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Amerikanische Propaganda während des 2.Weltkriegs: Walt Disney und seine Filme

Title: Amerikanische Propaganda während des 2.Weltkriegs: Walt Disney und seine Filme

Seminar Paper , 2000 , 21 Pages , Grade: Mit Erfolg

Autor:in: Michelle Grothe (Author)

Film Science
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Als ich vor einigen Jahren an Weihnachten ein Kino - Special mit den verschiedensten Cartoons besuchte, staunte ich nicht schlecht, als ich plötzlich Donald im Schützengraben sah, wie er gegen einen ulkig dargestellten Adolf Hitler kämpfte.
Diese Seite an Walt Disneys Werk war mir völlig neu; bis dahin wußte ich nichts von irgendwelchen Propagandaaktivitäten.
Leider sind die meisten der damals entstandenen Filme für die Öffentlichkeit nicht zugänglich, da sie nicht mehr in das Image des Familienunterhaltungsunternehmens passen würden. Daher muß ich mich bei meinen folgenden Ausführungen auf die
Filmbeschreibungen in Carsten Laquas Buch "Wie Micky unter die Nazis fiel" stützen.
Da mir unter diesen Umständen eine genaue Analyse der Propagandafilme unangebracht erscheint, möchte ich mich mit einer Zusammenfassung über die Besonderheiten und Möglichkeiten die Disneys Filme der Propaganda bieten konnten, begnügen.
Zuvor jedoch werde ich die geschichtlichen Zusammenhänge kurz darstellen.
Dabei werde ich auf die einzelnen Künste, die sich ja im Film, und besonders im Trickfilm,
vereinen, eingehen, ihre Entwicklung, ihre Stärken und Schwächen in bezug auf ihre Nutzung für die Propaganda darstellen.
Auch möchte ich mich mit der Geschichte der Propaganda, besonders der Situation im Zweiten Weltkrieg, in die Disney da hineingewirkt, und die er sicherlich mit geprägt hat, auseinandersetzen
Im Anschluß daran möchte ich kurz sein Leben und sein Werk, und insbesondere die ( schwierige ) Situation seiner Studios bei Ausbruch des Krieges vorstellen, aus der heraus er sich für die Propagandaaufträge entschied.
Es sollen dann einige Filme vorgestellt und beschrieben werden, die sozusagen die Eckpunkte dieser Schaffensphase bilden.
Mit meiner Arbeit möchte ich zum einen die Möglichkeiten des Films , besonders des Trickfilms, für die Propaganda herausstellen, und zeigen, wie dies bei Disney geschieht.
Zum anderen will ich die geschichtlichen Abläufe in bezug auf die Walt Diney Studios in Amerika im Zweiten Weltkrieg wiedergeben.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1.) Einleitung

2.) Kurze Geschichte der Propaganda

3.) Entstehung und Entwicklung der Propaganda in den USA

4.) Kurzbiographie: Walt Disney

5.) Die Situation der Walt Disney Studios bei Kriegsbeginn

6.) Die Filme

7.) Warum Trickfilm?

8.) Literaturangaben

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle des US-amerikanischen Zeichentrickfilms als Propagandainstrument während des Zweiten Weltkriegs unter besonderer Berücksichtigung der Produktionen der Walt Disney Studios. Ziel ist es, die Verbindung zwischen künstlerischer Ausdrucksform und politischer Einflussnahme aufzuzeigen sowie die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen zu analysieren, die zur Entscheidung Disneys für die Übernahme von staatlichen Propagandaaufträgen führten.

  • Historische Entwicklung von Propagandamedien und deren Wirkmacht.
  • Die gesellschaftspolitische Stimmung in den USA vor und nach dem Kriegseintritt.
  • Analyse spezifischer Propagandafilme und deren Funktion zur Steuerung der öffentlichen Meinung.
  • Die Eignung des Trickfilms als Medium zur Vermittlung komplexer politischer Werte durch Identifikationsfiguren.

Auszug aus dem Buch

6. Warum Trickfilm?

„Die stärkste Propagandamacht, welche die Welt je gesehen hat, ist die amerikanische filmindustrie.“ ( Sydney Rogerson )

Warum ist dies so? was macht den Film so attraktiv, um mit ihm die massen zu beeinflussenß Da ist zunächst einmal die ökonomisch – pragmatische Seite. Ein Film ist leicht reproduzierbar, erreicht, anders als ein einzeln ausgestelltes Original, nahezu all`diejenigen, die man erreichen möchte. Auch läßt es sich beim Film einfach und kostengünstig tricksen, so daß der große böse Wolf, den wir alle schon kennen, auf einmal zum Nazi wird.

