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Die Individualität und Lebenserfahrungen eines Autors in seinem Werk - Thomas Mann: Mario und der Zauberer

Title: Die Individualität und Lebenserfahrungen eines Autors in seinem Werk - Thomas Mann: Mario und der Zauberer

Term Paper , 2007 , 16 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Franziska Sobania (Author)

German Studies - Modern German Literature
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Summary Excerpt Details

In dieser Belegarbeit soll vorrangig Manns Werk Mario und der Zauberer. Ein tragisches Reiseerlebnis hinsichtlich autobiographischer Bezüge untersucht werden. Es soll geklärt werden, ob und inwieweit Mann die Erfahrungen im Text verarbeitet hat. In diesem Zusammenhang sind die Erlebnisse und die Individualität des Autors differenziert zu betrachten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Präzisierung der Fragestellung

1.2 Forschungslage

2. Erlebnisse einer Reise – die „autobiographische Folie“ des Werkes?

3. Inszeniert sich der Autor selbst im Werk?

3.1 Die Homophilie

3.2 Nationalsozialistische Bezüge im Werk

3.2.1 Die Szene am Strand

3.1.2 Das Schauspiel des Zauberers

4. Schlussbetrachtung

5. Bibliographie

5.1 Primärliteratur

5.2 Sekundärliteratur

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht Thomas Manns Novelle "Mario und der Zauberer" hinsichtlich ihrer autobiographischen Fundierung, wobei analysiert wird, inwieweit reale Erlebnisse des Autors, homoerotische Motive und eine kritische Auseinandersetzung mit dem aufkommenden Nationalsozialismus in das Werk eingeflossen sind.

  • Analyse der "autobiographischen Folie" durch reale Reiseeindrücke
  • Untersuchung der Darstellung von Homophilie im erzählerischen Kontext
  • Deutung der Figur Cipolla als Allegorie faschistischer Machtstrukturen
  • Hinterfragung der Verflechtung von persönlichen Erfahrungen und politischer Kritik

Auszug aus dem Buch

3.1 Die Homophilie

In verschiedenen Werken Thomas Mann stößt man immer wieder auf ein maßgebendes Konzept, das der Homosexualität. Mit der Veröffentlichung der Tagebücher des Schriftstellers werden erstmals seine homoerotischen Neigungen bekannt. In vielen seiner Texte stellt dieser Aspekt eine Schlüsselfunktion, wie beispielsweise in Der Tod in Venedig oder Tonio Kröger dar. In beiden Texten wird die Homosexualität vordergründig thematisiert und übernimmt eine konstitutive Rolle im Handlungsgeschehen. Dies kontrastiert nun zum Werk Mario und der Zauberer. Hier wird die Homophilie eher tangiert als thematisiert. Dennoch wird das Konzept an verschiedenen Punkten im Text sichtbar. Erste Bezüge sind bereits in der fiktiven Namensgebung des Ortes Torre di Venere ersichtlich. Es wird aus Forte dei Marmi das Pseudonym Torre di Venere. Die Bezeichnung scheint italienisch zu sein, was durchaus dem Textinhalt entspricht. Deutlich wird der sexuelle Aspekt durch die Übersetzung des fiktiven Ortsnamen, der soviel bedeutet wie Turm der Venus oder Venusturm. Mit dem ersten Wortteil ‚Venus-’ kann man das weibliche Geschlechtsorgan in Verbindung bringen. Versucht man nun in diesem Kontext die hintere Wortsilbe zu ergründen, stößt man auf die Phallus-Symbolik. Zwar würde man in diesem Zusammenhang eher auf Heterosexualität schließen, jedoch steht hier allein der Sexualbezug im Vordergrund. Trotz seiner homosexuellen Neigungen hat Thomas Mann nie die Möglichkeit diese offiziell auszuleben. Zu seinen Lebzeiten ist die gleichgeschlechtliche Liebe ein Tabu in der Gesellschaft. Heute weiß man dennoch von heimlichen Affären des Autors zu anderen Männern. In der Verschleierung des Ortsnamens durch die Übersetzung ins Italienische kann man nun eine Verbindung zu Thomas Mann ziehen. Trotz seiner Zuneigung zum männlichen Geschlecht, heiratet er 1905 Katia Pringsheim. Er verschleiert somit seine homoerotischen Züge. In dieser Verschleierung ist er gefangen, aufgrund der Zeitumstände, welche ihm das Ausleben seiner Neigung verbietet.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Hier wird das Ziel der Untersuchung definiert, die Novelle auf ihre autobiographischen Anteile und die Verflechtung mit persönlichen Erfahrungen des Autors zu prüfen.

