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Lacan, Kojève und Las meninas von Velázquez

Titre: Lacan, Kojève und Las meninas von Velázquez

Essai Scientifique , 2000 , 32 Pages

Autor:in: Wolfram Bergande (Auteur)

Philosophie - Pratique (Ethique, Esthétique, Culture, Nature, Droit, ...)
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Hegels Dialektik der „Selbständigkeit und Unselbständigkeit des Selbstbewusstseins“ der Phönomenologie ist über Kojève in die Psychoanalyse Lacans eingegangen. Insofern Velázquez’ Las meninas in struktureller Analogie zu Hegels Dialektik interpretierbar ist, ist es dies auch als Illustration von Lacans Konzeptionen des Subjektes und der psychoanalytischen Kur. Seine proto-aufklärerische Aussage antizipiert das ethische Programm der Psychoanalyse.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. „Las meninas“ von Velázquez

1.1 Die drei Standpunkte des Betrachters in einem

1.2 Die Entfaltung der Betrachterstandpunkte im zeitlichen Prozess der Aufhebung der Fluchtpunkte

1.3 Die ‚schlechte Unendlichkeit‘: „Las meninas“ als Spiegel der Repräsentation

1.4 Nach dem Durchgang durch die Antinomie des Spiegels: die dialektische Unendlichkeit von „Las meninas“

2. Kojèves Interpretation der Dialektik von Herrschaft und Knechtschaft und „Las meninas“

2.1 Die Dialektik der Anerkennung zwischen Herr und Knecht sowie Betrachter und Künstler

2.2 Die Aufhebung der gegenseitigen Entfremdung durch die Arbeit des Knechtes sowie des Künstlers

3. Lacan und „Las meninas“

3.1 „Las meninas“ als Illustration des Lacanschen Subjekts und der psychoanalytischen Kur

3.2 Der Ausgang aus der Entfremdung

4. Die Ethik der Psychoanalyse: Aufhebung der Illusion in ein unglückliches Bewusstsein?

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Diese Arbeit untersucht die strukturelle Analogie zwischen Hegels Dialektik von Herrschaft und Knechtschaft (in der Interpretation durch Alexandre Kojève) und Velázquez’ Gemälde „Las meninas“. Ziel ist es aufzuzeigen, wie das Kunstwerk als Illustration der Lacanschen Konzeptionen des Subjekts und der psychoanalytischen Kur fungieren kann, wobei der ethische Appell des Bildes zur Aufhebung der Entfremdung im Mittelpunkt steht.

  • Analyse der Betrachterstandpunkte in „Las meninas“
  • Strukturelle Analogien zur Hegelschen Herr-Knecht-Dialektik
  • Anwendung der Lacanschen Psychoanalyse auf die Bildstruktur
  • Die ethische Dimension der Überwindung von Entfremdung im Kunstwerk

Auszug aus dem Buch

1.2 Die Entfaltung der Betrachterstandpunkte im zeitlichen Prozess der Aufhebung der Fluchtpunkte

Diese drei zu unterscheidenden Betrachterstandpunkte lassen sich in einem zeitlichen Zusammenhang denken, der eine Erklärung für die Vervielfachung der Fluchtpunkte liefert. Die drei Perspektiven auf die Bildszene, die eigentlich eine einzige sind, werden dazu in einer Abfolge geordnet, als Zeitstellen eines Prozesses, in dem ein idealer Betrachter, zum Beispiel der König Philipp IV., die drei genannten Betrachterstandpunkte nacheinander logisch einnimmt, und zwar gerade insofern er, „Las meninas“ betrachtend, gedanklich die jeweils entsprechenden Fluchtpunkte durchläuft: erst das Gesicht der Infantin, dann den Reflex im Spiegel respektive die Augen des Künstlers, schließlich den Kopf José Nietos.

