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Die Außenpolitik der Weimarer Republik unter Gustav Stresemann von 1924-1929

Title: Die Außenpolitik der Weimarer Republik unter Gustav Stresemann von 1924-1929

Term Paper , 2006 , 13 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Felix Reibestein (Author)

History of Germany - World War I, Weimar Republic
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Summary Excerpt Details

Der Weimarer Republik standen nach dem verlorenen Ersten Weltkrieg außenpolitisch äußerst schwierige Zeiten bevor. Der erste deutsche demokratische Staat musste mit dem Versailler Friedensvertrag sehr harte Bedingungen hinnehmen, wie z.B. die erheblichen Reparationszahlungen, die militärischen Beschränkungen und natürlich die beträchtlichen Gebietsverluste. Neben der Notwendigkeit, die innenpolitischen und wirtschaftlichen Krisen zu lösen, die unter anderem auch eine Folge des Vertragswerkes von Versailles waren, galt es also ebenso, die Bedingungen der Friedensverträge für die Weimarer Republik in der Hinsicht erträglicher zu machen, dass der Spielraum in der Außenpolitik erweitert und die eingesetzte Isolation durchbrochen werden konnte.
Waren die ersten Jahre noch von starkem gegenseitigem Misstrauen zwischen Siegermächten und Besiegten des Ersten Weltkriegs geprägt, so kam es ab 1924 zu einer Entspannung der außenpolitischen Situation und im weiteren Verlauf der Jahre sogar zu weiteren Annäherun-gen. Dies war vor allem Gustav Stresemann zu verdanken, der im Dezember 1923 nach etwa 100-tägiger Kanzlerschaft das Außenministerium des Weimarer Staates weiterführte und dieses Amt bis zu seinem Tode im Oktober 1929 innehatte.
Der folgende Beitrag untersucht nun die Außenpolitik der Weimarer Republik in der Ära Stresemann von 1924 bis 1929. Es soll vor allem die Frage beantwortet werden, ob Deutschland durch die stresemannsche Außenpolitik eine Besserstellung in der internationalen Staatengemeinschaft erfahren hat. Um den Kontext nicht zu gefährden, sollen bei der Untersuchung des Problems die innenpolitischen Entwicklungen Deutschlands weitestgehend außen vor gelassen werden. Zu Beginn wird noch kurz auf die außenpolitische Lage Deutschlands bis 1924 eingegangen, um eine mögliche Besserstellung der Weimarer Republik nach dem Tode Stresemanns auch vergleichend beurteilen zu können.
Die Literatur über Stresemann und die Außenpolitik in seiner Zeit ist umfangreich. Besonders erwähnenswert ist hier die erst vor kurzem erschiene Monographie von Gottfried Niedhart , die die gesamte Außenpolitik der Weimarer Zeit prägnant darstellt. Um etwas mehr über die Person Gustav Stresemanns zu erfahren, sind dessen Biographien von John P. Birkelund und Jonathan Wright empfehlenswert. Und wenn die Materie etwas tiefgründiger untersucht werden soll, ist hier auf die umfassenden Werke von Peter Krüger und Ludwig Zimmermann zu verweisen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die außenpolitische Ausgangslage der Weimarer Republik vor 1924

3. Zur Person Stresemanns und seinen außenpolitischen Zielen

4. Verbesserung der europäischen Beziehungen

4.1. Von der Ruhrkrise zum Dawes-Plan

4.2. Der Vertrag von Locarno und Deutschlands Beitritt zum Völkerbund

4.3. Der Berliner Vertrag

4.4. Außenpolitische Stagnation und Young-Plan

5. Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die deutsche Außenpolitik während der Ära Gustav Stresemann von 1924 bis 1929. Das primäre Ziel besteht darin, die Forschungsfrage zu beantworten, ob Deutschland durch die stresemannsche Außenpolitik eine tatsächliche Besserstellung innerhalb der internationalen Staatengemeinschaft erzielen konnte.

  • Analyse der außenpolitischen Ausgangslage der Weimarer Republik nach dem Ersten Weltkrieg
  • Untersuchung der Zielsetzungen und der politischen Strategie Gustav Stresemanns
  • Evaluierung der Entspannungspolitik durch den Dawes-Plan und die Verträge von Locarno
  • Bewertung der deutsch-sowjetischen Beziehungen und des Berliner Vertrages
  • Diskussion der Erfolge und Grenzen der sogenannten "ökonomischen Variante der deutschen Machtpolitik"

Auszug aus dem Buch

3. Zur Person Stresemanns und seinen außenpolitischen Zielen

Bevor weiter auf die außenpolitische Entwicklung eingegangen wird, sollen in diesem Punkt erst einmal die Person Stresemanns sowie seine Ziele in der Außenpolitik kurz vorgestellt werden, da er genau zum Zeitpunkt der Ruhrkrise außenpolitische Verantwortung übernahm.

