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Zu Beaumarchais' Figaro-Trilogie

Título: Zu Beaumarchais' Figaro-Trilogie

Trabajo , 2004 , 33 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Melanie Wild (Autor)

Estudios franceses - Literatura
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Beaumarchais’ Werke Le Barbier de Seville, Le Mariage et Figaro und La Mère Coupable bilden zusammen die so genannte Figaro-Trilogie. Die vorliegende Arbeit untersucht, ob die drei Teile der Trilogie eine in sich stimmige Einheit bilden oder ob es eventuell zu Brüchen gekommen ist. Zur Erörterung dieser Fragen blickt die Arbeit auf die dramatische Gestaltung der Werke sowie auf die Ausarbeitung der Hauptfiguren und deren Entwicklung über die einzelnen Stücke hinweg.

Extracto


Gliederung

I) Der Schriftsteller Pierre Augustin Caron de Beaumarchais

II) Die Figaro-Trilogie von Pierre Augustin Caron de Beaumarchais

1. Le Barbier de Séville

1.1 Le Barbier de Séville als traditionelle Unterhaltungskomödie

1.2 Figurengestaltung

1.2.1 Allgemeine Vorbemerkungen

1.2.2 Die Dienerfigur Figaro

1.2.3 Das Liebespaar Almaviva und Rosine

1.2.4 Die Dottore-Figur Bartholo

2. Le Mariage de Figaro

2.1 Le Mariage de Figaro als innovative Weiterentwicklung der Gattung Komödie

2.1.1 Beaumarchais’ Komödienkonzeption

2.1.2 Traditionelle Elemente

2.1.3 Gesellschafts- und sozialkritische Elemente

2.1.4 ’drame’-Elemente

2.2. Figurengestaltung

2.2.1 Allgemeine Vorbemerkungen

2.2.2 Figaro

2.2.3 Suzanne

2.2.4 Graf

2.2.5 Gräfin

3. La Mère Coupable

3.1 Das ’drame’ La Mère Coupable

3.2 Figurengestaltung

3.2.1 Allgemeine Vorbemerkungen

3.2.2 Figaro

3.2.3 Suzanne

3.2.4 Graf

3.2.5 Gräfin

III) Fazit

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Kohärenz der Figaro-Trilogie von Pierre Augustin Caron de Beaumarchais. Dabei wird analysiert, inwieweit die drei Stücke eine in sich stimmige Einheit bilden oder Brüche aufweisen, wobei der Fokus insbesondere auf der dramatischen Gestaltung und der individuellen Entwicklung der Hauptfiguren über die gesamte Trilogie hinweg liegt.

  • Analyse der Figaro-Trilogie als Einheit vs. Einzelschriften
  • Entwicklung der Charaktere (Figaro, Suzanne, Graf, Gräfin) über die drei Stücke hinweg
  • Untersuchung der Gattungstransformation (von der Komödie zum ’drame’)
  • Sozial- und gesellschaftskritische Tendenzen im Kontext der Zeit
  • Bedeutung der Verbürgerlichung für die Figurenkonstellation

Auszug aus dem Buch

1.2.2 Die Dienerfigur Figaro

Der Figaro des Barbier lässt sich auf den Dienertypen des Brighella aus der Commedia dell’arte zurückführen. Wie Brighella zeichnet sich Figaro durch Witz, Wortgewandtheit und Intelligenz aus. Da es den Rahmen dieser Ausführungen überschreiten würde, alle Beispiele für Figaros Wortwitz einzeln anzuführen, sei hier mit I, 4; II, 10 und III, 5 nur kurz auf einige Szenen verwiesen, in denen Figaro diesen auf besonders eindrucksvolle Weise unter Beweis stellt.

Darüber hinaus ist Figaro wie sein historisches Vorbild der geborene Intrigant. Er ist es, der die Fäden des Intrigenspiels in der Hand hat, der stets weiß was als nächstes zu tun ist und so die Handlung vorantreibt. Im Gegensatz zum späteren, in Le Mariage de Figaro anzutreffenden Figaro, handelt der Diener in Le Barbier de Séville jedoch nicht aus Eigennutz, sondern gänzlich im Interesse seines Herrn. Wie es dem Rollenbild des loyalen, treu ergebenen Dieners entspricht, unternimmt Figaro alles in seiner Macht stehende, um seinem Vorgesetzten zu dessen Liebesglück zu verhelfen.

