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Narrative Strategien in Andy Warhols "Car Crash"-Bildern

Título: Narrative Strategien in Andy Warhols "Car Crash"-Bildern

Trabajo , 2007 , 22 Páginas , Calificación: 2

Autor:in: M.A. Melitta Töller (Autor)

Arte - Pintura
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Im Oeuvre von Andy Warhol nehmen die Bilder der Death-and-Disaster-Serie einen besonderen Platz ein. In ihnen beschäftigt Warhol sich, ganz im Sinne der amerikanischen Pop Art, intensiv mit der Gleichgültigkeit der durch die Massenmedien verbreiteten Informationen und schafft dabei gleichzeitig eine Art ‚schönen Horror’, der vom Betrachter emotional bewältigt werden kann.

Warhol selbst hat zu seinen Disaster-Bildern zwar wiederholt gesagt, dass sie von ihm nicht kritisch gemeint seien, aber dadurch, dass sie von der Gesellschaft akzeptiert und in verschiedensten Ausstellungen gezeigt wurden, wurden die Bilder dann doch zu einer Kritik an eben dieser Gesellschaft.

Warhols Disaster-Motive haben einen festen Platz in unserem visuellen Gedächtnis gefunden, da sie einen Spiegel auf unsere Gesellschaft, auf unseren Lebensstil
werfen; und natürlich auch, da sie, schon bevor Warhol sie für seine Bilder benutzte, millionenfach in verschiedenen Medien reproduziert wurden. Die Disaster-Serie ist auch von daher besonders interessant, da es Warhol hier gelungen ist, die Grenze zwischen bildender Kunst und Massenkultur einzureißen, Sinn und Bedeutung von ‚Kunst’
an sich in Frage zu stellen.

Anhand eines umgrenzten Ausschnitts der Death-and-Disaster-Serie, den Car-Crash-Bildern, möchte ich in dieser Hausarbeit die verschiedenen narrativen Strategien aufzeigen die Warhol, bewusst oder unbewusst, benutzt, um seine persönliche Geschichte unserer modernen Wirklichkeit zu erzählen bzw. um uns von ihr zu berichten.

Den Schwerpunkt bildet dabei Warhols Technik der Repetition der einzelnen Photovorlagen, doch auch Siebdrucktechnik, Farbwahl, das Einsetzen von Leerstellen usw. tragen dazu bei, dass Warhol die bekannten Pressebilder nicht einfach erneut reproduziert hat, sondern mit seinen Bildern eine kritische Aussage getroffen hat.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. „Ist es nicht großartig, wie schrecklich Autowracks sind!“

3. Loslösung von malerischen Traditionen

4. Photographie und Pressebild

5. Narrative Strategien

5.1. Komposition

5.2. Siebdruck

5.3. Farbwahl

5.4. Repetition

6. Fruchtbarer Augenblick?

7. Leerstellen

7.1. Das ‚leere’ Feld

8. Thematisierung des Sehprozesses

9. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die verschiedenen narrativen Strategien in Andy Warhols „Car-Crash“-Bildern der „Death-and-Disaster“-Serie. Dabei wird analysiert, wie Warhol durch bewusste ästhetische Entscheidungen und den Einsatz von Massenmedien-Motiven eine kritische Reflexion auf die moderne Wirklichkeit und den Wirklichkeitsverlust im Medienzeitalter konstruiert.

  • Analytische Untersuchung der narrativen Strategien (Repetition, Siebdruck, Farbwahl).
  • Hinterfragung des traditionellen Kunstbegriffs und der Künstlerpersönlichkeit bei Warhol.
  • Untersuchung der Wechselwirkung zwischen Betrachter, Bild und der Darstellung medialer Gewalt.
  • Bedeutung von Leerstellen und dem „leeren Feld“ in der Komposition.
  • Kritik an der Gleichgültigkeit der Massenmedien gegenüber Katastrophen und dem Tod.

Auszug aus dem Buch

5.4. Repetition

Das reproduzierte Bild reflektiert und formt unser heutiges Leben in einem sehr starken Maße. „Sie prägen sich der Wirklichkeit auf, und die Menschen richten ihre äußere Erscheinung und ihre ‚innere Welt’ nach ihnen aus.“

„Wir alle wissen das Bilder produziert werden […] Wir wissen, dass sie nicht einfach Emanationen der Realität sind […]. Wir wissen, dass was wir in Illustrierten oder auf dem Fernsehschirm sehen, nicht die Realität ist, sondern von Menschen gemachte Zeichen technischen Ursprungs. […] Und doch wollen wir es nicht glauben und sind nur allzu bereit, für bare Münze zu nehmen, was die Medien uns zeigen.“

Die vielfache Repetition der Photovorlagen auf einer einzelnen Leinwand ist meiner Meinung nach die wichtigste narrative Strategie, die Warhol in seinen Car-Crash-Bildern einsetzt. Sie hat verschiedene Wirkungen auf den Betrachter:

Zum ersten Mal in einer Ausstellung mit einem der Car-Crash-Bilder konfrontiert, sucht der Betrachter automatisch nach Unterschieden in den einzelnen Photoabdrucken. Hier gibt es aber, im Gegensatz zu anderen Reihen der Death-and-Disaster-Serie wie zum Beispiel den Race-Riot-Bildern, keine - alle Photoabdrucke sind exakt identisch. “I don’t want it to be essentially the same, I want it to be exactly the same, because the more you look at the exact same thing, the more the meaning goes away, and the better and emptier you feel.” “When you see a gruesome picture over and over again, it doesn’t really have any effect.” Nach Warhol Aussage sollte die Widerholung der schrecklichen Motive auf den Betrachter also eigentlich die Wirkung haben, dass die Bilder an Emotionalität verlieren und der Betrachter ihrem Inhalt gegenüber gleichgültig wird.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Bedeutung der „Death-and-Disaster“-Serie im Werk Andy Warhols und Definition des Schwerpunkts auf die „Car-Crash“-Bilder sowie der narrativen Strategien.

2. „Ist es nicht großartig, wie schrecklich Autowracks sind!“: Untersuchung der Entstehung der Bilderserie und der provokativen Herangehensweise Warhols an das Thema Death-and-Disaster.

3. Loslösung von malerischen Traditionen: Analyse der Abkehr Warhols vom traditionellen Kunstbegriff und vom „no-hands look“ der künstlerischen Autorenschaft.

4. Photographie und Pressebild: Erörterung der Verwendung von Pressefotos als künstlerische Vorlage und deren Bedeutung für die ästhetische Reflexion der Realität.

5. Narrative Strategien: Detaillierte Betrachtung der formalen Mittel wie Komposition, Siebdruck, Farbwahl und Repetition als Erzählinstrumente.

6. Fruchtbarer Augenblick?: Diskussion der zeitlichen Einordnung der Darstellungen im Vergleich zur traditionellen Malerei und der Erstarrung der Unfalldarstellung.

7. Leerstellen: Untersuchung der Bedeutung gezielter Unvollständigkeit und des „leeren Feldes“ als Mittel zur aktiven Einbeziehung des Betrachters.

8. Thematisierung des Sehprozesses: Analyse der Betrachterlenkung und der bewussten Inszenierung des Aktes des „Sehens“ bei der Konfrontation mit Gewalt.

9. Schluss: Zusammenfassende Betrachtung der Aktualität und kritischen Wirkung von Warhols Strategien im Kontext der Medienkultur.

Schlüsselwörter

Andy Warhol, Car-Crash-Bilder, Death-and-Disaster-Serie, Narrative Strategien, Pop Art, Siebdruck, Photovorlage, Repetition, Leerstellen, Sehprozess, Massenmedien, Gesellschaftskritik, Medienzeitalter, Wahrnehmung, Katastrophenbild.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den „Car-Crash“-Bildern Andy Warhols und den narrativen Methoden, die er einsetzt, um diese Motive zu gestalten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind das Verhältnis von Kunst und Massenmedien, die Darstellung des Todes, die Kritik am Konsumrausch und der Umgang mit medial vermittelten Realitäten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie Warhol durch bewusste oder unbewusste Strategien seine „persönliche Geschichte“ unserer modernen Wirklichkeit erzählt und die Grenze zwischen Kunst und Alltag verwischt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt kunsthistorische Analysemethoden wie die formale Bildanalyse und die Rezeptionsästhetik, um Warhols Techniken und deren Wirkung auf den Betrachter zu deuten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden spezifische Strategien analysiert: die Komposition, das Siebdruckverfahren, die Farbwahl, die Technik der Repetition, der Umgang mit Leerstellen sowie die Thematisierung des Sehens.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Warhols „Death-and-Disaster“-Serie, Siebdruck, Repetition, Leerstellen, Medialisierung der Gewalt und die Rolle des Betrachters.

Warum spielt die Repetition für Warhol eine so zentrale Rolle?

Repetition dient dazu, den Betrachter durch das „exakt Gleiche“ zu distanzieren, die Bedeutung des einzelnen Bildes zu entleeren und die Gleichförmigkeit der Massenmedien und Kultur zu kritisieren.

Welche Funktion hat das „leere Feld“ in Werken wie dem Orange Car Crash?

Es fungiert als kritischer „blinder Fleck“, der dem Betrachter Platz für eigene Vorstellungen lässt und auf das Unaussprechliche des Todes sowie die Anonymität der Opfer in den Medien verweist.

Final del extracto de 22 páginas  - subir

Detalles

Título
Narrative Strategien in Andy Warhols "Car Crash"-Bildern
Universidad
LMU Munich  (Institut für Kunstgeschichte)
Curso
Erzählende Bilder im 20. Jahrhundert
Calificación
2
Autor
M.A. Melitta Töller (Autor)
Año de publicación
2007
Páginas
22
No. de catálogo
V86265
ISBN (Ebook)
9783638007214
ISBN (Libro)
9783638911740
Idioma
Alemán
Etiqueta
Narrative Strategien Andy Warhols Crash Erzählende Bilder Jahrhundert
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
M.A. Melitta Töller (Autor), 2007, Narrative Strategien in Andy Warhols "Car Crash"-Bildern, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/86265
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