Denkbar ist damit folgendes Szenario: Bevor der ideale Betrachter diese Zeitgerade durch die Einnahme der Position des Königspaares betreten hätte, hätte er sich noch im ersten scheinbaren Fluchtpunkt in der Infantin getäuscht. Sein Blick würde schließlich nach links auf den Fluchtpunkt des Atelierraumes im Spiegel abgezogen, er sähe sich, in der Hingabe an die Täuschung dieses weiteren scheinbaren Bildfluchtpunktes im Spiegel, nun in die Position des Königspaares versetzt, und zwar so zunächst wie es erscheint als ein im Spiegel direkt reflektiertes. Weiterhin würde er der Möglichkeit Raum geben, diese seine Position sei identisch mit derjenigen, an der der Künstler gestanden haben musste, um „Las meninas“ als Darstellung seiner eigenen Erschaffung zu malen, bevor ihm Zweifel kämen, ob gemäß den Gesetzen der Perspektive das Bild des Königspaares im Spiegel wirklich ihn selbst in seiner lebendigen Präsenz reflektieren kann.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Einführung in die Fragestellung der Anwendung von Hegels Dialektik und Lacans Psychoanalyse auf das Werk von Velázquez.

1. „Las meninas“ von Velázquez: Untersuchung der perspektivischen Komplexität des Bildes durch die Analyse verschiedener Betrachterstandpunkte und deren zeitliche Entfaltung.

2. Kojèves Interpretation der Dialektik von Herrschaft und Knechtschaft und „Las meninas“: Darstellung der strukturellen Ähnlichkeiten zwischen der Hegelschen Dialektik und der bildlichen Anordnung in „Las meninas“.

3. Lacan und „Las meninas“: Anwendung von Lacans psychoanalytischer Theorie zur Deutung des Bildes als Illustration des Subjekts und der therapeutischen Kur.

4. Die Ethik der Psychoanalyse: Aufhebung der Illusion in ein unglückliches Bewusstsein?: Reflexion über den ethischen Gehalt des Kunstwerks und dessen Potenzial, zur Bewusstwerdung und Überwindung von Entfremdung beizutragen.

Schlüsselwörter

Dialektik, Selbstbewusstsein, Las meninas, Perspektive, Psychoanalyse, Herrschaft und Knechtschaft, Jacques Lacan, Alexandre Kojève, Diego de Velázquez, Subjekt, Entfremdung, Spiegelbild, Repräsentation, Begehren, Anerkennung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das Gemälde „Las meninas“ von Diego de Velázquez durch die theoretische Linse der Hegelschen Dialektik von Herrschaft und Knechtschaft und Jacques Lacans psychoanalytischer Theorie.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die Struktur der menschlichen Wahrnehmung, das Verhältnis von Betrachter und Kunstwerk, sowie die psychoanalytische Deutung von Identitätsbildung und Entfremdung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, nachzuweisen, dass „Las meninas“ nicht nur ein Kunstwerk ist, sondern eine „künstlerische Illustration“ darstellt, die den Betrachter durch einen logischen Prozess führt, der mit der therapeutischen Kur in der Psychoanalyse vergleichbar ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine strukturelle Interpretation, die insbesondere auf Alexandre Kojèves Hegel-Lektüre und Jacques Lacans Seminar XI basiert, um die Bildkomposition als dialektisches System zu entschlüsseln.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der perspektivischen Standpunkte des Betrachters, die Verknüpfung dieser mit der Dialektik von Herrschaft und Knechtschaft und die anschließende Übertragung auf Lacans Konzepte des Subjekts und des Begehrens.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am stärksten?

Besonders prägend sind die Begriffe Dialektik, Spiegelbild, Repräsentation, Begehren und der „Durchgang“ durch die Unendlichkeit der Perspektiven.

Wie interpretiert der Autor die Figur des José Nieto?

Die Figur des José Nieto im Hintergrund des Bildes wird als der „echte Fluchtpunkt“ gedeutet, der den Ausgang aus der im Bild dargestellten räumlichen und psychischen Entfremdung markiert.

Welche Rolle spielt der Spiegel in der Argumentation?

Der Spiegel wird als Ort der Täuschung, aber auch als notwendiger Schritt in der Dialektik der Anerkennung analysiert, an dem sich das Subjekt mit seinem Begehren konfrontiert sieht.

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Résumé des informations

Titre
Lacan, Kojève und Las meninas von Velázquez
Université
Humboldt-University of Berlin  (Institut für Philosophie)
Auteur
Wolfram Bergande (Auteur)
Année de publication
2000
Pages
32
N° de catalogue
V8634
ISBN (ebook)
9783638155595
Langue
allemand
mots-clé
Psychoanalyse Bild Selbstbewusstsein Dialektik
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Wolfram Bergande (Auteur), 2000, Lacan, Kojève und Las meninas von Velázquez, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/8634
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Extrait de  32  pages
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