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Russlandsdeutsche

Ein neuer Anfang in der alten Heimat

Title: Russlandsdeutsche

Term Paper (Advanced seminar) , 2006 , 20 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Lydia Jeske (Author)

Sociology - Work, Education, Organisation
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Summary Excerpt Details

Die junge Bundesrepublik Deutschland musste in ihrer bisherigen Bestehungsgeschichte bereits eine sehr hohe Anzahl an Zuwanderern aufnehmen, die entweder die Absicht hegten hier für eine relativ kurze Zeit zu verweilen oder Deutschland zu ihrer neuen Heimat zu machen. Offiziell gilt die BR Deutschland nicht als ein Zuwanderungsland.
Jedoch ist Zuwanderung für die BRD, bereits seit ihren Anfängen bis zur heutigen Zeit, ein hochaktuelles Thema gewesen. Kurz nach der Gründung der Bundesrepublik wurden ausländische Arbeitskräfte seitens der damaligen jungen Regierung angeworben, damit diese beim Wiederaufbau Deutschlands mithelfen konnten. So reisten bis 1973 mehrere Millionen ausländischer Arbeitskräfte ein, um der Bitte der deutschen Regierung nach zu kommen.
In den letzten 18 Jahren hat sich ein drastischer Wandel in der Zusammensetzung der Zuwanderung vollzogen. Der „Fall der Mauer“ im Jahre 1989 brachte einen Strom an deutschstämmigen Zuwanderern mit sich. Die Bundesrepublik Deutschland musste in den Jahren 1989 und 1990 circa 780.000 Zuwanderer unterbringen und ihnen eine angemessene Versorgung gewährleisten. Dies stellte sowohl Bund als auch Länder auf eine harte Bewährungsprobe.
Der starke Migrantenzustrom aus den osteuropäischen Ländern und der ehemaligen UdSSR riss nur langsam ab, d.h. dass heutzutage noch immer zehntausende an Zuwanderern aus diesen Regionen, insbesondere aus den Gebieten der ehemaligen UdSSR, nach Deutschland einreisen.
Es stellt sich in Anbetracht der Massen, die in kürzester Zeit eingewandert sind, die Frage: Wie gut konnten diese Personen in die hiesige Gesellschaft integriert werden? Ein wichtiger Teil der Integration läuft über die berufliche Integration bzw. die Arbeitsmarktintegration der Neuankömmlinge in Deutschland ab.
Es gilt nun in dieser Arbeit zu klären wie gut die berufliche Eingliederung von deutschstämmigen Zuwanderern in den vergangen Jahren abgelaufen ist. Diese Gruppe wird im Folgenden mit der ausländischen Einwanderergruppe verglichen, um eventuelle Parallelen oder Differenzen in Anbetracht ihrer Integration heraus zu arbeiten. Eine weitere Referenzgruppe stellen die einheimischen Deutschen dar. Damit man herausfinden kann wie erfolgreich die Arbeitsmarktintegration und, im weiteren Sinne, in die deutsche Gesellschaft ist bzw. war.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Weg von der Problematik der ausländischen Migranten hin zu der Problematik der deutschstämmigen Migranten

2. Kleiner Überblick über die Situation der (Spät-)Aussiedler

3. Berufliche Integration: Ein Schritt in die richtige Richtung?

4. Bestehen Gemeinsamkeiten zwischen (Spät-)Aussiedlern und ausländischen Migranten?

5. Wie groß ist die Chance erwerbstätig zu werden?

6. Berufliche Dequalifizierung: vom Arzt zum Bauarbeiter

7. (Spät-)Aussiedlerinnen und ihre Integration in den Arbeitsmarkt

8. Sind die Integrationsbemühungen erfolgreich gewesen?

9. Literaturliste

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht den Erfolg der beruflichen Integration von (Spät-)Aussiedlern in den deutschen Arbeitsmarkt, vergleicht deren Erfahrungen mit anderen Migrantengruppen und den Einheimischen und beleuchtet die Rolle von Qualifikation, Sprachkenntnissen und sozioökonomischen Rahmenbedingungen.

  • Berufliche Integration und Arbeitsmarktzugang von (Spät-)Aussiedlern
  • Vergleich der Integrationsverläufe zwischen (Spät-)Aussiedlern und ausländischen Migranten
  • Einfluss von Qualifikation und beruflicher Dequalifizierung
  • Bedeutung von Sprachkenntnissen für den Arbeitsmarkterfolg
  • Geschlechtsspezifische Unterschiede in der Erwerbsbeteiligung

Auszug aus dem Buch

6. Berufliche Dequalifizierung: vom Arzt zum Bauarbeiter

Studien zeigen, dass Personen, die als (Spät-)Aussiedler nach Deutschland einwandern relativ geringe Chancen haben eine ihrer Qualifikation entsprechende Anstellung zu finden. Dieses betrifft insbesondere ehemalige Angestellte, Akademiker oder Beamte. Personen, die hingegen im handwerklichen oder gewerblichen Berufen tätig waren, haben relativ gute Chancen einen Arbeitsplatz zu erhalten, der ihrer früheren beruflichen Position entspricht.

