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Zielsetzung und Umsetzung des Programms zur Steigerung der Effizienz des mathematisch-naturwissenschaftlichen Unterrichts in Baden-Württemberg

Title: Zielsetzung und Umsetzung des Programms zur Steigerung der Effizienz des mathematisch-naturwissenschaftlichen Unterrichts in Baden-Württemberg

Research Paper (undergraduate) , 2007 , 99 Pages , Grade: 1,5

Autor:in: Peter Mohr (Author)

Pedagogy - School System, Educational and School Politics
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Als Reaktion auf die Ergebnisse der TIMS-Studie 1997 wurde 1998 das Programm zur Steigerung der Effizienz des mathematisch-naturwissenschaftlichen Unterrichts (SINUS) ins Leben gerufen. Nach erfolgreichem Ansatz im Jahr 2003 wurde das Modellprogramm in SINUS-Transfer umbenannt, um es noch weiter zu verbreiten. Das SINUS-Programm sollte den Lehrern eine Möglichkeit bieten, ihren Unterricht in den mathematisch-naturwissenschaftlichen Fächern zu verbessern.

Gegen Ende des SINUS-Transfer-Programms sind sich die Medien darüber einig, dass mit dem SINUS-Konzept ein viel versprechendes Mittel zur Verbesserung des mathematisch-naturwissenschaftlichen Unterrichts geschaffen wurde. So schreibt zum Beispiel die Frankfurter-Allgemeine am 11.06.2007: „Das sogenannte Sinus-Programm zur Verbesserung des mathematisch-naturwissenschaftlichen Unterrichts ist zu einem der erfolgreichsten Qualitätsmaßstäbe in der deutschen Schullandschaft geworden.“ Ebenso äußert sich DIE ZEIT am 21.06.2007 zum SINUS-Programm überaus positiv: „Sinus ist das Musterbeispiel für ein groß angelegtes Programm zur Unterrichtsentwicklung.“

Die vorliegende Arbeit teilt sich im Wesentlichen in zwei Teile. Im ersten theoretischen Teil sollen zunächst die Hintergründe und Zielsetzungen des SINUS-Programms näher erläutert werden. Im Rahmen dieser Arbeit wurde eine Umfrage an Schulen in Baden-Württemberg, die am SINUS-Programm teilgenommen haben, durchgeführt, die die Umsetzung des Programms untersuchen sollte. Die Auswertung dieser Umfrage bildet den zweiten Teil dieser Arbeit. Hierbei sollen die gewonnenen Erkenntnisse aufgeführt und analysiert werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Hintergründe von SINUS

2.1 TIMSS als Auslöser für SINUS

2.2 Zielsetzung im SINUS-Programm

2.2.1 Bildungspolitische Ausgangslage

2.2.2 Allgemeinbildung

2.2.2.1 Allgemein- oder Spezialbildung?

2.2.2.2 Allgemeinbildung und Schule

2.2.3 Lernsituation und Lernproblematik in der Schule

2.2.3.1 Rolle des Vorwissens

2.2.3.2 Prüfen in der Schule

2.2.3.3 Fachlicher oder fächerübergreifender Unterricht?

2.2.3.4 Situiertes oder systematisches Lernen

2.2.3.5 Kooperative Lernmethoden

2.2.4 Rolle der Motivation beim Lernen

2.2.5 Professionalität der Lehrkräfte

3. Programm zur „Steigerung der Effizienz des mathematisch-naturwissenschaftlichen Unterrichts“

3.1 Leitlinien des Programms

3.2 Maßnahmen des Programms

3.2.1 Unterrichtsbezogene Maßnahmen

3.2.2 Maßnahmen zur Steigerung der Akzeptanz und Wertschätzung des mathematisch-naturwissenschaftlichen Unterrichts innerhalb und außerhalb der Schule

