Die vorliegende Hausarbeit beschäftigt sich grundsätzlich mit dem Thema Hochbegabung und dem Umgang mit Hochbegabten. Dabei geht es im ersten inhaltlichen Kapitel (Kapitel 2) zunächst um eine erste Begriffsdefinition.
Das 3. Kapitel beschäftigt sich mit dem Umgang der deutschen Gesellschaft mit Hochbegabung. Darin wird dargelegt, dass der „deutsche Weg“ in dieser Frage nicht zwangsläufig auch die in anderen Nationen vertretene Herangehensweise ist.
Im 4. Kapitel gehe ich intensiver auf die verschiedenen Möglichkeiten der Feststellung und Messung von Begabung bzw. Hochbegabung ein. Dabei werden sowohl Intelligenztest als auch andere Verfahren der Erkennung wie z.B. Verhaltensmerkmale berücksichtigt.
Das 5. Kapitel beschäftigt sich mit dem Umgang mit Hochbegabung an Schulen. Hierbei wird insbesondere auf die unterschiedlichen Förderungsarten wie Akzeleration und Enrichment eingegangen.
Im 6. Kapitel wird abschließend die soziale Struktur von Hochbegabten thematisiert. Dabei wird der Fokus auf Persönlichkeitsmerkmale gelegt, sowie auf die häufig diskutierte Frage eingegangen, ob bzw. wie Genie und Wahnsinn zusammen hängen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Was ist Hochbegabung? Ein Definitionsversuch
2.1. bestimmte Arten von Hochbegabung
3. Gesellschaft und Hochbegabung
4. Feststellung und Messung von Hochbegabung
5. Hochbegabung und Schule: Arten der Begabtenförderung
6. Die soziale Struktur von Hochbegabten
7. Fazit und Ausblick
8. Literaturverzeichnis
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht theoretische Grundlagen der Hochbegabung sowie den schulischen Umgang mit hochbegabten Schülern in Deutschland. Im Fokus stehen dabei die Definition, die Identifizierung und unterschiedliche Förderansätze im Vergleich zur sozialen Struktur dieser Schülergruppe.
- Begriffsdefinitionen und Arten der Hochbegabung
- Gesellschaftliche Rahmenbedingungen und schulische Ausgrenzung
- Verfahren zur Feststellung und Messung von Hochbegabung
- Förderstrategien wie Akzeleration und Enrichment
- Soziale Merkmale und psychologische Aspekte Hochbegabter
Auszug aus dem Buch
2. Was ist Hochbegabung? Ein Definitionsversuch.
Genauso vielfältig wie die Literatur zum Thema Hochbegabung ist, so existieren auch eine Vielzahl von unterschiedlichen Definitionen. Nach Feger (1988) existierten bereits 1964 113 verschiedene Definitionen (vgl. Feger/Prado, 2000, S. 38). Zudem variieren die Begrifflichkeiten und deren Gebrauch von Land zu Land. Eine größere Anzahl an begrifflichen Abstufungen wie die Unterscheidung nach Begabung, Hochbegabung und Höchstbegabung trägt noch dazu erschwerend zum Verständnis bei.
Wohl aber wird deutlich, dass sich die Begrifflichkeiten nicht nur gewandelt, sondern auch im Zuge der voranschreitenden Forschung konkretisiert haben. So ist festzustellen, dass man früher unter Hochbegabung allein eine hohe Ausprägung des Intelligenzquotienten, also eine intellektuelle Frühentwicklung, verstand. Heute geht man hingegen von einem viel umfassenderen Begriff aus. Unter Hochbegabung versteht man heute viel mehr herausragende Fähigkeiten in unterschiedlichen Bereichen aus denen im Vergleich zu den Gleichaltrigen/Peers hohe Leistungen resultieren. Begabung ist jedoch nur die notwendige Bedingung um herausragende Leistungen zu bringen. Zudem haben viele andere Faktoren wie „Interesse, Durchsetzungskraft, Motivation und Persönlichkeit“ (Witz, 2000, S. 9) entscheidenden Einfluss auf die Leistungen von Hochbegabten. Dies bedeutet, dass Begabung allein nicht ausreicht um herausragende Leistungen zu erbringen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung erläutert den Kontext eines Lehrforschungsprojekts und gibt einen Überblick über die theoretische Struktur der Hausarbeit hinsichtlich Definition, Gesellschaft, Messung und Förderung.
