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Chancen und Risiken des Controlling als Führungsinformationssystem in der Kommunalverwaltung

Title: Chancen und Risiken des Controlling als Führungsinformationssystem in der Kommunalverwaltung

Master's Thesis , 2007 , 62 Pages , Grade: 1,8

Autor:in: Master of Public Administration, Dipl. Kauffrau FH Pia-Maria Gietz (Author)

Business economics - Controlling
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Als maßgebliches Instrument zur Verbesserung des Unternehmenserfolges hat sich in der privaten Wirtschaft die Implementierung eines Controlling herausgestellt, mit dem Ergebnis, dass Controlling zusehends zum Schlagwort in der Verwaltungsmodernisierung avanciert. Controlling soll helfen zu modernisieren und zu optimieren. „Mit Controlling soll ökonomisches Denken in die Verwaltung getragen und die „Etablierung bzw. Optimierung von ökonomischen Steuerungs- und Regelungssystemen“ forciert werden.“ Doch wie sieht es in den Verwaltungen wirklich aus?
Sicherlich hat die öffentliche Verwaltung in den letzten Jahren mit der Anwendung von Controlling in unterschiedlichen Aufgabenbereichen (Insellösungen) ihre Erfahrungen gemacht , aber ist die Übertragung des betriebswirtschaftlichen Controllingkonzepts auf die öffentliche Verwaltung so ohne Weiteres möglich? Kann Controlling als Konzept der Führungsunterstützung in erwerbswirtschaftlichen Unternehmungen in der Verwaltung die gleichen Erfolge erzielen?

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Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Thematische Einführung

1.2 Ziel und Gegenstand der Arbeit

1.3 Quellen

2 Controlling in Theorie und Praxis

2.1 Begriff

2.2 Controlling in der Kommunalverwaltung

2.3 Unterscheidung operatives und strategisches Controlling

2.4 Internes und externes Controlling

2.5 Zentrales und dezentrales Controlling

3 Controlling-Konzept

3.1 Aufgabe des Controlling

3.2 Zielsetzung des Controlling

3.3 Funktionen des Controlling

3.3.1 Planungsfunktion

3.3.2 Steuerungsfunktion

3.3.3 Kontrollfunktion

3.3.4 Informationsversorgung

4 Controlling als Führungsunterstützung

4.1 Controlling und Führung

4.2 Führung und Steuerung (Management)

4.3 Strategische Führung

4.4 Politische Führung

4.5 Operative Führung

4.6 Verwaltungsführung im Neuen Steuerungsmodell

4.7 Controlling als Führungsinformationssystem

5 Erfolgsfaktoren, Probleme und Grenzen des Controlling in der Kommunalverwaltung

5.1 Strategisches Management

5.2 Verbesserung der Steuerungsfähigkeit

5.3 Politik und Verwaltung im Neuen Steuerungsmodell

5.3.1 Das Verhältnis von Politik und Verwaltung

5.3.2 Politisches Controlling

5.4 Controlling – Ein Instrument zur Verbesserung der Koordination von Planung, Steuerung, Information und Kontrolle?

6 Schlussbetrachtung und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Das zentrale Anliegen dieser Masterarbeit ist die Untersuchung der Möglichkeiten, den in Kommunalverwaltungen zunehmenden Planungs-, Steuerungs-, Kontroll- und Informationsproblemen durch ein integriertes Controlling-Konzept entgegenzuwirken und dieses erfolgreich als koordinierendes Führungsinstrument zu etablieren.

