: Das Kapitel präsentiert das konkret erarbeitete "Club-im-Club"-Einsteigerkurskonzept sowie die dazu passenden Marketingmaßnahmen für die Zielgruppe 50+.
6. DISKUSSION DER ERGEBNISSE: Das erarbeitete Konzept und die Marketingstrategie werden kritisch reflektiert, wobei Vor- und Nachteile sowie mögliche Umsetzungsprobleme und Lösungsansätze für den Praxisbetrieb diskutiert werden.
7. SCHLUSSFOLGERUNG: Die Schlussfolgerung empfiehlt eine Weiterentwicklung des Konzepts durch Kooperationen und die Gründung eines "Clubs für gesundes Altern", um sich langfristig vom Wettbewerb abzugrenzen.
8. ZUSAMMENFASSUNG: Abschließend wird noch einmal die Dringlichkeit spezieller Angebote für Ältere unterstrichen, da Senioren aufgrund ihrer Kaufkraft und Freizeit eine ökonomisch hochinteressante Zielgruppe für Fitnessanbieter darstellen.
Schlüsselwörter
Seniorensport, Fitnessstudio, demographischer Wandel, Einsteigerkurskonzept, Club-im-Club, Bedarfsanalyse, Marketingbudget, Gesundheitsförderung, Präventivsport, Zielgruppe 50plus, Altenquotient, Kaufkraft, Trainingssteuerung, Mitgliederakquise, Mitgliederbindung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Diplomarbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung und Einführung eines speziellen Sportangebots für ältere Menschen in einem Fitnessstudio, um diese Zielgruppe besser in den Trainingsbetrieb zu integrieren.
Welches sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Zentrale Themen sind die demographische Entwicklung, die Ergründung der sportlichen Bedürfnisse älterer Menschen, die methodische Planung eines Kurskonzepts sowie die wirtschaftliche Kalkulation und Vermarktung dieses neuen Angebots.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Hauptziel ist die Erstellung eines Einsteigerkurskonzepts, das gezielt die Bedürfnisse der Generation 50+ anspricht, um dadurch die Mitgliederzahl im Fitnessstudio zu erhöhen und die Kundenbindung zu stärken.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Der Autor nutzt eine Ist-Analyse des Fitnessstudios, eine schriftliche Bedarfsanalyse durch eine Mitgliederbefragung sowie eine detaillierte betriebswirtschaftliche Planung und Kalkulation der Kursinhalte und Marketingaktionen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil umfasst die Ist-Analyse, die demographischen Grundlagen, die methodische Bedarfsermittlung, die detaillierte inhaltliche und organisatorische Kursplanung sowie die finanzielle Kalkulation inklusive Marketingbudget.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Seniorensport, Einsteigerkurskonzept, demographischer Wandel, Mitgliederakquise und Gesundheitsförderung beschreiben.
Wie wurde das Alter der Teilnehmer definiert?
Die Arbeit fokussiert sich primär auf die Generation "50plus" bzw. Personen im Alter von 50 bis 70 Jahren, da diese Gruppe ein hohes Potenzial für den Fitnessmarkt aufweist.
Warum ist eine Kooperation mit Krankenkassen schwierig?
Die aktuelle Geräteausstattung entspricht teilweise nicht den strengen Qualitäts- und Ergonomie-Anforderungen der Krankenkassen, und die unklare gesetzliche Lage erschwert eine direkte Zusammenarbeit momentan.
Welchen Einfluss hat das "goldene Segment" auf die Marketingstrategie?
Da Senioren über eine hohe Kaufkraft verfügen und Qualität sowie Beratung schätzen, muss das Marketing nicht nur kostengünstig sein, sondern auch Vertrauen wecken und den Mehrwert für die Gesundheit gezielt herausstellen.
- Quote paper
- Dipl. Fitnessökonom (BA) Marko Hübner (Author), 2005, Einführung eines Club-im-Club Konzeptes im Fitnessstudio, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/86106