3.2.3 Stützende Entwicklungsmaßnahmen

3.3 Organisation des Programms

3.3.1 SINUS-Programm

3.3.2 SINUS-Transfer

3.4 Evaluation im SINUS-Transfer Programm

4. SINUS in Baden-Württemberg

4.1 Bearbeitete Module im Land Baden-Württemberg

4.1.1 Weiterentwicklung der Aufgabenkultur im mathematisch-naturwissenschaftlichen Unterricht

4.1.2 Aus Fehlern lernen

4.1.3 Zuwachs von Kompetenz erfahrbar machen: Kumulatives Lernen

4.1.4 Prüfen: Erfassen und Rückmelden von Kompetenzzuwachs

5. Ergebnisse des SINUS- und des SINUS-Transfer-Programms

5.1 Ergebnisse SINUS allgemein

5.2 Ergebnisse SINUS in Baden-Württemberg

5.3 Modulwahl der Bundesländer

5.3.1 Modulwahl im Fach Mathematik

5.4 Ergebnisse SINUS-Transfer

5.5 Alter und Motivation der teilnehmenden Lehrer

6. Befragung von Teilnehmern am SINUS-Transfer-Programm in Baden-Württemberg

6.1 Begründung und Durchführung der Befragung

6.2 Informationen zu den an der Befragung teilnehmenden Schulen

6.2.1 Größe der befragten Schulen

6.2.2 Teilnahme der Schulen

6.3 Gründe zur Teilnahme am SINUS-Programm

6.4 Module und Zielsetzung des SINUS-Programms in Baden-Württemberg

6.5 Transfervermögen und Fähigkeit der Schüler zum selbstständigen Lernen

6.6 Aufgabenkultur und die vertikale und horizontale Vernetzung des Unterrichts

6.7 Leistungsbewertung in der Schule

6.8 Veränderungen in der Kommunikation zwischen Lehrkräften

6.9 Resümee der teilnehmenden Lehrer von SINUS

6.10 Abschlussbetrachtung der Befragung

7. Resümee

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Umsetzung und Zielsetzung des Modellprogramms SINUS zur Steigerung der Effizienz im mathematisch-naturwissenschaftlichen Unterricht, insbesondere im Bundesland Baden-Württemberg, und evaluiert diese anhand einer schulspezifischen Befragung.

  • Hintergründe und theoretische Zielsetzungen des SINUS-Programms
  • Struktur, Leitlinien und Organisation des Programms sowie dessen Transfer
  • Ergebnisse und Modulwahl im SINUS- und SINUS-Transfer-Programm
  • Empirische Analyse der Programmumsetzung an Schulen in Baden-Württemberg
  • Befragung von Lehrkräften zu Aufgabenkultur, Fehlerkultur und Leistungsbewertung

Auszug aus dem Buch

2.2.3.1 Rolle des Vorwissens

Die Qualität des Vorwissens beeinflusst den kumulativen Verlauf des Lernens unmittelbar. Dadurch ist es notwendig, die kognitiven Eingangsvoraussetzungen und damit auch die Vorkenntnisunterschiede zu kontrollieren, um verlässliche Aussagen über die Unterrichtsqualität zu treffen.39

Personen mit einem umfangreichen Vorwissen lernen vergleichsweise schneller und mehr dazu, als Personen mit eingeschränktem domänenspezifischem Wissen. Dies zeigt sich sowohl im schulischen Kontext als auch bei experimentellen Untersuchungen. So wurde zum Beispiel gezeigt, dass „durch die Induktion von Vorwissen der weitere Erwerb von Wissen über eine komplexe Domäne verbessert werden kann“40. Des Weiteren konnte gezeigt werden, dass durch ausgeprägte Vorkenntnisse mangelnde Fähigkeiten ausgeglichen werden können. Angemessenes Vorwissen erhöht die Effizienz des Lernens, da durch dieses Wissen Schemata zur Verfügung gestellt werden können, die die Einordnung, Selektion und Auswertung der Informationen erleichtern. Die Qualität des Vorwissens wird wiederum durch den „Umfang der mentalen Repräsentation und der Abrufbarkeit“41 des Wissens bestimmt. Diese Abrufbarkeit ist umso größer, je mehr Verknüpfungen zwischen neuen und bereits verfügbaren Wissenselementen aufgebaut werden können. Ist kein Vorwissen vorhanden, so bestimmt sich die Lösungsqualität über die allgemeinen kognitiven Grundfähigkeiten.

Neben diesen förderlichen Aspekten, die den Wissensaufbau betreffen, trägt umfangreiches Vorwissen zur Förderung der Lernmotivation bei. Eine qualitativ und quantitativ hochwertige Vorwissensbasis geht mit einem hohen themenbezogenen Interesse einher. Des Weiteren zeugt umfangreiches Vorwissen von einer geringen leistungsbezogenen Ängstlichkeit.42

Es gibt jedoch auch Fälle, in denen das Vorwissen den Erwerb von Wissen behindert, oder gar verhindert. Dieses so genannte negative Vorwissen entsteht dann, wenn neue Informationen mit bereits bestehendem Wissen nicht vereinbar sind.43

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in den Hintergrund der TIMS-Studie ein und erläutert die Ziele und Struktur der wissenschaftlichen Arbeit.

2. Hintergründe von SINUS: Es werden die theoretischen Grundlagen des Programms, inklusive der Bedeutung von Allgemeinbildung, Vorwissen und Motivation, detailliert dargelegt.

