Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Pedagogy - Miscellaneous Topics

Möglichkeiten und Beeinträchtigungen der Kooperation zwischen Eltern und Lehrern

Title: Möglichkeiten und Beeinträchtigungen der Kooperation zwischen Eltern und Lehrern

Term Paper (Advanced seminar) , 2006 , 20 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Martin Weller (Author)

Pedagogy - Miscellaneous Topics
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Der Klassenlehrer hat neben seiner eigentlichen Arbeit im Unterricht, der Unterrichtsvorbereitung, der Organisation der Klasse, der Wissensvermittlung, der sozialen Förderung seiner Schüler, der Leistungsbeurteilung und vieler weiterer Tätigkeiten auch die Aufgabe der Zusammenarbeit mit den Eltern.
„Überzeugende Partnerschaft, Mitwirkung von Eltern in Schulangelegenheiten, bei Konferenzen und Pflegschaften und ihrer Mitarbeit und Miterziehung im Unterrichts- und Schulgeschehen sind die Elemente einer demokratisch ausgerichteten Schule, die sich im Interesse der ihr anvertrauten Schüler und ihrer Entwicklung offen hält gegenüber dem Leben und dessen Anregungen und Anstöße für die eigene Bildung- und Erziehungsarbeit nutzt.“ (Aurin, 1990, S. 16)
Diese Arbeit geht der Frage nach, welche Möglichkeiten der Kooperation es gibt aber vor allem welche Faktoren eine Kooperation zwischen Eltern und Lehrern beeinträchtigt, so dass eine Erziehungspartnerschaft oft keinen Anklang seitens der Lehrer- und Elternschaft findet. Ich gehe unter Punkt 2 sowohl auf die Möglichkeiten einer Kooperation ein, indem ich zum einen die „Notwendigkeit der Kooperation“ begründe und zum anderen sowohl die „Formen der Kooperation“ sowie die bedeutungsvollen Aspekte einer Erziehungspartnerschaft, sprich welche positiven Auswirkungen die Kooperation zwischen Eltern und Lehrern auf die Schule und besonders auf die Schüler hat, bespreche. Im Anschluss werden unter Punkt 3 beeinträchtigende Faktoren erläutert und analysiert, die sich negativ auf eine wirkungsvolle und bedeutsame Zusammenarbeit von Eltern und Lehrern auswirken.
An dieser Stelle sei angemerkt, dass vor allem einem Klassenlehrer die primäre Aufgabe der Kooperation mit Eltern zukommt, in dieser Arbeit jedoch allgemein von der Eltern – Lehrer Kooperation die Rede ist und nicht von der Eltern – Klassenlehrer Kooperation, da die folgenden Punkte bezüglich der Möglichkeiten und Beeinträchtigungen der Kooperation statusübergreifend und nicht exemplarisch an der Klassenlehrertätigkeit festzumachen sind.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Möglichkeiten der Kooperation zwischen Eltern und Lehrern

