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Konzeption und Praxis von Gedächtnistrainingsprogrammen

Title: Konzeption und Praxis von Gedächtnistrainingsprogrammen

Intermediate Examination Paper , 2005 , 28 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Martin Weller (Author)

Psychology - Developmental Psychology
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Die vorliegende Arbeit soll sowohl einen allgemeinen Überblick über Gedächtnistrainingsprogramme als auch einen tieferen Einblick in zwei spezielle Trainingsprogramme zur Verbesserung unterschiedlicher Lern- und Gedächtnisleistungen für Vor- und Grundschüler geben.
Zu diesem Zweck muss im Vorfeld ein theoretischer Bezugsrahmen hergestellt werden, indem zum einen der Begriff Gedächtnis mit all seinen Komponenten erklärt wird, um zu verdeutlichen, wie das Gedächtnis funktioniert und auf welche Aspekte des Gedächtnisses Trainingsprogramme Einfluss nehmen können. Zum anderen folgt ein Überblick zur Gedächtnisentwicklung von Kindern, der Aufschluss darüber geben soll, welche Determinanten des Gedächtnisses in welchem Maße für dessen Entwicklung verantwortlich sind. Es soll dadurch veranschaulicht werden, welche Aspekte der Gedächtnisentwicklung berücksichtigt werden müssen, um durch entsprechende Trainingsprogramme die Lern- und Gedächtnisleistung von Kindern zu optimieren. Im Weiteren erfolgt ein theoretischer Überblick über Trainings- bzw. Gedächtnistrainingsprogramme. Neben einer Begriffsklärung und der Erläuterung einer allgemeingültigen Konzeption von Trainingsprogrammen werden die effektivsten Trainingselemente aufgeführt, die eine Optimierung der Lern- und Gedächtnisleistung begünstigen.
Im Anschluss an die theoretisch – begrifflichen Grundlagen folgt der spezielle Einblick in die Konzeption und Praxis zweier unterschiedlicher Gedächtnistrainingsprogramme. Das Training der phonologischen Bewusstheit zur Förderung des Schriftspracherwerbs in der Grundschule wurde für Vorschulkinder entwickelt. Das zweite Training ist ein spielbasiertes Förderprogramm zur Verbesserung der Planungsfähigkeit für Grundschüler der ersten Klasse. Im Anschluss an einen umfassenden Überblick erfolgt die nähere Analyse der Erprobungen und der daraus resultierenden Ergebnisse hinsichtlich der Effektivität beider Trainingsprogramme.
Im vierten Kapitel werden die unter Kapitel drei vorgestellten Programme zur Förderung der Lern- und Gedächtnisleistung sowohl kurz zusammengefasst als auch bewertet.

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Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung, Zielstellung und Aufbau

2 Begrifflich – theoretische Grundlagen

2.1 Das Gedächtnis

2.1.1 Das Mehrspeichermodell

2.2 Zur Gedächtnisentwicklung von Kindern

2.2.1 Meta-Gedächtnis

2.2.2 Wissensbasis

2.2.3 Gedächtniskapazität

2.2.4 Gedächtnisstrategien

2.3 Gedächtnistraining

2.3.1 Allgemeine Konzeption von Gedächtnistrainingsprogrammen

2.3.2 Effektive Trainingselemente

3 Konzeption und Praxis von Gedächtnistrainingsprogrammen

3.1 Auswirkungen eines Trainings der phonologischen Bewusstheit auf den Schriftspracherwerb (Schneider, Reimers, Roth, Visé & Marx)

3.1.1 Ziele des Trainingsprogramms

3.1.2 Konzeption und Durchführung des Trainingsprogramms

3.1.3 Erprobung und daraus resultierende Ergebnisse des Trainingsprogramms

3.2 Ein spielbasiertes Training zur Verbesserung der Planungsfähigkeit bei Kindern (Fritz, Hussy & Bartels)

3.2.1 Ziele des Trainingsprogramms

3.2.2 Konzeption und Durchführung des Trainingsprogramms

4 Zusammenfassung und Bewertung der Gedächtnistrainingsprogramme

4.1 Das Trainings der phonologischen Bewusstheit

4.2 Das Trainings zur Verbesserung der Planungsfähigkeit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die theoretischen Grundlagen sowie die praktische Anwendung von Gedächtnistrainingsprogrammen bei Vor- und Grundschulkindern, mit dem Ziel, die Effektivität spezifischer Fördermaßnahmen auf die Lern- und Gedächtnisleistung zu analysieren.

  • Theoretische Fundierung des Gedächtnisses und dessen Entwicklung im Kindesalter.
  • Konzeptionelle Anforderungen und effektive Trainingselemente für Gedächtnisprogramme.
  • Analyse des Trainings der phonologischen Bewusstheit zur Förderung des Schriftspracherwerbs.
  • Untersuchung eines spielbasierten Trainings zur Verbesserung der Planungsfähigkeit.
  • Bewertung der langfristigen Wirksamkeit und Transferleistung der behandelten Programme.

Auszug aus dem Buch

2.1.1 Das Mehrspeichermodell

Schneider und Büttner (1995, S. 655 – 658) unterscheiden zwischen dem zeitabhängigen und dem inhaltsabhängigen Gedächtnis.

Das zeitabhängige Gedächtnis wird in Zeitabschnitte unterteilt (vgl. Atkinson und Shiffrin, 1968). Das sensorische Register (Ultrakurzzeitgedächtnis), so die allgemeine Annahme, hat eine Zeitgrenze von 200 – 300 Millisekunden und das Kurzzeitgedächtnis ca. 30 Sekunden. Ist die Zeitspanne zwischen der Enkodierung bzw. der Speicherung und dem Abruf größer als 30 Sekunden, wird von dem sogenannten Langzeitgedächtnis gesprochen, aus dem die Informationen abgerufen werden (vgl. Schneider und Büttner, 1995, S. 655). Das zeitabhängige Gedächtnis ist demnach in 3 Speicher eingeteilt, „denen die Aufgabe zukommt, Informationen für Transformations- und Abrufprozesse bereitzuhalten. Gedächtnisinhalte, die dauerhaft gespeichert werden sollen, müssen der Reihe nach alle drei Speicher durchlaufen“ (Büttner und Schneider, 2000, S. 4).

Im sensorischen Register werden äußere Reize über verschiedenste Sinneskanäle (visuelle, sensorische, echoische) registriert. Die Bedeutung der Informationen ist in diesem Stadium der Verarbeitung (passiv und reiznah) noch nicht identifiziert (vgl. Schleider, 1993, S. 12). Da die Kapazität des Ultrakurzzeitgedächtnisses als sehr hoch gilt, die Informationen jedoch schon nach 200 – 300 Millisekunden zerfallen, wird lediglich eine Teilmenge der zu verarbeitenden Reize enkodiert und ins Kurzzeitgedächtnis weitergeleitet (vgl. Schneider und Büttner, 1995, S. 655). Büttner und Schneider (2000, S. 4) sprechen von einer Erkennung bzw. Identifizierung vertrauter Muster, „die anschließend im Kurzzeitgedächtnis einer weiteren Verarbeitung zugänglich sind.“

Das Kurzzeitgedächtnis gilt als das Zentrum aller mentaler und bewusster Aktivitäten, wie z.B. das Lesen, Rechnen und Denken (vgl. Schneider und Büttner, 1995, S. 655). Dessen Kapazität ist so gering, dass die eingehenden Informationen ohne aktive Kontrollmaßnahmen, Aufmerksamkeit oder geistige Operationen nach ca. 30 Sekunden zerfallen (vgl. Schleider, 1993, S. 12). Durch Wiederholungsprozesse (Rehearsal) jedoch gelangen die Informationen in das Langzeitgedächtnis.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung, Zielstellung und Aufbau: Diese Einleitung umreißt das Ziel der Arbeit, einen theoretischen Überblick über Gedächtnistrainings zu geben und zwei spezifische Förderprogramme bei Kindern zu analysieren.

2 Begrifflich – theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel erläutert die Funktionsweise des Gedächtnisses, die Entwicklung kognitiver Fähigkeiten bei Kindern und definiert die Konzeption sowie effektive Elemente von Trainingsprogrammen.

3 Konzeption und Praxis von Gedächtnistrainingsprogrammen: Hier werden zwei konkrete Trainingsprogramme zur Förderung der phonologischen Bewusstheit sowie der Planungsfähigkeit bei Kindern detailliert vorgestellt und hinsichtlich ihrer Erprobung analysiert.

4 Zusammenfassung und Bewertung der Gedächtnistrainingsprogramme: Abschließend werden die beiden vorgestellten Trainings kritisch bewertet und hinsichtlich ihrer langfristigen Effektivität sowie ihres Nutzens für Kinder zusammengefasst.

Schlüsselwörter

Gedächtnistraining, Gedächtnisentwicklung, Mehrspeichermodell, phonologische Bewusstheit, Schriftspracherwerb, Planungsfähigkeit, Handlungsregulation, Metagedächtnis, Arbeitsgedächtnis, Strategien, Risikokinder, Transfer, kognitive Entwicklung, Lernleistung, Förderprogramm.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die theoretischen Konzepte hinter Gedächtnistrainingsprogrammen und untersucht deren praktische Anwendung zur Steigerung von Lern- und Gedächtnisleistungen bei Kindern.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind das menschliche Gedächtnismodell, die Gedächtnisentwicklung im Grundschulalter, Strategien zur Gedächtnissteigerung sowie die Evaluation spezifischer Trainingsprogramme.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, den Nutzen und die Effektivität von Trainingsprogrammen zur Förderung der phonologischen Bewusstheit und der Planungsfähigkeit bei Kindern wissenschaftlich darzulegen und zu bewerten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer Literaturanalyse basiert und die Ergebnisse empirischer Studien zu den untersuchten Trainingsprogrammen zusammenfasst.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich detailliert mit der Konzeption, der Durchführung und den Ergebnissen von zwei speziellen Förderprogrammen für Vor- und Grundschulkinder.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Gedächtnistraining, phonologische Bewusstheit, Planungsfähigkeit, kognitive Entwicklung und Transfer geprägt.

Wie unterscheidet sich das Training der phonologischen Bewusstheit von anderen Programmen?

Es fokussiert sich gezielt auf die metaphonologische Kompetenz und die lautliche Durchgliederung von Wörtern, um langfristig den Lese- und Rechtschreibwerb zu sichern.

Warum ist das spielbasierte Training zur Planungsfähigkeit für Grundschüler relevant?

Da das Spiel die primäre Handlungsform von Kindern ist, dient es als effektiver Zugang, um metakognitive Fähigkeiten und Handlungsregulation spielerisch zu erlernen.

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Details

Title
Konzeption und Praxis von Gedächtnistrainingsprogrammen
College
University of Potsdam
Grade
1,3
Author
Martin Weller (Author)
Publication Year
2005
Pages
28
Catalog Number
V86712
ISBN (eBook)
9783638011860
Language
German
Tags
Konzeption Praxis Gedächtnistrainingsprogrammen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Martin Weller (Author), 2005, Konzeption und Praxis von Gedächtnistrainingsprogrammen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/86712
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