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Genese und Entwicklung der Heiligenlegende - Am Beispiel der Alexiusvita

Title: Genese und Entwicklung der Heiligenlegende - Am Beispiel der Alexiusvita

Term Paper , 2007 , 27 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Marion Röbkes (Author)

World History - Early and Ancient History
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Summary Excerpt Details

Heiligenlegenden - in der gegenwärtigen Form – sind teils über mehrere Jahrhunderte hin bestehende und veränderte Texte, welche die Lebensereignisse und Handlungen von heilig gesprochenen Personen darstellen. Nicht immer sind die Wege der Überlieferung gradlinig, die Übersetzungen korrekt und einheitlich – und für den heutigen Betrachter auf einfachem Wege nachvollziehbar.
Nach PRATSCH ist die Rekonstruktion der Entstehung der Heiligenviten, insbesondere bei denjenigen, die nicht bereits früh zur Aufnahme in eine Sammlung vorgesehen waren, sondern erst späterhin geschrieben wurden, nur schwerlich möglich. Zudem mögen die Fähigkeiten und Interessen des Schreibers und/oder möglicher Auftraggeber (zum Zweck der Legitimierung/dem Ziel der Heiligsprechung/die Vita als Mittel gegen das Vergessen/dem Ziel der Erbau-ung/der Mitteilung des eigenen Wissens, etc.) die inhaltliche Gestaltung tendenziös beeinflusst haben, wie auch propagandistische oder ideologische Zwecke für die Entstehung, Ausgestaltung, Umgestaltung oder Verbreitung einer Vita maßgeblich gewesen sein können.
Wie das Schaubild auf dem Deckblatt visuell andeutet, können Varianten von Heiligenlegenden: a) auf noch unbekannte Ursprungsversionen hinweisen, b) in den Ursprüngen bekannt sein und dann c) nach mehr oder weniger langer Tradierung plötzlich enden, modifiziert werden oder in der Ursprungsfassung weitergeführt werden. Die Legende erhält einen eigenen, abbildbaren "Stamm-baum" (Stemma), der für die Quellenbewertung und Quellenkritik, im Verständnis der Editionswissenschaft, einen hohen Stellenwert besitzt. Zum einen ermöglicht er die Rekonstruktion bestimmter Migrationswege der Legende, zum anderen bildet er eine bessere Übersicht der chronologischen Zuordnungsfähigkeit jeweils spezifischer Veränderungen der einzelnen Texte zu zeitgenössischen politischen, religiösen oder auch wirtschaftlichen Kontexten ab.
Ziel dieser Hausarbeit ist es, eine Übersicht über Bearbeitungs- und Überlieferungsformen der Heiligenlegende, wie auch deren Rezeption in der nicht-religiös intendierten Literatur nachzuvollziehen. Als Muster für die Genese und Evolution der Heiligenlegende, wurde die Vita des Alexius ausgewählt.
...

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Entstehung der Alexiuslegende im Frühmittelalter

2.1. Grundformen der Legende

2.2. Edessa , Rom ... – Stationen der Verehrung und Migration der Heiligenlegende

3. Die Heiligenlegende vom Hochmittelalter bis zur Neuzeit – Wesentliche Verbreitungsformen

3.1 Das Alexiuslied (AL)

3.2 Legenda Aurea (LA)

3.3 Gesta Romanorum (GR)

3.4 Acta Sanctorum (AASS), Analecta Bollandiana (AnBoll), u.a.

4. Zwischen Konstruktion und Rekonstruktion - Darstellung ausgewählter historischer Zusammenhänge und Personen in der Alexiuslegende

5. Zusammenfassung und Ausblick

6. Anlagen

6.1 Literaturverzeichnis

6.2 Abbildungsverzeichnis

6.3 Endnoten (Anmerkungen/Quellenangaben)

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, eine Übersicht über die Bearbeitungs- und Überlieferungsformen der Heiligenlegende zu geben und deren Rezeption in der nicht-religiös intendierten Literatur am Beispiel der Alexiusvita nachzuvollziehen. Dabei wird untersucht, wie sich der Legendenstoff über einen Zeitraum vom 6. Jahrhundert bis in die Spätrenaissance entwickelt hat, wobei die Problematik der stemmatischen Rekonstruktion aufgrund einer fehlenden kritischen Ausgabe im Zentrum steht.

  • Analyse der Genese und Evolution der Alexiuslegende.
  • Untersuchung der Überlieferungswege und wesentlicher Verbreitungsformen wie dem Alexiuslied, der Legenda Aurea und der Gesta Romanorum.
  • Kritische Betrachtung historischer Rekonstruktionsversuche der Legendenüberlieferung.
  • Darstellung markanter inhaltlicher Umformungen und historischer Motive innerhalb der verschiedenen Fassungen.
  • Prototypische Anwendung der Ergebnisse als Schema für gleichartige hagiographische Themenstellungen.

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung

Heiligenlegenden - in der gegenwärtigen Form – sind teils über mehrere Jahrhunderte hin bestehende und veränderte Texte, welche die Lebensereignisse und Handlungen von heilig gesprochenen Personen darstellen. Nicht immer sind die Wege der Überlieferung gradlinig, die Übersetzungen korrekt und einheitlich – und für den heutigen Betrachter auf einfachem Wege nachvollziehbar.