2.1 Die Notwendigkeit der Kooperation

2.2 Formen der Kooperation

2.2.1 Formen der Beratung

2.2.2 Formen der Elternbildung und Elterinformation

2.2.3 Formen der Elterintegration

2.2.4 Formen der Elternarbeit

2.2.5 Formen der Elternmitsprache

2.3 Bedeutung der Kooperation zwischen Eltern und Lehrern

2.3.1 Kooperation zur Förderung der Entwicklung des Kindes

2.3.2 Kooperation zur Entlastung des Lehrers und Förderung der Schulgemeinschaft

2.3.3 Kooperation zur Vermittlung zwischen Schule und Leben

3. Beeinträchtigungen der Kooperation zwischen Eltern und Lehrern

3.1 Erwartungen als Beeinträchtigung der Kooperation

3.2 Angst als Beeinträchtigung der Kooperation

3.2.1 Lehrerangst

3.2.2 Elternangst

3.3 Abhängigkeitsverhältnis als Beeinträchtigung der Kooperation

3.3.1 Abhängigkeit durch Rollenverteilung

3.3.2 Abhängigkeit durch Leistungsorientierung

3.3.3 Abhängigkeit durch Erwartungen der Lehrer an die Eltern

3.4 Kompetenzkonflikt als Beeinträchtigung der Kooperation

3.5 Sprache und Kommunikation als Beeinträchtigung der Kooperation

3.6 Belastung als Beeinträchtigung der Kooperation

3.6.1 Lehrerbelastung

3.6.2 Elternbelastung

4. Schlussbemerkung

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die wesentlichen Möglichkeiten der Kooperation zwischen Eltern und Lehrkräften und analysiert insbesondere die Faktoren, die eine erfolgreiche Erziehungspartnerschaft behindern oder beeinträchtigen. Ziel ist es, ein Verständnis für das komplexe Wirkungsgeflecht von Erwartungen, Ängsten, Abhängigkeiten und Kommunikationsbarrieren zu entwickeln, die einer konstruktiven Zusammenarbeit im Sinne des Kindeswohls oft im Weg stehen.

  • Notwendigkeit und Formen der Zusammenarbeit zwischen Elternhaus und Schule.
  • Positive Bedeutung der Kooperation für die kindliche Entwicklung und das Schulleben.
  • Analyse von psychologischen Barrieren wie Lehrer- und Elternangst.
  • Strukturelle Beeinträchtigungen durch Abhängigkeitsverhältnisse und Rollenkonflikte.
  • Einfluss von Sprache, Fachjargon und Belastungsfaktoren auf den Kooperationserfolg.

Auszug aus dem Buch

3.2.1 Lehrerangst

Die Angst des Lehrers bezieht sich vor allem auf die Angst vor Kontrolle und auf die Angst vor Kritik seitens der Eltern. Besonders durch die Hospitation und die Mitarbeit von Eltern gewährt der Lehrer den Erziehungsberichtigten seiner Schüler einen tiefen Einblick in seine Arbeitsweise und das Unterrichtsgeschehen. Er unterzieht sich damit einer Kontrolle durch die Eltern und ist durch die unterschiedlichen „Vorstellungen von ,Schule’ und ,Unterricht’, ,Lernen’ und ,Erziehung’ [,] […] potentiell jederzeit angreifbar.“ (Grabbe, 1983, S. 130) Durch die oben genannten Formen der Kooperation zwischen den beiden Erziehungspartnern muss der Lehrer somit immer mit Kritik von den Eltern rechnen, da es, wie schon unter dem Punkt 2.3.1 angemerkt wurde, nie eine hundertprozentige Übereinstimmung der Erziehungsstile bzw. der Erwartungen und Ansprüche bezüglich des Unterrichts zwischen Eltern und Lehrern geben wird.

Die Angst des Lehrers vor Kontrolle und Kritik impliziert jedoch noch weitere Faktoren, die Hitziger (1985), vor allem in Bezug auf die Erwartungen der Eltern an die Lehrer (siehe auch Punkt 3.1), unterscheidet. So können „Leistungsängste“ entstehen, wenn die Eltern zu hohe Erwartungen an die Leistungen der Schüler haben. „Autoritätsängste“ ergeben sich, wenn die Eltern bezüglich Disziplinschwierigkeiten des Kindes an den Lehrer herantreten und dieser sich in seiner Autorität geschwächt sieht. „Helferängste“ entstehen durch eine vermeintliche Überforderung des Lehrers durch die Bitte der Eltern um Hilfe bei erzieherischen oder familiären Problemen. Als letzten Punkt führt Hitziger (1985) die „Kompetenzangst“ auf, wobei der Lehrer durch die Arbeit mit den Eltern auf die eigenen Inkompetenzen aufmerksam wird.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Die Arbeit thematisiert die komplexe Aufgabe der Elternarbeit für Klassenlehrer und stellt die Zielsetzung vor, beeinträchtigende Faktoren einer Erziehungspartnerschaft zu analysieren.

2. Möglichkeiten der Kooperation zwischen Eltern und Lehrern: Dieses Kapitel begründet die Notwendigkeit der Kooperation und stellt verschiedene Formen wie Beratung, Elternbildung und Mitwirkung dar, während die Bedeutung für die kindliche Entwicklung hervorgehoben wird.