2. Erlebnisse einer Reise – die „autobiographische Folie“ des Werkes?: Dieses Kapitel beleuchtet den realen Italienurlaub der Familie Mann 1926 als direkte Vorlage und Inspirationsquelle für die erzählerische Gestaltung des Handlungsortes und der Begebenheiten.

3. Inszeniert sich der Autor selbst im Werk?: Hier wird der Frage nachgegangen, inwiefern Thomas Mann eigene Persönlichkeitszüge und Tabuthemen in den Figuren und der Handlung der Novelle verarbeitet.

4. Schlussbetrachtung: Das Fazit bestätigt, dass das Werk einen Reichtum an autobiographischen Bezügen enthält und als politisch-moralische Anspielung gegen den Faschismus zu verstehen ist.

5. Bibliographie: Dieses Kapitel listet die verwendeten Primär- und Sekundärquellen der Arbeit auf.

Schlüsselwörter

Thomas Mann, Mario und der Zauberer, Autobiographie, Italien, Faschismus, Homophilie, Cipolla, Ganymed-Motiv, Nationalsozialismus, Literaturanalyse, Persönlichkeit, Reiseerlebnis, Symbolik, politische Allegorie, Hypnose.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Belegarbeit untersucht die Novelle "Mario und der Zauberer" von Thomas Mann auf ihren autobiographischen Hintergrund und analysiert die Verarbeitung persönlicher Erfahrungen des Autors im Text.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen sind die autobiographischen Bezüge (wie der Italienurlaub 1926), die subtile Thematisierung von Homophilie sowie die Auseinandersetzung mit dem Faschismus.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, zu klären, inwieweit Thomas Mann seine eigene Persönlichkeit, seine homoerotischen Neigungen und politische Haltungen im Werk inszeniert hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine literaturwissenschaftliche Analyse, die den Primärtext mit Tagebuchaufzeichnungen, Briefen und zeitgenössischen Forschungsliteraturen vergleicht.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Relevanz des Italienaufenthalts als autobiographische Folie, interpretiert die homosexuellen Motive sowie die Allegorien auf faschistische Machtstrukturen in der Zauberervorstellung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Thomas Mann, Mario und der Zauberer, Faschismus, Autobiographie, Homophilie und politische Allegorie.

Warum spielt die Strandszene eine so wichtige Rolle für das Verständnis?

Die Strandszene dient als Ausgangspunkt für die Schilderung der Ausländerfeindlichkeit und des nationalen Gemütszustandes im Italien der 1920er Jahre, was den Grundstein für die spätere faschistische Allegorie legt.

Inwiefern wird der Zauberer Cipolla als Allegorie gedeutet?

Cipolla wird als „(Ver-)Führer des Volkes“ interpretiert, der durch Okkultismus und Manipulation Macht über sein Publikum gewinnt, was klare Analogien zu totalitären Führern der Zeit nahelegt.

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Details

Title
Die Individualität und Lebenserfahrungen eines Autors in seinem Werk - Thomas Mann: Mario und der Zauberer
College
Dresden Technical University
Grade
2,0
Author
Franziska Sobania (Author)
Publication Year
2007
Pages
16
Catalog Number
V86762
ISBN (eBook)
9783638059091
ISBN (Book)
9783638949859
Language
German
Tags
Individualität Lebenserfahrungen Autors Werk Thomas Mann Mario Zauberer
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Franziska Sobania (Author), 2007, Die Individualität und Lebenserfahrungen eines Autors in seinem Werk - Thomas Mann: Mario und der Zauberer, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/86762
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