In den letzten Jahren und Jahrzehnten hat das Thema der sozialen und ökologischen
Verantwortung von Unternehmen sowohl in der öffentlichen Diskussion als auch in der
Wissenschaft immer mehr an Bedeutung gewonnen und die Unternehmen sehen sich einem wachsenden Druck ausgesetzt, CSR-Prinzipien in ihrem Handel zu
berücksichtigen.
Die vorliegende Arbeit widmet sich der Frage, ob gesellschaftlich verantwortlich handelnde Unternehmen erfolgreicher sind und untersucht, ob es eine Korrelation zwischen der Corporate Social Responsibility und dem Unternehmenserfolg gibt. Kern der Arbeit ist eine empirische Untersuchung des Zusammenhanges zwischen den beiden Variablen gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen und Unternehmenserfolg. Mit Hilfe dieser Untersuchung soll untersucht werden, wie sich die Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung auf den Unternehmenserfolg auswirkt.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Einführung in die Thematik
1.2 Aufbau der Arbeit
2. Entwicklung des CSR-Konzepts
2.1 Historischer Ursprung von CSR
2.2 Beginn der wissenschaftlichen Debatte um CSR
2.3 Das CSR-Konzept nach Carroll
2.4 Das CSR-Konzept der Europäischen Kommission
2.5 Definition angrenzender Begriffe
2.5.1 Corporate Social Performance
2.5.2 Corporate Governance
2.5.3 Corporate Citizenship
2.5.4 Nachhaltige Entwicklung
2.5.5 Begriffssystematik
3. Pro und Contra CSR - Vom Shareholder-Value zum Stakeholder-Value
3.1 Ethische Begründung von CSR
3.2 Ablehnung von CSR auf Basis der Shareholder-Theorie
3.3 Befürwortung von CSR auf Basis der Stakeholder-Theorie
3.4 CSR als Instrument zur Generierung von Wettbewerbsvorteilen
3.5 Weitere theoretische Begründungen von CSR
3.6 Zusammenfassung der theoretischen Grundlagen
4. CSR und Unternehmenserfolg
4.1 Messung der Corporate Social Responsibility
4.1.1 Messung der CSP mit Hilfe von CSR-Rankings
4.1.2 Das KLD-Rating
4.1.3 Das Rating der Bank Sarasin & Cie AG
4.1.4 Das Fortune 500-Ranking
4.1.5 Das Rating der Oekom Research AG
4.1.6 Der Dow Jones Sustainability Index
4.1.7 Das Good Company Ranking
4.2 Messung des Unternehmenserfolges
4.2.1 Marktbasierte Bewertungsmethoden
4.2.2 Buchhaltungsbasierte Bewertungsmethoden
4.3 Bisherige Studien zum Thema
4.3.1 Die Studien von Moskowitz (1972) und Vance (1975)
4.3.2 Die Studie von Cochran / Wood (1984)
4.3.3 Die Studie von McGuire et al. (1988)
4.3.4 Die Studie von Margolis / Walsh (2001)
4.3.5 Die Meta-Analyse von Orlitzky et al. (2003)
4.3.7 Übersicht über die vorgestellten Studien
5. Empirische Untersuchung des Zusammenhangs zwischen CSR und Unternehmenserfolg
5.1 Definition der Variablen und Datenquellen
5.2 Methode
5.2.1 Regressionsanalysen
5.2.2 Panelanalyse
5.2.3 Sensitivitätsanalyse
5.3 Zusammenfassung und Interpretation der Ergebnisse
6. Schlussbetrachtung und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der gesellschaftlichen Verantwortung von Unternehmen (Corporate Social Responsibility, CSR) und deren wirtschaftlichem Erfolg. Die zentrale Forschungsfrage lautet, ob es eine empirisch belegbare Korrelation zwischen CSR-Aktivitäten und dem Unternehmenserfolg gibt.
- Theoretische Grundlagen und Entwicklung des CSR-Konzepts
- Gegenüberstellung von Shareholder-Value und Stakeholder-Theorie
- Methoden der Messung von CSR und Unternehmenserfolg
- Analyse bisheriger empirischer Studien zu CSR und Erfolg
- Empirische Untersuchung mittels Regressions- und Panelanalyse
Auszug aus dem Buch
1.1 Einführung in die Thematik
In den letzten Jahren und Jahrzehnten hat das Thema der sozialen und ökologischen Verantwortung von Unternehmen sowohl in der öffentlichen Diskussion als auch in der Wissenschaft immer mehr an Bedeutung gewonnen und die Unternehmen sehen sich einem wachsenden Druck ausgesetzt, CSR-Prinzipien in ihrem Handel zu berücksichtigen (vgl. Heugens / Dentchev 2007, S. 2 ; Pinkston / Carroll 1996, S. 200). Die Öffentlichkeit und vor allem die Konsumenten beobachten kritisch das Handeln der Firmen und richten ihre Kaufentscheidungen danach aus und auch der Staat fordert in zunehmendem Maße von den Unternehmen eine Verantwortungsübernahme im Zusammenhang mit gesellschaftlichen Problemen (vgl. Harrison / Freeman 1999, S. 479).
