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Goethes Begriff der Weltliteratur in der "Italienischen Reise"

Title: Goethes Begriff der Weltliteratur in der "Italienischen Reise"

Term Paper (Advanced seminar) , 2007 , 26 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Carolin Althaus (Author)

German Studies - Literature of History, Eras
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Ich möchte in einem Rahmen, der die wichtigsten Themen der „Italienischen Reise“ berührt, die Vorstellung von Goethes von Weltliteratur einfließen lassen. Dabei zeigen uns vor allem die verwendeten Motive und Elemente der Intertextualität, wie wir diesen Begriff aus der Sicht des Dichterfürsten definieren dürfen. So werden wir auf den nächsten Seiten Goethes Verehrung für Homer und Klopstock, Shakespeare und Properz begegnen. Aber auch seine Interaktion mit Wieland, Herder und Schiller ist tief in seine Werk eingeflossen, sandte er doch regelmäßig Leseproben und vollendete Werke an die beiden Erstgenannten und orientierte sich sogar ein wenig an ihnen..

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Begründungen eines Rückzuges

2. Die Revitalisierung des Künstlerblicks

3. Die drei großen Themen der „Italienischen Reise“

3.1 Die Kunst

3.2 Die Natur

3.3 Der Mensch

4. Goethe findet zu seiner Genialität zurück

5. Der Dichter in Arkadien

6. Die VII. Römische Elegie

Schlussbemerkung

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Beweggründe für Goethes Italienreise sowie deren transformative Wirkung auf sein künstlerisches Schaffen und Weltbild. Die zentrale Forschungsfrage widmet sich der Frage, wie durch die Begegnung mit der antiken Kunst, der Natur und dem Menschen ein Prozess der Selbsterkenntnis und kreativen Wiederbelebung stattfand, der Goethes Verständnis von Weltliteratur maßgeblich prägte.

  • Analyse der persönlichen und professionellen Fluchtgründe Goethes aus Weimar.
  • Untersuchung der ästhetischen Transformation und Revitalisierung des Künstlerblicks in Italien.
  • Betrachtung der triadischen Themenstruktur: Kunst, Natur und der Mensch.
  • Diskussion der Rückbesinnung auf die eigene Genialität anhand der Arbeit an bedeutenden Werken wie "Egmont" und "Iphigenie".
  • Interpretation der "VII. Römischen Elegie" als Dokument der Sinnsuche.

Auszug aus dem Buch

3.2 Die Natur

Oftmals finden wir in den Ausführungen Goethes geradezu eine Verschmelzung mit dem Augenblick und seiner Umgebung. So führt er aus, als er auf Sizilien einem Gottesdienst beiwohnt:

„Es war eine große Stille in dieser gleichsam wieder ausgestorbenen Wüste, eine große Reinlichkeit in einer wilde Höhle; der Flitterputz de katholischen, besonders sizilianischen Gottesdienstes, hier noch zunächst seiner natürlichen Einfalt; die Illusion, welche die Gestalt der schönen Schläferin hervorbrachte, auch einem geübten Auge noch reizend – genug, ich konnte mich nur mit Schwierigkeiten von diesem Orte losreißen und kam erst in später Nacht wieder in Palermo an.“

Ebenso tief, wie er in seine Umgebung „hineingezogen“ wird, lässt der Dichter sich auch in seine Gefühlswelt mitreißen und bringt dies in einem Überschwang und ehrlichem Pathos zum Ausdruck, der sehr an Klopstock erinnert. Auch dem deutschen Odendichter war zueigen, was wir nun bei Goethe entdecken:

„...aus dem Augenblick heraus sich mit der umgebenden Natur in eins zu setzen, dann die Versenkung in die Uranfänge dichterischer Selbstvergewisserung, in die Welt der Patriarchen und, neuerdings wieder, in die Welt Homers.“

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung stellt den "neuen" Goethe als Aussteiger auf Zeit dar und skizziert die methodische Vorgehensweise zur Untersuchung seiner Beweggründe und seines transformierten Kunstverständnisses in Italien.

1. Begründungen eines Rückzuges: Dieses Kapitel beleuchtet die persönlichen und beruflichen Krisen in Weimar, die Goethe zur Flucht nach Italien bewegten, wobei auch das Motiv der symbolischen Suche nach einem "Gosen" thematisiert wird.

2. Die Revitalisierung des Künstlerblicks: Hier wird der Prozess der Wahrnehmungsschulung beschrieben, bei dem das Objekt – die italienische Umgebung und Kunst – in den Vordergrund tritt und den Dichter zu einer neuen, reinen Sehweise führt.