  • Grundlagen des Controllings in Theorie und Praxis
  • Die Funktion von Controlling als Instrument zur Führungsunterstützung
  • Analyse des Verhältnisses von Politik und Verwaltung im modernen Steuerungsmodell
  • Erfolgsfaktoren, Probleme und Grenzen der Controlling-Implementierung
  • Die Rolle des Controllings bei der Koordination von Planung, Steuerung und Information

Auszug aus dem Buch

2.1 Begriff

Der Begriff Controlling erhält in der Diskussion um die Neue Steuerung der Kommunalverwaltung immer mehr Bedeutung. Ursprünglich ist Controlling ein betriebswirtschaftliches Instrument, das in der Privatwirtschaft seit Jahrzehnten erfolgreich zur Verbesserung der Unternehmenssteuerung eingesetzt wird.30 Insofern könnte man davon ausgehen, der Begriff sei in der betriebswirtschaftlichen Literatur umfassend und eindeutig definiert und behandelt. Stattdessen sind auch dort eine Vielzahl unterschiedlicher Definitionsansätze vorzufinden.31 „Der Originalitätsgrad und das theoretische Niveau sind dabei ebenso unterschiedlich wie das begrifflich konzeptionelle Verständnis dessen, worum es sich beim Controlling eigentlich handelt. Das Spektrum reicht vom Synonym für (entwickelte) Kostenrechnungssysteme über die Bereiche strategische Planung, Frühwarnsystem und Informationsmanagement bis zur Unternehmensführung schlechthin. Trotz (vielleicht aber auch gerade wegen) der Heterogenität der Begriffe und des inhaltlichen Verständnisses gilt Controlling als ein in der privatwirtschaftlichen Unternehmenspraxis erfolgreich bewährtes Steuerungskonzept.“32 Für die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Controlling ist ein gemeinsames Grundverständnis jedoch unabdingbar.

Zunächst liegt nahe, Controlling mit dem im deutschen Sprachgebrauch üblichen Wort „Kontrolle“ zu übersetzen. Damit wäre dann nur ein Vergleich des Soll-Zustands mit dem Ist-Zustand gemeint.33 Tatsächlich stellt dies nur einen Teilbereich dar.

Leitet man den Begriff dagegen vom englischen Verb „to control“ ab, so bedeutet Controlling auch „Lenkung, Steuerung, Regelung von Prozessen“34 und Führung und erhält somit seine Zukunftsorientierung. Sinngemäß könnte von „Unternehmenssteuerung“ gesprochen werden. Controlling stellt somit „ein wirtschaftliches Instrumentarium zur Verfügung, das vor allem durch systematische Planung und der damit einhergehenden Kontrolle hilft, die aufgestellten Unternehmensziele zu erreichen und die Wirtschaftlichkeit zu steigern.“35 Mithin kann Controlling als Entscheidungs- und Führungshilfe durch ergebnisorientierte Planung, Steuerung und Überwachung des Unternehmens in allen seinen Bereichen und Ebenen verstanden werden.36 Horváth definiert Controlling als „ein Subsystem der Führung, das Planung und Kontrolle sowie Informationsversorgung systembildend und systemkoppelnd ergebniszielorientiert koordiniert“37 und so die Adaption und Koordination des Gesamtsystems unterstützt.38 Durch die Koordinationsaufgabe sollen Führungsdefizite vermieden werden, um die ureigensten Ziele des Controlling, wie Steigerung der Effizienz und Effektivität, zu gewährleisten.39

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Reformbewegung der Kommunalverwaltung ein und erläutert die Zielsetzung sowie die Vorgehensweise der Masterarbeit.

2 Controlling in Theorie und Praxis: Hier werden der Controlling-Begriff definiert und die wesentlichen Differenzierungen des Konzepts (operativ/strategisch, intern/extern, zentral/dezentral) in Bezug auf öffentliche Verwaltungen erörtert.

3 Controlling-Konzept: Dieses Kapitel erläutert die zentralen Aufgaben, Ziele sowie die vier Hauptfunktionen (Planung, Steuerung, Kontrolle, Informationsversorgung) des Controllings.

4 Controlling als Führungsunterstützung: Es wird analysiert, wie Controlling die Führungskräfte auf operativer und strategischer Ebene unterstützen kann und welche Rolle dem Controller zukommt.

5 Erfolgsfaktoren, Probleme und Grenzen des Controlling in der Kommunalverwaltung: Das Kapitel diskutiert kritisch die Herausforderungen bei der Implementierung, insbesondere das Spannungsfeld zwischen Politik und Verwaltung sowie das politische Controlling.