Entgegen dieser Aufforderung seitens der Politik steht jedoch die Ansicht von Milton Friedman, der die Profit-Maximierung als die einzig wirkliche gesellschaftliche Verantwortung eines Unternehmen betrachtet (vgl. Friedman 1970). Zudem vertreten viele Ökonomen die Ansicht, dass die Maximierung des Shareholder-Values die einzige einer marktwirtschaftlichen Ordnung entsprechende Leitmaxime der Unternehmenspolitik ist (vgl. Sydow 2005 S. 12 ; Wagner 1997, S. 1).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz des Themas CSR ein und skizziert die wissenschaftliche Debatte zwischen Profitmaximierung und gesellschaftlicher Verantwortung.
2. Entwicklung des CSR-Konzepts: Dieses Kapitel erläutert die historische Herleitung des CSR-Begriffs und stellt verschiedene konzeptionelle Ansätze, insbesondere von Carroll und der EU-Kommission, dar.
3. Pro und Contra CSR - Vom Shareholder-Value zum Stakeholder-Value: Hier werden die theoretischen Argumente der Shareholder- sowie der Stakeholder-Theorie gegenübergestellt und ethische sowie ökonomische Begründungsansätze für CSR analysiert.
4. CSR und Unternehmenserfolg: Dieses Kapitel widmet sich der operationalen Herausforderung, CSR und finanziellen Erfolg messbar zu machen, und gibt einen Überblick über den aktuellen Stand der empirischen Forschung.
5. Empirische Untersuchung des Zusammenhangs zwischen CSR und Unternehmenserfolg: In diesem Kapitel wird eine eigene empirische Untersuchung mittels Regressions- und Panelanalyse durchgeführt, um den Zusammenhang zwischen CSR-Komponenten und der Gesamtkapitalrendite zu prüfen.
6. Schlussbetrachtung und Ausblick: Das letzte Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen und diskutiert Implikationen für zukünftige Forschungen und die strategische Ausrichtung unternehmerischen Engagements.
Schlüsselwörter
Corporate Social Responsibility, CSR, Unternehmenserfolg, Shareholder-Value, Stakeholder-Theorie, Corporate Social Performance, CSP, Gesamtkapitalrendite, Empirische Untersuchung, Regressionsanalyse, Unternehmensführung, Nachhaltige Entwicklung, Wettbewerbsvorteil, Good Company Ranking.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht den Einfluss von sozialer und ökologischer Unternehmensverantwortung (CSR) auf den wirtschaftlichen Erfolg von Unternehmen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die theoretische Abgrenzung von CSR-Konzepten, die Debatte zwischen Shareholder- und Stakeholder-Theorie sowie die Messbarkeit und Auswirkung von CSR auf die finanzielle Performance.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das primäre Ziel ist es, empirisch zu prüfen, ob ein Zusammenhang zwischen der Corporate Social Performance (CSP) und der finanziellen Performance (CFP) existiert.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es werden Regressionsanalysen sowie eine zwei-periodische Panelanalyse auf Basis von Daten des "Good Company Ranking" angewandt.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil umfasst die theoretische Fundierung, die methodische Einordnung der Messung von CSR-Erfolgen sowie die Durchführung und Interpretation der empirischen Untersuchung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Schlüsselwörter sind insbesondere Corporate Social Responsibility, Stakeholder-Theorie, Unternehmenserfolg, Gesamtkapitalrendite und Empirische Untersuchung.
Warum konnte die Arbeit die Hypothese nur teilweise bestätigen?
Die Untersuchung ergab zwar einen positiven Zusammenhang zwischen dem Umgang mit Mitarbeitern und dem Unternehmenserfolg, jedoch einen negativen Zusammenhang bei ökologischem und gesellschaftlichem Engagement, was möglicherweise auf hohe Kosten ohne direkten Mehrwert für das Unternehmen hindeutet.
Welche Rolle spielt die Unternehmensgröße?
Die empirischen Ergebnisse zeigen, dass größere Unternehmen sich tendenziell verantwortlicher verhalten, wobei jedoch auch der Branchendruck eine entscheidende Rolle für die Ausgestaltung von CSR-Aktivitäten spielt.
Gibt es eine umgekehrte Kausalität?
Die Sensitivitätsanalyse wurde durchgeführt, um zu prüfen, ob Erfolg zu CSR-Engagement führt, konnte jedoch bei den analysierten Faktoren keine signifikante umgekehrte Kausalität bestätigen.
- Citar trabajo
- Diplom-Kauffrau Eva Koscher (Autor), 2007, Corporate Social Responsibility und Unternehmenserfolg. Sind verantwortungsvoll handelnde Unternehmen erfolgreicher?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/86854