Ausarbeitung zur Studie von J.J. Arnett "Adolescents' uses of media for self-socialization"


Referat (Ausarbeitung), 2001

10 Seiten


Leseprobe

Gliederung

1. Überblick über Text / Kernpunkte / Schwerpunkt

2. Fünf Hauptarten der Nutzung der Medien
2.1 Allgemeine Punkte
2.2 Entertainment
2.3 Identity formation
2.4 High sensation
2.5 Coping
2.6 Youth culture identification
2.7 Medien als „oppositional

3. Allgemeine Punkte wie Adoleszente die Medien zur Selbstsozialisierung nutzen
3.1 Eigenschaften der Medien in Bezug zur Sozialisierung: Quellen, Ziele
3.2 Was bedeutet Änderung der kulturellen Umwelt für Sozialisierung der Adoleszenten?
3.3 Unterschiede/ Gemeinsamkeiten zwischen Medien und anderen „socialization agents“
3.3.1 Bessere Kontrolle
3.3.2 Medien und Peers
3.3.3 Power-verlust der Familie

4. Zusammenfassung und Schlußfolgerung

Literatur: Arnett, J.J. (1995). Adolescents` uses of media for self-socialization.
Journal of Youth and Adolescence, 24, 519-533

1. Überblick über Text / Kernpunkte / Schwerpunkt

Bei der Betrachtung des Textes „Adolescents´ uses of media for self-socialization“ von Jeffrey Jensen Arnett werde ich mich im folgenden an die oben genannte Gliederung halten. Kommen wir zuerst zu einem kurzen Überblick über Text bzw. zu einigen Kernpunkten.

Das Hauptthema im Text ist die Rolle der Medien in der Sozialisierung der Jugendlichen (bezogen auf westliche Länder -> in anderen Ländern kann es unterschiedlich sein). Es gibt 5 Hauptarten der Nutzung, in Beziehung zur Sozialisierung der Adoleszenten. Es werden die Unterschiede zu anderen Sozialisierungs-Agenten/-Vertretern aufgezeigt und inwieweit Jugendliche bessere Kontrolle über Medien als über andere Vertreter haben.

Zwei Ergebnisse besserer Kontrolle sind:

1. Ein hoher Grad an Selbst-Sozialisierung: Jugendliche wählen die Materialien aus den Medien, die am besten zu ihren individuellen Vorlieben und ihrer Persönlichkeit passen.
2. Ein Mangel an Integration: Jugendliche erhalten unterschiedliche Messages von Medien (u. Peers) und von Eltern.

Ein weiterer, sehr wichtiger Punkt, wenn nicht vielleicht die ganze Hauptaussage, ist der Aspekt des „uses and gratifications approach“. Dies beleuchtet den Punkt näher, „wie Menschen die Medien-Messages von communication alternatives auswählen ... was die Jugendlichen mit den Medien machen anstelle davon, was die Medien mit den Jugendlichen machen“ (Rubin, 1994, p. 421). Dieser Aspekt soll die Rolle von sozialen und psychologischen Faktoren beim Medienverbrauch näher erläutern.

2. Fünf Hauptarten der Nutzung der Medien

Nun komme ich zu allgemeinen Punkten in Bezug auf den Aspekt der Hauptarten der Mediennutzung, in Bezug zur Sozialisierung.

Die hier präsentierte Einteilung ist nicht unbedingt vollständig. Medien sind zu unterschiedlich und die Jugendlichen zu verschieden in dessen Verwendung u. Interpretation.

Aber es sind die meist verbreitetsten Nutzungsarten. Andere Einteilungen sind meist auf TV bezogen, ohne besonderes Augenmerk auf Adoleszenz zu haben.

Alle diese Nutzungsarten (außer Entertainment) sind entwicklungsabhängig, d.h. wichtiger für Adoleszente als für Erwachsene oder Kinder.

Diese Einteilung in die 5 Artens ist theoretisch (obwohl auf empir. Studien beruhend). Sie will Anregungen beisteuern als Basis für spätere empirische Studien über Mediennutzung der Adoleszenz.

2.1 Allgemeine Punkte

Das Hauptthema der 5 Nutzungsarten ist, daß Jugendliche Materialien aus Medien ziehen, die zu ihrer Sozialisierung beitragen.