Nach PRATSCH ist die Rekonstruktion der Entstehung der Heiligenviten, insbesondere bei denjenigen, die nicht bereits früh zur Aufnahme in eine Sammlung vorgesehen waren, sondern erst späterhin geschrieben wurden, nur schwerlich möglich. Zudem mögen die Fähigkeiten und Interessen des Schreibers und/oder möglicher Auftraggeber (zum Zweck der Legitimierung/dem Ziel der Heiligsprechung/die Vita als Mittel gegen das Vergessen/dem Ziel der Erbauung/der Mitteilung des eigenen Wissens, etc.) die inhaltliche Gestaltung tendenziös beeinflusst haben, wie auch propagandistische oder ideologische Zwecke für die Entstehung, Ausgestaltung, Umgestaltung oder Verbreitung einer Vita maßgeblich gewesen sein können.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung umreißt die Problematik der Überlieferung von Heiligenlegenden und definiert das Ziel der Arbeit, anhand der Alexiusvita die Bearbeitungsformen und deren Rezeption zu untersuchen.

2. Die Entstehung der Alexiuslegende im Frühmittelalter: Dieses Kapitel behandelt die frühesten bekannten Formen der Legende und beleuchtet die geografischen sowie inhaltlichen Stationen ihrer frühen Migration.

3. Die Heiligenlegende vom Hochmittelalter bis zur Neuzeit – Wesentliche Verbreitungsformen: Hier werden zentrale literarische Quellen und Sammlungen wie das Alexiuslied, die Legenda Aurea und die Gesta Romanorum analysiert, um deren Rolle in der Verbreitung des Legendenstoffes zu klären.

4. Zwischen Konstruktion und Rekonstruktion - Darstellung ausgewählter historischer Zusammenhänge und Personen in der Alexiuslegende: Das Kapitel diskutiert methodische Schwierigkeiten bei der Interpretation historischer Motive in den verschiedenen Versionen der Legende.

5. Zusammenfassung und Ausblick: Das Fazit unterstreicht den enormen Aufwand einer kritischen Aufarbeitung und betont, dass eine exakte Rekonstruktion der Legenden aufgrund der vielschichtigen Varianz und Kompilation meist nur unter Vorbehalt möglich ist.

6. Anlagen: Dieser Teil enthält das umfassende Literaturverzeichnis, das Abbildungsverzeichnis und die Anmerkungen.

Schlüsselwörter

Alexiuslegende, Alexiusvita, Hagiographie, Heiligenverehrung, Überlieferungsgeschichte, Stemma, Legenda Aurea, Gesta Romanorum, Alexiuslied, kritische Edition, Legendenforschung, Mittelalter, Edessa, Rom, Quellenkritik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Genese, die Entwicklung und die verschiedenen Überlieferungsformen der Heiligenlegende am Beispiel der Vita des Heiligen Alexius.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Themen sind die philologische und historische Analyse der Legendenüberlieferung, die Rolle von Kompilationen im Mittelalter und die Problematik einer quellenkritischen Rekonstruktion.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, eine Übersicht über die Bearbeitungsformen der Alexiuslegende zu geben und aufzuzeigen, warum eine exakte stemmatische Zuordnung aufgrund der Komplexität der Quellen bisher kaum möglich war.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert primär auf einer sekundäranalytischen Auswertung der einschlägigen Forschungsliteratur sowie der kritischen Auseinandersetzung mit existierenden Variantenverzeichnissen (z.B. BHLms).

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Entstehung im Frühmittelalter sowie die Verbreitungsformen in einflussreichen Werken wie dem Alexiuslied, der Legenda Aurea und der Gesta Romanorum.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Heiligenlegende, Alexiusvita, Hagiographie, Überlieferungsgeschichte, Stemma und Quellenkritik charakterisiert.

Warum ist die Rekonstruktion der "Urfassung" so schwierig?

Die Urfassung ist verschollen. Zudem zeigen die vorhandenen Texte zahlreiche Einflüsse und Modifikationen durch verschiedene Schreiber und Auftraggeber, die regionale und ideologische Interessen verfolgten.

Welche Rolle spielt die Legenda Aurea für die Alexiuslegende?

Die Legenda Aurea diente als eines der wichtigsten Verbreitungsmedien, wobei die Aufnahme der Alexiusvita in den Bestand von der Forschung kontrovers diskutiert wird, da sie nicht in allen Exemplaren gleichermaßen präsent ist.

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Details

Title
Genese und Entwicklung der Heiligenlegende - Am Beispiel der Alexiusvita
College
University of Hagen  (Historisches Institut - LG Geschichte und Gegenwart Alteuropas)
Course
Modul 5 - Kulturanthropologie/Historische Anthropologie
Grade
1,7
Author
Marion Röbkes (Author)
Publication Year
2007
Pages
27
Catalog Number
V86919
ISBN (eBook)
9783638027519
ISBN (Book)
9783638926829
Language
German
Tags
Genese Entwicklung Heiligenlegende Beispiel Alexiusvita Modul Kulturanthropologie/Historische Anthropologie Heilige Alexius Acta Sanctorum Legenda aurea
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Marion Röbkes (Author), 2007, Genese und Entwicklung der Heiligenlegende - Am Beispiel der Alexiusvita, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/86919
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