Der 1878 als Sohn eines Bierhändlers zur Welt gekommene Gustav Stresemann gehört ohne Zweifel zu den bedeutendsten Politikern der Weimarer Republik. Der einst bekennende Monarchist wurde 1903 Mitglied der Nationalliberalen Partei, für die er ab 1907 im deutschen Reichstag saß. 1917 wurde er Vorsitzender der NLP und trat im Ersten Weltkrieg für eine expansionistische Außenpolitik ein. Nach dem Krieg wurde er Mitbegründer der Deutschen Volkspartei und 1923 für 100 Tage Reichskanzler und Außenminister der Weimarer Republik. Nach seinem Rücktritt behielt er dennoch sein Amt als Minister für Auswärtiges und betrieb in den Folgejahren eine Außenpolitik, die im völligen Gegensatz zu seinen erst vorherrschenden Ansichten stand. Er hatte sich mit der Zeit „vom Monarchisten zum Vernunftrepublikaner und vom Annexionisten zum Verständigungspolitiker“ gewandelt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung skizziert die schwierige Ausgangslage der Weimarer Republik nach Versailles und definiert das Untersuchungsziel der Arbeit.

2. Die außenpolitische Ausgangslage der Weimarer Republik vor 1924: Dieses Kapitel beschreibt die wirtschaftliche und politische Isolation sowie die verhängnisvolle Wirkung des Versailler Vertrags und des Rapallo-Abkommens.

3. Zur Person Stresemanns und seinen außenpolitischen Zielen: Hier wird die politische Wandlung Stresemanns vom Monarchisten zum Verständigungspolitiker sowie sein Streben nach Wiederherstellung des deutschen Großmachtstatus analysiert.

4. Verbesserung der europäischen Beziehungen: Dieses zentrale Kapitel analysiert die verschiedenen diplomatischen Etappen wie den Dawes-Plan, die Locarno-Verträge und den Berliner Vertrag als Instrumente der Entspannung.

5. Fazit: Das Fazit bilanziert die erreichten Fortschritte in der internationalen Anerkennung und räumt gleichzeitig die Misserfolge bei der Revision der Ostgrenzen ein.

Schlüsselwörter

Weimarer Republik, Gustav Stresemann, Außenpolitik, Versailler Vertrag, Reparationen, Dawes-Plan, Locarno-Verträge, Völkerbund, Berliner Vertrag, Young-Plan, Entspannungspolitik, Großmachtstatus, Verständigungspolitik, Ruhrkrise.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert die Außenpolitik Deutschlands in den Jahren 1924 bis 1929 unter der Ägide von Außenminister Gustav Stresemann.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Schwerpunkte liegen auf der Überwindung der außenpolitischen Isolation, der Reparationsfrage und der schrittweisen Integration Deutschlands in das europäische Mächtesystem.

Welche Forschungsfrage steht im Zentrum?

Die zentrale Frage ist, ob durch die stresemannsche Außenpolitik eine substanzielle Besserstellung Deutschlands in der internationalen Staatengemeinschaft erreicht wurde.

Welche methodische Vorgehensweise wird angewandt?

Es handelt sich um eine historische Analyse, die sich auf Fachliteratur und biographische Werke stützt, wobei innenpolitische Entwicklungen zur Fokussierung weitestgehend ausgeklammert werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Ausgangslage, die Zielsetzungen Stresemanns und die spezifischen diplomatischen Meilensteine wie den Dawes-Plan, Locarno und den Berliner Vertrag.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Neben den Personen- und Sachnamen stehen Begriffe wie Entspannungspolitik, Revisionismus und die ökonomische Machtpolitik im Vordergrund.

Wie bewertet der Autor den Erfolg von Stresemanns Politik?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass Stresemann durch seine Diplomatie die Isolation beenden und das Ansehen Deutschlands deutlich steigern konnte, während das Ziel der Grenzrevision im Osten unerreicht blieb.

Warum war der Berliner Vertrag von 1926 für Stresemann so wichtig?

Der Vertrag diente dazu, das Misstrauen der Sowjetunion zu entkräften und ein diplomatisches Druckmittel gegenüber den Westmächten zu behalten, ohne die Westbindung zu gefährden.

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Details

Title
Die Außenpolitik der Weimarer Republik unter Gustav Stresemann von 1924-1929
College
http://www.uni-jena.de/  (Historisches Institut)
Course
Deutschland zwischen den Weltkriegen
Grade
1,3
Author
Felix Reibestein (Author)
Publication Year
2006
Pages
13
Catalog Number
V86478
ISBN (eBook)
9783638021159
ISBN (Book)
9783638923279
Language
German
Tags
Außenpolitik Stresemann Deutschland Weimarer Republik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Felix Reibestein (Author), 2006, Die Außenpolitik der Weimarer Republik unter Gustav Stresemann von 1924-1929, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/86478
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