3. Beeinträchtigungen der Kooperation zwischen Eltern und Lehrern: Der Hauptteil untersucht kritisch die Hindernisse einer Zusammenarbeit, darunter Erwartungshaltungen, Ängste, strukturelle Abhängigkeiten, Kompetenzkonflikte sowie sprachliche Barrieren und Belastungen für beide Seiten.

4. Schlussbemerkung: Die Zusammenfassung unterstreicht die Wichtigkeit der Zusammenarbeit und weist darauf hin, dass bereits das Bewusstsein für die analysierten Konfliktfelder ein wichtiger Schritt zur Überwindung von Blockaden in der Erziehungspartnerschaft ist.

Schlüsselwörter

Elternarbeit, Erziehungspartnerschaft, Kooperation, Lehrer-Eltern-Beziehung, Schulalltag, Leistungsbeurteilung, Erwartungshaltung, Lehrerangst, Elternangst, Kommunikationssperren, Abhängigkeitsverhältnis, Kompetenzkonflikt, Schulerfolg, kindliche Entwicklung, pädagogisches Handeln.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Zusammenarbeit zwischen Eltern und Lehrern, insbesondere die Möglichkeiten dieser Kooperation und die vielfältigen Faktoren, die sie in der Praxis erschweren oder verhindern.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Die zentralen Themen sind Formen der Kooperation, ihre Bedeutung für die kindliche Entwicklung sowie die psychologischen und strukturellen Barrieren, die eine erfolgreiche Erziehungspartnerschaft behindern.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, ein besseres Verständnis für die Konfliktquellen zwischen Elternhaus und Schule zu schaffen, um so den Weg für eine optimierte und zielführende Zusammenarbeit zu ebnen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, in der pädagogische Fachliteratur und Studien zur Eltern-Lehrer-Kooperation ausgewertet und systematisiert werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die positive Darstellung der Kooperationsmöglichkeiten sowie eine tiefgehende Analyse von Beeinträchtigungsfaktoren wie Ängsten, Abhängigkeiten, Rollenkonflikten und Kommunikationsbarrieren.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Erziehungspartnerschaft, Lehrerangst, Elternangst, Abhängigkeitsverhältnis, Kommunikation und die Förderung der kindlichen Entwicklung.

Wie beeinflussen Erwartungen der Eltern den Lehrer?

Hohe Erwartungen, insbesondere bezüglich der Leistung und Zukunftschancen der Kinder, können bei Lehrern zu Ängsten vor Kritik oder Versagen führen, was häufig eine Abwehrhaltung und den Rückzug aus kooperativen Formaten zur Folge hat.

Welche Rolle spielt das Abhängigkeitsverhältnis in der Schule?

Die Schule fungiert oft als Institution mit Deutungshoheit über Bildungsabschlüsse. Diese Machtasymmetrie führt dazu, dass Eltern sich in einer untergeordneten, bittstellenden Rolle fühlen, was die Kommunikation und Offenheit auf Augenhöhe massiv erschwert.

Inwiefern beeinflusst die Sprache die Kooperation?

Der Gebrauch von pädagogischem Fachjargon durch Lehrer kann bei Eltern zu Unsicherheit führen. Dies löst Kommunikationssperren aus, da Eltern aus Angst, sich zu blamieren, auf einen Austausch verzichten und die Kooperation als unbefriedigend empfinden.

Excerpt out of 20 pages  - scroll top

Details

Title
Möglichkeiten und Beeinträchtigungen der Kooperation zwischen Eltern und Lehrern
College
University of Potsdam
Grade
1,3
Author
Martin Weller (Author)
Publication Year
2006
Pages
20
Catalog Number
V86710
ISBN (eBook)
9783638021678
Language
German
Tags
Möglichkeiten Beeinträchtigungen Kooperation Eltern Lehrern
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Martin Weller (Author), 2006, Möglichkeiten und Beeinträchtigungen der Kooperation zwischen Eltern und Lehrern, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/86710
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  20  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint