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Topografisches Lesen: Kloster und Schloss in "Die Elixiere des Teufels" von E.T.A. Hoffmann

Titre: Topografisches Lesen: Kloster und Schloss in "Die Elixiere des Teufels" von E.T.A. Hoffmann

Dossier / Travail de Séminaire , 2006 , 33 Pages , Note: 1,5

Autor:in: Susanne Staples (Auteur)

Didactique de l'Allemand - Pédagogie, Linguistique
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Die menschliche Psyche und ihre Darstellung in der Architektur, in den Räumen des Romans „Die Elixiere des Teufels“ von E.T.A. Hoffmann, spielen für die vorliegende Arbeit eine zentrale Rolle. Die zentrale Quelle ist das Werk selbst, anhand dessen ich versuchte, die wesentlichen Räume und ihre Bedeutung, sowie die damit zusammenhängenden Handlungen genau zu erfassen. Es soll versucht werden, den Roman anhand seiner Räume aufzuschließen als eine Möglichkeit der Erarbeitung in der Schule.
Für die Verbindung zwischen Dichtung und Architektur war Norbert Millers Buch „Strawberry Hill“ über Horace Walpole als (dilettantischer) Architekt und Dichter eine unerlässliche Quelle in diesem Zusammenhang. Aber auch Bachelards „Poetik des Raumes“ lieferte einige wichtige Einsichten zum Thema Psyche und Raum.
Einleitend soll Hoffmanns Biografie um die Zeit der Entstehung des ersten Teils der „Elixiere des Teufels“ betrachtet werden, sowie die verschiedenen Einflüsse auf den Roman. Dabei wird Horace Walpoles Schaffen ausführlicher Beachtung finden. Denn er begründete nicht nur den Schauerroman, sondern er zählt auch als Vorläufer des gothic revival in der Architektur (außerdem hinterließ er neben den indirekten auch ganz direktre Spuren in Hoffmanns Roman). Im Anschluss soll es um die einzelnen Räume in den „Elixieren“ gehen, wobei ich mich auf das Kloster und seine Gegenwelt, das Schloss, beschränkte (doch auch Totengewölbe, Kerker und Wald werden betrachtet).
Ergebnis dieser Untersuchungen ist ein Schema, welches den Roman in Abschnitte je nach Handlungsorten einteilt. Diese stimmen nur zum Teil mit der Einteilung Hoffmanns in Abschnitte überein. Deshalb folgt eine Darstellung, die die Handlungsorte, die Einteilung Hoffmanns und meine eigenen Einteilung des Romans vergleichend nebeneinander stellt.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. „Die Elixiere des Teufels“

2.1. Entstehung und Einflüsse

2.2. Horace Walpole, die gothic novel und das gothic revival

2.3. Versuch einer Inhaltsangabe des Romans „Die Elixiere des Teufels“

3. Kloster und Schloss in den „Elixieren des Teufels“

3.1. Topografie des Klosters

3.1.1. Das Kloster zur heiligen Linde

3.1.2. Das Zisterzienser-Nonnenkloster

3.1.3. Das Kapuzinerkloster zu B.

3.1.4. Das Kapuzinerkloster bei Rom

3.1.4.1. Das Totengewölbe der Dominikaner

3.2. Topografie des Schlosses

3.2.1. Das Schloss des Barons von F.

3.2.2. Die Residenz des Fürsten von W.

3.2.2.1. Das Gefängnis der Residenz

3.3. Gemeinsamkeiten von Kloster und Schloss

3.4. Schematische Darstellung der Orte

4. Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die zentrale Rolle von Architektur und Räumlichkeit im Roman „Die Elixiere des Teufels“ von E.T.A. Hoffmann, um die psychischen Konflikte und Triebkräfte der Hauptfigur Medardus durch eine topografische Analyse aufzuschließen.

  • Analyse der Raumtypen Kloster und Schloss als Schnittstellen zwischen Geist und Welt.
  • Untersuchung der psychologischen Symbolik von Gebäudestrukturen wie Gängen, Treppen und Gewölben.
  • Einfluss des englischen Schauerromans und des „gothic revival“ auf Hoffmanns Werk.
  • Vergleich der Handlungsorte als Räume der Repräsentation und der inneren Verstrickung.
  • Pädagogische Perspektiven für die Erarbeitung des Romans im gymnasialen Unterricht.