Ein weitaus wichtigeres Argument aber wird die emotionale Seite sein. Das, was Oliver Thomson „Heart rather than head“ nennt. Dadurch, daß der film die unterschiedlichsten Künste vereint, spricht er auch die unterschiedlichen Sinne des Rezipienten an. Es entstseht ein Mitempfinden durch Miterleben; eine große Emotionalität. Auf der einen Seite wird die Phantasie des Zuschauers eingeschränkt, denn im Gegensatz zum Roman bekommt er im Film ganz genaue Vorgaben. Andererseits wird seine emotionale Vorstellungskraft, eben durch das bereits erwähnte Miterleben, stärker gefordert. Der Zuschauer ist also lenkbar, beeinflußbar, das Ziel der Propaganda kann leicht erreicht werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1.) Einleitung: Die Autorin beschreibt ihre Motivation, sich mit Disney-Propagandafilmen zu befassen, und erläutert ihre methodische Herangehensweise anhand bestehender Literatur.

2.) Kurze Geschichte der Propaganda: Dieses Kapitel zeichnet den historischen Weg der Propaganda von der Antike bis zum 20. Jahrhundert nach und beleuchtet die Rolle verschiedener Medien wie Malerei, Plakatkunst, Theater und Radio.

3.) Entstehung und Entwicklung der Propaganda in den USA: Hier wird der Wandel der USA von einer isolationistischen Haltung hin zur gezielten Nutzung von Massenmedien zur Beeinflussung der Bevölkerung nach dem Kriegseintritt thematisiert.

4.) Kurzbiographie: Walt Disney: Ein Abriss über das Leben und den Werdegang von Walt Disney, von seiner Kindheit über die Gründung seines Studios bis hin zur Etablierung seines Imperiums.

5.) Die Situation der Walt Disney Studios bei Kriegsbeginn: Das Kapitel schildert die ökonomischen Schwierigkeiten der Studios durch den Wegfall des europäischen Marktes und die Bedeutung der Regierungsaufträge für das Überleben des Unternehmens.

6.) Die Filme: Eine detaillierte Vorstellung und Analyse verschiedener Propagandafilme der Disney Studios, darunter militärische Lehrfilme und satirische Cartoons gegen die Achsenmächte.

7.) Warum Trickfilm?: Abschließend wird begründet, warum der Trickfilm als Medium aufgrund seiner emotionalen Ansprache und der Identifikationsmöglichkeiten mit Charakteren wie Donald Duck besonders für Propagandazwecke geeignet war.

8.) Literaturangaben: Auflistung der verwendeten Quellen.

Schlüsselwörter

Walt Disney, Propaganda, Trickfilm, Zweiter Weltkrieg, USA, Donald Duck, Filmindustrie, Massenmedien, Politische Einflussnahme, Ideologie, Kriegsproduktion, Identifikation, Satire, Animation, Regierungsaufträge

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie Walt Disney während des Zweiten Weltkriegs seine Studios in den Dienst der amerikanischen Regierung stellte, um propagandistische Filme zu produzieren.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Historie der Propaganda, der amerikanischen Medienpolitik im Krieg, der ökonomischen Lage von Disney sowie der psychologischen Wirkung von Zeichentrickfiguren.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die Möglichkeiten und Methoden aufzuzeigen, wie mittels Zeichentrickfilmen politische Werte und Ideologien in der Bevölkerung verankert wurden.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Autorin stützt sich auf eine Analyse von Filmbeschreibungen aus der Fachliteratur, historische Zusammenhänge und die Untersuchung der filmischen Wirkungsmöglichkeiten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die historischen Bedingungen der USA, die wirtschaftliche Krise der Disney Studios bei Kriegsbeginn sowie die verschiedenen Kategorien der produzierten Filme.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Propaganda, Trickfilm, Walt Disney, Zweiter Weltkrieg, Identifikationsfiguren und Mediensteuerung.

Wie reagierte das Publikum auf Disneys Propagandafilme?

Die Arbeit erwähnt, dass beispielsweise der Film „The new spirit“ die Zahlungsbereitschaft von Steuern bei vielen Zuschauern positiv beeinflusst haben soll.

Warum war der Trickfilm als Propagandamittel so effektiv?

Aufgrund der emotionalen Ansprache und der Identifikation mit beliebten Charakteren wie Donald Duck konnte eine größere Lenkbarkeit des Zuschauers erreicht werden als durch rein textbasierte Medien.

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Details

Title
Amerikanische Propaganda während des 2.Weltkriegs: Walt Disney und seine Filme
College
University of Marburg  (Institut für Neuere deutsche Literatur und Medien / Institut für Europäische Ethnologie)
Course
MS Der Krieg in den Medien
Grade
Mit Erfolg
Author
Michelle Grothe (Author)
Publication Year
2000
Pages
21
Catalog Number
V8652
ISBN (eBook)
9783638155700
Language
German
Tags
Amerikanische Propaganda Weltkriegs Walt Disney Filme Krieg Medien
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Michelle Grothe (Author), 2000, Amerikanische Propaganda während des 2.Weltkriegs: Walt Disney und seine Filme, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/8652
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