Auch die im ersten Akt skizzierte abenteuerliche Vergangenheit, die raschen Orts- und Berufswechsel und die Leichtigkeit mit der Figaro sein Leben lebt, stehen im Einklang mit dem traditionellen Rollenmuster des unbekümmerten und lebensfrohen Brighella. Allerdings wächst der Figaro des Barbier an mancher Stelle schon über das klassische Rollenbild hinaus. So kontert Figaro den Vorwurf des Grafen, er sei als Diener stets faul gewesen, wie folgt:

Aux vertus qu’on exige dans un Domestique, votre Excellence connaît-elle beaucoup de Maîtres qui fussent digne d’être valets ? (I, 2)

Figaro spielt damit auf die damalige Gesellschaftsordnung an und übt so Kritik am Standeswesen. Ein solch offenes Ansprechen aktueller gesellschaftlicher Zustände wäre dem traditionellen Brighella – Typus nicht möglich gewesen.

Zusammenfassung der Kapitel

I) Der Schriftsteller Pierre Augustin Caron de Beaumarchais: Dieses Kapitel gibt einen biografischen Überblick über den Autor und ordnet sein Schaffen zwischen den frühen ’parades’ und der berühmten Figaro-Trilogie ein.

II) Die Figaro-Trilogie von Pierre Augustin Caron de Beaumarchais: Dieses Kapitel bildet den Hauptteil der Arbeit und analysiert detailliert die drei Werke Le Barbier de Séville, Le Mariage de Figaro und La Mère Coupable hinsichtlich ihrer Gattungsmerkmale und der Figurenentwicklung.

III) Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass die Trilogie inhaltlich lose und oberflächlich verbunden ist, primär durch das wiederkehrende Figurenpersonal zusammengehalten wird und starke gattungsspezifische Brüche aufweist.

Schlüsselwörter

Beaumarchais, Figaro, Figaro-Trilogie, Le Barbier de Séville, Le Mariage de Figaro, La Mère Coupable, Commedia dell’arte, ’drame’, Figurengestaltung, Gesellschaftskritik, Sozialkritik, Verbürgerlichung, Adelsprivilegien, Moralphilosophie, Gattungstransformation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Figaro-Trilogie von Beaumarchais und analysiert, inwieweit die drei Stücke eine kohärente Einheit bilden oder ob es gravierende Brüche zwischen ihnen gibt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Themen sind die dramatische Gestaltung der Werke, die Entwicklung der Hauptfiguren über die gesamte Trilogie sowie die Wandlung der literarischen Gattung vom klassischen Komödienmuster zum sogenannten ’drame’.

Welches primäre Ziel verfolgt die Untersuchung?

Ziel ist es, die Entwicklung der Figuren Figaro, Suzanne, Graf Almaviva und Gräfin Rosine zu verfolgen und zu prüfen, ob die Stücke tatsächlich eine in sich stimmige Einheit darstellen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche Analyse, die sowohl die dramaturgische Struktur als auch die psychologische Ausarbeitung der Figuren sowie den gesellschaftskulturellen Kontext (Verbürgerlichung) einbezieht.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil widmet sich chronologisch der Analyse von Le Barbier de Séville, Le Mariage de Figaro und La Mère Coupable, wobei jedes Stück hinsichtlich seiner Gattungsform und der Figurengestaltung im Detail untersucht wird.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Figaro-Trilogie, Gattungstransformation, ’drame’, Figurenentwicklung, Sozialkritik und der Übergang von adligen zu bürgerlichen Werten.

Wie verändert sich die Figur des Grafen Almaviva über die Trilogie?

Während der Graf im ersten Stück als sympathischer, liebender junger Edelmann auftritt, wandelt er sich im zweiten Stück zum machtbewussten, leicht zu erzürnenden Landadeligen und im dritten Stück zum durchweg bürgerlich handelnden, leidenden Familienoberhaupt.

Warum verlor das Stück La Mère Coupable laut Autorin an Bedeutung?

Das Stück verlor an Anziehungskraft, da die Handlung im Vergleich zu den anderen Teilen eher schwerfällig ist und das Publikum sich mit den dort propagierten Moralvorstellungen, insbesondere der einseitigen Schuldzuweisung bei Ehebruch, heute nicht mehr identifizieren kann.

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Detalles

Título
Zu Beaumarchais' Figaro-Trilogie
Universidad
University of Regensburg
Calificación
1,7
Autor
Melanie Wild (Autor)
Año de publicación
2004
Páginas
33
No. de catálogo
V86118
ISBN (Ebook)
9783638010184
ISBN (Libro)
9783638925648
Idioma
Alemán
Etiqueta
Beaumarchais Figaro-Trilogie
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Melanie Wild (Autor), 2004, Zu Beaumarchais' Figaro-Trilogie, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/86118
Leer eBook
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