3. Die drei großen Themen der „Italienischen Reise“: Die Analyse der drei Kernbereiche (Kunst, Natur, Mensch) zeigt, wie Goethe durch das Studium dieser Gegenstände seine künstlerische und naturwissenschaftliche Perspektive schärfte.

4. Goethe findet zu seiner Genialität zurück: Das Kapitel dokumentiert, wie die Inspiration durch Italien zur Vollendung langjähriger Projekte wie "Egmont" und "Iphigenie" beitrug und das Auflehnen des Einzelnen gegen das System thematisierte.

5. Der Dichter in Arkadien: Die Untersuchung des Arkadien-Motivs verdeutlicht Goethes Verknüpfung von antiker Tradition und persönlichem Lebensglück, gelöst von der ursprünglichen Grabinschrift-Thematik.

6. Die VII. Römische Elegie: Diese Interpretation verknüpft Goethes Wetter-Metaphorik mit seinem Gemütszustand und analysiert die Anrufung mythischer Figuren als Ausdruck seiner künstlerischen Selbstfindung.

Schlussbemerkung: Die Zusammenfassung unterstreicht die Rolle der Italienreise als "Universität" für Goethe, die ihm die visuelle und geistige Erschließung neuer Wahrnehmungsebenen ermöglichte.

Schlüsselwörter

Goethe, Italienische Reise, Weltliteratur, Kunsterlebnis, Naturforschung, Urpflanze, Selbstfindung, Klassik, Genialität, Arkadien, Römische Elegien, Wahrnehmung, Ästhetik, Weimar, Klassische Altertümer.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Hausarbeit?

Die Arbeit befasst sich mit Goethes "Italienischer Reise" und untersucht, wie der Aufenthalt in Italien den Dichter sowohl persönlich als auch in seinem künstlerischen und naturwissenschaftlichen Schaffen maßgeblich prägte.

Welche zentralen Themenfelder werden analysiert?

Die zentralen Themenfelder umfassen die Gründe für den "Rückzug" aus Weimar, die Entwicklung des Künstlerblicks, die Bedeutung von Kunst, Natur und Menschenbild in Italien sowie die Rückkehr zur schöpferischen Genialität.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, den Begriff der Weltliteratur aus Goethes Sicht durch die Linse seiner Italienreise neu zu definieren und den Transformationsprozess seines Werkes und seiner Weltsicht aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär angewandt?

Die Arbeit verwendet eine literaturwissenschaftliche Analyse, die den Originaltext der "Italienischen Reise" und der "Römischen Elegien" mit biographischen Dokumenten und zeitgenössischen Briefen vergleicht und interpretiert.

Welche Schwerpunkte bilden den Hauptteil?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Fluchtmotive, die "Revitalisierung des Künstlerblicks", die detaillierte Betrachtung von Kunst, Natur und Mensch sowie die Interpretation der "VII. Römischen Elegie" als Ausdruck der Selbstvergewisserung.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind unter anderem "Urpflanze", "Arkadien", "Selbsterkenntnis", "Intertextualität" und "optische Stimulanz".

In welchem Zusammenhang steht die "Urpflanze" zu Goethes Italienreise?

Die Suche nach der Urpflanze wird als Suche nach einem evolutionären Prinzip verstanden, wobei Goethe Italien als idealen Ort sah, um durch Anschauung zu einer inneren Wahrheit und Gesetzmäßigkeit der Natur zu gelangen.

Wie beeinflusste das Italien-Erlebnis Goethes Arbeit an seinen Werken?

Die Reise wirkte als heilende Inspiration, die es ihm ermöglichte, langjährige Schaffenskrisen zu überwinden und Werke wie "Egmont" oder "Iphigenie" in einem neuen, von italienischer Klarheit und Ruhe geprägten Geist zu vollenden.

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Details

Title
Goethes Begriff der Weltliteratur in der "Italienischen Reise"
College
University of Hannover
Course
Goethes Begriff der Weltliteratur
Grade
1,3
Author
Carolin Althaus (Author)
Publication Year
2007
Pages
26
Catalog Number
V86986
ISBN (eBook)
9783638022149
Language
German
Tags
Goethes Begriff Weltliteratur Italienischen Reise Goethes Begriff Weltliteratur
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Carolin Althaus (Author), 2007, Goethes Begriff der Weltliteratur in der "Italienischen Reise", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/86986
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