3. Programm zur „Steigerung der Effizienz des mathematisch-naturwissenschaftlichen Unterrichts“: Die Leitlinien, Maßnahmen und organisatorische Struktur des Modellversuchs sowie dessen Evaluation werden vorgestellt.

4. SINUS in Baden-Württemberg: Dieses Kapitel beschreibt die spezifische Umsetzung des Programms im Land, inklusive der Modulauswahl und Initiativen im Fach Mathematik.

5. Ergebnisse des SINUS- und des SINUS-Transfer-Programms: Zusammenfassende Ergebnisse der bundesweiten Evaluation sowie statistische Daten zur Modulwahl der Bundesländer werden präsentiert.

6. Befragung von Teilnehmern am SINUS-Transfer-Programm in Baden-Württemberg: Der Hauptteil der Arbeit analysiert die Durchführung und Ergebnisse der schriftlichen Befragung an teilnehmenden Schulen in Baden-Württemberg.

7. Resümee: Die zentralen Erkenntnisse der Untersuchung zur Programmumsetzung und die Bedeutung der Weiterführung von SINUS werden abschließend reflektiert.

Schlüsselwörter

SINUS, SINUS-Transfer, TIMSS, Mathematikunterricht, Naturwissenschaftlicher Unterricht, Unterrichtsentwicklung, Aufgabenkultur, Fehlerkultur, Allgemeinbildung, Vorwissen, Kompetenzzuwachs, Lehrerfortbildung, Kooperation, Schulentwicklung, Evaluation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem Modellversuchsprogramm SINUS, das als Reaktion auf die TIMS-Studie zur Verbesserung der Unterrichtsqualität in mathematisch-naturwissenschaftlichen Fächern initiiert wurde, mit Fokus auf die Umsetzung in Baden-Württemberg.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die fachdidaktische Aufgabenkultur, der Umgang mit Fehlern, die Förderung kumulativen Lernens, die Stärkung von Kooperation unter Lehrkräften sowie die Evaluation der Akzeptanz dieser Maßnahmen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die Untersuchung der praktischen Umsetzung der SINUS-Module an Schulen in Baden-Württemberg und die Analyse der Erfahrungen und Einschätzungen der teilnehmenden Lehrkräfte.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Neben einer theoretischen Aufarbeitung der Grundlagen erfolgte eine empirische schriftliche Befragung an ausgewählten Schulen in Baden-Württemberg, deren Daten statistisch ausgewertet wurden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte theoretische Analyse der Programmziele und eine detaillierte Auswertung der selbst durchgeführten Befragung zur schulischen Umsetzung und Lehrerzufriedenheit.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie SINUS-Programm, Unterrichtsqualität, Aufgabenkultur, Fehlerkultur, Lehrerkooperation und empirische Evaluation kennzeichnen.

Warum wurde in der Arbeit eine eigene Befragung durchgeführt?

Die offizielle Datenlage war länderspezifisch zu oberflächlich; die eigene Umfrage ermöglichte tiefere Einblicke in die tatsächliche Arbeitspraxis und die spezifischen Erfahrungen der Lehrkräfte vor Ort.

Wie bewerten die Lehrer die Bedeutung der Fehlerkultur?

Die Ergebnisse zeigen, dass die Nutzung gemachter Fehler im Unterricht sowie die Erstellung eines Fehlerkatalogs von den befragten Lehrkräften im Vergleich zu anderen Zielsetzungen als weniger wichtig eingestuft und bislang nur zögerlich umgesetzt wurden.

Welche Schlussfolgerung zieht der Autor zur Zukunft des Programms?

Der Autor schlussfolgert, dass eine Fortführung des Programms zwingend notwendig ist, um eine breitenwirksame und nachhaltige Wirkung der Reformideen sicherzustellen.

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Details

Title
Zielsetzung und Umsetzung des Programms zur Steigerung der Effizienz des mathematisch-naturwissenschaftlichen Unterrichts in Baden-Württemberg
College
University of Heidelberg  (Erziehungswissenschaftliches Seminar)
Grade
1,5
Author
Peter Mohr (Author)
Publication Year
2007
Pages
99
Catalog Number
V86962
ISBN (eBook)
9783638019576
ISBN (Book)
9783638920407
Language
German
Tags
Zielsetzung Umsetzung Programms Steigerung Effizienz Unterrichts Baden-Württemberg
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Peter Mohr (Author), 2007, Zielsetzung und Umsetzung des Programms zur Steigerung der Effizienz des mathematisch-naturwissenschaftlichen Unterrichts in Baden-Württemberg, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/86962
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