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Puzzle aus Bildern

Elaine Risleys Zerfall und Rekonstruktion der eigenen Identität in Margaret Atwoods Cat’s Eye

Titel: Puzzle aus Bildern

Hausarbeit , 2004 , 26 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Stephanie Peiker (Autor:in)

Anglistik - Literatur
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Margaret Atwood ist mit ihrem Roman Cat’s Eye ein von Spiegelungen und Bildern durchzogenes Werk gelungen. Letztere sollen Gegenstand dieser Arbeit sein. Unter Zuhilfenahme psychologischer Ansätze und der emotionalen Entwicklung der Malerin Elaine Risley werde ich mich zunächst dem Zerfall ihrer Identität zuwenden. Hauptaugenmerk dieser Arbeit soll jedoch auf dem Prozess ihrer Identitätsfindung liegen, die sehr starke Parallelen zur künstlerischen Entwicklung und der Betrachtungsweise ihrer eigenen Bilder aufweist. Weiterhin wird ein kurzer Einblick in die Perspektivenvielfalt in Cat’s Eye gegeben, sowie eine Einschätzung über den finalen Erkenntnisstand der Protagonistin.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

2 PSYCHOLOGISCHE ANSÄTZE

2.1 Ursachenforschung

2.2 Regression und Kunst

3 DER WEG ZUM EIGENEN STIL

3.1 Emotionsloses Betrachten als Zeichen der Zerspaltung

3.2 Faszination Reflektion

4 RETROSPEKTIVER BLICK

4.1 Vom Realen zum Imaginären

4.2 Zusammenfügen zum Ganzen

4.3 Multiperspektivität

5 ERKENNTNISZUWACHS

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Prozess der Identitätsfindung der Protagonistin Elaine Risley in Margaret Atwoods Roman Cat’s Eye. Unter Einbeziehung psychologischer Ansätze analysiert die Arbeit den Zusammenhang zwischen Elaines emotionaler Entwicklung, ihrem künstlerischen Schaffen und ihrer Auseinandersetzung mit traumatischen Kindheitserinnerungen.

  • Psychologische Analyse von Identitätsabspaltung und Verdrängung
  • Die Rolle von Kunst als Medium der Identitätsrekonstruktion
  • Bedeutung von Spiegelungen und Reflexionseffekten im Roman
  • Der Einfluss traumatischer Kindheitserfahrungen auf die Erwachsenenidentität
  • Analyse ausgewählter Gemälde von Elaine Risley

Auszug aus dem Buch

3.1 Emotionsloses Betrachten als Zeichen der Zerspaltung

Vielleicht aus dieser kindlichen Faszination heraus wählt sie später die Laufbahn des Malens, um dem psychischen Druck, vornehmlich hervorgerufen durch Cordelia, zu entgegnen und ihm Aussprache zu schenken. Elaine geht im Verlauf der Tyrannisierungen in einen Zustand über, in dem sie die Eigenschaften der Katzenaugen-Murmel, ihrem geheimen Verbündeten und „dritten Auge“, internalisiert hat. So erblickt und erfasst sie ihre Außenwelt in einer sehr unemotionalen Weise, wie durch eine Trennwand aus Glas: „[…], looking out through bone and cloth with its impartial gaze. With the help of its power I retreat back into my eyes” (209). Auf diese Weise schützt sie sich vor den bösartigen Sticheleien. Sie erkennt ihre Peinigerinnen in solchen Momenten der Abwesenheit, in denen sie die Murmel für sie sehen lässt, nurmehr als Figuren ohne Bedeutung, sieht sie nur als zusammenhangslose Formen und Farben und stellt sie Marionetten gleich (210), willenlos und unbedeutend.

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Die Einleitung stellt den Fokus der Arbeit auf das Thema Spiegelungen und Bilder in Atwoods Roman sowie auf die Untersuchung von Elaines Identitätsfindung dar.

2 PSYCHOLOGISCHE ANSÄTZE: Dieses Kapitel widmet sich den Ursachen von Elaines Identitätsstörung und der Rolle regressiver Verhaltensmuster in ihrem Leben und ihrer Kunst.

3 DER WEG ZUM EIGENEN STIL: Hier wird analysiert, wie Elaine durch ein unemotionales, distanziertes Betrachten und ihre Faszination für Reflexionseffekte ihren künstlerischen Stil entwickelt.

4 RETROSPEKTIVER BLICK: Das Kapitel untersucht, wie Elaine durch ihre Malerei und die retrospektive Auseinandersetzung mit ihrer Vergangenheit zu einer Rekonstruktion ihrer Identität findet.

5 ERKENNTNISZUWACHS: Das abschließende Kapitel reflektiert den Prozess der Aufarbeitung und das Ende der Identitätssuche der Protagonistin.

Schlüsselwörter

Margaret Atwood, Cat’s Eye, Elaine Risley, Identität, Identitätsfindung, Psychologie, Regression, Trauma, Malerei, Spiegelung, Reflexion, Kindheit, Kindheitserinnerungen, Identitätsabspaltung, Verdrängung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht den Prozess des Identitätsverfalls und der Identitätsrekonstruktion der Protagonistin Elaine Risley in Margaret Atwoods Roman Cat’s Eye.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Zentrum stehen die psychologischen Aspekte der Verdrängung, die künstlerische Verarbeitung von Traumata sowie die Symbolik von Spiegelungen und Reflexion.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie Elaine ihre Identität durch den Prozess der Malerei und die Auseinandersetzung mit ihrer Vergangenheit neu zusammensetzt und versteht.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewendet?

Die Arbeit nutzt psychologische Ansätze, insbesondere Theorien zur Regression und Verdrängung, sowie literaturwissenschaftliche Analysen der Erzählsituation und Bildsymbolik.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung psychologischer Grundlagen, die Entwicklung eines individuellen künstlerischen Stils sowie eine retrospektive Betrachtung der Bildsprache.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Identitätsfindung, Trauma, Regression, künstlerischer Schaffensprozess und Reflexion.

Warum spielt das "Katzenauge" (Cat's Eye) eine so zentrale Rolle für Elaine?

Das Katzenauge dient Elaine als Projektionsobjekt und "drittes Auge", durch das sie sich in traumatischen Situationen emotional von ihrer Umwelt distanzieren und Sicherheit gewinnen kann.

Welche Rolle spielt die Malerei für Elaines Heilungsprozess?

Die Malerei fungiert als Medium, in dem Elaine unbewusst verdrängte Ängste projiziert. Erst durch die retrospektive Betrachtung ihrer eigenen Werke kann sie deren Bedeutung verstehen und ihre Vergangenheit aufarbeiten.

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Details

Titel
Puzzle aus Bildern
Untertitel
Elaine Risleys Zerfall und Rekonstruktion der eigenen Identität in Margaret Atwoods Cat’s Eye
Hochschule
Universität Mannheim
Note
1,7
Autor
Stephanie Peiker (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2004
Seiten
26
Katalognummer
V86922
ISBN (eBook)
9783638027540
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Puzzle Bildern
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Stephanie Peiker (Autor:in), 2004, Puzzle aus Bildern, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/86922
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  26  Seiten
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