Jugendliche nehmen teil an Aktivitäten, die Teil ihrer Sozialisierung sind, wenn:

1. Suche von Unterhaltung und high sensation
2. Nutzung des Medienmaterials für identity formation oder coping
3. Teilnahme an auf Medien basierender jugendl. Subkultur

Die Medien werden als Teil des Prozesses gesehen, durch den Jugendliche Benehmen und Glauben der sozialen Welt, der Kultur in der sie leben, erwerben oder sich gegen deren Erwerbung wehren. Jugendliche suchen die Medien aus, die attraktiv erscheinen u. nutzen sie in verschiedener Weise für die bzw. ihre Sozialisierung:

1. impulse control fördern oder deren Vermeidung legitimieren
2. von Gesellschaft gebotene Rollen lernen oder ablehnen
3. Bedeutungsquellen finden, die Angst über Fehlen der Bedeutung im Leben erklären.

Soweit zu allgemeinen Dingen. Kommen wir nun zu den 5, im Text genannten, Hauptnutzungsarten. Beginnen wir mit Entertainment.

2.2 Entertainment

Dies ist die meiste Nutzungsart. Bezogen auf Musik kann man sagen, daß sie tägliche Freizeitaktivitäten begleitet, z.B. Auto fahren, mit Freunden rumhängen, Nachdenken. Für die meisten Jugendlichen ist Rockmusik gleichbedeutend bzw. wird gleichgesetzt mit Spaß. Außerdem gaben sie an, daß sie Musikvideos schauen nur für Unterhaltung (meiste Angaben).

TV hingegen wird genutzt als Weg zur Ablenkung von persönlichen Problemen mit „passiver, ablenkender, nicht fordernder Unterhaltung“.

2.3 Identity formation

Als zweite Nutzungsart werde ich die der Identity Formation (Identitätsbildung) näher erläutern.

Zuerst zur Klärung des Begriffes „identity formation“: Hiermit ist die Ausbildung eines eigenen Konzepts von Werten, Fähigkeiten und Hoffnungen für die Zukunft gemeint.

Ein wichtiger Aspekt hierbei ist „gender role identity“ (Geschlechterrollen-Identität): Die Jugendliche ziehen Ideale, was es heißt Mann oder Frau zu sein (physisch u. vom Benehmen her) aus TV, Musik, Magazinen.

Die Informationen aus den Medien wird genutzt, um, wie es im Text heißt „sexuelle und romantische Drehbücher zu lernen“. Die Mediennutzung für den Wissenserwerb über Geschlecht, Sexualität, Beziehungen gilt als zentraler Punkt für Identitätserforschung u. Identitätsbildung.

Auch Zeitungen/Magazine spielen eine bestimmte Rolle: Sie tragen die Bildung der Geschlechter-Identität als implizites Thema (meist bei Mädchen-Zeitungen). Man findet in solchen Zeitschriften auch Schönheits- u. Modeartikel in Form von Werbung oder Artikel über Jungs und die Kompliziertheit von Beziehungen.

TV wird im Zusammenhang der „identity formation“ als Quelle für berufliche Infos, z.B. für die Bildung beruflicher Ziele genutzt. Als Beispiel führten die Autoren heavy-metal-Fans an, die eine eigene Musikkarriere anstreben.

Auch werden die Medien - in Bezug auf die Politik - in Form von politischem Wissen und Teilnahme und der Entwicklung politischer Werte herangezogen.

[...]

Ende der Leseprobe aus 10 Seiten

Details

Titel
Ausarbeitung zur Studie von J.J. Arnett "Adolescents' uses of media for self-socialization"
Hochschule
Friedrich-Schiller-Universität Jena  (Institut für Psychologie)
Autor
Jahr
2001
Seiten
10
Katalognummer
V86941
ISBN (eBook)
9783638029391
Dateigröße
471 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Ausarbeitung, Studie, Arnett, Adolescents
Arbeit zitieren
Diplom-Psychologin (Dipl.-Psych.) Sabine Lechner (Autor), 2001, Ausarbeitung zur Studie von J.J. Arnett "Adolescents' uses of media for self-socialization", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/86941

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