2. Was ist Hochbegabung? Ein Definitionsversuch: Dieses Kapitel erörtert die Vielfalt an Definitionen und differenziert zwischen verschiedenen Begabungsarten wie sprachlicher, mathematischer oder sozialer Intelligenz.
3. Gesellschaft und Hochbegabung: Es wird die deutsche Schullandschaft kritisch beleuchtet und die Tendenz zur Trennung von Schülern im Vergleich zu anderen europäischen Ansätzen diskutiert.
4. Feststellung und Messung von Hochbegabung: Der Fokus liegt auf der Schwierigkeit, Hochbegabung im Schulalltag zu identifizieren, unter Berücksichtigung von Verhalten, Geschlechterunterschieden und psychometrischen Tests.
5. Hochbegabung und Schule: Arten der Begabtenförderung: Das Kapitel vergleicht die Ansätze der Akzeleration, wie das Überspringen von Klassen, mit dem Enrichment-Konzept.
6. Die soziale Struktur von Hochbegabten: Abschließend werden die Persönlichkeitsmerkmale hochbegabter Schüler, ihre soziale Integration und der Mythos des Zusammenhangs von Genie und Wahnsinn thematisiert.
7. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Bedeutung fördernder Rahmenbedingungen zusammen und leitet zur weiteren empirischen Untersuchung der Gruppe über.
8. Literaturverzeichnis: Dies ist das Verzeichnis der verwendeten Quellen.
Schlüsselwörter
Hochbegabung, Begabtenförderung, Intelligenzquotient, Akzeleration, Enrichment, Schullaufbahn, soziale Struktur, Persönlichkeitsmerkmale, Lehrforschung, Diagnostik, Underachiever, soziale Intelligenz, Sonderzweige, Bildungsbiografie, Leistungsmotivation.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit behandelt die theoretischen Aspekte von Hochbegabung und die Möglichkeiten der schulischen Förderung in Deutschland im Kontext des Schulsystems.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentral sind die Definition von Hochbegabung, die Diagnoseverfahren, der gesellschaftliche Umgang mit Schülern sowie spezifische Interventionsformen wie Enrichment und Akzeleration.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist eine theoretische Aufarbeitung des Themas Hochbegabung, um eine Grundlage für die weiterführende Untersuchung der Eigenwahrnehmung von Schülern in speziellen Zweigen zu schaffen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine Literaturarbeit, die auf einer Zusammenführung und Analyse bestehender Forschungsergebnisse und Definitionen basiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in Begriffsdefinitionen, den Umgang der Gesellschaft, Methoden der Identifizierung, schulische Förderungsarten sowie die soziale Struktur und Persönlichkeit Hochbegabter.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?
Die Arbeit ist durch Begriffe wie Begabtenförderung, Hochbegabung, Akzeleration, schulische Selektion und Leistungsidentifizierung gekennzeichnet.
Warum ist die Identifizierung von Hochbegabung in der Schule oft problematisch?
Die Arbeit stellt dar, dass Hochbegabung oft nicht erkannt wird, da sie sich in Unterforderung und daraus resultierendem störenden Verhalten äußert oder durch den Wunsch nach Anpassung (vor allem bei Mädchen) verborgen bleibt.
Welchen Einfluss hat das Geschlecht auf das Verhalten hochbegabter Kinder laut der Autorin?
Hochbegabte Mädchen neigen laut der Arbeit eher zur Selbstunterdrückung und Anpassung, während Jungen bei Unterforderung eher zu auffälligem Störverhalten neigen.
Wie unterscheidet sich Enrichment von der Akzeleration?
Akzeleration umfasst das Überspringen von Klassen oder vorzeitige Einschulung, während Enrichment zusätzliche inhaltliche Angebote wie Kurse und Projekte außerhalb des regulären Lehrplans bietet.
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- Magistra Artium Claudia Kunze (Author), 2005, Hochbegabung und Förderungsmöglichkeiten , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/86211