Auszug aus dem Buch

3.1. Topografie des Klosters

Der Raum des Klosters zeigt sich als ein Ort von sich entfaltenden oder unterdrückten Gefühlen oder Ereignissen. Es gibt Tabus im katholischen Kloster, zu dem die Sinnlichkeit gehört, die das heilige Sakrament profanieren würde. Die Bilder in katholischen Kirchen allerdings sind eine Kreuzung zwischen unterdrückter und entfalteter Sinnlichkeit, was das Altarbild der heiligen Rosalie in Hoffmanns Werk sehr deutlich macht, da es Venuskörper und Heiligkeit miteinander vereint. Wie Francesko hatten die Maler solcher Bilder ja zwangsläufig ein echtes Modell und engen Kontakt zu diesem, so dass auch sie zwischen Sinnlichkeit und Heiligkeit (in Form des Zweckes, der Aufgabe) stehen. Unterdrückte Gedanken, Wahnsinn, geheime Gefühle, Körperlichkeit als zum Kloster gehörig zeigen sich auch in der Bauart: in den labyrinthartigen Gängen und Treppen, vielen Türen, der relativen Dunkelheit, den Totengewölben und Kellern der Klosteranlagen, sowie den gewölbten Decken. Generell verbindet das Kloster Innen und Außen. Es ist eine Schnittstelle zwischen Geist und Welt, beide Bereiche durchdringen sich (z.B. bei den öffentlichen Festen; bei den Bildern).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Fragestellung ein, wie Architektur und Räume in Hoffmanns Roman die menschliche Psyche und deren Triebkräfte widerspiegeln.

2. „Die Elixiere des Teufels“: Das Kapitel beleuchtet Entstehungshintergründe, biografische Einflüsse und die Verbindung zur „gothic novel“ sowie eine Inhaltsangabe des Werkes.

3. Kloster und Schloss in den „Elixieren des Teufels“: Dieser Hauptteil analysiert detailliert die topografischen Merkmale und die symbolische Bedeutung der verschiedenen Klöster und Schlösser innerhalb des Romans.

4. Ausblick: Der abschließende Teil skizziert didaktische Möglichkeiten, wie der Roman im schulischen Kontext, insbesondere im Deutschunterricht der Oberstufe, behandelt werden kann.

Schlüsselwörter

E.T.A. Hoffmann, Die Elixiere des Teufels, Architektur, Topografie, Kloster, Schloss, Gothic Novel, Schauerroman, Medardus, Doppelgänger, Psyche, Raumdeutung, Literaturdidaktik, Gotik, Triebkräfte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Bedeutung von architektonischen Räumen im Roman „Die Elixiere des Teufels“ von E.T.A. Hoffmann und deren Symbolik für die Psyche der Hauptfigur.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Topografie der Handlungsorte (Kloster und Schloss), der Einfluss des Gothic-Genres auf Hoffmann und die Verknüpfung von räumlicher Umgebung mit dem psychischen Innenleben der Charaktere.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, den Roman anhand seiner Räume zu analysieren, um so die Grundproblematik der menschlichen Triebkräfte und deren Kontrolle im Werk aufzuschließen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine topografische Literaturanalyse und stützt sich dabei u.a. auf Bachelards „Poetik des Raumes“ sowie literaturwissenschaftliche Quellen zu Horace Walpole.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung verschiedener Klöster und Schlossanlagen, wobei auf spezifische Details wie Gewölbe, Treppen und deren symbolische Aufladung eingegangen wird.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie E.T.A. Hoffmann, Topografie, Schauerroman, Doppelgänger, Psyche und Literaturdidaktik beschreiben.

Welche Rolle spielen die „Teufelselixiere“ für die Räumlichkeit?

Die Elixiere fungieren als Auslöser für die Handlung und die moralische Entgleisung Medardus', die eng mit der Veränderung seiner Wahrnehmung der Räume, insbesondere des Klosters, verknüpft ist.

Wie deutet die Arbeit die „Treppe“ im Roman?

Die Arbeit interpretiert Treppen in Anlehnung an Gaston Bachelard als „gebaute Innerlichkeit“, die den Weg ins eigene Innere, in den Wahnsinn oder in verborgene Ängste symbolisiert.

Warum wird das Schloss als Gegenwelt zum Kloster beschrieben?

Während das Kloster als spiritueller Ort der Buße und der Ursprünge dient, ist das Schloss ein Ort der Repräsentation und der weltlichen Sünden, wobei beide Orte dennoch durch die Familiengeschichte des Protagonisten miteinander verbunden sind.

Was ist das Ergebnis der Untersuchung für die Schule?

Die Autorin plädiert dafür, den Roman als Ganzschrift zu behandeln und fächerübergreifende Projekte anzubieten, die beispielsweise Kunst- oder Geschichtsaspekte in die Literaturanalyse integrieren.

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Résumé des informations

Titre
Topografisches Lesen: Kloster und Schloss in "Die Elixiere des Teufels" von E.T.A. Hoffmann
Université
Dresden Technical University  (Institut Germanistik)
Cours
Grundprobleme der Literaturdidaktik
Note
1,5
Auteur
Susanne Staples (Auteur)
Année de publication
2006
Pages
33
N° de catalogue
V86713
ISBN (ebook)
9783638011877
ISBN (Livre)
9783638916349
Langue
allemand
mots-clé
Topografisches Lesen Kloster Schloss Elixiere Teufels Hoffmann Grundprobleme Literaturdidaktik
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Susanne Staples (Auteur), 2006, Topografisches Lesen: Kloster und Schloss in "Die Elixiere des Teufels" von E.T.A. Hoffmann, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/86713
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Extrait de  33  pages
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