Die Anzahl der geringfügigen Beschäftigungsverhältnisse ist stark gestiegen.
Vor dem Hintergrund der Tatsache, dass geringfügig Beschäftigte gegenüber den in einem Regelarbeitsverhältnis stehenden Beschäftigten eine wesentlich geringere Zeit in den Betrieben anwesend und hierdurch möglicherweise nicht vollständig in die betriebliche Organisation eingebunden sind stellt sich die Frage, ob hierdurch Defizite hinsichtlich der Anforderungen des Arbeits- und Gesundheitsschutzes bei der Arbeit vorliegen könnten. Nach der Befragung wird deutlich, dass der Arbeitsschutz in diesen Beschäftigungsverhältnissen zum Teil deutliche Defizite aufweist. Zudem ist den Beschäftigten nicht vollständig bewusst, dass auch für Sie die Arbeitsschutzvorschriften gelten.
The quantity of temporary workers and low budget workers is raising very much.
Given the fact that the employees in a low budget working relationship are much shorter time present at business than regularly working employees and they may not be fully operational involved in the organization, the question is whether deficits in terms of the requirements of work and health and safety at work are available. The survey shows that the occupational safety and health by this employment exhibit some significant gaps. Moreover, the employees are not fully aware that the health and safety regulations apply to them, too.
Inhaltsverzeichnis
Zusammenfassung:
Summary:
Ausgangslage:
Ergebnisse zu einzelnen Faktoren:
Physische und psychische Belastungen
Auswirkungen auf die Gesundheit
Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz
Gesamtergebnis:
Beurteilung:
Zielsetzung und Themen der Analyse
Die vorliegende Arbeit untersucht auf Basis einer Beschäftigten-Befragung in Nordrhein-Westfalen, ob geringfügig Beschäftigte („Mini-Jobber“) aufgrund ihrer speziellen Arbeitsverhältnisse und geringeren betrieblichen Einbindung Defizite hinsichtlich des Arbeits- und Gesundheitsschutzes erfahren. Die Forschungsfrage fokussiert dabei auf die tatsächliche Umsetzung der gesetzlichen Schutzpflichten des Arbeitgebers bei dieser wachsenden Beschäftigtengruppe.
- Analyse physischer und psychischer Belastungsmuster bei Mini-Jobbern.
- Untersuchung gesundheitlicher Auswirkungen und arbeitsplatzbezogener Gefahren.
- Bewertung des Wissensstandes zu Arbeitsschutzvorschriften bei Arbeitnehmern.
- Gegenüberstellung der Situation von Mini-Jobbern zu Voll- und Teilzeitbeschäftigten.
- Diskussion der Bedeutung von Gefährdungsbeurteilungen in Betrieben.
Auszug aus dem Buch
Physische und psychische Belastungen
Bei der Frage nach der Mehrfach-Belastung geben lediglich 4,3 % der befragten männlichen Mini-Jobber an, durch Job, Haushalt u.a. doppelt belastet zu sein. Demgegenüber wiesen aber 41,8 % der weiblichen Mini-Jobber auf eine entsprechende Mehrfachbelastung hin. Bei den Vollzeitarbeitskräften gaben 19 % der Frauen sowie der Männer eine Mehrfachbelastung an.
Bei der Frage zu Lärm, schmutziger oder körperlich schwerer Arbeit lagen dagegen die Werte bei den männlichen Mini-Jobbern deutlich über denen der weiblichen Beschäftigten.
43,5 % der Männer fühlten durch Lärm belastet (etwas, ziemlich, stark). Durch schmutzige Arbeit fühlten sich 41,3 %, durch schwere körperliche Arbeit 39,1 % der Männer belastet. Bei der Frage nach schmutzigen Arbeitsbedingungen fühlten sich deutlich mehr Mini-Jobber (41,3%) als Vollzeit- (33,3%) oder Teilzeitkräfte ( 30 %) belastet.
Bei den Frauen waren die Werte deutlich geringer und wiesen gegenüber den Vollzeit- oder Teilzeit-Kräften keine nennenswerten Abweichungen auf.
Zusammenfassung der Kapitel
Zusammenfassung: Kurzer Abriss über den Anstieg geringfügiger Beschäftigungsverhältnisse und die Vermutung von Defiziten beim Arbeitsschutz.
Summary: Englische Übersetzung der zusammenfassenden Kernaussagen der Studie.
Ausgangslage: Einordnung der Mini-Jobs in den Kontext der Hartz-Gesetzgebung und Darstellung des Datengrundlage der EMNID-Umfrage.
Ergebnisse zu einzelnen Faktoren: Detaillierte Auswertung der erhobenen Belastungsspektren und Informationen zum Arbeitsschutz.
Gesamtergebnis: Synoptische Zusammenführung der Studienergebnisse mit Blick auf physische/psychische Belastung und Gesundheitsschutz.
Beurteilung: Kritische Reflexion der Datenlage unter Berücksichtigung aktueller Statistiken und Notwendigkeit staatlicher Überprüfungen.
Schlüsselwörter
Arbeitsschutz, Gesundheitsschutz, Mini-Jobs, geringfügige Beschäftigung, Arbeitsbelastung, EMNID-Umfrage, NRW, Gefährdungsbeurteilung, Arbeitgeberpflichten, Gesundheitliche Auswirkungen, psychische Belastung, physische Belastung, Arbeitswelt 2004, Arbeitssicherheit, Prävention.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Untersuchung?
Die Arbeit analysiert die Situation von geringfügig Beschäftigten in Nordrhein-Westfalen hinsichtlich ihrer physischen und psychischen Belastung am Arbeitsplatz sowie des Arbeitsschutzes.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die Schwerpunkte liegen auf der Auswertung von Belastungsfaktoren wie Lärm oder Zwangshaltungen, gesundheitlichen Folgen und dem Informationsgrad der Beschäftigten zu Schutzmaßnahmen.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Es soll geklärt werden, ob Mini-Jobber aufgrund einer mangelnden betrieblichen Integration bei der Umsetzung von Arbeits- und Gesundheitsschutzvorschriften benachteiligt sind.
Welche wissenschaftliche Methode liegt zugrunde?
Die Studie nutzt die Ergebnisse einer repräsentativen telefonischen Befragung der EMNID im Auftrag des damaligen Ministeriums für Wirtschaft und Arbeit NRW.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse einzelner Belastungsfaktoren, die gesundheitlichen Auswirkungen sowie den Stand des Gesundheitsschutzes in den betroffenen Betrieben.
Welche Schlagworte charakterisieren das Dokument?
Wichtige Begriffe sind Arbeitsschutz, Mini-Jobs, Gefährdungsbeurteilung und Prävention.
Wie unterscheidet sich die Belastungssituation von Männern und Frauen?
Die Studie zeigt geschlechtsspezifische Unterschiede, etwa bei der Mehrfachbelastung (höher bei Frauen) oder bei Ärger und Konflikten mit Kunden (höher bei Männern).
Warum gibt es Defizite beim Gesundheitsschutz für Mini-Jobber?
Die Studie legt nahe, dass mangelnde Erfahrung der Beschäftigten in der Arbeitswelt und unzureichende Information durch Arbeitgeber die Hauptursachen sind.
- Quote paper
- Dipl.-Betriebswirt(FH), Dipl.-Verwaltungswirt Udo Rosowski (Author), 2008, Arbeitsschutz und Belastungen bei geringfügigen Beschäftigungsverhältnissen (Mini-Jobs), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/86872