6 Schlussbetrachtung und Ausblick: Die Arbeit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die zukünftige Bedeutung des Controllings für eine transparente und effiziente Kommunalverwaltung.

Schlüsselwörter

Controlling, Kommunalverwaltung, Neues Steuerungsmodell, Führungsunterstützung, Verwaltungsmodernisierung, Politisches Controlling, Strategische Planung, Steuerungsfähigkeit, Haushaltsreform, Berichtswesen, Zielvereinbarung, Effizienz, Effektivität, Transparenz, Verwaltungsmanagement

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Chancen und Risiken bei der Einführung und Anwendung von Controlling als Führungsinformationssystem im Kontext der Verwaltungsmodernisierung von Kommunen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Themen sind die Übertragbarkeit betriebswirtschaftlicher Controlling-Instrumente auf die öffentliche Verwaltung, die Rollen von Politik und Verwaltung sowie die Verbesserung der strategischen und operativen Steuerungsfähigkeit.

Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie Controlling über eine reine Kontrollfunktion hinaus als ganzheitliches, koordinierendes Führungsinformationsinstrument eingesetzt werden kann, um Entscheidungsprozesse in der Kommunalverwaltung nachhaltig zu verbessern.

Welche wissenschaftliche Methode wurde für diese Untersuchung gewählt?

Die Arbeit basiert primär auf einer umfassenden Auswertung wissenschaftlicher Sekundärliteratur, Berichten der Kommunalen Gemeinschaftsstelle für Verwaltungsmanagement (KGSt) sowie der Einbringung praktischer Erfahrungswerte der Verfasserin.

Welche Inhalte werden schwerpunktmäßig im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des Controllings, dessen Funktion als Führungsunterstützung sowie eine tiefgehende Analyse der Problematik zwischen politischer Einflussnahme und administrativer Umsetzung.

Welche Schlüsselbegriffe prägen den Inhalt?

Die Arbeit fokussiert sich vor allem auf Begriffe wie das Neue Steuerungsmodell (NSM), politisches Controlling, strategisches Management und die Koordinationsaufgaben zwischen Verwaltung und politischen Gremien.

Warum wird die Trennung von Politik und Verwaltung in der Arbeit so kritisch diskutiert?

Die Autorin stellt fest, dass die im Rahmen des Neuen Steuerungsmodells geforderte strikte Trennung von "Was" (Politik) und "Wie" (Verwaltung) in der Realität unrealistisch ist, da beide Bereiche durch ihre gegenseitige Abhängigkeit in einem engen, teils spannungsreichen Verhältnis zueinander stehen.

Was ist die Schlussfolgerung bezüglich des politischen Controllings?

Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass der Aufbau eines politischen Controllings in den meisten Kommunen noch am Anfang steht und durch Machtinteressen sowie eine teilweise unzureichende Informationsaufbereitung für Mandatsträger gehemmt wird.

Inwiefern beeinflusst das Selbstverständnis der Kommunalpolitiker die Controlling-Implementierung?

Es wird aufgezeigt, dass Politiker häufig an einer detaillierten Mitsprache festhalten, um ihre politische Kontrolle zu sichern, was die strategische Ausrichtung des Controllings behindern kann, da der Fokus des Controllings auf übergeordneten Zielsetzungen liegt.

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Details

Title
Chancen und Risiken des Controlling als Führungsinformationssystem in der Kommunalverwaltung
College
University of Kassel
Grade
1,8
Author
Master of Public Administration, Dipl. Kauffrau FH Pia-Maria Gietz (Author)
Publication Year
2007
Pages
62
Catalog Number
V86556
ISBN (eBook)
9783638007290
ISBN (Book)
9783638913317
Language
German
Tags
Chancen Risiken Controlling Führungsinformationssystem Kommunalverwaltung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Master of Public Administration, Dipl. Kauffrau FH Pia-Maria Gietz (Author), 2007, Chancen und Risiken des Controlling als Führungsinformationssystem in der Kommunalverwaltung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/86556
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