Dies bestätigt auch die Arbeit von Janikowski (1999), die die Wahrscheinlichkeit mit der man eine Berufsposition besetzt, die der ehemaligen entspricht, berechnet. Es zeigt sich, dass frühere Akademiker die niedrigste Wahrscheinlichkeit haben überhaupt eine Arbeitsstelle zu finden, geschweige denn eine, die ihrer Bildung entspricht. Die besten Chancen, sowohl erwerbstätig zu werden als auch eine adäquate Arbeitsstelle zu finden, haben die Personen, die entweder einen Facharbeiter- oder Technikerabschluss besitzen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Weg von der Problematik der ausländischen Migranten hin zu der Problematik der deutschstämmigen Migranten: Das Kapitel führt in den Wandel der Zuwanderung nach Deutschland durch den Fall der Mauer ein und stellt die Frage, wie erfolgreich die Integration der deutschstämmigen Zuwanderer in den Arbeitsmarkt verlaufen ist.

2. Kleiner Überblick über die Situation der (Spät-)Aussiedler: Hier werden die Begrifflichkeiten rund um (Spät-)Aussiedler geklärt und der historische Kontext der Zuwanderungsströme aus Osteuropa und der ehemaligen UdSSR dargelegt.

3. Berufliche Integration: Ein Schritt in die richtige Richtung?: Dieses Kapitel definiert den Begriff der beruflichen Integration und analysiert Faktoren wie Sprachkenntnisse und die Übertragbarkeit von Humankapital für den Integrationserfolg.

4. Bestehen Gemeinsamkeiten zwischen (Spät-)Aussiedlern und ausländischen Migranten?: Es wird untersucht, welche Parallelen und Unterschiede zwischen diesen beiden Gruppen bei der Eingliederung in den deutschen Arbeitsmarkt bestehen.

5. Wie groß ist die Chance erwerbstätig zu werden?: Anhand von sozioökonomischen Indikatoren wird die Erwerbsbeteiligung und das Arbeitslosenrisiko von (Spät-)Aussiedlern im Vergleich zu anderen Gruppen analysiert.

6. Berufliche Dequalifizierung: vom Arzt zum Bauarbeiter: Dieses Kapitel thematisiert die Diskrepanz zwischen der im Herkunftsland erworbenen Qualifikation und der tatsächlich ausgeübten Tätigkeit in Deutschland.

7. (Spät-)Aussiedlerinnen und ihre Integration in den Arbeitsmarkt: Es wird auf die spezifische Situation der Frauen eingegangen, wobei geschlechtsspezifische Benachteiligungen und das traditionelle Rollenmodell betrachtet werden.

8. Sind die Integrationsbemühungen erfolgreich gewesen?: Das Fazit bewertet die bisherigen Maßnahmen und konstatiert, dass trotz staatlicher Anstrengungen die berufliche Integration oft hinter den Erwartungen zurückbleibt.

Schlüsselwörter

Russlandsdeutsche, (Spät-)Aussiedler, berufliche Integration, Arbeitsmarktintegration, Zuwanderung, Dequalifizierung, Humankapital, Erwerbsbeteiligung, Sprachkenntnisse, Integrationspolitik, Osteuropa, ehemalige UdSSR, Arbeitslosigkeit, Migration.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den Erfolg der beruflichen Integration von (Spät-)Aussiedlern in den deutschen Arbeitsmarkt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den zentralen Themen gehören die Erwerbsbeteiligung, berufliche Dequalifizierung, Sprachkenntnisse und der Vergleich zu anderen Migrantengruppen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist eine Bewertung, wie gut die berufliche Eingliederung der deutschstämmigen Zuwanderer in den vergangenen Jahren gelungen ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Analyse bestehender Studien und statistischer Daten, insbesondere des sozioökonomischen Panels (SOEP).

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Situation der Zuwanderer, ihre Arbeitsmarktschancen, das Phänomen des beruflichen Abstiegs sowie die geschlechtsspezifischen Unterschiede bei der Integration.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie (Spät-)Aussiedler, berufliche Integration, Arbeitsmarkt, Dequalifizierung und Integrationspolitik charakterisiert.

Warum erleben (Spät-)Aussiedler oft einen beruflichen Abstieg?

Hauptgründe sind die mangelnde Anerkennung von im Herkunftsland erworbenen Qualifikationen, schwache Deutschkenntnisse und die Nicht-Übertragbarkeit von erworbenen Fertigkeiten auf das deutsche Wirtschaftssystem.

Welche Rolle spielen Sprachkenntnisse für die Integration?

Sprachkenntnisse werden als der Schlüssel zur Integration angesehen, da sie Voraussetzung für den Arbeitsmarktzugang und soziale Interaktionen sind.

Wie unterscheidet sich die Integrationssituation von Frauen?

(Spät-)Aussiedlerinnen haben zusätzlich zu sprachlichen und qualifikationsbezogenen Hürden oft mit geschlechtsspezifischen Benachteiligungen und der Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu kämpfen.

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Details

Title
Russlandsdeutsche
Subtitle
Ein neuer Anfang in der alten Heimat
College
University of Mannheim
Grade
2,3
Author
Lydia Jeske (Author)
Publication Year
2006
Pages
20
Catalog Number
V86251
ISBN (eBook)
9783638020602
ISBN (Book)
9783638921442
Language
German
Tags
Russlandsdeutsche
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Lydia Jeske (Author), 2006, Russlandsdeutsche, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/86251
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